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Aufnahme- oder Wiedergabegerät
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sich innerhalb der einzelnen Stufen verschiedene Bandgeschwindigkeiten ergeben.
Eine weitgehende Anpassung an die jeweiligen Erfordernisse lässt sich auch mit einer erfindungsgemässen Ausführungsform erzielen, bei der die Steuervorrichtung mit der Spulenhalterung, im besonderen einem Spulenarm, verbunden ist, wobei die Steuerung in Abhängigkeit von der Stellung dieser Halterung, im Falle eines Spulenarmes von der Winkelstellung desselben erfolgt. Da Kassetten eine bestimmte Stellung in bezug auf eine Anlagefläche am Gerät einnehmen müssen, kann die dadurch bedingte verschiedene Stellung des Kassettenmittelpunktes und damit des Spulendorns in einfacher Weise zur Steuerung verwendet werden. Selbstverständlich können solche Anlageflächen, z. B. in Form von Anschlagröllchen, auch für Spulen vorgesehen sein.
Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung dieser erfindungsgemässen Konstruktion weist nun die Steuervorrichtung zwei, verschiedenen Schwenkbereichen des Spulenarmes od. dgl. entsprechende Steuerbereiche auf, von denen der eine dem Betrieb mit Kassetten, der andere dem Betrieb mit Spulen zugeordnet ist, wobei im kassettenzugeordneten Steuerbereich, in dem die Beweglichkeit des Spulenarmes od. dgl. beispielsweise durch eine Verriegelungseinrichtung für die Kassetten begrenzt ist, die Steuerung in Abhängigkeit von der Grösse der Kassette, im andern Steuerbereich hingegen, in dem der Spulenarm frei schwenkbar ist, in Abhängigkeit vom Gewicht des Bandwickels erfolgt.
Auf diese Weise ist es möglich, bei einfachst aufgebauter Konstruktion wenigstens in einem Steuerbereich eine konstante bzw. maximal mögliche Bandgeschwindigkeit zu erreichen. Es wird dabei allerdings von Vorteil sein, eine Dämpfungseinrichtung für den Spulenarm vorzusehen, damit derselbe nicht durch unterschiedlichen Bandzug od. dgl. zu stark pendelt.
Die Erfindung lässt sich auch mit elektrischen Mitteln realisieren, indem die Steuervorrichtung eine an einer Seite der Spule bzw. Kassette angeordnete lichtempfindliche Zelle aufweist, die von der gegenüberliegenden Seite der Spule bzw. Kassette gleichmässig beleuchtet ist, wobei die abgegebene Spannung mit dem Durchmesser des Bandwickels und/oder der Kassette schwankt. Dies bringt den Vorteil einer weitaus platzsparenderen Konstruktion, wobei sich bei Betrieb mit Spulen wieder eine konstante Bandgeschwindigkeit ergibt. Kassetten bzw. Bandwickel wirken dabei als eine Teile des Lichtes abdeckende Blende. Bei einer solchen Ausführungsform sind Ungenauigkeiten in der Steuerung, die sich bei gewichtsabhängiger Steuerung durch den Bandzug ergeben können, vermieden.
Die lichtempfindliche Zelle kann dabei im Rahmen der Erfindung beispielsweise ein Photowiderstand, eine Photohalbleiter oder-transistor oder auch eine Selenzelle sein.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Fig. 1 zeigt eine teilweise Seitenansicht eines erfindungsgemäss ausgebildeten Schmalfilmprojektors, Fig. 2 ein Detail zu Fig. 1. Fig. 3 ist eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispieles, Fig. 3a hiezu ein Diagramm. Fig. 4 zeigt das Schaltschema einer andern Ausführungsform.
An einem Projektor-l- (Fig. l) ist ein Spulenarm --2-- um eine Welle-3schwenkbar gelagert. An seinem freien Ende trägt der Spulenarm --2-- an einem Spulendorn
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Feder austariert. Je nach der Grösse des Bandwickels und je nach seinem Gewicht wird nun der Spulenarm verschiedene Winkelstellung einnehmen. Die Schwenkbewegung des Spulenarmes wird dabei
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bei ortsfester Anordnung des Spulendorns--4-auch senkrecht zu seiner Achse auf den Spulenrand zu beweglich sein, wobei es die Grösse der Spule oder einer Kassette abtastet und in Abhängigkeit von dieser Grösse das Verstellorgan des Rückwickelantriebes steuert.
Zum Zwecke des Rückwickelns ist auf der Welle des Spulendorns-4-ein Antriebsrad --8-- befestigt, das mit einer auf der Welle --3- sitzenden Scheibe über einen Riemen od. dgl. verbunden ist. Die Scheibe ---9- erhält ihrerseits ihren Antrieb von einem auf einer Welle-l O-- befestigten Rad. Mit dieser Welle--10--ist auch eine Keilriemenscheibe verbunden, die in einem bestimmten Abstand von einer Antriebsscheibe--12--angeordnet ist.
An einem mit dem Spulenarm --2-- verbundenen Hebel --13-- ist ein Verstellorgan --14-- gelagert, das bei Verschwenkung des Spulenarmes --2-- eine entsprechende Bewegung zwischen den beiden Keilriemenscheiben --11, 12-- ausführt. Das Verstellorgan--14--nähert sich dabei entweder der einen oder der andern der beiden Scheiben.
Das Verstellorgan ist in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt. Es besteht aus zwei axial unverschiebbaren und einander zugewendeten Keilriemenscheibenhälften-15, 15--, zwischen denen eine
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bezogen auf Fig. l und 2 nach links, der eine Keilriemen --19-- gespannt, wogegen der andere Keilriemen --18-- gelockert wird. Dies führt zu einer entsprechenden Ausgleichsbewegung der Doppelkeilscheibe-17--, u. zw. bezogen auf Fig. 2 nach oben, wodurch eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses erzielt wird. Günstig ist, dass die Verstellbewegung der Doppelkeilscheibe formschlüssig erfolgt, so dass es zu keiner übermässigen Beanspruchung der Keilriemen--18, 19-kommt.
Bei kraftschlüssig verstellbaren Variatorgetrieben ist die Verstellkraft bei der Dimensionierung der Feder zum Ausgleich des Spulengewichtes zu berücksichtigen. Auf jeden Fall ist dabei auch das Antriebsdrehmoment der sich im Uhrzeigergegensinn drehenden Scheibe-9-zu berücksichtigen, das ebenfalls entgegen dem Spulengewicht wirkt.
Selbstverständlich könnte auch bei sonst gleicher Ausbildung des Spulenarmes--2--der Hebel --13-- auf einen Regelwiderstand einwirken, der im Stromkreis eines elektrischen Antriebes liegt.
Dieser elektrische Antrieb kann dabei entweder der Rückwickelantrieb selbst oder ein Stellmotor od. dgl. zur Verstellung des Variatorgetriebes sein. Im übrigen ist die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Ausführungsform ohne weiteres auch für Kassettenbetrieb anwendbar. Die Bewegbarkeit des Spulenarmes--2--ist dabei entweder durch eine die Kassetten fixierende Verriegelungseinrichtung oder durch gesonderte Rasten für den Spulenarm begrenzt. Auch diese Rasten könnten zur Steuerung herangezogen werden, wobei das Verstellorgan je nach der beaufschlagten Rast eine andere Stellung einnimmt.
In Fig. 3 ist eine Weiterbildung der in Fig. l dargestellten Ausführungsform gezeigt. Der Spulenarm - 2-sowie die übrigen Teile sind dabei der Einfachheit halber lediglich als Striche dargestellt. Bei dieser Konstruktion ist der Hebel --13-- durch ein Zahnsegment-20-ersetzt, das mit einem Zahnrad-21-kämmt. Auf der gleichen Welle wie das Zahnrad --21-- sitzt eine Nockenscheibe - -22--, deren Form durch das gewünschte Regelverhalten bestimmt ist.
An einem ortsfest gelagerten Hebel --23-- ist eine Rolle --24-- drehbar, die der Kurvenform der Nocke --22-- folgt. Der Hebel-23-trägt ferner an seinem freien Ende das Verstellorgan-14--, das in gleicher Weise wie oben beschrieben ausgebildet ist, sich jedoch in diesem Falle zwischen der Antriebsscheibe --12-- und der ebenfalls als Keilriemenscheibe ausgebildeten Scheibe --9-- bewegt.
Der Spulenarm--2--weist einen Schwenkbereich von 60 auf. Um für die Gestaltung der Oberfläche der Nocke --22-- eine volle Umdrehung ausnutzen zu können, damit die Flanken der Nocke nicht zu steil ausfallen, beträgt das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Segment--20--und dem Zahnrad--21--6 : 1. Die dargestellte Steuervorrichtung weist nun zwei Steuerbereiche auf, von denen der eine, nämlich der einem Schwenkbereich des Spulenarmes--2--zwischen der Horizontalen und 150 entsprechende Steuerbereich, Kassetten zugeordnet ist. Der übrige Schwenkbereich des Spulenarmes zwischen 15 und 60 entspricht dem dem Betrieb mit Spulen zugeordneten Steuerbereich, innerhalb dessen die Steuerung in Abhängigkeit vom Gewicht der Spulen erfolgt, wie oben beschrieben.
Im dem Kassettenbetrieb zugeordneten Steuerbereich erfolgt hingegen
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Spulenarm mit zunehmendem Wickeldurchmesser sich im Uhrzeigersinn, bei Kassettenbetrieb hingegen mit zunehmender Kassettengrösse im Uhrzeigergegensinn bewegt, muss das Regelverhalten in den beiden Steuerbereichen genau entgegengesetzt sein. Fig. 3a zeigt auch ein Diagramm des durch die Nocke - -22-- verwirklichten Regelverhaltens.
Mit zunehmender Kassettengrösse sinkt dabei innerhalb der ersten 150 des Schwenkbereiches des Spulenarmes --2-- die Bandgeschwindigkeit und steigt im zweiten Schwenkbereich des Spulenarmes mit abnehmendem Gewicht und abnehmendem vom Bandzug ausgeübten Drehmoment.
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--26-- vorgesehen,Spulenarm verbundenen Kurvenscheibe --27-- angreift. Bei Kassettenbetrieb hingegen ist es eher lästig, wenn der Benutzer beim Einstellen des Spulenarmes die Kraft der dabei stark gespannten Feder
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verschiedene wirksame Radien auf.
In dem dem Kassettenbetrieb zugeordneten Schwenkbereich des Spulenarmes ist der Radius der Kurvenscheibe --27-- sehr klein, so dass sich die Kraft der Feder --26-- entsprechend weniger
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auswirkt. Im übrigen ist es klar, dass durch eine entsprechende Gestaltung der Kurvenscheibe-27in dem dem Spulenbetrieb zugeordneten Bereich das Regelverhalten der Steuervorrichtung mit beeinflusst werden kann.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist der Spulendorn --4-- in verschiedenen Stellungen mittels einer Rasteinrichtung--28-verriegelbar. Eine lichtempfindliche Zelle ist etwa radial zum Spulendorn --4-- angeordnet und empfängt Licht von einer Lampe-30--. Im Strahlengang zwischen der Zelle-29-und den auf sie fallenden Lichtstrahlen ist die Spule angeordnet, wobei der sich während des Rückwickelns vergrössernde Bandwickel als Blende wirkt. Die radiale Anordnung der Zelle --29-- ist nicht unbedingt erforderlich, sondern es könnte die lichtempfindliche Zelle - 29-auch etwa tangential zum Filmwickel angeordnet sein. Da es aber gegebenenfalls schwierig ist, die elektrische Einrichtung zu beiden Seiten der Spulen bzw.
Kassetten anzuordnen, ist auf der der Zelle --29-- gegenüberliegenden Seite der Spule lediglich ein Spiegel --31-- vorgesehen, der das von der auf der gleichen Seite wie die Photozelle --29-- angeordneten Lichtquelle --30-ausgesandte Licht zur Zelle --29-- umlenkt.
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ist, angeordnet. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 befindet er sich in der Nähe einer Anlagefläche - 33-für die Kassetten. Die Verwendung eines solchen Abtasters --32-- ist deshalb besonders günstig, weil dieser Taster gleichzeitig auch andere Funktionen erfüllen kann, beispielsweise die Auslösung einer Verriegelung für die Kassetten oder die Regelung der Dauer des Einfädelvorganges u. dgl.
Bei entsprechender Ausbildung könnte dieser Taster auch selbst zur Steuerung des Verstellorgans --14-- herangezogen werden.
Der Abtaster --32-- ist mit Schaltkontakten-34, 35, 36- verbunden, von denen die Schalter-34, 35- im gleichen Sinne, der Schalter --36-- hingegen entgegengesetzt dazu betätigbar sind. Der Schalter --34-- liegt im Stromkreis der Lichtquelle --30-- und schliesst diese unmittelbar an eine Stromquelle --37-- an. In dem vom Schalter-35--betätigten Stromkreis liegt hingegen ein Solenoid-38-, das in Abhängigkeit von der Beleuchtung der lichtempfindlichen Zelle --29-- gesteuert ist und seinerseits das an dem Hebel --23-- gelagerte Verstellorgan - verstellt. Eine Feder --39-- übt dabei eine Rückstellkraft aus.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel könnte das Regelverhalten der dargestellten Steuereinrichtung durch Zwischenschalten einer Kurvenscheibe --27-- (Fig.3) von entsprechender Form modifiziert werden.
Bei Betrieb des Gerätes mit Spulen sind die Schalter-34, 35- geschlossen, der Schalter - dagegen geöffnet. Wird somit durch eine am Gerät vorgesehene Taste --40-- der Rückwickelantrieb betätigt, so erfolgt die Steuerung in Abhängigkeit vom Durchmesser des Bandwickels durch die lichtempfindliche Zelle-29--. Bei Verwendung von Kassetten wird hingegen der Abtaster - beim Anlegen der Kassetten an die Anlagefläche-33-gedrückt und in die in Fig. 4
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35- geöffnet und- angeschlossen ist. Der Regelwiderstand wird dabei in nicht dargestellter Weise durch Schaltnocken an der Kassette verstellt, deren Lage dem Fassungsvermögen der Kassette entspricht.
Wie bereits erwähnt, könnte der Taster --32-- auch selbst zur Steuerung, nämlich zum Verstellen des
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und die Lichtquelle--30--enthaltende Stromkreis unterbrochen wird. Auch bei Kassettenbetrieb könnte die Steuerung durch die Photozelle --29-- erfolgen. Besonders bei ortsfest angeordneter Zelle --29-- wird es jedoch im Hinblick auf die verschiedene Lage des Spulendorns-4-je nach der Grösse der Kassette zweckmässig sein, die sich daraus ergebenden Fehlermöglichkeiten durch Zu-und Abschalten von Widerständen bei Kassettenbetrieb bzw. durch einen regelbaren Widerstand auszugleichen.
Lichtquelle --30-- und Photozelle --29-- müssen auch nicht in der dargestellten Art geschalten sein. Es wäre auch möglich, durch Lichtimpulse, die man bei Durchlicht durch die Filmperforation erhält, einen Kondensator aufzuladen, der in einer Vergleichsschaltung mit einem
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Multivibrator liegt, wobei die resultierende Spannung zur Steuerung herangezogen wird. Auch wären noch viele andere konstruktive Lösungen denkbar. Beispielsweise könnte die Umschaltung von gewichtsabhängiger auf grössenabhängige Steuerung und umgekehrt, und die dadurch bedingte Umkehrung des Regelverhaltens (vgl. das Diagramm zu Fig. 3) durch eine Art Heusinger-Waldegg- Steuerung verwirklicht werden.
Das in den Ausführungsbeispielen dargestellte Keilriemen-Variatorgetriebe kann selbstverständlich auch durch andere entsprechende Getriebe ersetzt sein, wobei dann auch das Verstellorgan anders ausgebildet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aufnahme-oder Wiedergabegerät, besonders Schmalfilmprojektor, für einen auf Spulen unterschiedlichen Fassungsvermögens angeordneten bandförmigen Aufzeichnungsträger, der gegebenenfalls in Kassetten angeordnet ist, mit einer am Gerät angeordneten einen Spulendorn aufweisenden Spulenhalterung und einem Rückwickelantrieb für die Spulen, und mit einer Einrichtung zur
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auf verschiedene Winkelgeschwindigkeit einstellbar ist und eine Steuervorrichtung zur Geschwindigkeitseinstellung des Rückwickelantriebes vorgesehen ist, wobei die Steuerung im Sinne einer Verringerung der Winkelgeschwindigkeit bei Vergrösserung des Spulen-bzw. des Bandwickeldurchmessers erfolgt.
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