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Kipptrommelmischer, insbesondere Kleinmischer
Die Erfindung betrifft einen Kipptrommelmischer, insbesondere einen Kleinmischer, mit zwei V-förmigen, unten offenen Trägern, die zweckmässig aus Rohrprofilen gebildet sind, zwischen deren Schenkeln die Mischtrommel um eine, nahe ihrem Scheitel befindliche Querachse kippbar gelagert ist.
Betonmischer bestehen im allgemeinen aus einem festen Rahmen, in welchem die Mischtrommel drehbar und schwenkbar gelagert und auf welchem der Antriebsmotor montiert ist. Bei einfacheren Ausführungsformen ist dieser Rahmen mit einer starren Achse versehen, auf welcher Eisenräder gelagert sind ; Betonmischer mit einem derartigen, ungefederten Fahrgestell können durchaus innerhalb einer Baustelle von einem Einsatzort zu einem andern gebracht werden. Beim Transport über die Strasse dagegen, also an ein Zugfahrzeug angehängt, darf aber eine verhältnismässig geringe Höchstgeschwindigkeit von z. B. 20 km/h nicht überschritten werden.
Da bei Betonmischern solche Transporte über grössere Entfernungen häufig und unvermeidbar sind, wurden besondere, abgefederte und mit Gummirädern versehene Achsen entwickelt, welche an Stelle der starren Achsen angebracht werden können und mit denen erheblich höhere Transportgeschwindigkeiten, (bis zu 80 km/h), erreicht werden ; die Ausrüstung von Betonmischern mit einer gefederten Achse verursacht jedoch erhebliche Mehrkosten, die bei kleineren Typen stark ins Gewicht fallen.
Es sind bereits Kipptrommelmischer bekannt, die auf einem Stützgestell aus zwei, ein symmetrisches V bildenden Trägern montiert sind ; an einem dieser V-förmigen Rahmenteile sind kleine Laufrollen befestigt, welche ein Verschieben des Gerätes über kurze Strecken erlauben, wenn es an der gegenüberliegenden Seite an Handgriffen nach Art einer Schubkarre angehoben wird ; diese Mischer können jedoch nicht an ein Zugfahrzeug angehängt werden. Weiters sind auch schon auf eine Schubkarre montierte Betonmischer vorgeschlagen worden, die ein einrädriges Fahrgestell mit einem waagrechten Rahmen haben, an welchem hinter dem Rad zwei bügelförmige Stützkufen befestigt sind ; solche Mischer können jedoch an der Baustelle nur einige Meter weit verfahren werden, wobei das Gerät teilweise getragen und gleichzeitig geschoben oder gezogen werden muss.
Ein anderer Betonmischer, gleichfalls nicht zum Anhängen an ein Fahrzeug bestimmt, ist mit einem Schubkarren-Fahrgestell mit U-förmigen Kufen versehen, welche ein über-Kopf-Kippen des gesamten Gerätes gestatten ; der Rahmen trägt Räder, die wieder nur zum Verfahren über kurze Strecken geeignet sind.
Nach der Erfindung werden nun bei fahrbaren Kipptrommelmischern der eingangs beschriebenen Bauart dadurch alle diese Nachteile und Schwierigkeiten vermieden und insbesondere beim Schleppen durch ein Zugfahrzeug das Fahren mit höheren Geschwindigkeiten ermöglicht, dass beide V-förmigen Träger ungleich lange Schenkel haben und nur an den Enden der längeren zu einer Zugdeichsel miteinander verbunden sind, wogegen an den freien, kürzeren Schenkeln unten Laufräder unmittelbar, d.
h. ohne zwischengeschaltete Federn, gelagert sind, und dass durch entsprechende Bemessung des von beiden Trägerschenkeln eingeschlossenen Winkels beim Anhängen der Zugdeichsel an ein Zugfahrzeug, die die Laufräder tragenden, kürzeren Schenkel in Fahrtrichtung schräg nach vorne geneigt sind, wodurch bei Verwendung möglichst biegeelastischer Trägerprofile eine gewisse Federung erzielbar ist.
Durch diese Anordnung wird also ein selbstfederndes Fahrgestell gebildet, durch welches die Verwendung kostspieliger, federnder Radaufhängungen vermieden und trotzdem das Gewicht des
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Mischers nicht erhöht wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Kipptrommelmischers sind an beiden V-förmigen Trägern die längeren Schenkel symmetrisch gegeneinander gekröpft und an ihren zueinander parallelen Enden durch ein Joch lösbar miteinander verbunden. Hiedurch ist das Fahrgestell im wesentlichen unverändert für Mischer mit verschiedenen Trommelgrössen verwendbar ; der Querabstand zwischen beiden das Fahrgestell bildenden Trägern wird im wesentlichen durch den Durchmesser der Mischtrommel bestimmt, so dass also bei grösseren Mischtrommeln auch die Träger weit voneinander entfernt sind ;
da aber die Träger nur an ihren radlosen Schenkeln miteinander verbunden sind und die zweite Querverbindung zwischen der Welle der Mischtrommel selbst gebildet ist, braucht bei Anlagen mit grosser Mischtrommel nur ein breiteres Joch eingesetzt zu werden, wobei alle übrigen Teile des Fahrgestelles unverändert bleiben. Darüber hinaus können solche Kipptrommelmischer für Transport oder Lagerung leicht zerlegt werden, wobei die Träger, von den Mischtrommeln getrennt, raumsparend gestapelt werden.
Bei diesem Kipptrommelmischer besteht weiters das Joch der Zugdeichsel aus zwei, je ein abgekröpftes Ende eines Trägerschenkels von oben sattelartig übergreifenden U-Profilen und einer dieselben verbindenden Platte. Zweckmässig ist dabei an der Verbindungsplatte des Zugdeichseljoches die Anhängekupplung für das Zugfahrzeug befestigt.
Hiedurch ergibt sich eine fertigungstechnisch
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Während des Mischvorgangs wird die Trommel-l-mit Hilfe eines nicht dargestellten, im unteren Teil der Trommel gekapselt untergebrachten Antriebs um die zur Welle --2-- senkrechte, durch die Beschickungs-und Entleerungsöffnung der Trommel--l--gehende Achse gedreht.
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--4-- sind--4a und 4b-bezeichnet sind, während der übergangsbogen zwischen den beiden Schenkeln bei --4c- liegt.
Bei üblichen Betonmischern ist vielfach die Mischtrommel um eine parallel zur Fahrtrichtung verlaufende Achse schwenkbar. Hiedurch wird erreicht, dass die bei den bekannten Anordnungen vor und hinter der Mischtrommel an dem Fahrgestell angeordneten Einrichtungen, wie Antriebsmotor und Zugdeichsel, das Füllen und Entleeren der Trommel nicht behindern. Durch die besondere Ausbildung des Fahrgestells beim erfindungsgemässen Betonmischer wird erreicht, dass die Trommel von der Seite der Anhängekupplung aus beladen und zu der beim Fahren hinten liegenden Seite hin entleert werden kann. Durch die besondere Formgebung des Fahrgestells ist eine gute Zugänglichkeit der Mischtrommel erreicht. Die Lagerachse --2--'ist quer zur Fahrtrichtung angeordnet.
Dadurch kann die Welle --2-- gleichzeitig zur Verbindung der beiden zueinander parallelen Träger--4--im Bereich des Übergangsstücks--4c--der Träger verwendet werden.
Am unteren Ende des kürzeren Schenkels --4a-- des Trägers ist ein Laufrad --5-- im Lager --6-- drehbar befestigt. Der andere, längere Schenkel--4b--des Trägers ist, wie sich insbesondere aus Fig. 2 ergibt, nach innen gekröpft. Zwischen den im Bereich der Enden wieder parallel zueinander verlaufenden Schenkeln--4b--ist eine Traverse befestigt. Sie besteht gemäss Fig. l und 2 aus zwei nach unten offenen U-Profilen-8--, die jeweils über eines der Trägerenden gelegt und mit diesen mit Hilfe von Schrauben --9-- verbunden sind.
Zwischen den U-Profilen-8-ist eine Platte --7--, beispielsweise durch Schweissen, befestigt, die somit die Enden der Schenkel--4b--in dem erforderlichen seitlichen Abstand zueinander hält. Eine Querstange--10--zur Handhabung des Mischers beim Verfahren von Hand ergänzt die Anordnung.
An der Platte --7-- kann auf einfache Weise der Kupplungskopf einer Anhängekupplung des jeweils gewünschten Typs befestigt werden.
Beim Anhängen nimmt der erfindungsgemässe Betonmischer die in Fig. 3 dargestellte Stellung ein.
Die Schwenkachse der Trommel--l--steht hiebei etwa senkrecht über der Drehachse des Laufrades
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- 5-und die nach vorn gerichteten Schenkel-4b-der Träger haben einen gegen die Waagrechte weniger stark geneigten Verlauf. Wenn der Mischer in dieser Stellung mit Hilfe einer Anhängekupplung
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behindert, weil, wie sich aus Fig. 2 ergibt, die Schenkel--4b--nach innen zueinander gekröpft verlaufen und somit die Trommel auch von der vorderen Seite des Fahrgestells her gut zugänglich ist.
Nach dem Füllen der Trommel-l-wird diese in die in Fig. 1 dargestellte Mischstellung durch Drehung des Handrades gebracht. Nachdem die Mischung beendet ist, wird die Trommel mit ihrer Öffnung nach unten in die in Fig. 2 ersichtlichen Entleerungsstellung gedreht. Da zwischen den Laufrädern-5-keine Achse vorhanden ist, ist unter der Trommel genügend Raum zur Aufstellung eines mit Mörtel oder Beton zu füllenden Gefässes, Behälters, Schubkarrens oder"Japaners", d. h. eines einachsigen, mit einer Kippmulde versehenen Transportwagens. In diese Stellung, in der die Trommelöffnung nach unten gerichtet ist, wird der Mischer zweckmässig auch beim Fahren gebracht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kipptrommelmischer, insbesondere Kleinmischer, mit zwei V-förmigen, unten offenen Trägern, die zweckmässig aus Rohrprofilen gebildet sind, zwischen deren Schenkeln die Mischtrommel um eine nahe ihrem Scheitel befindlichen Querachse kippbar gelagert ist, dadurch gekenn- zeichnet, dass beide V-förmigen Träger (4, 4) ungleich lange Schenkel (4a, 4b) haben und nur an den Enden der längeren (4b) zu einer Zugdeichsel miteinander verbunden sind, wogegen an den freien, kürzeren Schenkeln (4a) unten Laufräder (5) unmittelbar, d.
h. ohne zwischengeschaltete Federn, gelagert sind, und dass durch entsprechende Bemessung des von beiden Trägerschenkeln (4a, 4b) eingeschlossenen Winkels beim Anhängen der Zugdeichsel (4b) an ein Zugfahrzeug, die die Laufräder (5) tragenden, kürzeren Schenkel (4a) in Fahrtrichtung schräg nach vorne geneigt sind, wodurch bei Verwendung möglichst biegeelastischer Trägerprofile eine gewisse Federung erzielbar ist.
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