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Rundsiebzylinder
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Die Distanzbleche sind dabei so geneigt angeordnet, dass sie beim Drehen Luft und Wasser zum Zentrum des Zylinders befördern. Ein durch das Eigengewicht von der Papiermasse abfliessender Wassertropfen gelangt auf die zur Zylinderseite gewandte Fläche eines der Distanzbleche und wird bei der Weiterbewegung dank der Massenträgheit des Wassertropfens entgegengesetzt der Drehrichtung auf dem Distanzblech abfliessen. Entgegengesetzt der Drehrichtung ist das Blech jedoch zur Achsmitte hin geneigt ; der Abstand zur Achsmitte sinkt, d. h. der Wassertropfen wird dadurch zur Zylindermitte hin beschleunigt und fliesst ab. Diese Ausbildung hat zur Folge, dass Wasser und Luft zur Zylindermitte gesaugt werden und auch ein geringer Unterdruck unter der Siebfläche entsteht, der das Entwässern begünstigt.
Es hat sich gezeigt, dass es zweckmässig ist, dass der Winkel zur Tangentialebene zwischen 15 bis 750 beträgt. Der tatsächlich zu wählende Winkel hängt von der Geschwindigkeit, mit der der Rundsiebzylinder laufen soll, ab.
Die Erfindung ist an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Fig. l zeigt eine Skizze einer Papiermaschine mit einem Rundsiebzylinder in Seitenansicht und Schnitt, Fig. 2 eine Seitenansicht eines Segments eines Rundsiebzylinders im Schnitt, Fig. 3 eine Ansicht von oben auf einen Teil eines Rundsiebzylinders.
Wie aus Fig. l zu sehen ist, kommt das Zellstoffaser-Gemisch von der Stoffaufbereitung-l-- mit Wasser vermengt zum Stoffauflauf, wo dafür gesorgt wird, dass die Fasern nach allen Richtungen gleichmässig liegend verteilt werden. Der Stoffauflauf--2--hat einen Ausgang--3--, von dem die aufbereitete Pulpe auf einen Rundsiebzylinder-4--, u. zw. auf dessen Obersieb-6--, fliesst. Der Rundsiebzylinder ist mit Achsen --5-- gelagert. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist der Rundsiebzylinder aus Ringen --8--- zusammengesetzt, die durch Distanzbleche-9-distanziert sind.
Diese Distanzbleche sind so geneigt ausgebildet, dass das zwischen den Distanzblechen abfliessende Wasser durch die Unterseite der Distanzbleche zur Rundsiebmitte geleitet wird. Über die Ringe-8-ist ein Untersieb-7--, welches gröber ist, und darüber ein Obersieb, welches ein Feinsieb ist, gelegt. Die auf das Obersieb gelangende Pulpe verfestigt sich auf diesem Sieb. Das Wasser fliesst durch die Siebe, die Distanzbleche und die Ringe durch. Auf dem Sieb verbleibt das Rohpapier, das während des Laufes auf dem Sieb entsprechend entwässert wird. Mit einer Abnahmeeinrichtung, einem Filzband und eventuell zusätzlicher Vakuumabnahme--15--wird das Papier vom Rundsiebzylinder abgehoben und einer Weiterbehandlung zugeführt.
Die in Fig. 2 gezeigte Ausführung des Siebzylinders weist Ringe --8-- auf, die durch geneigte Blechstreifen distanziert sind. Die Distanzbleche weisen dabei zu einer Tangentialebene --2-- an die Ringe eine Neigung --13-- von 250 auf. Bei einem Durchmesser von 1, 2 m ist der Abstand der Distanzbleche mit 35, 5 mm gewählt. Dieser Siebzylinder, ebenso wie die andern Ausführungsbeispiele, soll mit einer Geschwindigkeit von über 300 m/min laufen. Die Neigung
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einem Ring --8-- geknickt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rundsiebzylinder für Papiermaschinen u. dgl., bestehend aus einem Siebmantel und durch
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