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Schaltungsweise für magnetische, durch Wechselstrom bewegte Schalter.
Magnetische Schalter, die durch Wechselstrom bedient werden und die behufs Ausschaltens unter der Einwirkung einer Federkraft oder eines Gewichtes stehen, neigen im allgemeinen leicht zum Brummen. Unter den verschiedenen Methoden zur Beseitigung dieses Übelstandes hat man vorgeschlagen, für die Magnetisierung zwei oder mehrere Erregerspulen zu verwenden, welche selbst allein oder in Verbindung mit äusseren Widerständen
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Erleichtert wird die Beseitigung des Brummens durch ein direktes Aufeinanderlegen der Magnetkern ohne Zwischenlage, wodurch auch eine bessere Drosselung des Stromes und somit eine günstigere Beanspruchung der Spulen erzielt wird. Durch die letztere Methode tritt jedoch ein neuer Übelstand auf, nämlich ein häufiges Hängenbleiben der Magnetkerne beim Unterbrechen des Bedienungsstromes infolge zu starker Remanenz.
Eine Methode, dieses Hängenbleiben zu vermeiden, ist das Vorschalten eines hohen Widerstandes vor die Bedienungsspulen, so dass noch ein ganz schwacher Strom durch die Spulen geht, der jedoch eine kleinere Zugkraft in den Magneten erzeugt, als zum Geschlossenhalten erforderlich ist.
Diese Schaltungsweise ist nur in beschränktem Masse vorwendba'r, nämlich bei Einzel-
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steuerungen, so wird nach vorliegender Erfindung folgende Anordnung getroffen :
Die Rückleitung der Arbeitsspule oder der Ililfsspule wird, wie in den Fig. 1-5 dargestellt ist, entweder zu einem Abzweigpunkt des Bedienungstransformators oder eines
Spannungsteilers geführt. Die Wahl des Abzweigpunktes ergibt die gewünschte Abreiss- spannung. Die Grösse des erforderlichen Abreissstromes für die magnetischen Schalter stellt sich automatisch nach der Anzahl der jeweilig abgeschalteten Bedienungsspulen ein. Es ist hiebei in keiner Weise eine Beschränkung in der Schaltungsweise bedingt, noch ist eine
Erhöhung in der Zahl der Leitungen erforderlich.
Da der Abreissstrom stets durch den
Vorschaltwiderstand der Hilfsspule fliessen muss, so ist der notwendige Energieverlust ein ausserordentlich geringer, so dass es sich nicht lohnt, den Abreissstrom noch nachträglich zu unterbrechen.
In Fig. 1 stellt e die Spannung des Bedienungstransformators für den magnetischen
Schalter dar. Der letztere besitzt eine Arbeitsspule a und eine Hilfsspule b mit einem
Vorschaltwiderstand w. Die Hilfsspule mit dem Widerstand liegt dauernd am Zweigpunkt des Transformators mit der Spannung f, so dass dauernd Strom durch den Widerstand w, die Hilfsspule b und die Arbeitsspule a fliesst. Wird der Stromschliesser c geschlossen, so fliesst durch die Arbeitsspule a Strom von der Spannung e und durch die Hilfsspule b und Widerstand tO Strom von der Spannung f-,/'. Dadurch wird der in der Zeichnung nicht weiter dargestellte magnetische Schalter d bewegt.
Wird der Stromschliesser c geöffnet, so wird durch die Spulen a und b noch ein Strom von der Spannung f geschickt, welcher genügend stark ist, um etwaige Remanenz zu vernichten und ein Abreissen der Magnet- kerne zu bewirken.
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Fig. 2 zeigt dieselben Spulen a und b, eines magnetischen Schalters, den Widerstand w, den Stromscbliesser c, den Transformator mit der Spannung e. Nur ist hier ein Spannungsteiler t vorgesehen, der aus reinem kleinen Transformator oder einem Widerstand bestehen kann und welcher die Spannung e in e-f und f teilt. Die Spannung f sendet wie früher dauernd Strom in die in Serie liegenden Spulen und den Widerstand.'Die Wirkungsweise ist wie oben.
Fig. 3 unterscheidet sich von den vorhergehenden dadurch, dass der Transformator eine Hilfswicklung h besitzt, welche für die Spannung eingerichtet ist ; diese Hilfswicklung sendet dauernd Strom in die in Serie liegenden Spulen a und b und Widerstand w des magnetischen Schalters. Die Wirkungsweise ist wie früher
Fig. 4 entspricht der Fig. 1, unterscheidet sich aber von dieser insoforn, als die Arbeitsspule a an der Teilspannung e-f und die Hilfsspule b mit Widerstand w an der vollen Spannung e liegt. Auch hiebei wird dauernd Strom von der Teilspannung f bei geöffnetem Stromschliesser c in die in Serie liegenden Spulen b und a und dem Widerstand w geschickt. Die Wirkungsweise ist wie früher.
Fig. 5 entspricht der Fig. 2, unterscheidet sich jedoch von dieser insofern, als die Arbeitsspule a an die Spannung e-f des Spannungsteilers t und die Hilfsspule b mit Widerstand w an die volle Spannung e des Transformators gelegt ist. Daher wird bei geöffnetem Schalter c-dauernd Strom von der Spannung in die in Serie liegenden Spulen b und a und Widerstand tO geschickt. Die Wirkungsweise ist wie früher.
Fig. 6 entspricht der Fig. 3, unterscheidet sich aber von dieser insofern, als die Arbeitsspule a an der DiSerenzspannung e-/der Transformator-und Hiifswicklung und die Hilfsspule b und der Widerstand w an der vollen Spannung e des Transformators liegt.
Daher wird bei geöffnetem Stromschliesser c von der Spannung f dauernd Strom in die in
Serie liegenden Spulen bund a und Widerstand w geschickt. Die Wirkungsweise ist gleich den früheren.