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Fig. l zeigt die Einrichtung für einen Essigbildner im Aufriss.
1 ist die allen Bildnern der Gruppe gemeinsame, auf den Bildnerdeckeln ruhende Zuleitung. Von dem bei jedem Bildner abzweigenden T-St. Uck 2 führt ein aufsteigender Gummi-
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Skala versehenes, im unteren Teile zu einer Kugel aufgeblasenes Glasbehälterchen dar, dem seitwärts ein selbst ansaugender Heberschenkel. 5 angeschmolzen ist. Unten trägt die Kugel einen kurzen, mit einer Gummimuffe 6 überzogenen Rohransatz. In der Muffe 6 lässt sich ein dünnes Glasrohr 7 auf und ab bewegen, das oben eine kurze zylindrische Erweiterung 8 besitzt. Ein Wattebausch 28 oder ein Glashut schliesst das Ganze gegen die Aussenluft ab.
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genommen, das zum gläsernen kugelförmigen Hebergefäss 11 führt.
Dieses Gefäss ist mit der Sprit. zradführungsplatte 12 fest verbunden und mit einem zum Betriebe des Spritzrades genügend weiten Heber 13 versehen. 14 ist ein mit Watte verstopftes Luftauslassloch. Als Führung für das EinlaufrÖhrchen 15 des Spritzrades dient der zylindrische Schaft j ! C des Hebergefässes 11, an dessen innerer Fläche sich der zu einer Schneide ausgebildete obere
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innerhalb gewisser Grenzen zur Seite verschiebbar und gestattet dadurch eine genaue Zentrierung des Spritzrades. Der Unterschied dieser Anordnung gegenüber derjenigen, welche dem Erfinder durch das Gebrauchsmuster Nr. 222539 geschützt ist, besteht darin, dass hier das Entleerungsgefäss 11 selber zur Führung ausgebildet ist.
Die Funktion des Spritzrades ist auch hier von aussen her durch das Glas ohne weiteres zu beobachten, ohne dass man den Bildnerdeckel zu öffnen hat.
Die Zuleitung 1 entnimmt die Aufgussflüssigkeit dem der ganzen Gruppe gemeinsamen Niveauhalter 17. Dieser hält den Flüssigkeitsspiegel stets genau auf der Linie x--y, indem ein unter ganz kurzem Hebelarm angreifender Schwimmer 27 bei der geringsten Niveauveränderung in 17 das Kücken 18 des Steinzeughahnes um einen bedeutenden Winkel dreht, so dass durch entsprechende Änderung der Zuftussgeschwindigkeit des aus dem Speisebottich ?. kommenden Maischestrahles der ursprüngliche Zustand sofort wieder hergestellt wird.
Das Vorhebergefäss wird so in der Höhe eingestellt, dass der Xullpunld der Skala mit it der Linie x - y zusammenfällt. Diese Linie findet sich naturgemäss in 8 als kommuni-
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zu vermeiden, ist das Röhrchen am oberen Ende mit einer Erweiterung. 8 versehen, mit deren Hilfe die Nullpunkteinstellung genau zu bewerkstelligen ist. Sobald nun das obere Ende von 8 durch Herunterziehen des Rohres 7 unter den Nullpunkt eingestellt wird. beginnt die Flüssigkeit über den Rand von 8 und in die Kugel von 4 zu fliessen, und zwar um so schneller, je höher man den hydrostatischen Druck durch Herunterziehen von steigert.
Die Einrichtung ist nun so getroffen, dass die Kugel bis zum Punkte des Ansaugens des llebers K eine genau bestimmte Flüssigkeitsmenge fasst, z. B. 25 cm3. Zur Ermittlung
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zieht: aus einer einfachen Tabelle ersieht man dann ohne weiteres die Aufgussmenge pro Stunde oder pro Tag.
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so genügt es auch schon, sie alle auf einen bestimmten Punkt der Skala einzustellen. um die Gewissheit zu hi). bou, dass alle Bildner gleiche Aufgussmengen erhalten.
Der Hebert 13 wird durch den periodischen, kräftigen Zunuss aus 4 ohne alle weiteren Einrichtungen mit Sicherheit zum Abheben gebracht.
Der Fortschritt bei der beschriebenen Aufgussvorrichtung liegt hauptsächlich in der Unabhängigkeit der Beschickung der Essigbildner ein und derselben Gruppe, in der Er-
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eine schwächere Beschickung der langsamer arbeitenden Bildner an. Was man aber einzelnen Bildnern an Menge mehr gab, wurde den anderen Bildnern der Gruppe unfreiwilliger-
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Flüssigkeitsregulierung am Maischbottich (Heberschwimmer usw. ) erforderlich.
. Anders ist es bei der vorliegenden Aufgussvorrichtung. Da der Steinzughahn 18 (Fig. 1) vermöge seiner eigentümlichen Konstruktion die Flüssigkeit in 17 stets auf demselben Niveau hält, gleichviel ob 18 viel oder wenig passieren lässt, so stehen die Regelungsröhrchen 7-8 der Vorhebergefässe stets unter gleichem Druck ; man kann ihn in Millimetern an der Skala von 4 direkt ablesen. Eine bei beliebig vielen Bildnern vorgenommene Veränderung der Aufgussmenge beeinflusst die unberührt gebliebenen Bildner nicht, da sich 18 zwar sofort entsprechend einstellt, ohne aber eine merkliche Verschiebung des Niveaus in 17 zur Folge zu haben. Die unberührt gebliebenen Röhrchen 7-8 stehen somit nach wie vor unter demselben Druck und liefern demgemäss eine unveränderte Flüssigkeitsmenge.
Die oben erwähnte komplizierte primäre Flüssigkeitseinstellung fällt also weg, oder vollzieht sich, besser gesagt, selbsttätig, was von besonderer Wichtigksit ist.
Jeder Essiglildner arbeitet also für sich allein ; der tägliche Aufguss ist von 0 bis 200 1 einstellbar, in wenigen Augenblicken messbar und auch ohne Messung an der Skala sofort annähernd zu erkennen. Dabei ist die Apparatur verhältnismässig einfach ; die kräftige Glaskugel ist verschiebbar, im übrigen aber fest auf dem Bildnerdeckel aufgeschraubt : sie gibt eine vorzügliche Führung für das Spritzrad ab, dasselbe auch nach aussen hin luftdicht abschliessend, ohne aber die Beobachtung der Funktion des Spritzrades zu erschweren.
Rückgüsse lassen sich bei der beschriebenen Einrichtung in einfacher Weise durch Einschalten eines Dreiwegbahnes bewirken, wie Fig. 2 veranschaulicht.
Aus dem Niveauhalter 17 wird mit Hilfe eines der beschriebenen Vorhebergefässe 4 eine gewisse, regelbare Menge Aufgussflüssigkeit entnommen und in ein tiefer stehendes Gefäss 20 geleitet. In diesem bewegt sich mit der Flüssigkeit ein Schwimmer 21 auf und ab, der seine Bewegung durch eine Schnur 22 auf den mit Sperrklinke 24 versehenen Hebel 23 des Dreiweghahnes 25 überträgt. Sobald 20 bis zur Biegung eines seitlich angebrachten lIebers 26 angefüllt ist, saugt dieser ab ; der Behälter 20 entleert sich, der
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sichtlich.
Die Rückgnsseinrichtung zeichnet sich verhältnismässig durch grosse Einfachheit all., und besitzt keine starker Abnutzung unterworfene Mechanismen, vor allem bedarf sie nicht der in der saueren Atmosphäre der Essigfabriken unzuverlässigen elektrischen Betriebskraft.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige, unter Abschluss infizierter Luft arbeitende Aufgussvorrichtung für Essigbildner unter ausschliesslicher Verwendung einer allen Bildnern der Gruppe gemein-
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leerungsgefäss eines jeden Essigbildners ein mit jenem durch ein Heberrohr verbundenes, a) s Messvorrichtung ausgebildetes und zu diesem Zwecke mit einer Skala versehenes Vorhebergefäss angebracht ist, dem die Aufgussflüssigkeit durch die gemeinsame Zuleitung von unten her mittelst eines in jeder Höhenlage einstellbaren Röhrchens aus einem zwischen
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dessen Flüssigkeitsspiegel beständig auf derselben Höhe erhalten wird.