AT277588B - Verfahren zur Erhöhung der Wirksamkeit von Stabilisatoren auf Basis von basischem Aluminiumnitrat - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Wirksamkeit von Stabilisatoren auf Basis von basischem Aluminiumnitrat

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AT277588B
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Zoltan Chem Ing Dr Wolkober
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Mueanyagipari Ki
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erhöhung der Wirksamkeit von Stabilisatoren auf Basis von basischem Aluminiumnitrat 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Wirksamkeit von die Wärmestabilität chlorhaltiger Polymere und Polymergemische steigernden Stabilisatoren auf Basis von basischem Aluminiumnitrat. 



   Es ist bekannt, dass die   Wärmestabilität   von Polyvinylchlorid (PVC) enthaltenden, ferner von andern chlorhaltigen Polymeren, Copolymeren und Polymergemischen nicht zufriedenstellend ist. Dementsprechend werden Stabilisatoren bei der Verarbeitung dieser Polymere zugesetzt. Als Stabilisatoren können Verbindungen verwendet werden, welche den bei der Verarbeitungstemperatur freiwerdenden Chlorwasserstoff binden oder die Geschwindigkeit der Säurebildung herabsetzen. 



   Die vom hygienischen Gesichtspunkt aus tadellose Stabilisation des weichmacherfreien Polyvinylchlorids, das für nahrungsmitteltechnische Zwecke in grösster Menge verwendet wird, ist im Wesen bis heute ein ungelöstes Problem geblieben. Obwohl in manchen Staaten bestimmte zinnhaltige organische Stabilisatoren, so   z. B.   Dioctyl-zinn-dilaurat, und in andern Staaten nur organische Kalzium-Magnesium-Salze und   bestimmte Antioxydantien   zugelassen sind, ist die Verwendung dieser Stabilisatoren, besonders der zinnhaltigen Stabilisatoren, vom hygienischen Gesichtspunkt aus auf jeden Fall bedenklich. 



  Ähnliche Bedenken bestehen gegenüber jenen Stabilisatoren, die eine antioxydante Verbindung oder eine andere organische Komponente enthalten. 



   Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass die stabilisierende Wirkung der auf bekannte Weise hergestellten basischen Aluminiumnitrate bedeutend gesteigert werden kann, wenn das basische Salz bei einer Temperatur zwischen 100 und   200 C,   zweckmässig zwischen 130 und   160 C,   mindestens 8 h lang wärmebehandelt und das wegen einer inneren Dehydratation entstehende Wasser durch Destillation kontinuierlich entfernt wird. 



   Die Erfindung bezieht sich somit auf ein Verfahren zur Steigerung der Wirksamkeit von die Wärme- 
 EMI1.1 
 miniumnitrat bei einer Temperatur zwischen 100 und 200 C, zweckmässig zwischen 130 und 160 C, mindestens 8 h lang wärmebehandelt wird. Die Wärmebehandlung kann zweckmässig unter Rückflusskühlung durchgeführt werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist auf ein- oder zweibasisches Aluminiumnitrat sowie auf Gemische dieser Nitrate anwendbar. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Stabilisatoren sind ausserordentlich wirksam. Zum Beispiel kann   im Falle eines Suspensions-PVC-Pulvers   mit einen K-Wert von 55 eine Walzenstabilität erreicht werden, die bei 1600C 90 min überschreitet, im Gegensatz zu   derWalzenstabilität   von 30 min, die bei Verwendung des ohne Wärmebehandlung hergestellten basischen Aluminiumnitrats erreicht werden kann. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Stabilisatoren sind vom hygienischen Gesichtspunkt aus einwandfrei. Dementsprechend können sie sehr vorteilhaft bei der Herstellung von für lebensmitteltechnische Zwecke verwendeten, aus chlorhaltigen Polymeren hergestellten verpackungen, Rohrleitungen usw. angewendet werden. 

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   Das erfindungsgemässe Verfahren wird an Hand der nachstehenden Beispiele näher erläutert. 



     Beispiel l : 375   g kristallines Aluminiumnitrat werden geschmolzen. Auf einem Ölbad mit einer Maximaltemperatur von 1800C werden 63 g Salpetersäure und 91 g Wasser abdestilliert. Darauf wird das erhaltene basische Aluminiumnitrat   [Al (OH) (NOg) . H O]   bei   150'OC   unter Rückflusskühlung 8 h lang wärmebehandelt. Während dieser Wärmebehandlung verfestigt sich stufenweise das anfangs weiche, breiige Material. Nach der Wärmebehandlung wird das basische Aluminiumnitrat abgekühlt und zu einem feinen Pulver gemahlen. 



   Das auf diese Weise hergestellte basische Aluminiumnitrat kann in einer Konzentration von 0, 2 bis   5%,   zweckmässig 1, 5 bis 3%, sehr vorteilhaft zur Stabilisierung von lebensmitteltechnischen Verpackungen oder Rohrleitungen aus chlorhaltigen Polymeren verwendet werden. 



     Beispiel 2 :   375 gkristallines Aluminiumnitratwerden geschmolzen. Aus der Schmelze werden 126 g Salpetersäure und 91 g Wasser auf dem Ölbad mit einer Maximaltemperatur von 1800C abdestil- 
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 stufenweise das anfangs weiche, breiige Material. Nachher wird das basische Aluminiumnitrat abgekühlt und zu einem feinen Pulver gemahlen. 



   Das erhaltene basische Aluminiumnitrat kann in einer Konzentration von 0, 2 bis 5%, zweckmässig 0, 5 bis 2%, zur Stabilisierung von für lebensmitteltechnische Zwecke verwendeten Flaschen aus schlagfestem PVC sehr vorteilhaft verwendet werden. 



    Beispiel 3 : 78 g reines Aluminiumtrihydrat (aus einer Tonerdefabrik) werden unter Rückflussküh-    lung in   l Mol 7 Obiger Salpetersäure   gelöst. Nach Auflösen wird das gebildete, zweibasische Aluminiumnitrat 24 h lang bei   18 OOC wärmebehandelt,   währenddem sich das weiche Material stufenweise verfestigt. 



  Nach der Wärmebehandlung wird das basische Aluminiumnitrat abgekühlt und zu einem feinen Pulver gemahlen. 



   Das erhaltene Produkt kann sehr vorteilhaft zur Stabilisierung von lebensmitteltechnischen PVC-Folien verwendet werden. 
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 petersäure gelöst. Nach Auflösen wird das gebildete einbasische Aluminiumnitrat 20 h lang bei 1700C wärmebehandelt, worauf sich das weiche Material stufenweise verfestigt.   NachderWärmebehandlung   wird das basische Aluminiumnitrat abgekühlt und in einer Mahlvorrichtung zu einem feinen Pulver gemahlen. 



   Das erhaltene Produkt kann zur Stabilisierung von Granulaten, die zur Herstellung von für lebensmitteltechnische Zwecke verwendbaren Verpackungen geeignet sind, sehr vorteilhaft verwendet werden. 
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 Nachdem das Reaktionsgemisch homogen geworden ist, werden 300   ml Wasser abdestilliert,   währenddem die Temperatur des Gemisches von 1000C langsam auf 1800C erhöht wird. Bei dieser Temperatur wird das Gemisch 16 h lang wärmebehandelt. Das als Produkt erhaltene Gemisch von einbasischem und zweibasischem Aluminiumnitrat wird abgekühlt und zu einem feinen Pulver gemahlen. 



   Das Produkt kann für die Stabilisierung von für lebensmitteltechnische Zwecke verwendeten Verpackungen aus einem Gemisch von PVC und chlorhaltigem Polyäthylen angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Erhöhung der Wirksamkeit von die Wärmestabilität chlorhaltiger Polymere und Polymergemische steigernden Stabilisatoren auf Basis von basischem Aluminiumnitrat, dadurch gekennzeichnet, dass das in bekannter Weise hergestellte basische Aluminiumnitrat bei einer Temperatur zwischen 100 und 200 C, zweckmässig zwischen 130 und 160 C, mindestens 8 h lang wärmebehandelt wird.
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