<Desc/Clms Page number 1>
Ringförmiger Hordentrockner.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Hordentrockner, der, wie die an sich bekannten Brennöfen, ringartig angelegt ist und in welchem Plattenwagen von der Breite des Ringkanals, aus einzelnen Radialplatten, auf im Heizkanal angeordneten Ringschienen, mittels Vorgelege und Zahnkranzes angetrieben, umlaufen.
Der vorliegende Hordentrockner kennzeichnet sich den ähnlichen bekannten Einrichtungen gegenüber dadurch, dass die die Wagen bildenden Platten nach abwärts um* klappbar und dass die Stellen, an welchen dieses Niederklappen infolge von Unterbrechungen der Schienen selbsttätig erfolgt, von Etage zu Etage folgeweise versetzt angeordnet sind. damit das Trockengut nur jenen Sektorplatten zugeführt werde. die eben selbst entleert worden sind und um so einen selbsttätigen und kontinuierlichen Durchgang des Gutes durch den Trockner zu erzielen.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des gegenständlichen Trockners dargestellt: Fig. 1 ist eine Seitenansicht desselben mit teilweise aufgebrochener Mauerung, um die Anordnung der Scbienenunterbrechungen zu zeigen : Fig. ist ein Schnitt nach der
EMI1.1
Vertikalschnitt durch eine andere Ausführungsform des Trockners.
Der Trockner besteht aus einem von Wänden 1 gebildeten Ringkanal 2, der durch eine Decke.' 'abgeschlossen ist. In dem äusseren und inneren Maul'ring sind in der Höhe der einzelnen Etagen radial verlanfende Profileisen 4 eingelassen. Auf diesen I-Eisen ruhen
EMI1.2
dieser Wagen besteht aus einem aus U-Eisen 7 hergestellten ringförmigen, in geeigneter Weise versteilften Rahmengestell, an dem eine entsprechende Anzahl Räder 8 sitzt, die auf den Schienen 5 rollen. Der Wagenboden wird durch einzelne aneinander gereihte Sektor- platten 9 gebildet, die an der äusseren Bogenkante einen aufrecht stehenden Rand besitzen, so dass das Trockcumaterial am seitlichen Herunterfallen gehindert wird.
Jede dieser Platten ist an der im Sinne der Bewegungsrichtung des Wagens vorderen radialen Längsseite mit
EMI1.3
befestigten Ringschiene 77 rollt.
Diese Stützschiene 11 ist nun an einer bestimmten Stelle unterbrochen und ihre Enden knieförmig abgebogen (Fig. 1). Diese Unterbrechungen sind bei (fen mit mehreren Etagen zu dem genannten Zwecke folgeweise gegeneinander versetzt. Die Eintrittsöffnung 12 zum Beschicken des Ofens mit dem Trockenmaterial ist gleichfalls um ein gewisses Stuck gegen die Schienenunterbrechung der höchsten Etage versetzt.
Im selben Radius mit dem der Bewegungsrichtung des Wagens zugekehrten, also
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
Der Antrieb, d. h. die Rundbewegung des Wagens 6 geschieht in bekannter Weise durch ein Vorgelege 14, dessen in den Kanal hineinreichendes Zahnrad 15 mit einem Zahnkranze 16 im Eingriff steht, welcher auf der Unterseite des äusseren Wagengestellringes 7 angenietet ist.
Das Trockenmaterial wird durch den Schacht 12 auf den Ringwagen der oberen Etage befördert und beim Fortschreiten des Wagens durch den ganzen Kanal bewegt, um auf diesem Wege von der Ofenluft getrocknet zu werden, wobei die in der oberen Etage reichlich aufsteigenden Schwaden leicht abgesaugt werden und so den weiteren Trocknungsprozess nicht mehr beeinträchtigen können.
Sobald nun je eine mit Trockenmaterial beladene Platte an der Unterbrechungsstelle der Schiene 11 ankommt, verliert sie bzw. die Rolle 10 ihren Stützpunkt und die Platte klappt nach unten um (Fig. 1). Das auf ihr liegende Material gleitet also auf eine leere Platte der unteren Etage, wobei das Trockengut durchgerüttelt und gewendet wird, so dass andere Schichten nach oben zu liegen kommen, die nun getrocknet werden.
Beim Weiterbewegen stösst die herabhängende Platte des obersten Wagens gegen die Leitrollen 13 und wird über diese wieder in die wagrechte Lage gezogen, wobei ihre Rolle 10 wieder auf die Stiitzschiene 11 auffährt. Die solchergestalt geleerte Platte wird durch den Schacht 12 wieder beschickt. In gleicher Weise fällt auch das von der ersten Etage herabfallende Material immer auf leere Platten, da die Unterbrechung der Stützschiene für die nächstuntere Etage um Plattenbreite gegen die Unterbrechung der oberen Etagenschiene versetzt liegt.
Aus der untersten Etage fällt das Gut schliesslich auf ein Gleitbrett, auf dem es aus dem Kanal herausrutscht, oder es wird auf andere Weise z. B. durch einen Transporteur kontinuierlich abgeführt.
Die Heizung der Trockeneinrichtung erfolgt vorzugsweise durch Heissluft, welche mittels eines Ventilators in den Kanal eingeblasen wird, und die in den einzelnen Abteilungen zirkuliert. Die mit Feuchtigkeit beladene Luft wird dann an geeigneter Stelle durch einen zweiten Ventilator abgesogen. Die Trockenvorrichtung kann auch für gewisse Materialien als Absorptionsvorrichtung benutzt werden, indem man statt eines anderen Gutes Absorptionsmaterial und statt der Trockenluft das zu absorbierende Gas verwendet.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Ringförmiger Hordentrockner mit in mehreren Etagen übereinander angeordneten, auf Ringschienen kreisende Ringwagen (6), deren jeder aus lauter sektorförmigen Platten besteht, welche alle nach derselben Seite umklappbar sind und an einer bestimmten Stelle der Ringbahn einzeln nach abwärts geklappt werden, um das Trockengut in die nächstniedere Etage zu beförderen, wobei die Umklappstellen der einzelnen Etagen derart versetzt zueinander angeordnet sind, dass das Gut aus der höheren Etage nur jenen Sektorplatten (9) der nächstniederen Etage üherliefert wird, die eben selbst entleert worden sind, so dass der Durchgang des Gutes durch den Trockner selbsttätig und kontinuierlich erfolgt.