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Vorrichtung zum Verschliessen von Behältern
Es ist bekannt, dass die Aufbewahrung von Wertsachen in Hotels oder andern
Beherbergungsbetrieben ein schwieriges Problem ist. Entweder müssen diese Wertsachen in dem zentralen Tresor des Hotels hinterlegt werden oder sie werden von dem jeweiligen Gast im Zimmer in vorhandenen Behältern, wie Schränken, Laden u. dgl. verschlossen. Diese Behälter haben aber ständig die gleichen Schliessvorrichtungen (Schlösser) und es ist daher für Hoteldiebe einfach, zeitgerecht Nachschlüssel herzustellen, um im geeigneten Zeitpunkt, bei Abwesenheit des Gastes, diese Behälter zu öffnen und die Wertgegenstände zu entwenden.
Diese Möglichkeiten können dadurch ausgeschaltet werden, dass in den Zimmern der Hotels und sonstigen Beherbergungsbetriebe entsprechend ausgebildete Behälter, wie einbruchsichere Mauertresore, freistehende Tresore oder Schranktresore, oder auch sichere Schränke bzw. Laden vorgesehen werden, an deren Türen und bzw. oder deren sie umgebenden Rahmen eine oder mehrere Durchbrechungen oder Ausnehmungen angeordnet sind, in welche Schliessvorrichtungen, wie Schlösser od. dgl., leicht austauschbar einsetzbar sind.
Leicht austauschbare Schlösser sind an sich bekannt, jedoch ist deren Anbringung für den geschilderten Zweck noch immer zu umständlich.
So ist ein Schloss bekanntgeworden, dessen Gehäuse einen sternförmigen Riegel trägt, der durch einen Sonderschlüssel derart drehbar ist, dass das Schloss festgehalten wird. Zum Sperren des Schlosses ist ein weiterer Schlüssel notwendig. Bei andern austauschbaren Schlössern sind Schrauben zur Befestigung vorgesehen.
Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Vorrichtung zum Verschliessen von Behältern, wobei in der das Abschliessen bewirkenden Türe und bzw. oder deren sie umgebenden Rahmen mindestens eine Ausnehmung angeordnet ist, in welche ein durch einen Schlüssel sperrbares Schloss mittels eines Verankerungsorgans leicht austauschbar einsetzbar ist, derart auszubilden, dass das Einsetzen und Herausnehmen des Schlosses mit einfacheren Mitteln als bisher möglich ist. Erreicht wird dieses erfindungsgemässe Ziel dadurch, dass die Schliessvorrichtungen in den Ausnehmungen durch Permanentmagnete in ihrer Lage gehalten sind.
Der Hotelgast mietet bei seiner Ankunft eine oder mehrere erfindungsgemässe Vorrichtungen, die noch in plombierter Verpackung der Schlosslieferfirma sind. Er entnimmt das oder die Schlösser samt zugehörigem Schlüssel den Originalverpackungen und verankert diese Schlösser durch blosses Einschieben des Schlosses in die vorhandene Ausnehmung und das Schloss wird schon durch die Magnete gehalten. Bei seiner Abreise entnimmt der Hotelgast oder das Hotelpersonal das Schloss oder die Schlösser wieder durch blosses Herausnehmen aus den Ausnehmungen, wobei die Magnetkraft überwunden wird, und gibt diese mit den Schlüsseln an die Leitung des Hotels zurück. Diese sendet Schloss und Schlüssel an die Schlosslieferfirma retour, welche diese neuerlich verpackt, plombiert und andern Beherbergungsbetrieben zur Verfügung stellt.
Selbstverständlich kann bei entsprechender Normung der Ausnehmungen und der Schliessvorrichtungen jeder Gast seine eigene Schliessvorrichtung mitbringen, die er bei der Abreise wieder mitnimmt. Er kann aber auch eine solche original verpackte Schliessvorrichtung bei der jeweiligen Hotelleitung erwerben und späterhin diese überall wieder verwenden.
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Nachstehend ist die Erfindung an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, wobei die Fig. l einen mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung ausgestatteten Schranktresor darstellt ; die Fig. 2 zeigt im Schnitt eine in die Öffnung eingesetzte Schliessvorrichtung. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 erfolgt die Halterung des Schlosses --5-- in der Öffnung der Türe --2-- dadurch, dass an der Aussenseite der Türe ein die Öffnung umgebender ringförmiger Permanentmagnet angeordnet ist, der einen metallischen Bund--9--des Schlosses gegen die Türe--2--zieht. Die eventuell notwendige Verdrehsicherung des Schlosses kann z. B. dadurch erfolgen, dass das Schloss und die damit zusammenwirkende Öffnung einen von der Kreiszylinderform abweichenden Mantel besitzt.
Im gezeichneten Ausführungsbeispiel besitzt das Schloss --5-- überdies eine nach dem Behälterinneren zu vorstehende Achse--10--, die bei Betätigung des Schlosses mittels des dazugehörigen Schlüssels verdreht und auf die vom Benutzer nach dem Einstecken des Schlosses in die Öffnung ein Sperriegel aufgesteckt wird. Naturgemäss sind aber auch andere Schliessarten als durch einen sich drehenden Sperriegel anwendbar. So könnte, um nur ein Beispiel zu nennen, ein sich axial verschiebender Teil, wie bei Schiebetüren bekannt, vorgesehen sein.
Im Rahmen der Erfindung sind noch zahlreiche Abänderungen möglich. Insbesondere kann die erfindungsgemässe Schliessvorrichtung auch zum Verschliessen von Schubfächern und Schubtresoren, Schwenkfächern und Schwenktresoren oder ganzer Räume angewendet werden.