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Schlepperverdeck
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xis als besonders schwerwiegend herausgestellt, da es, insbesondere bei Verwendung von an den Schlep- per angeschlossenen Arbeitsgeräten, ausserordentlich häufig, - bis zu 400 mal an einem Arbeitstag - er- forderlich ist, dass der Fahrer den Schlepper verlässt und wieder besteigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den beim Verlassen und Besteigen des Schleppers zur
Betätigung der Schutzvorrichtungen erforderlichen Bedienungsaufwand zu weit zu beschränken, dass er auch bei häufigem Verlassen und Besteigen des Schleppers nicht als lästig empfunden wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schlepper oder ein ähnliches selbstfahrendes Arbeitsgerät mit Ver- deck und um eine etwa waagrechte Achse schwenkbarer Windschutzscheibe und einem um eine etwa senkrechte Achse schwenkbaren Beinschutz, der sich dadurch kennzeichnet, dass Windschutzscheibe und
Beinschutz, der sich dadurch kennzeichnet, dass Windschutzscheibe und Beinschutz durch eine an sich bekannte Bewegungskupplung, insbesondere durch einen Bowdenzug, im Öffnungs- und/oder Schliess- sinne gleichsinnig miteinander verbunden sind, wobei, wenn die Bewegungskupplung nur im Öffnungs- sinne wirksam ist, mindestens eines der schwenkbaren Teile im Schliesssinne federbelastet ist, und wenn die Bewegungskupplung nur im Schliesssinne wirksam ist, mindestens eines der schwenkbaren Teile im Öffnungssinne federbelastet ist.
Hiedurch wird erreicht, dass zum Öffnen oder Verschliessen der Einstiegsöffnungen nur die Betäti- gung der Windschutzscheibe oder des Beinschutzes erforderlich ist.
Bewegungskupplungen zwischen zwei schwenkbaren Teilen sind beispielsweise an Eisenbahngüter- wagen bekannt, die zwei Klapptüren besitzen, die durch ein Betätigungsgestänge miteinander verbun- den sind. Das hiebei verwendete Betätigungsgestänge gestattet es jedoch nur, Klappvorrichtungen zu betätigen, die um Achsen schwenkbar sind, die parallel zueinander verlaufen.
Eine besonders zweckmässige Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes sieht vor, dass in der Bewegungskupplung zwischen Windschutzscheibe und Beinschutz ein elastisches und/oder längenveränderli- ches Ausgleichselement angeordnet ist. Hiedurch können Unterschiede ausgeglichen werden, die da- durch entstehen, dass die Windschutzscheibe und der Beinschutz zwischen ihren Endstellungen unterschiedliche Winkel einschliessen, soweit dies nicht durch entsprechende Einstellung der Übersetzungsverhältnisse ausreichend berücksichtigt ist, oder dadurch, dass die Bewegungsvorgänge in unterschiedlicher Zeitfolge ablaufen, und insbesondere dadurch, dass Fertigungs- und Montageungenauigkeiten sowie unterschiedliche Massverhältnisse verschiedener Schleppertypen ausgeglichen werden müssen.
Ausführungsformen der Vorrichtung gemäss der Erfindung sind im folgenden an Hand der Zeichnungen erläutert, in den die Fig. l eine teilweise aufgeschnittene perspektivische Ansicht des Schleppers bei geschlossener Frontschutzscheibe und geschlossenem Beinschutz, Fig. 2 eine Ansicht nach Fig. l mit geöffneter Frontschutzscheibe und geöffnetem Beinschutz, Fig. 3 eine Ansicht nach den Fig. l und 2, jedoch mit nach aussen klappbarem Beinschutz, Fig. 4 in schematischer Darstellung die Anordnung der Frontscheibe und des Beinschutzes und Fig. 5 ebenfalls in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform der Anordnung der Frontscheibe und des Beinschutzes zeigen.
Fig. l zeigt eine perspektivische Darstellung eines Schleppers, wobei der Beinschutz --1-- um die Scharniere --2-- schwenkbar gelagert ist. Durch Drehfedern --3-- wird der Beinschutz --1-- in seine Schliessstellung oder auch in seine Öffnungsstellung gepresst. Mit dem Bezugszeichen --4-- ist der Anschlag eines später beschriebenen Bowdenzuges bezeichnet. Die Frontscheibe --6--, an der ein Handgriff --7-- angeordnet ist, ist beidseits mit Flanschen --5-- versehen und um Drehpunkt der in den Zeichnungen dargestellten Schliessstellung in eine Öffnungsstellung nach oben schwenkbar. Zum Festhalten der Frontscheibe --6-- in ihrer Schliessstellung dient ein Hakenverschluss --8--. Der Drehpunkt --10--, der als Bolzen ausgebildet ist, ist mit dem Verdeckjoch --9-- verbunden.
Das Verdeckjoch --9-- ist in an sich bekannter Weise am Schlepper befestigt.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung gemäss Fig. l, jedoch bei geöffneter Frontscheibe --6-- und geöffnetem Beinschutz --1--. Zur Verbindung der Bewegungsabläufe dieser beiden Teile dient ein Bowdenzug, dessen Hülle mit dem Bezugszeichen --13-- und dessen Seil mit dem Bezugszeichen --12-- versehen sind. Die Bowdenzughülle --13-- ist mit ihren unteren Anschlag --4-- und ihrem oberen Anschlag --14-- an unbeweglichen, mit dem Schlepper verbundenen Teilen befestigt, wogegen das Bowdenzugseil --12-- mit seinem unteren Ende am Beinschutz --1-- und mit seinem oberen Ende am Drehflansch - der Frontscheibe --6-- befestigt ist.
In der Ausführungsform gemäss Fig. 3 ist der Beinschutz --1-- nicht, wie in den Fig. 1 und 2 mit seiner Vorderseite an der Motorhaube des Schleppers, sondern mit seiner Rückseite am hinteren Kotflügel des Schleppers schwenkbar befestigt. Die Anordnung des unteren Anschlages --4-- der Bowdenzug- hülle--13-- und des unteren Endes des Bowdenzugseiles --] 2-- sind gegenüber den Fig. l und 2 sinnge-
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mäss abgeändert.
Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung die Anordnung von Öffnungs- bzw. Schliessfedern an der Frontscheibe --6-- und am Beinschutz --1--. Am Drehflansch --5-- der Frontscheibe --6-- ist eine Drehfeder --15-- angebracht, deren innerer Teil mit dem feststehenden, als Drehpunkt dienenden Bolzen --10-- verbunden ist. Die Drehfeder --15-- ist vorgespannt und liegt mit ihrem äusseren Ende gegen das mit dem Schlepper feststehend verbundene Verdeckjoch --9-- an. Bei dieser Anordnung ist die Drehfeder --15-- bestrebt, die Frontscheibe --6-- in ihre Öffnungsstellung zu pressen.
Wenn die Frontscheibe --6-- gegen die Wirkung der Feder--1. 5-- in ihre Schliessstellung gebracht worden ist, so kann sie in dieser Stellung durch den Schliesshaken --8-- festgehalten werden, Wenn sich die Frontscheibe - - 6-- in ihrer Schliessstellung befindet, so steht der Beinschutz --1-- ebenfalls in seiner Schliessstellung. In der Schliessstellung wird der Beinschutz --1-- entweder durch die in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen --3-- bezeichnete Wickelfeder oder durch eine in Fig. 4 mit dem Bezugszeichen-16-- be- zeichnete Haarnadelfeder gehalten, die sich mit ihren Enden an feststehenden Teilen des Schleppers abstützt und gegen den Beinschutz --1-- mit ihrem Mittelteil anliegt.
Es ist auch möglich, die Haar- nadelfeder-16-so anzuordnen, dass sie den Beinschutz --1-- in die Öffnungsstellung presst. Bei Ver-
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--2-- auszuhängenentfernen. Ebenso leicht ist es möglich, den Beinschutz --1-- wieder an das Fahrzeug anzuhängen.
In Fig. 5 ist die Verbindung der Frontscheibe --6-- und des Beinschutzes --1-- mittels eines Bowdenzuges schematisch dargestellt. Das innerhalb der Bowdenzughülle --13-- verlaufende Bowdenzugseil --12-- ist mit dem mit der Fron tscheibe --6-- verbundenen Flansch --5-- verbunden, wobei diese Verbindung zweckmässig derart ausgeführt ist, dass ein am Ende des Bowdenzugseiles --12-- befestigtes Widerlager sich gegen den Drehflansch--5-- oder einen daran befestigten Bauteil abstützt.
Die Befestigung des Bowdenzugseiles --] 2-- bzw. des an dessen Ende angeordneten Widerlagers am Drehflansch - oder dem damit verbundenen Bauteil kann lösbar ausgebildet sein, zweckmässig derart, dass das Bowdenzugseil --]2-- in den Drehflansch --5-- oder der daran befestigte Bauteil durch einen Schlitz
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nenden Vorrichtungen, die in Fig. 4 mit den Bezugszeichen --8 und 11-- versehen sind, sind in Fig. 5 nicht dargestellt.
Im unteren Teil der Fig. 5 befindet sich der Beinschutz --1-- ebenfalls mit seiner Schliessstellung.
Das Bowdenzugseil --12-- ist an seinem Ende mit einer Verdickung-21--, die als Widerlager dient, versehen und mit einem am Beinschutz --1-- befestigten Widerlager --20-- lösbar verbunden. Die Bowdenzughülle-] 3- ist gegen einen Anschlag --4-- abgestützt, der an einem unbeweglichen Teil des Schleppers oder seines Verdeckes befestigt ist. Die Abstützung erfolgt jedoch nicht unmittelbar,
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--17, 19-- und eine Ausgleichsfeder --18--. Durchder--18-- ist es möglich, sowohl die Schwenkwinkel der Frontschutzscheibe --6-- und des Beinschutzes - -1-- als auch den zeitlichen Bewegungsablauf dieser Teile den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.
Auch ist es, insbesondere durch Aushängen des Teiles --21-- und des Bowdenzugseiles --12-- aus dem Widerlager --20-- möglich, die zwangsläufige Verbindung der Bewegungsvorgänge zwischen der Front-
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kung der Federkraft die Frontscheibe --6-- und der Beinschutz --1-- entweder in ihre Öffnungsstellung oder in ihre Schliessstellung gebracht werden.
Wenn das erstere der Fall ist, so hat der Schlepperführer nach dem Besteigen des Schleppers entweder die Frontscheibe --6-- oder den Beinschutz --1-- derart betätigt, dass beide Teile in die Schliessstellung gelangen, in der beide Teile durch den an der Front- schutzscheibe --6-- angeordneten Schliesshaken --8-- in der Schliessstellung gehalten werden, wobei es selbstverständlich möglich ist, dass ein entsprechender Schliesshaken am Beinschutz --1-- angeordnet sein kann. Vor dem Verlassen des Schleppers wird durch Betätigung des Handgriffes --11-- der Schliess- haken --8-- ausgelöst und die Frontschutzscheibe --6-- und der Beinschutz-l-gelangen unter der Wirkung der Federn in die Öffnungsstellung.
Bei entgegengesetzter Anordnung der Federn-3, 15, 16- ist es zum Verlassen des Schleppers erforderlich, dass der Schlepperführer die Frontscheibe --6-- nach oben oder den Beinschutz --1-- nach aussen presst, worauf der nicht betätigte der beiden Teile die gleichsinnige Bewegung ausführt. Hienach kann der Schlepperführer aussteigen. Zum Wiederbesteigen des Schleppers ist eine entsprechende Betä-
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tigung, entweder der Frontschutzscheibe--6-- oder der Beinschutzes --1-- erforderlich. Selbstverständlich ist es auch möglich, an der Frontschutzscheibe --6-- oder dem Beinschutz --1-- Arretierungsvor- richtungen anzubringen, die diese Teile in der Öffnungsstellung festhalten.
Auch ist es möglich, den Beinschutz derart schräg an das Fahrzeug anzuschlagen, dass er infolge der Schwerkraft, wenn die Arretierung gelöst ist, in seiner Öffnungsstellung verbleibt und auch die Frontschutzscheibe --6-- in ihrer Öffnungsstellung hält.
Derinden Zeichnungen dargestellten Beinschutz --1-- kann aus einem steifen Material, beispielsweise aus Eisenblech, bestehen. Es ist aber auch möglich, für den Beinschutz --1-- einen Rahmen zu verwenden, der mit einem kunststoffüberzogenen Textilmaterial überzogen ist. Auch können einige Teile des Rahmens fortgelassen werden, vorausgesetzt, dass das kunststoffüberzogene Textilmaterial ausreichend steif ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schlepper oder ähnliches selbstfahrendes ArbeitsgerätmitVerdeck und um eine etwa waagrechte Achse schwenkbarer Windschutzscheibe und einem um eine etwa senkrechte Achse schwenkbaren Beinschutz, dadurch gekennzeichnet, dass Windschutzscheibe (6) und Beinschutz (1) durch eine an. sich bekannte Bewegungskupplung, insbesondere durch einen Bowdenzug (12, 13) im Öffnungs- und/oder Schliesssinne gleichsinnig miteinander verbunden sind, wobei, wenn die Bewegungskupplung nur im Öffnungssinne wirksam ist, mindestens eines der schwenkbaren Teile (1, 6) im Schliesssinne federbelastet (3, 15, 16) ist, und wenn die Bewegungskupplung nur im Schliesssinne wirksam ist, mindestens eines der schwenkbaren Teile (1, 6) im Öffnungssinne federbelastet (3, 15, 16) ist.