AT275151B - Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden wasserlöslichen Alkydharzes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden wasserlöslichen Alkydharzes

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AT275151B AT451967A AT451967A AT275151B AT 275151 B AT275151 B AT 275151B AT 451967 A AT451967 A AT 451967A AT 451967 A AT451967 A AT 451967A AT 275151 B AT275151 B AT 275151B
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  Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden wasserlöslichen Alkydharzes 
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   Es ist das allgemeines Ziel der Erfindung, ein neues wasserlösliches Alkydharz zu schaffen. Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, ein wasserlösliches Alkydharz mit ausgezeichneten nichtver- gilbenden Eigenschaften zu erzeugen. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines wasserlös- lichen Alkydharzes mit guter Wasserbeständigkeit. 



   Es wurde gefunden, dass die Ziele der Erfindung durch Erzeugung eines filmbildenden wasserlöslichen
Alkydharzes erreicht werden können, das veresterte Einheiten von   (1)   mehrwertigem Alkohol, der frei   von Carbonsäuregruppen   ist, (2) mehrwertigem Alkohol mit einer freien Carbonsäuregruppe, (3) äthyle- nischungesättigter Fettsäure mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen und (4) Polycarbonsäure enthält, wo-   bei die Polycarbonsäure   aus einem Addukt von   a,     8 -äthylenisch   ungesättigter Dicarbonsäure und äthyle- nisch ungesättigter Fettsäure mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen besteht. 



   Der   Ausdruck "wasserlösliches Alkydharz" wird   in dem auf diesem Gebiet allgemein üblichen Sinn auf Alkydharze angewendet, die bei einem pH-Wert im alkalischen Bereich, im allgemeinen in Gegen- wart eines organischen Hilfslösungsmittels oder Kuppler-Lösungsmittels in geeigneter Konzentration, ein klares, homogenes System in Wasser bilden können. 



   Das   erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellungeines solchen filmbildenden wasserlöslichen   Alkyd- harzes, bei welchem mehrwertige Alkohole, die teilweise mit Fettsäuren verestert sind,. mit mehrbasi- schen organischen Carbonsäuren umgesetzt werden, ist nun dadurch gekennzeichnet, dass (a) ein Teil- ester einer äthylenisch ungesättigten Fettsäure mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen und eines mehrwer- tigen Alkohols,   (b)   ein mehrwertiger Alkohol mit einer freien Carbonsäuregruppe und (c) eine Polycar- bonsäure, die zu wenigstens 5 Mol-% aus mindestens einer   ex,     8 -äthylenisch   ungesättigten Dicarbonsäure oder aus einer zur Bildung einer cx,   ss-äthylenisch   ungesättigten Dicarbonsäure fähigen Monohydroxypolycarbonsäure besteht,

   bei einer Temperatur von etwa 150 bis   300 C,   vorzugsweise in Abwesenheit eines   Verdünnungsmittel,   miteinander umgesetzt werden. 



   Der Teilester (a) kann durch ein beliebiges, bekanntes Veresterungsverfahren hergestellt werden. 



  Zum   Beispiel können freie   äthylenisch ungesättigte Fettsäuren, wie sie durch Hydrolyse von trocknendem Öl oder Ölen, die trocknende Ölsäuren enthalten, erhalten werden können, mit einer oder mehreren   Polyhydroxylverbindungenumgesetztwerden,   die zwei oder mehrere Hydroxylgruppen in solchen Anteilenenthalten, dass im Durchschnitt wenigstens eine freie Hydroxylgruppe in jedem Molekül des entstandenen Esters aus mehrwertigem Alkohol und äthylenisch ungesättigter Fettsäure vorhanden ist und vorzugsweise im Durchschnitt   11/2 freieHydroxylgruppen   im Molekül vorhanden sind. 



   Ein allgemeineres Verfahren zur Herstellung von Estern äthylenisch ungesättigter Fettsäuren besteht darin, dass man ein   trocknendes   Öl, wie Leinöl oder Sojabohnenöl, mit einem mehrwertigen Alkohol, z. B. Glycerin, umsetzt. Wird Glycerin als mehrwertiger Alkohol für die Umsetzung mit dem trocknenden Öl verwendet, so entstehen grössere Mengen an Diglyceriden und Monoglyceriden. Natürlich ergeben sich bei Verwendung üblicher Öle für die Umsetzung mit dem Alkohol beträchtliche Variationen in der Struktur der Produkte. In den meisten Fällen enthalten jedoch viele der Säuregruppen mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen mehrere Doppelbindungen. Es können auch einige Monoglyceride mit nur gesättigten Fettsäuregruppen gebildet werden.

   Im allgemeinen bleibt eine geringe Menge von nicht umgesetztem mehrwertigem Alkohol und nicht umgesetzten Glyceriden in der Mischung zurück. Die   Mehr--   zahl der Estermoleküle enthält jedoch sowohl freie Hydroxylgruppen als auch äthylenisch ungesättigte Fettsäureteile mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen. 



   Jeder mehrwertige Alkohol kann bei der Herstellung der Ester von den äthylenisch ungesättigten Fettsäuren verwendet werden. Vorzugsweise enthält der mehrwertige Alkohol etwa 3 bis 6 Hydroxylgruppen pro Molekül. Beispiele für mehrwertige Alkohole, die für das erfindungsgemässe Verfahren verwen- 
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 (oder ein Mischpolymerisat von Allylalkohol und Styrol) usw., wie auch Mischungen von zwei oder mehreren der oben genannten mehrwertigen Alkohole. Diese können entweder zum Verestern der Fettsäuren oder zur Alkoholyse der Triglyceride der Säuren durch Esteraustausch verwendet werden. 



   Die äthylenisch ungesättigten Carbonsäuren mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen in Form freier Säuren, oder deren   Glyceride,   sind beispielsweise aus einem Glyceridöl, die bekanntlich die Eigenschaften trocknender Öle haben, durch Hydrolyse erhaltene Säuren. Die Säuren von sogenannten halbtrocknenden Ölen fallen ebenfalls unter den Begriff der trocknenden Ölsäuren. Die Teilester dieser Klasse   (trocknendeölsäureester) werden   bevorzugt. Diese Teilester von trocknenden Ölsäuren enthalten wenigstenseinige mehrfach ungesättigte Fettsäureketten sowie auch einige gesättigte Carbonsäuren, z. B. Öl- 

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 säuren. Selbstverständlich können auch Konzentrate ungesättigter Säuren, z. B.

   Linolsäure und Linolensäure, die auf bekannte Weise durch Destillationsverfahren erhalten werden können, zur Herstellung der als Grundkomponente für das erfindungsgemässe Verfahren dienenden Teilester verwendet werden. Üb-   liche Quellen für diese verschiedenen Säuren sind trocknende und   halbtrocknende Öle, wie Leinöl, Baumwollsamenöl, Saffloröl, Sojabohnenöl, Tungöl, Oiticiaöl, Menhadenöl, dehydratisiertes Rizinusöl, Sardinenöl usw. Seifenwerkstoffe und Säuren von dem Bodensatz der Raffinierung dieser Öle sind ebenfalls geeignete Quellen für äthylenisch ungesättigte Fettsäuren mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen, die in dem erfindungsgemässen Verfahren eingesetzt werden können. 



     Werden die Ester aus äthylenisch ungesättigten   Fettsäuren und mehrwertigem Alkohol durch Alkoho- lyse eines Glyceridöls in der vorher beschriebenen Weise hergestellt, so kann das übliche Verfahren für die Herstellung von Estern zum Modifizieren von Alkydharzen angewendet werden. Bei einer derartigen
Alkoholyse wird das Öl zur Herstellung eines Teilesters mit der gewünschten Anzahl von freien Hydro- xylgruppen mit der gewünschten Menge an mehrwertigem Alkohol erhitzt. Die Reaktion wird im allge- meinen in Gegenwart eines Alkoholyse-Katalysators. wie Bleioxyd, Lithiumricinoleat usw., durchgeführt. 



  Vorteilhaft erfolgt die Reaktion unter Abschirmung in einem inerten Gas wie Stickstoff, um die Oxydation der Doppelbindung der Kohlenwasserstoffteile der Säure zu verhindern. Im allgemeinen werden die Molverhältnisse von Fettsäure und mehrwertigem Alkohol oder Alkoholen so gewählt, dass vorzugsweise durchschnittlich wenigstens etwa 1, 5 Hydroxylgruppen pro Molekül des Teilesters vorhanden sind. 



  Der entstandene Teilester macht etwa 30 bis   80 GTew. -%,   vorzugsweise etwa 45 bis   75 Gew.-%,   des endgültigen Alkydharzes aus. 



   Wie bereits erwähnt, wird der Teilester (a) mit einer Mischung von mehrwertigem Alkohol (b), der eine freie Carbonsäuregruppe enthält, und einer Polycarbonsäureverbindung (c) umgesetzt, die zu wenigstens 5   Mol-%   aus mindestens einer   a,     8-äthylenisch   ungesättigten   Dicarbonsäure   oder Monohydroxypolycarbonsäure besteht, die zur Bildung einer   o,     8-äthylenisch   ungesättigten Dicarbonsäure fähig ist. 



   Um dem wasserlöslichen Alkydharz die erforderlichen Eigenschaften zu verleihen, wird der mehrwertige Alkohol (b) mit einer freien Carbonsäuregruppe in einer Menge von 0, 1 bis   1,     0 Mol (vorzugs -   weise von 0, 2 bis 0, 6 Mol) Fettsäureäquivalent im Teilester und die Polycarbonsäure (c) in einer Menge von 1 bis 4 Äquivalenten (vorzugsweise von 1, 5 bis 3 Äquivalenten pro Äquivalent Fettsäure im Teilester eingesetzt. 



   Auf diese Weise werden in relativ einheitlicher Verteilung freie Carbonsäuregruppen in die hydrophoben Fettsäureketten und entlang der Harzhauptkette eingearbeitet, wodurch eine verbesserte Wasserbeständigkeit erzielt wird und unerwünschte Kuppler-Lösungsmittel weniger erforderlich sind. 



   Geeignete mehrwertige Alkohole mit einer freien Carbonsäuregruppe sind   K,   cx- Dimethylol- monocarbonsäuren der allgemeinen Formel 
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   Für das erfindungsgemässe Verfahren geeignete Polycarbonsäuren sind a,   8-äthylenisch   ungesättigte
Dicarbonsäuren, wie Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure,   Itaconsäure. Itaconsäureanhydrid,  
Mesaconsäure, Citraconsäure, Chlormaleinsäure, Äthylmaleinsäure usw., Polycarbonsäuren, die beim
Erhitzen   oc,   ss-äthylenisch ungesättigte Dicarbonsäuren bilden können, z. B. Äpfelsäure oder Citronen- säure, und gesättigte   (d. h.   keine äthylenisch ungesättigten)   Polycarbonsäuren, wiePhthalsäure, Phthal-   säureanhydrid, Terephthalsäure Isophthalsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure,   Trimellitsäure, Trimellit-   säureanhydrid, Hemimellitsäure usw. 



   Bei Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens bildet ein Teil der cx,   ss-ungesättigten   Dicar- bonsäure (Maleinsäure oder Maleinsäureanhydrid) und/oder der Polycarbonsäure, die zur Bildung einer cx,   ss-äthylenisch     ungesättigtenDicarbonsäure   fähig ist, mit den vorerwähnten Estern aus äthylenisch un- gesättigten Fettsäuren und mehrwertigem Alkohol ein Addukt. Die äthylenische Gruppe der Dicarbon- säure lagert sich an ein Wasserstoffatom an, das sich   inct-Stellung   in bezug auf eine äthylenische Grup- pe in dem Fettsäureteil des Teilesters befindet. 



   Bei dieser Adduktreaktion wird die äthylenische Gruppe der   ct,     ss-äthylenisch   ungesättigten Dicar- bonsäure gesättigt, während die Doppelbindungen des veresterten Fettsäureteiles ungesättigt bleiben,
Enthält der Fettsäureanteil konjugierte, ungesättigte Doppelbindungen (wie in der Eleostearinsäure) oder
Fettsäureanteile, die unter den Reaktionsbedingungen ein Isomer mit konjugierten Doppelbindungen bilden können, so findet auch eine Adduktreaktion vom Diels-Alder-Typus statt.   Diese"Adduktreak-     tionen" können   als Additionsreaktionen angesehen werden, weil bei der Adduktbildung kein Wasser abgespalten wird.

   Selbstverständlich wird die hydrophobe Kette der Fettsäure durch die zwei freien Carbon- säurefunktionen, die nun in dem Addukt vorhanden sind, relativ hydrophil gemacht. 



   Anschliessend reagiert sekundär durchschnittlich wenigstens etwa eine der freien Carbonsäuregrup- pen in dem Addukt durch Polyveresterung unter Bildung einer Seitenkette, die geringfügig zu den hydrophylen Eigenschaften des Eettsäurekettenteiles des Adduktes beiträgt, jedenfalls aber weniger als eine freie Carbonsäuregruppe. 



   Es ist anzunehmen, dass durch diese Veresterung von einer der freien Carbonsäuregruppen, die in das Addukt von der a,   ss-äthylenisch   ungesättigten Dicarbonsäure eingeführt wurden, bei den aufgebrachten Anstrichen die nachteiligen Wirkungen auf die Wasserbeständigkeit ausgeschaltet werden, die durch die Anwesenheit freier Carbonsäuregruppen an benachbarten   (K,   ss) oder   a,   y-Kohlenstoffatomen verursacht werden. Wie vorher bereits erwähnt wurde, sollte die a,   8-äthylenisch   ungesättigte Dicarbonsäure wenigstens 5 Mol-% der angewendeten Polycarbonsäure ausmachen, um dem endgültigen Alkydharz die erforderlichen Eigenschaften zu verleihen. Werden weniger als 5   Mol-%verwendet,   so wird das endgültige Produkt in einer oder mehreren Eigenschaften unzureichend.

   Je höher die Konzentration an cx,   ss-äthylenisch     ungesättigterDicarbonsäure   ist, desto grösser ist die Wasserlöslichkeit des endgültigen Alkydharzes und desto geringer ist die zum Lösen des Alkydharzes erforderliche Menge an Hilfslösungsmittel. Es ist natürlich ganz klar, dass man danach trachtet, die niedrigst mögliche Menge an Hilfslösungsmittel einzusetzen. 



   Ohne Rücksicht auf die verwendete Menge an cx,   8-äthylenisch   ungesättigter Dicarbonsäure reagiert ein bestimmter Teil derselben nicht mit Fettsäureteilen, sondern fungiert nur als bifunktionelles Veresterungsreagens. 



   Im allgemeinen ist der Anteil der genannten Säure, der sich nur als ein Poly-Veresterungsreagens verhält, um so grösser, je höher die verwendete Konzentration der cx,   S-äthylenisch   ungesättigten Dicarbonsäure ist. Um jedoch sicherzustellen, dass genügend Poly-Veresterungsreagens anwesend ist, ist es vorteilhaft, eine der vorerwähnten gesättigten Polycarbonsäuren, vorzugsweise Phthalsäure oder deren Anhydrid, in einer Konzentration von 25 bis 95 Mol-% der verwendeten polyfunktionellen Säuren einzusetzen. 



   Im allgemeinen werden beste Ergebnisse mit Maleinsäureanhydrid und/oder Maleinsäure (diese bildet das Anhydrid beim Erhitzen) als cx,   ss-äthylenisch   ungesättigten Dicarbonsäure erhalten. Mit diesen Säuren hergestellte Alkydharze haben eine bessere Farbe als Alkydharze, die ohne diese Säuren erhalten worden sind. Bei Gleichheit der übrigen Komponenten der Anstrichfarbe hat das mit den vorgenannten Säuren hergestellte Alkydharz eine Gardner-Farbe von 2, während ein Alkydharz, das nicht mit diesen Säuren hergestellt wurde, eine Gardner-Farbe von etwa 6 hat. 



   Wie bereits erwähnt, wird das erfindungsgemässe Verfahren etwa bei 150 bis 3000C unter Bedingungen, die gleichzeitig die Adduktbildung und die Polyesterung fördern, vorzugsweise in   AbwesenheitvonVer-   dünnungsmitteln ausgeführt, weil Verdünnungsmittel dazu neigen, das Ausmass oder die Geschwindigkeit der Adduktbildung zu hemmen oder zu vermindern. Die Reaktionsteilnehmer werden auf dieser Temperatur gehalten, bis sich kein Wasser mehr bildet und das Alkydharz eine vorbestimmte Viskosität, 

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 die durch Standardviskositätsprüfungen bestimmt wird, oder eine vorbestimmte Säurezahlerreicht hat. 



   Im allgemeinen ist es vorteilhaft, die Reaktion zu beenden, wenn das Alkydharz eine Säurezahl von etwa 25 bis 75 erreicht hat. Es ist auch vorteilhaft, die Reaktion in einer inerten Gasatmosphäre, wie z. B. Stickstoff, ablaufen zu lassen, wodurch die Oxydation von Doppelbindungen der veresterten Fettsäuren verhindert wird. 



   Gewünschtenfalls können verschiedene relativ hoch siedende einwertige Alkohole, wie Tetrahydrofurylalkohol, Äthoxyäthanol,   Methoxyäthanol usw., dem Reaktionsmedium zugegeben werden, um   den Säurewert des Alkydharzes zu vermindern und/oder um dem Alkydharz vorteilhafte Lufttrocknungseigenschaften zu verleihen. Die Anwendung dieser Alkohole ist jedoch nicht zwingend. 



   Das erfindungsgemäss erhaltene Alkydharz kann entweder als solches an den Letztverbraucher für die Zusammensetzung einer geeigneten Anstrichfarbe versendet oder mit einem Hilfslösungsmittel verdünnt und/oder in Wasser bei einem pH-Wert im alkalischen Bereich gelöst werden. 



   Ist das erfindungsgemäss erhaltene Alkydharz im wässerigem Alkali ohne Hilfslösungsmittel löslich, so wird es direkt in einem wässerigen alkalischen Medium gelöst, in dem der pH-Wert im alkalischen Bereich durch einen basischen Stoff,   wieAmmoniak (oderAmmoniumhydroxyd),   Amine, z. B. Mono- äthylamin, Diäthylamin, Triäthylamin, Monoäthanolamin, Diäthanolamin, Triäthanolamin, Morpholin usw., Alkalimetallhydroxyde, z. B. Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd usw., eingestellt worden ist. 



   Im allgemeinen wurde gefunden, dass Anstriche mit Stickstoff enthaltenden Basen, z. B. Ammoniumhydroxyd und Aminen, Anstrichfilme mit einer   grösseren Neigung   zum Vergilben ergeben, als wenn zur Einstellung des pH-Wertes des Anstriches ein   Alkalimetallhydroxyd   verwendet worden wäre. Anderseits neigen Anstrichmassen mit   Ammoniumhydroxyd   und Aminen zur schnelleren Bildung eines wasserbeständigen Überzuges als Anstrichmassen mit Alkalimetallhydroxyd. 



   Ist   das Alkydharz in wässerigem Alkali   ohne Hilfe eines Hilfslösungsmittels nicht löslich, so wird das Alkydharz zuerst in einem geeigneten Kuppler-Lösungsmittel gelöst, bevor das System alkalisch gemacht wird. Geeignete Kuppler-Lösungsmittel sind polare Lösungsmittel, z. B.   s     Äthylenglykolmono methyläther, Athylenglykolmonoäthyläther,  
Xthylenglykolmonopropyläther, Äthylenglykolmonobutyläther,   Äthylenglykolmonoäthylätheracetat,  
Propylenglykolmonopropyläther,   D iäthylenglykolmonomethyläther, Diäthylenglykolmonoäthyläther,  
Diäthylenglykolmonopropyläther   Diäthylenglykolmonobutyläther,  
Diäthylenglykolmonoäthylätheracetat, Äthylenglykol. 



   Propylenglykol,
Hyxylenglykol,
Diäthylenglykol,
Triäthylenglykol, n-Propanol,
Dioxan. 



   Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung, ohne sie darauf zu beschränken. Der Trübpunkt, auf den in den Beispielen bezug genommen wird, wird bestimmt, indem man von einer hohen Konzentration der klaren Harzlösung im Gemisch mit Wasser bei einem pH-Wert im alkalischen Bereich ausgeht und mit Wasserverdünnt, bis ein Schleier erscheint. 



   Der Trübpunkt wird in Prozent Feststoffanteile ausgedrückt. 



   Beispiel 1: 300 Gew.-Teile Saffloröl, 85,1 Gew.-Teile Trimethyloläthan und   0, 6 Gew.-Teile   Lithiumricinoleat werden bei 2500C 1 h lang dispergiert. Dann werden   45, 7 Gew.-Teile   Dimethylolpropionsäure, 36, 7 Gew.-Teile Maleinsäureanhydrid und   96,     2 Gew. -Teile Phthalsäureanhydrid der   Reaktionsmischung zugegeben, die 5 h lang auf etwa 2000C gehalten wird, bis das Alkydharz eine Säurezahl von 58 erreicht hat. Das Alkydharz wird gekühlt und mit Propoxypropanol unter Bildung einer Zusammensetzung mit   701o   Festkörperbestandteilen verdünnt. Es wird genügend wässeriges Ammoniumhydroxyd zugegeben, um den pH-Wert auf 8, 1 einzustellen. Diese Zusammensetzung ist 

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 schliesslich mit Wasser verdünnbar, d. h. sie hat keinen Trübpunkt. 



   Beispiel 2: 300 Gew.-Teile Saffloröl. 85,1 Gew.-Teile Trimethyloläthan und 0,6 Gew.-Teile Lithiumricinoleat werden bei 2500C 1 h lang dispergiert. Dann werden   45, 7 Gew.-Teile   Dimethylolpropionsäure, 60   Gew.-Teile   Maleinsäureanhydrid und   60, 7 Gew. -Teile Phthalsäureanhydrid zu   der Reaktionsmischung gegeben, die bei etwa 1900C 3 h lang gehalten wird, bis das Alkydharz eine Säurezahl von 66 erreicht hat. Das Alkydharz wird abgekühlt und mit Propoxypropanol unter Bildung einer 
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 pentaerythrit und   0, 6 Gew.-Teile   Lithiumricinoleat werden bei 2500C 1 h dispergiert.

   Dann werden   45, 7 Gew.-Teile   Dimethylolpropionsäure, 10, 5 Gew.-Teile Maleinsäureanhydrid und 136,5   Gew.-Teile   Phthalsäureanhydrid zu der Reaktionsmichung gegeben, die 5 1/2 h lang auf etwa   2000 C   gehalten wird, bis das Alkydharz eine Säurezahl von 60 erreicht hat. Das Alkydharz wird abgekühlt und mit Propoxypropanol unter Bildung einer Zusammensetzung mit   70%   Feststoffgehalt verdünnt. Das Alkydharz hat einen Trübpunkt bei   23%   Feststoffgehalt. 



   Wird dieses Beispiel unter Weglassung von Maleinsäureanhydrid und mit auf 151, 2 Gew.-Teile gesteigertem Phthalsäureanhydridgehalt wiederholt, so hat das entstandene Alkydharz einen Trübpunkt bei 29% Feststoffgehalt. 



   Beispiel 4: 350 Gew.-Teile Saffloröl, 34,8 Gew.-Teile Dipentaerythrit. 66,0 Gew.-Teile Trimethyloläthan und   0, 7 Gew.-Teile Lithiumricinoleat   werden bei 2500C 1 h lang dispergiert. Dann werden 53,3 Gew.-Teile Dimethlopropionsäure, 38,9 Gew.-Teile Itaconsäure und 132, 6 Gew.-Teile Phthalsäureanhydrid de Reaktionsmischung zugegeben, die 7 h lang auf etwa 2000C gehalten wird, bis das Alkydharz eine Säurezahl von 51 erreicht hat. Das Alkydharz wird abgekühlt und mit Propoxypropanol unter Bildung einer Zusammensetzung mit   70%   Feststoffgehalt verdünnt. Das Alkydharz hat einen Trübpunkt bei 22% Feststoffgehalt. 



   Da viele Ausführungsformen der Erfindung möglich sind und viele Änderungen bei den beschriebenen Ausführungsformen vorgenommen werden können, ist das vorhergehende nur als Erläuterung aufzufassen. während die Erfindung durch die nachfolgenden Ansprüche definiert wird. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden   wasserlöslichen Alkydharzes,   bei welchem mehrwertige Alkohole, die teilweise mit Fettsäuren verestert sind, mit mehrbasischen organischen Carbon-   säuren umgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet,   dass a) ein Teilester einer äthylenisch ungesättigten Fettsäure mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen und eines mehrwertigen Alkohols, b) ein mehrwertiger Alkohol mit einer freien Carbonsäuregruppe und c) eine Polycarbonsäure, die zu wenigstens 5 Mol-% aus mindestens einer cx,   ss-äthylenisch ungesät-   
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 gen   Monohydroxypolycarbonsäure   besteht, bei einer Temperatur von etwa 150 bis   300 C,   vorzugsweise in Abwesenheit eines Verdünnungsmittels, miteinander umgesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als mehrwertiger Alkohol mit einer freien Carbonsäuregruppe eine cx, a-Dimethylolmonocarbonsäure verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als mehrwertiger Alkohol mit einer freien Carbonsäuregruppe Dimethylolpropionsäure verwendet wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Teilester einer äthylenisch ungesättigten Fettsäure und eines mehrwertigen Alkohols der Teilester einer trocknenden Ölsäure und eines mehrwertigen Alkohols, mit im Durchschnitt wenigstens 1, 5 freien Hydroxylgruppen/Molekül verwendet wird. EMI6.3 besteht.
    6. Verfahren nach einem der ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Polycarbonsäure verwendet wird, die zu 5 bis 75 Mol-% aus wenigstens einer cx, S-äthylenisch ungesättigten Dicarbonsäure und entsprechend zu 95 bis 25 Mol-% aus einer nicht äthylenisch ungesättigten Dicarbonsäure besetzt, wobei (a) der Teilester der äthylenisch ungesättigten Fettsäure in einer Menge von 30 bis 80 Gew.-% des herzustellenden Alkydharzes, (b) die a, cx. Dimethylolmonocarbonsäure in einer <Desc/Clms Page number 7> Menge von etwa 0, 1 bis 1, 0 Mol/Äquivalent Fettsäure im Teilester und (c) die Polycarbonsäure in einer Menge von etwa 1 bis 4 Äquivalenten/Äquivalent Fettsäure im Teilester eingesetzt werden.
AT451967A 1966-05-16 1967-05-12 Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden wasserlöslichen Alkydharzes AT275151B (de)

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