AT274865B - Verfahren zur Herstellung eines körnigen Düngers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines körnigen Düngers

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AT274865B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines kömigen Düngers   BeimDüngen vonRasenflächen ist eswährend der Wachstumsperiode des Grases erforderlich,   zwecks
Erzielung ausreichenden Wachstums und satter Farbe des Grases grosse Mengen Stickstoff zuzuführen, und aus diesem Grunde muss ein für dieDüngung vonRasenflächen   bestimmter Dünger Bestandteile   enthalten, welche in der Lage sind, zwecks Erzielung einer zufriedenstellenden Düngewirkung über einen relativ langen Zeitraum die gewünschte Stickstoffmenge zur Verfügung zu stellen. 



   Einige bekannte Dünger verursachten eine Plasmolyse bzw. ein Verwelken der Pflanzen, da die
Pflanzenblätter in Anbetracht des hohen Gehaltes dieser Dünger an organischen Salzen, wie Ammonsulfat oder Ammonnitrat, Calziumphosphat, Calciumchlorid oder Kaliumsulfat, geschädigt werden. 



   Eine weitere Schwierigkeit bei der Düngung von Rasenflächen tritt bei der Verteilung des Düngers auf die Rasenflächen auf. Bei zahlreichen Düngern führte die übliche Verteilung des Düngers zu einer   ungleichmässigen Versorgung verschiedener Teile der Rasenfläche   mit Dünger und in der Folge zu einem   Verwelkendes Grases in einzelnen Bereichen und zum Ausbleiben jeder Düngerwirkung in andern   Bereichen. Diese ungleichmässige Verteilung ist auf Schwankungen der Rieselfähigkeit des Düngers, auf ein Zusammenbacken des Düngers und vor allem auf die Verschiedenheit der Korngrösse des Düngers zurückzuführen, womit die genaue Dosierung mittels üblicher Düngerstreuer unmöglich wird. 



   In der USA-Patentschrift Nr. 3,076, 700 sind bereits Dünger hoher Wirksamkeit beschrieben, welche kein Verwelken der Pflanzen bewirken und die oben angeführten Schwierigkeiten zu vermeiden gestatten. Diese Dünger besitzen einen relativ hohen Gehalt an assimilierbarem Stickstoff, und die ausgezeichneten physikalischen Eigenschaften dieser Dünger ermöglichen die rasche und einfache Verteilung desselben. 



   Gemäss dieser Patentschrift werden solche Dünger dadurch hergestellt, dass in den Poren eines porö-   sen Trägers geringenRaumgewichtes,   beispielsweise expandierten Glimmers, aus Harnstoff und Formaldehyd, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme weiterer Bestandteile mit Düngewirkung, ein Kondensationprodukt hergestellt wird.

   Die in den Poren des Trägers befindlichen und durch das Kondensationsprodukt eingehüllten Stoffe mit Düngerwirkung werden innerhalb langer Zeiträume langsam abgegeben, womit eine Beschädigung des Rasens vermieden und das Wachstum desselben optimal gesteigert werden kann Das Kondensationsprodukt aus Harnstoff und Formaldehyd enthält den Stickstoff in einer langsam in Lösung gehenden Form, jedoch geht der Stickstoff immerhin so rasch in Lösung, dass das Harnstoff-Formaldehyd-Harz als Stickstoffquelle wirkt und analytisch einen hohen Gehalt an assimilierbarem Stickstoff besitzt. 



   Der Grund hiefür liegt darin, dass bei Herstellung des Harnstoff-Formaldehyd-Harzes ein Molverhältnis von Harnstoff : Formaldehyd zwischen 1 : 1 und 3 : 1 eingehalten wird. Trotz der unbestreitbaren Vorteile eines solchen Düngers ist es jedoch als Nachteil desselben zu werten, dass der poröse Träger geringen Raumgewichtes einen im wesentlichen wertlosen Ballastdarstellt und dass das die Stickstoffquelle darstellende Harnstoff-Formaldehyd-Harz in den Hohlräumen des Trägers im wesentlichen in kompakter Form vorliegt und wegen der damit geringen freiliegenden Oberfläche nicht so rasch zur Wirkung gelangen kann, als es für manche Anwendungszwecke des Düngers erforderlich bzw. erwünscht 

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 wäre. 



   Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass gut streufähige, beständige und mechanisch feste körnige Dünger unter Verzicht auf die Verwendung irgendwelcher poröser Träger aus gemäss der   USA-PatentschriftNr.   3,076, 700 verwendeten Hamstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten hergestellt werden können. 



   Das Verfahren zur Herstellung solcher körniger Dünger auf Basis eines Harnstoff-FormaldehydKondensationsproduktes, der gegebenenfalls Herbizide, Insektizide, Nematozide, weitere   Düngemit-   tel, Samen, Wachstumsregulatoren, Fungizide, Tiere abweisende Stoffe, Insekte abweisende Stoffe, Spurenelemente und/oder Hilfsstoffe enthält, ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung von Harnstoff und Formaldehyd hergestellt wird, in welcher das Molverhältnis von Harnstoff zu Formaldehyd zwischen 1 : 1 und 3 :

   1 liegt, und in die Lösung eine zur Verschäumung   dersel-   ben ausreichende Menge an Schäummittel eingebracht wird, worauf die Lösung zwecks Einleitung der Kondensationsreaktion zwischen Harnstoff und Formaldehyd angesäuert, die angesäuerte Lösung verschäumt, das verschäumte Produkt getrocknet und das getrocknete Produkt in körnige Form gebracht wird, erwünschtenfalls das getrocknete und zerkleinerte Produkt mit einem Schaumstabilisierungsmittel behandelt und das stabilisierte Produkt getrocknet und zerkleinert wird, wobeigegebenenfalls Herbizide, Insekt- 
 EMI2.1 
    Dungermittel, Samen, Wachstumsregulatoren, Fungizide, r. iere. abweisendegeben und/oder mitdemgetrockneten und zerkleinerten Schaum vermischtund/oder   dem Produkt während seiner Stabilisierung und/oder dem stabilisierten Produkt zugesetzt werden können. 



   Erfindungsgemäss herstellbare Dünger besitzen ausgesprochen geringes-Raumgewicht und sind in einfacher Weise applizierbar. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn erfindungsgemäss hergestellte Dünger auf einheitliche Korngrösse klassiert werden, da dann mittels der üblichen Düngerstreuer/Flä- cheneinheit eine stets reproduzierbare Dosis aufgebracht werden kann. 



   Darüber hinaus stellt das durch Verschäumen und Aushärten eines Harnstoff-Formaldehyd-Vorkondensates erhaltene Produkt einen formbeständigen und abriebfesten und damit ohne Veränderung lagerfähigen und versandfähigen Träger dar, so dass es nicht mehr erforderlich ist, die in der oben er-   wähnten USA - Patentschrift   Nr. 3,076, 700 empfohlenen porösen Träger   geringen Raumgewichtes zuver-   wenden. 



   Dies ermöglicht die Herstellung eines weitgehend homogenen Düngers, da während der Herstellung desselben alle Bestandteile innig miteinander vermischt werden können. Die erfindungsgemässen Dünger besitzen bei dem Raumgewicht von Düngern gemäss der USA-Patentschrift. Nr.. 3,   07, 6,   700 gleichem Raumgewicht auch einen höheren Gehalt an Nährstoffen. 



   Erfindungsgemäss herstellbare Dünger können vielseitiger angewendet werden, da in solchen Düngern weitere Bestandteile eingebaut werden können und diese Dünger nicht nur zu Düngerzwecken, sondern auch dazu verwendet werden können, Schädigungen der erwünschten Vegetation durch Unkraut, Schädlinge od. dgl. zu verringern. 



   In der USA-Patentschrift Nr. 2,988, 441 (Pruitt) ist bereits ein Nährboden für Pflanzen beschrieben, welcher natürliche Erde ersetzen soll und aus einem verschäumten und mit Nährstoffen beladenen Ionenaustauschharz besteht. Von   den Nährstoffen   für die Pflanzen wird gesagt, dass sie an das in Wasser unlösliche Ionenaustauschharz chemisch gebunden sind, und dieser Nährboden wird als ein stabiler, synthetischer und in Wasser unlöslicher Schaumstoff beschrieben, welcher einen einheitlichen, selbsttragenden und relativ beständigen Nährboden für Pflanzen darstellt, der natürlichen Erdboden zu ersetzen in der Lage ist. 



   Als Polymere werden beispielsweise Polyurethane, Gummisorten und Vinylharze erwähnt. Von diesen Stoffen wird gesagt, dass sie sich mit den andern Materialien ohne weiteres zu einem robusten Schaum höher Lebensdauer kombinieren lassen, der in hohem Masse   abriebbeständig   ist und gegenüber einem Angriff durch die bei Verwendung des Schaumstoffes als künstlicher Erdboden in Frage kommenden Chemikalien resistent ist. Der Schaumstoff gemäss USA-Patentschrift Nr. 2, 988, 441 ist somit zwar zur Abstützung von im Wachstum befindlichen Pflanzen geeignet, jedoch ist dieser Schaumstoff seinem Wesen nach kein Dünger sondern eben ein künstlicher Erdboden. 



   Demgegenüber bezieht sich die Erfindung nicht auf künstliche Erdböden sondern auf die Herstellung von Düngern, welche zum Zwecke einer Wachstumssteigerung verwendet werden und grösstenteils die für das Pflanzenwachstum erforderlichen Elemente innerhalb einer gewissen Zeitspanne abgeben. Je nach den in diesen Düngern enthaltenen Stoffen kann   dieserDünger   pestizide oder andere Eigenschaften besitzen.   Der Harnstoff-Forma1dehyd-Schaum dient als GrundnÅahrstoff   für die Pflanzen und wirkt als Träger 

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 für die übrigen Bestandteile, welche vom Träger mit der zur Erzielung optimalen Pflanzenwachstums gewünschten Geschwindigkeit abgegeben werden. Der erfindungsgemäss herstellbare Dünger ist zum Teil wasserlöslich und damit in der Lage Wirkstoffe in der gewünschten Weise langsam abzugeben. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, Harnstoff-Formaldehyd-Harze zur Verbesserung der Bodenstruktur, also zur Auflockerung fester Böden, zu verwenden. Diese Aufgabe können Harnstoff-Formal-   dehyd-Harze   nur dann über die erforderlichen langen Zeiträume erfüllen, wenn sie ausreichend wasserunlöslich sind, wofür allerdings wieder erforderlich ist, bei Herstellung des Harnstoff-FormaldehydHarzes in üblicher Weise ein den Wert 1 beträchtlich unterschreitendes Molverhältnis von   Harnstofft   Formaldehyd einzuhalten. 



   Bei so hergestellten Harnstoff-Formaldehyd-Harzen ist der Stickstoff so fest gebunden, dass er praktisch überhaupt nicht oder nur über mehrere Wachstumsperioden abgegeben wird. Eine so langsame Stickstoffabgabe unterschreitet jenes Ausmass an Stickstoffzufuhr zum Boden, das durch die Wirkung von nitrifizierenden Bakterien allein bereits gegeben ist. Dieses Ausmass ist jedoch zu gering, als dass noch von einer künstlichen Düngung gesprochen werden könnte. 



   Es ist auch schon vorgeschlagen worden, poröse Kunstharze, insbesondere Aminoplaste, zum Schutz aufkeimender Pflanzen vor Witterungseinflüssen auf Böden aufzubringen. Falls für diesen bekannten 
 EMI3.1 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 qualität verschieden. Im allgemeinen soll der Schaum nicht zusammenfallen und eine durchgehend   gleichmässige Konsistenz   besitzen. Ausgezeichnete Schäume mit einem maximalen effektiven Poren- durchmesser von etwa 2 mm und einer grossen Menge eingeschlossenen Gases wurden bei Verwendung von
0,05 bis   7% schaummittel   bezogen auf Trockengewicht des Schaumes erhalten.

   Bei Verwendung der bes- ser wirksamen Schäummittel zeigte sich eine besondere Wirkung bei einer Menge von 0,7 bis   3%.   Als
Schäummittel kann praktisch jedes mit der Harnstoff-Formaldehyd-Lösung verträgliche und diese Lö- sung verschäumbar machende Material verwendet werden. 



   Die harzartige verschäumbare Harnstoff-Formaldehyd-Lösung wird in einem entsprechenden Ver- schäumgerät, vorzugsweise in einem mit einem Rührwerk versehenen Mantelkessel, verschäumt. 



   In einem solchen Schäumgerät können beim Verschäumen die besten Ergebnisse erhalten werden, wenn der Schaumschläger mit etwa 900 bis 3500 Umdr/min angetrieben wird. Während des Verschäu- mens kann dem Boden des Mischers ein Gas zugeführt werden, das Zuführen von Gas ist jedoch nicht wesentlich und auch die Zufuhrgeschwindigkeit nicht kritisch, da überschüssiges Gas aus dem an der
Oberfläche der Harnstoff-Formaldehyd-Lösung zerplatzenden grösseren Schaumblasen austritt. 



   Der pH-Wert der Düngermischung soll schliesslich in der Grössenordnung von 3,5 bis 6,5 liegen, wenn der Stickstoff mit einer für die Assimilation durch die Pflanzen optimalen Geschwindigkeit abgegeben werden soll. 



   Aus diesem Grunde konnte auch festgestellt werden, dass der pH-Wert der Harnstoff-Formaldehyd-
Lösung während der Umsetzung derselben im Rahmen einer Kondensationsreaktion zu Methylenharnstoffen im sauren Bereich liegen soll. Dies wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass der pH-Wert der Harnstoff-Formaldehyd-Lösung während des   Verschäumens,   zu welchem Zeitpunkt gemäss der Erfindung die Kondensation eingeleitet wird, auf 3,0 bis 5,5 eingestellt wird. Es ist an sich nicht kritisch, wann die Einstellung des pH-Wertes der Harnstoff-Formaldehyd-Lösung vorgenommen wird, jedoch soll diese Lösung während der Kondensation zu unlöslichen Methylenhamstoffen sauer reagieren.

   Dementsprechend kann die Einstellung des pH-Wertes kurz vor oder während des Verschäumens durch Einführen eines geeigneten, den pH-Wert regelnden Materials in die Harnstoff-Formaldehyd-Lösung vorgenommen werden. 



   Die wirtschaftliche Art der Einstellung des pH-Wertes besteht in der Verwendung wasserlöslicher Säuren oder von Düngerwirkung aufweisenden Feststoffen saurer Natur, welche zusätzlich im Endprodukt eine begrüssenswerte Düngerwirkung ausüben. 



   Für den angegebenen Zweck brauchbare Säuren sind Mineralsäuren, wie Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Flusssäure, Perchlorsäure, schwefelige Säure, salpetrige Säure, phosphorige Säure, unterchlorige Säure,   Jodwasserstoffsäure,   Perschwefelsäure, Arsensäure, arsenige Säure, Borsäure, Kohlensäure, Selensäure u. dgl. 



   Es können auch wasserlösliche organische Säuren, beispielsweise gesättigte aliphatische Säuren, aromatische Säuren,   ss-ungesättigte   Säuren, Sulfonsäuren u. dgl. verwendet werden. Beispiele für solche organische Säuren sind Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure,   n-Buttersäure, Isobuttersäure,   n-Valeriansäure, Sulfobenzoesäure, Monochloressigsäure, Dichloressigsäure, Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Acrylsäure, Maleinsäure, Methylsulfonsäure, Benzolsulfonsäure u. dgl.

   Weitere für die Einstellung des pH-Wertes der Harnstoff-Formaldehyd-Lösung brauchbare Säuren, welche im Endprodukt eine erwünschte pestizide Wirkung ausüben, sind Trichloressigsäure,   a, ct-Dichlorpropionsäu-   re, Methylarsensäure, Cacodylsäure, 2,   4-Dichlorphenoxyessigsäure,   Phenylmercuriacetat u. dgl. Die für die Einstellung des pH-Wertes erforderliche Menge einer solchen Säure ist nicht notwendigerweise der zur Erzielung der gewünschten pestiziden Wirkung erforderlichen Menge äquivalent. 



   Die zur Erzielung des gewünschten PH- Wertes erforderliche Konzentration der Säure kann je nach Art der verwendeten Säure, des Verhältnisses von Harnstoff zu Formaldehyd, der Temperatur der Lösung und der Verweilzeit derselben im Verschäumgerät beträchtliche Schwankungen unterliegen, und die angeführten Faktoren bestimmen im wesentlichen die Dichte und die mechanische Festigkeit des erhaltenen Schaumstoffes. Die zur Einstellung des PH-Wertes auf einen Wert von 3,0 bis 5,5 erforderliche Menge an Säure kann jedoch auf an sich bekannte Weise ohne weiteres bestimmt werden. 



   Zwecks Erzielung bester Ergebnisse soll die Temperatur der Lösung etwa 10 bis   93 C,   vorzugsweise 54,5 bis 83,   20C   betragen, so dass die Umsetzung zwischen dem Harnstoff und dem Formaldehyd beschleunigt wird. Bei diesen Temperaturen wird die erforderliche Menge an Säure verringert, womitein in der Regel erwünschter höherer pH-Wert-erzielt wird. Darüber hinaus wird bei denhöheren Arbeitstemperaturen eine wesentliche Menge Wasser abgetrieben, so dass beim anschliessenden Trocknen des Schaumstoffes eine geringere Menge an Wasser zu verdampfen ist. 

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   Für die industrielle Erzeugung des Schaumstoffes ist es zweckmässig einen Mischer zu verwenden, wobei an einem Ende desselben die verschäumbare Harnstoff-Formaldehyd-Lösung zugeführtundvom andern Ende desselben verschäumt Lösung abgezogen wird. Der vom Mischer gelieferte feuchte Schaum wird sodann getrocknet, vermahlen und nach Korngrösse klassiert, beispielsweise gesiebt. 



   Das Trocknen wird vorzugsweise derart vorgenommen, dass der feuchte Schaum, beispielsweise un- 
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 gehalt getrocknet wird. Obzwar die oben angegebene Trocknungsmethode bevorzugt angewendet wird, kann das Trocknen auf jede andere zweckentsprechende Weise vorgenommen werden. 



   Damit ist der Dünger versandfertig bzw. bereits zur Düngung von Rasen geeignet. 



   Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird jedoch der so erhaltene Dünger zwecks Verbesserung seiner mechanischen Eigenschaften einer Weiterverarbeitung unterzogen. Hiebei wird der trockene klassierte Schaumstoff einem weiteren Mischer zugeführt, in welchem er mit einem Schaumstabilisierungsmittel vermischt wird. 



   Zu diesem Zweck kann jedes Material verwendet werden, welches die mechanische Festigkeit des Schaumes verbessert. Geeignete Schaumstabilisierungsmittel sind beispielsweise Methylolharnstoffe (im wesentlichen dieselben wie die in der oben   beschriebenen Harnstoff- Formaldehyd- Lösung enthal-   tenen), welche allein oder in Kombination mit Wasser angewendet werden können. Ein weiteres brauch- 
 EMI5.2 
 

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   3. Stufe : 121 g des in der zweiten Stufe erhaltenen Schaumstoffes wurden in einem Mischer mit 36,3 ml Wasser durchtränkt, worauf 84,6 ml einer Lösung zugegeben wurden, welche in der in der 1. Stufe angegebenen Weise erhalten worden war. Nachdem das Ganze 10 min vermischt worden war, wurde die erhaltene Mischung bei   850C   getrocknet, vermahlen und klassiert. Das erhaltene Produkt stellte einen körnigen Schaumstoff geringen Raumgewichtes und hohen Stickstoffgehaltes dar, welcher 
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 assimilierbarer Form abgibt.

   Die chemischen und physikalischen Eigenschaften des erhaltenen Düngers waren folgende : Scheinbare Dichte 300 kg/cm3 Siebanalyse : 
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<tb> 
<tb> Korngrösse <SEP> in <SEP> mm <SEP> 0/0
<tb> > 2,4 <SEP> 4,5
<tb> 2, <SEP> 0-2, <SEP> 4 <SEP> 22,3
<tb> 0, <SEP> 84-2, <SEP> 0 <SEP> 56,0
<tb> 0, <SEP> 42-0, <SEP> 84 <SEP> 9,8
<tb> 0, <SEP> 21-0, <SEP> 42 <SEP> 4,5
<tb> 0, <SEP> 15-0, <SEP> 21 <SEP> 1, <SEP> 3
<tb> < 0,15 <SEP> 1,6
<tb> 
 Chemische Analyse : 
 EMI6.3 
 
<tb> 
<tb> Gesamtstickstoff <SEP> 40,0 <SEP> Gew. <SEP> -0/0 <SEP> 
<tb> in <SEP> kaltem <SEP> Wasser
<tb> unlöslicher <SEP> Stickstoff <SEP> 15,7 <SEP> Grew.-%
<tb> Abgabeindex <SEP> für <SEP> Stick- <SEP> 
<tb> stoff <SEP> 60, <SEP> 4Gew.-% <SEP> 
<tb> 
 s. : 2,37, 2, 38 Official Methods of Analysis of the Association of Official Agricultural Chemists 8.

   Auflage, 1955 
 EMI6.4 
 
<tb> 
<tb> PH-Wert <SEP> 4, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> Feuchtigkeitsgehalt <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> Gew.-%
<tb> 
 
Beispiel 2 :
1. Stufe : 1140,9 g Hamstoff, 612 g eines Harnstoff-Formaldehyd-Konzentrats und 224, 0 g Wasser wurden bei 60 C miteinander vermischt, worauf, nachdem alles in Lösung gegangen war, der pH-Wert durch Zugabe von 2n-NaOH auf 8,5 eingestellt wurde. Zu 100 ml der so hergestellten Lösung wurden 2 g   Triäthanolammoniumdodecylbenzolsulfonatund l,   25 ml   28% piger   Phosphorsäure gegeben. Die erhaltene Mischung wurde unter Verwendung eines zweischneidigen Propellers unter Belüfung unmittelbar   verschäumt,   worauf der erhaltene Schaum getrocknet, vermahlen und klassiert wurde. 



   2. Stufe : 570, 44 g Harnstoff, 306, 0 g eines Harnstoff-Formaldehyd-Konzentrats und 112,0 g Wasser wurden bei 60 C unter Rühren miteinander vermischt. Die Lösung wurde durch Zugabe von 10 ml n/10 NaOH alkalisch gestellt, und zur Verwendung in der 3. Stufe bereit gehalten. 



   3. Stufe : 225 g des gemäss der ersten Stufe erhaltenen Schaumstoffes wurde durch Durchtränkung mit 162 ml Wasser stabilisiert, worauf das Ganze mit 19,8 g Kaliumkarbonat und 54,3 g Kaliummetaphosphat vermischt und schliesslich mit 135 ml der gemäss der 2. Stufe erhaltenen Lösung durchtränkt wurde. Das erhaltene Produkt wurde getrocknet, vermahlen und klassiert und stellte einen körnigen, rieselfähigen und   im wesentlichen staubfreien NPK- Dünger   (enthaltend Stickstoff, Phosphor und Kalium, Nitrophoska), dar. 

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   Beispiel 3 :
158,3 g Harnstoff,   76,   5 g eines Harnstoff-Formaldehyd-Konzentrats und 30 ml Wasser wurden bei   550C   innerhalb 30 min miteinander vermischt, worauf unter kräftigem Rühren der Lösung 160 g eines ammoniakhaitigen Superphosphats, dessen pH-Wert 4,6 betrug, und 29,4 g Kaliumkarbonat zugegeben wurden. Anschliessend wurden der Mischung noch 4,0 g Triäthanolammoniumdodecylbenzolsulfonat zugegeben. Nach dem Ansäuern mit   28'figer   Phosphorsäure wurde die Lösung in einem Gefäss unter Verwendung eines Belüftungsrührers unmittelbar verschäumt. Schliesslich wurde der Schaum bei 750C getrocknet, vermahlen und gesiebt. Das erhaltene Produkt stellt einen gebrauchsfertigen NPK-Dünger dar. 



   Beispiel 4 :
1. Stufe : 895, 0 g Harnstoff,   480   g eines Harnstoff-Formaldehyd-Konzentrats und 175,4 g Wasser wurden bei 550C unter Rühren vermischt. 



   2. Stufe : Der gemäss der ersten Stufe erhaltenen Lösung wurden 24,33 g Triäthanolammoniumdodecylbenzolsulfonat und 17,72 g   95%igen Pheny1mercuriacetats   zugesetzt. Die erhaltene Mischung wurde durch Zugabe von 28% iger Phosphorsäure angesäuert und unmittelbar hierauf mittels eines Be-   1üftungsrührers   verschäumt. Der Schaum wurde getrocknet, vermahlen und klassiert. 



   3. Stufe : 100 g des gemäss der 2. Stufe erhaltenen Schaumstoffes wurden mit 73,8 ml einer Lösung 
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 getrocknet, vermahlen und klassiert wurde. Das erhaltene Endprodukt stellt einen rieselfähigen und im wesentlichen staubfreien Dünger dar, und weiters ein Fungizid enthält. 



   Wie sich aus den obigen Beispielen ergibt, wird im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens eine Verschäumung und, in einzelnen Fällen, zusätzlich eine Stabilisierung vorgenommen. Das bei der Verschäumung erhaltene Produkt wird getrocknet und nach Korngrösse klassiert, womit vor dem Stabilisieren ein körniger Schaumstoff vorliegt. Nach dem Stabilisieren wird das Produkt erneut getrocknet und auf körnige Form gebracht. 



   Bei den in der unten stehenden Tabelle I angeführten Beispielen wurde in ähnlicher Weise vorgegangen wie gemäss den Beispielen 1 bis 4. Um das Harz verschäumbar zu machen, wurden verschiedene in der Tabelle I angegebene oberflächenaktive Stoffe verwendet. 

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  Tabelle 1 
 EMI8.1 
 
<tb> 
<tb> Verwendete <SEP> Substanzmenge <SEP> in <SEP> g/200 <SEP> g
<tb> Endprodukt
<tb> Mischung <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6
<tb> Verwendete <SEP> Stoffe <SEP> :
<tb> A. <SEP> Verschäumung
<tb> Harnstoff <SEP> 85,3 <SEP> 85,3 <SEP> 85,3 <SEP> 85,3 <SEP> 85,3 <SEP> 124,1
<tb> Hamstoff-Formaldehyd-45, <SEP> 8 <SEP> 45,8 <SEP> 45,8 <SEP> 45,8 <SEP> 45,8 <SEP> 66,7
<tb> Konzentrat
<tb> Wasser <SEP> 16,8 <SEP> 16,8 <SEP> 16,8 <SEP> 16,8 <SEP> 16,8 <SEP> 23,0
<tb> 2n-NaOH <SEP> 0,2 <SEP> 0,2 <SEP> 0,2 <SEP> 0,2 <SEP> 0, <SEP> 2
<tb> H2SO4 <SEP> 15%ig <SEP> 1,3 <SEP> 1,3 <SEP> 1,3 <SEP> 1,3 <SEP> 1,3 <SEP> 2,2
<tb> Lauroylalkylolamin <SEP> 1, <SEP> 5----2, <SEP> 5
<tb> Triäthanolammonium- <SEP> - <SEP> 1,5
<tb> dodecylbenzolsulfonat
<tb> Aliphatischer <SEP> Äther <SEP> des--1,

   <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Polyäthoxyäthanols
<tb> Dioctylester <SEP> der <SEP> Sulfo---1, <SEP> 5- <SEP> 
<tb> bernsteinsäure
<tb> Isooctylphenyl-polyäthoxy- <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1,5
<tb> äthanol
<tb> 
 

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 Tabelle I (Fortsetzung) 
 EMI9.1 
 
<tb> 
<tb> Verwendete <SEP> Substanzmenge <SEP> in <SEP> g/200 <SEP> g
<tb> Endprodukt
<tb> Mischung <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 
<tb> Verwendete <SEP> Stoffe <SEP> :

  
<tb> B. <SEP> Stabilisierung
<tb> Wasser <SEP> 36 <SEP> 36 <SEP> 36 <SEP> 36 <SEP> 36
<tb> Harnstoff-FormaldehydHarz <SEP> (1) <SEP> 83 <SEP> 83 <SEP> 83 <SEP> 83 <SEP> 83
<tb> C. <SEP> Polyvinylidenchloridlatex-----31, <SEP> 4
<tb> Endprodukt <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200
<tb> 
   (1)   Dieses Harnstoff-Formaldehyd-Harz ist im wesentlichen das gleiche wie das in Beispiel l, 1. Stufe, angegeben. 

 <Desc/Clms Page number 10> 

 



   Die in der unten stehenden Tabelle II angeführten Beispiele sind ähnlich den Beispielen 1 bis4. 



  Hiebei wurden zusätzlich verschiedene weitere Bestandteile eingebaut um verschiedene Dünger-Hilfsstoff-Mischungen zu erhalten. Die Hilfsstoffe wurden hiebei der Lösung vor dem Verschäumen, im Rahmen der Stabilisierungsstufe oder im Zuge der beiden genannten Stufen zugesetzt. Dies zeigt verschiedene Möglichkeiten, welche für den Einbau der Hilfsstoffe in den Schaumkörper zur Verfügung stehen. Wie in den Beispielen 1 bis 4 wurde das Schaummaterial getrocknet und sowohl vor als auch nach der Stabilisierung auf die gewünschte Korngrösse gebracht. 

 <Desc/Clms Page number 11> 

 



  Tabelle II 
 EMI11.1 
 
<tb> 
<tb> Verwendete <SEP> Substanzmenge <SEP> in <SEP> g/200 <SEP> g
<tb> Endprodukt
<tb> Mischung <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> 11 <SEP> 
<tb> Verwendete <SEP> Stoffe <SEP> ! <SEP> 
<tb> A. <SEP> Verschäumung
<tb> Dioctylester <SEP> der <SEP> Sulfobernsteins ure <SEP> 75%ig <SEP> 1,1 <SEP> 2,0 <SEP> 1,0 <SEP> 0,9 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Harnstoff-FormaldehydHarz <SEP> (1) <SEP> 116 <SEP> 102 <SEP> 119 <SEP> 102 <SEP> 110 <SEP> 110 <SEP> 113 <SEP> 103 <SEP> 103 <SEP> 112,2 <SEP> 146,8
<tb> N-Methyl-1-naphthylcarbamat <SEP> 50% <SEP> ig <SEP> 9,2 <SEP> 16
<tb> H3 <SEP> Pu28% <SEP> 1,8 <SEP> 2,1 <SEP> 1,7 <SEP> 1,3 <SEP> 2,2 <SEP> 2,2 <SEP> 0, <SEP> 8
<tb> 2-Chlor-4-äthylamino-6-isopropylamino-1, <SEP> 3, <SEP> 5-triazin80% <SEP> ig--4,

   <SEP> 8 <SEP> 17, <SEP> 0
<tb> 1-n-Butyl-3- <SEP> (3, <SEP> 4-dichlorphenyl)-
<tb> -1-methyl-harnstoff <SEP> 50%ig <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 11, <SEP> 9 <SEP> 11, <SEP> 9
<tb> Phenyl-mercuriacetat <SEP> 95%ig <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1,2
<tb> Tetramethylthiuramdisulfid------8, <SEP> 1 <SEP> 
<tb> 99% <SEP> ig <SEP> 
<tb> Dichlordiphenyltrichlor-
<tb> äthan <SEP> 100%ig <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 16, <SEP> 4 <SEP> 16, <SEP> 4
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 12> 

 Tabelle II (Fortsetzung) 
 EMI12.1 
 
<tb> 
<tb> Verwendete <SEP> Substanzmenge <SEP> in <SEP> g/200 <SEP> g
<tb> Endprodukt
<tb> Mischung <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> 11
<tb> Verwendete <SEP> Stoffe <SEP> :

  
<tb> A. <SEP> Verschäumung
<tb> HNOS <SEP> 10%-------1, <SEP> 7 <SEP> 1, <SEP> 7
<tb> Triäthanolammoniumdodecylbenzolsulfonat50% <SEP> ig---------1, <SEP> 9 <SEP> 3,7
<tb> 2, <SEP> 4-Dichlorphenoxyessigsäure,
<tb> 40% <SEP> ig, <SEP> in <SEP> Methanol <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 2,3
<tb> B. <SEP> Stabilisierung <SEP> :

  
<tb> Trockener <SEP> Schaum <SEP> 100 <SEP> 98 <SEP> 100 <SEP> 92 <SEP> 100 <SEP> 92 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 92 <SEP> 100 <SEP> 118
<tb> Harnstoff-Formaldehydharz <SEP> (1) <SEP> 126 <SEP> 114 <SEP> 126 <SEP> 116 <SEP> 116 <SEP> 116 <SEP> 124 <SEP> 126 <SEP> 115 <SEP> 125 <SEP> 89
<tb> H3 <SEP> PO, <SEP> 4 <SEP> 5% <SEP> ig <SEP> 15 <SEP> 18 <SEP> 10 <SEP> 6 <SEP> 17 <SEP> 14 <SEP> 15
<tb> N-Methyl-l-naphthylcarbamat <SEP> 50% <SEP> ig-16
<tb> 2-Chlor-4-äthylamino-6-
<tb> -sipropylamino-1, <SEP> 3, <SEP> 5-triazin
<tb> 80% <SEP> ig---16, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 13> 

 Tabelle II (Fortsetzung) 
 EMI13.1 
 
<tb> 
<tb> Verwendete <SEP> Substanzmenge <SEP> in <SEP> g/200 <SEP> g
<tb> Endprodukt
<tb> Mischung <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> 11
<tb> Verwendete <SEP> Stoffe <SEP> :

  
<tb> B. <SEP> Stabilisierung <SEP> :
<tb> 1-n-Butyl-3-(3,4-dichlorphenyl)-1-methyl-harnstoff
<tb> 50% <SEP> ig----2, <SEP> 8 <SEP> 16, <SEP> 2
<tb> Phenyl-mercuriacetat <SEP> 95%ig <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,36
<tb> Tetramethylthiuramdisulfid
<tb> 99% <SEP> ig------2, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> HN02% <SEP> ig-------M, <SEP> 4 <SEP> 16, <SEP> 8
<tb> Dichlordiphenyltrichloräthan <SEP> 100%ig <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 19,0 <SEP> -
<tb> 2, <SEP> 4-Dichlorphenoxyessigsäure <SEP> 100%ig <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 2,2 <SEP> Alkanolaminsalz <SEP> der <SEP> 2,

   <SEP> 4-Dichlorphenoxyessigsäure <SEP> 39%ig <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 11
<tb> Endprodukt <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200 <SEP> 200
<tb> 
   (1)   Dieses Harnstoff-Formaldehyd-Harz ist im wesentlichen das gleiche wie das in Beispiel   l,     I.   Stufe, angegebene. 

 <Desc/Clms Page number 14> 

 



   Mittels der den erfindungsgemäss   herstellbarenDüngern   zugesetzten Hilfsstoffe, können diese Dünger verschiedensten Verwendungszwecken angepasst werden. So kann beispielsweise bei Verwendung einer Kombination aus einem Dünger und einem Fungizid für durch Pilze infizierte Pflanzen, sowohl das Pilzwachstum gehemmt als auch die Pflanze mit Nährstoffen versorgt werden, so dass diese Mischung in 2facher Hinsicht wirksam ist. 



   Die einzelnen Hilfsstoffe besitzen, wie bekannt, verschieden starke Wirkung im Hinblick auf den angestrebten Effekt und dementsprechend schwanken die in erfindungsgemäss herstellbaren Dünger einzubauenden Mengen solcher Hilfsstoffe. Durch die obigen Beispiele wird erläutert, wie diese Hilfsstoffe in das Endprodukt einzubauen sind und welche Mengen für Mischungen bestimmter Wirksamkeit erforderlich sind. Selbstverständlich soll die Menge der Hilfsstoffe ausreichend sein zur Erzielung der angestrebten Wirkung, und diese Mengen sind auf dem Gebiete der Herbizide, Insektizide, Düngemittel usw. bekannt. 



   Während der ersten Verfahrensstufe können diese Hilfsstoffe der Harnstoff-Formaldehyd-Lösung entweder vor dem Verschäumen oder während des Verschäumens zugesetzt werden. Während der zweiten Verfahrensstufe können diese Hilfsstoffe dem trockenen Schaumstoff zugesetzt werden, welcher in der ersten Verfahrensstufe hergestellt wurde. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines körnigen Düngers auf der Basis eines Harnstoff-FormaldehydKondensationsproduktes, der gegebenenfalls Herbizide, Insektizide, Nematozide, weitere Düngermittel, Samen, Wachstumsregulatoren, Fungizide, Tiere abweisende Stoffe, Insekten abweisende Stoffe, Spurenelemente und/oder Hilfsstoffe enthält, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung von Harnstoff und Formaldehyd hergestellt wird, in welcher das Molverhältnis von Harnstoff zu Formaldehyd zwischen 1 : 1 und 3 :

     l liegt,   und in die Lösung eine zur Verschäumung derselben ausreichende Menge an Schäummittel eingebracht wird, worauf die Lösung zwecks Einleitung der Kondensationsreaktion zwischen Harnstoff und Formaldehyd angesäuert, die angesäuerte Lösung verschäumt, das verschäumte Produkt getrocknet und das getrocknete Produkt in körnige Form gebracht wird, erwünschtenfalls das getrocknete und zerkleinerte Produkt mit einem Schaumstabiliserungsmittel behandelt und das stabilisierte Produkt getrocknet und zerkleinert wird, wobei gegebenenfalls Herbizide,   Insektizi-   de, Nemadtozide, weitere Düngermittel, Samen, Wachstumsregulatoren, Fungizide, Tiere abweisende Stoffe, Insekten abweisende Stoffe,

   Spurenelemente und/oder Hilfsstoffe der Harnstoff-   Formaldehyd-Lösung   zugegeben und/oder mit dem getrockneten und zerkleinerten Schaum vermischt und/oder dem   Produkt während   seiner Stabilisierung und/oder dem stabilisierten Produkt zugesetzt werden können. 
 EMI14.1 
 an Schäummittel 0,05 bis 7,0   Grew.-%   beträgt.

Claims (1)

  1. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die HarnstoffFormaldehyd-Lösung während des Verschäumens ein Gas eingeführt wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der Harnstoff-Formaldehyd-Losung während des Ansäuerns auf 3, 0 bis 5, 5 eingestellt wird.
    5. Verfahren nacheinemderAnsprüche lbis4, dadurch gekennzeichnet, dassdieHarnstoff-Formaldehyd-Lösung während des Verschäumens auf einer Temperatur von 10 bis 930C gehalten wird.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dasverschäumte Produkt einer 2stufigen Trocknung unterworfen wird, wobei der Feuchtigkeitsgehalt in der 1. Stufe auf 15 bis 25% und in der 2. Stufe auf 0,5 bis 15% verringert wird.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstabilisierungsmittel in einer Menge von 20 bis 100 Gew.-% des getrockneten, verschäumten Produktes zugesetzt wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Schaumstabilisie- <Desc/Clms Page number 15> rungsmittel Wasser, Harnstoff-Formaldehyd-Lösungen, Wasser und Harnstoff-Formaldehyd-Lösungen, oder Emulsionen von Polyvinylidenchloridlatex verwendet werden.
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