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Einbaufähig Saunakabine
Die Erfindung bezieht sich auf eine in feste Bauwerke einbaufähige Saunakabine aus Holz oder andern Baustoffen in Form eines Würfels oder Quaders, in der in einer Kabinenecke ein Saunaofen angeordnet ist. Die gesamte dosierte und ungesättigte Frischluft wird bei der Erfindung zur Erhitzung und Beschleunigung durch einen dadurch gleichzeitig gekühlten Saunaofen geführt, so dass der Ofen die Zuluft bei gleichzeitiger Vermischung mit der vorhandenen Raumluft zu einem trockenen Heissluftstrom formt, der durch die Lage und Dimensionierung von Zu- und Abluftöffnungen, sowie einer Saugdüse, eine strahlenförmige Ausbreitung gegen die dem Saunaofen gegenüberliegenden und benachbarten Wände erhält,
worauf schliesslich durch einen dem Ofen diametral gegenüberliegenden Auslass alle Luft-Teil-Ströme der Kabine zusammengeführt und abgeleitet werden.
Es sind in Mitteleuropa grundsätzlich zwei verschiedene Typen von Saunas zu unterscheiden, einmal das ursprüngliche in Russland gebräuchliche Dampfbad und zum andern die finnische Sauna als trockenes Heissluftbad.
In den bisher bekannten einbaufähigen Saunakabinen sind die Klimaführungen entweder durch unzureichende Dosierung meist in Verbindung mit strömungswidriger Anordnung von Zu- bzw.
Ableitung der natürlich angesaugten Frischluft bzw. der mit Feuchtigkeit teilweise gesättigten Abluft mehr oder minder willkürlich und ohne die geforderte Gleichmässigkeit gestaltet oder aber durch künstliche Luftbewegung sowohl mit Unbehaglichkeiten hinsichtlich des zu grossen Luftwechsels, als auch dadurch, dass kein linearer Temperaturanstieg vom Fussboden bis zur Decke vorhanden ist, insbesondere durch die Verwendung von Ventilatoren. Durch Ventilatoren treten zusätzlich meist Geräuschbelästigungen auf.
Da sich die Wirkung einer gut funktionierenden Saunakabine aber nicht nur aus den immer vorhandenen und meist ausreichenden Temperaturen, sondern insbesondere aus der Gleichmässigkeit der Temperaturverteilungen mit zugfreier Durchspülung der Kabine in den jeweiligen Höhenschichten ergibt und zusätzlich eine sehr genau zu bestimmende Frischluftzuführung in Abhängigkeit der Benutzerzahl für den optimalen Ablauf der Feuchtigkeitssättigung erforderlich macht, sind die Temperaturverteilung und die Frischluftzuführung von wesentlich grösserer Wichtigkeit.
Grundlage für die Bestimmung der Grössenordnung waren Messungen über die Zusammenhänge zwischen zugeführter Frischluft mit mitteleuropäischem Sommer- bzw. Winter-Klima und deren Trockenheizung sowie Beschleunigung im Saunaofen einerseits und deren Sättigung durch Schweisswasserverdunstungen anderseits, mit dem Ziel, durch die zugeführte Frischluftrate Taupunkte zu erzeugen, die mit Ausnahme der kurzen Dampfstossperiode tiefer liegen, als die durchschnittliche und ansteigende Hauttemperatur der Benutzer, um eine optimale Schweissverdunstung im trockenen Heissluftklima zu sichern. Gleichzeitig soll der natürliche grosse Luftwechsel, auch im Zusammenhang mit dem Dampfstoss, vorhandene Haut-Haftschichten teilweise ablösen bei gesicherter Zugfreiheit.
Die Erfindung ist bei einer eingangs charakterisierten Saunakabine durch folgende Merkmale gekennzeichnet :
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a) eine vorzugsweise in der diagonal gegenüberliegenden Ecke des Saunaofens, etwa in der unteren Hälfte der Kabinenhöhe, angeordnete Austrittsöffnung unter oder neben den Liegen bzw. den
Sitzen, wobei diese Öffnung gegenüber der Eintrittsöffnung im Verhältnis der thermodynamischen
Luftvolumenvergrösserung einen grösseren Austrittsquerschnitt aufweist ;
b) einen Saunaofen, der an seinem Bodenteil eine dicht schliessende, strömungsbegünstigende
Luftzuführungswanne aufweist, die den Saunaofen voll mit Frischluft beaufschlagt und an die ein dicht schliessender, nicht regelbedürftiger Luftzuführungsstutzen anschliesst, der genau auf die Benutzerzahl, zur Sicherung eines ungesättigten Heissluftklimas, dimensioniert ist und der durch die Kabinenwand ins
Freie geführt ist ;
c) eine Ausbildung des Saunaofens, bei der an Stelle der üblicherweise vorhandenen geschlossenen
Schutzplatte zur Unterbindung der Bodenstrahlung der Heizwendel in zwei oder mehreren Ebenen übereinander versetzt und überdeckend angeordnete Lamellen vorgesehen sind, durch die der Luftstrom zur Unterstützung des erforderlichen thermodynamischen Auftriebes und zur maximalen
Luftvorwärmung fast ungehindert passieren kann, wobei ein Teilstrom gleichzeitig zwischen dem
Doppelmantel nach oben steigt und dort durch in der oberen Abdeckung befindliche, gegen
Spritzwasser geschützte Schlitze austreten kann, wodurch gleichzeitig die an dieser Stelle sonst üblichen
Wärmestauungen zur Herabsetzung störender Seitenstrahlung des Saunaofens abgebaut werden.
Eine weitere Bauform gemäss der Erfindung sieht vor, dass an die Austrittsöffnung ein an der
Aussenseite der Kabine angeordneter Kamin zur Zugverstärkung anschliesst, in dem strömungsbegänstigende Umlenkungen eingebaut sind.
Erfindungsgemäss wird die Saunakabine ferner so eingerichtet, dass in der Luftzufährungswanne eine Eintrittsöffnung für die Absaugung der gesättigten Kabinen-Bodenluft vorgesehen ist, an die sich, ins Innere der Wanne führend, eine Saugdüse anschliesst, die zur Sauggestaltung mit der beschleunigt einströmenden Frischluft beaufschlagt ist.
Man kann dabei vorteilhafterweise so vorgehen, dass oberhalb des Ofens, nahe oder an der Decke der Saunakabine, mindestens eine gegen die Deckenmitte schräg ansteigende Prallplatte aus wärmedämmendem Werkstoff angebracht ist ; dadurch werden die dem Ofen gegenüberliegenden
Seitenwände zur Ausschaltung von Durchspülungsschatten strömungsintensiv begünstigt.
Es ist ferner nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung vorteilhaft so vorzugehen, dass über den in der oberen Öffnung des Saunaofens liegenden, die Verdampfung fördernden Steinen ein haubenähnlicher Aufgussverteiler geringer Masse vorgesehen ist, dem durch einen darüberliegenden Trichter Wasser eines Aufgusses zufliesst, wobei der Verteiler mit Durchtrittsöffnungen zur ganzflächigen Wasserverteilung auf die Steine versehen ist. Gegebenenfalls ist der zum Verteiler gehörende Aufgusstrichter in Richtung zur rückwärtigen, dem Ofen gegenüberliegenden Kabinenwand oder sonstig erwünschten Stelle asymmetrisch ansteigend ausgebildet, u. zw. in Form einer verzerrten Pyramide oder eines verzerrten Kegels.
Man kann ferner gemäss der Erfindung als Verteiler eine nicht strömungsmindernde als kreisförmige oder eckige Spirale gebogene Rohrschlange verwenden, die nach unten gerichtete Öffnungen für den Wasseraustritt besitzt, und darüber einen gleichfalls asymmetrischen Aufgusstrichter erhält, durch dessen flachliegenden Schenkel ein Teilstrom der Heissluft bzw. des Dampfstosses in einer gewünschten Richtung bevorzugt abgelenkt wird. Durch die vorgenannten Verteiler wird gleichzeitig eine zonale Abkühlung der Aufgusssteine durch beispielsweise willkürlichen Aufguss nur an einer begrenzten Steinpartie vermieden, wodurch sowohl eine gleichmässige Überhitzungs-Temperatur im Dampfstoss gesichert wird, als aber auch unterbunden ist, dass das Aufgusswasser an einer zonal gekühlten Steinpartie zum Boden unverdampft durchfällt.
Eine weitere erfindungsgemässe Bauform sieht vor, dass die Kabinenwände mit einem Sockelrahmen versehen sind, in den eine dem Boden zugekehrte Nut eingearbeitet ist, in der eine mit Lippen versehene Dichtung einsetzbar ist, die aus flexiblem, druckbelastbarem Werkstoff, wie Gummi, Kunststoff od. dgl. gefertigt ist und die sich unter dem Kabinengewicht mit den Lippen dichtend auf auch unregelmässige Fussböden aufsetzt und den Sockelrahmen vom Fussboden ausreichend trennt.
Dadurch wird erreicht, dass das Raumklima in der Saunakabine auch gegenüber unregelmässigen Fussböden unter Belastung des Eigengewichtes der Kabine dicht abgeschlossen wird, abgesehen davon, dass dadurch ein Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit in den Sockelrahmen gegeben ist.
Eine weitere erfindungsgemässe Bauform sieht vor, dass die Tür der Saunakabine mit einem überstehenden Anschlag versehen ist, in den eine etwa "V"-förmige Dichtung aus hitzebeständigem, flexiblem Werkstoff, wie Gummi, Kunststoff od. dgl. so eingesetzt ist, dass die Lippen des"V"bei geschlossener Tür gegen die Kabinenwand gepresst sind und so eine Art Dichtungskammer bilden, die wechselseitig sowohl unteren Zutritt von Kaltluft als oberen Austritt von Heissluft unterbindet.
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Man kann gemäss einem weiteren erfindungsgemässen Vorschlag so vorgehen, dass die zerlegbare Saunakabine aus miteinander und mit einer Decke verbindbaren Seitenwänden baukastenförmig zusammengesetzt ist, wobei die Seitenwände vom Bodenrahmen und von der Decke geführt und mit dieser unter Anwendung von jederzeit lösbaren Spannelementen verbunden ist. Es ist dabei vorteilhaft, als Spannelemente lösbare Exzenterschlösser anzuordnen, die an der Innenseite der Wände montiert und mit dem dort angeordneten drehbaren Verriegelungszahn hinter eine Raste des an der Decke sitzenden Gegenstückes greifen. Dadurch wird die Decke dichtend und statisch führend auf die Kabinenseitenwände gespannt. Gleichzeitig ist die Kabine bei Bedarf ohne Fachkräfte jederzeit zerlegbar und wieder zusammensetzbar.
Zwischen den Oberkanten der Seitenwände und der Decke sind Labyrinthkammern vorgesehen, in die mindestens eine elastische feuchtigkeits- und temperaturfeste Dichtung gleichzeitig als Dampfsperre eingesetzt ist, während die Kammern durch Druckleisten und die Lage festlegende Federn abgeschlossen sind und die Betätigung des Exzenterschlosses eine dichtungserhöhende Quetschwirkung auf die Dichtung ausübt.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Zeichnungen und den Ansprüchen.
Es zeigen, in schematischen Skizzen, Fig. l eine einbaufähige Saunakabine nach dem Vorschlag der Erfindung, Fig. 2 und 3 ein Detail des Ofens, nämlich einen Schnitt durch die Luftführungswanne, im Grund- und Seitenriss, Fig. 4 und 5 eine Variante der Ausbildung der Luftführungswanne, im Grundund Seitenriss, Fig. 6 und 7 verschiedene Formen von Aufgussverteilern, Fig. 8 einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Ofenausbildung, Fig. 9 ein Detail des Sockelrahmens der Kabine, Fig. 10 eine Türdichtung, Fig. ll eine Dichtung für die Kabinendecke, Fig. 12 eine Ansicht der Türe mit schwimmender Lagerung der Türschalung, Fig. 13 einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 12 und Fig. 14 eine Innenansicht der Saunakabine.
In Fig. l ist in schaubildlicher Darstellung eine Saunakabine skizziert, wobei in der einen Ecke ein Saunaofen-4-aufgestellt ist, der am Boden eine Luftführungswanne --5-- mit einem Luftansaugstutzen-6-aufweist, und dieser Stutzen, zur Zuführung der Frischluft, aus der Kabine
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entweder an der einen Seitenwand oder an der Rückwand angebracht werden kann. Dadurch wird an einer zugfreien und für ein geordnetes Temperaturgefälle vorteilhaften Stelle die Abluft nach aussen oben abgeführt.
An den dem Saunaofen --4-- anschliessenden Seitenwänden bzw. der gegenüberliegenden Rückwand sind Bänke und Liegen angebracht und in den Fig. l und 14 sind als Beispiel zu unterst eine
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jeweils gewünschten verschiedenen Temperaturbereiche. Die Bänke können, wie in Fig. 14 angedeutet, sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen verstellbar eingerichtet sein, sowie aus Latten, zur besseren Luftpassage, gebaut sein.
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fast verlustfrei durch den Saunaofen geführt wird.
Durch richtige Bemessung des Querschnittes des Eintritts und die verlustfreie Umführung, sowie richtige Gestaltung des Luftdurchsatzes im Ofen, erhält man im Zusammenhang mit der Luftdurchführung durch den im Kern hochgeheizten Saunaofen einen thermodynamischen Auftrieb, so dass ein zugfreier Luftwechsel aussergewöhnlicher Höhe in der Kabine gesichert wird und daher der Sättigungszustand der Luft in den gewünschten Grenzen bleibt.
Die günstige Raumanordnung in der Saunakabine ergibt sich einerseits durch den Bedarf, in jeder bestimmten Temperaturhöhe eine Liege oder einen Sitz anzuordnen, um unterschiedliche Temperaturen wählen zu können, und anderseits dadurch, dass der Ofen möglichst ohne direkte Strahlung die Wärme durch Konvektion abgibt. Dabei ist die Anordnung des Kamins an der zugfreien Stelle so vorgenommen, dass weder der Benutzer der darüberliegenden Eckbank noch der Benutzer der danebenliegenden Mittelbank irgendwelche Luftbewegung verspürt.
Es wird also die Verbindung zwischen dem Lufteintritt und dem Ofen durch die Luftführungswanne so gestaltet, dass absolute Dichtigkeit besteht und die Strömung dabei so begünstigt wird, dass es bei den Umlenkungen von der waagrechten Einströmungsrichtung zu der vertikalen Durchströmrichtung im Ofen, keine Turbulenzen gibt, so dass der thermodynamische Auftrieb in bester Art und Weise ausgenutzt wird. Bei dem Saunaofen wird hier die gesamte Luftmenge durch den Ofen geführt, während sie bisher an dem
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erwärmten Aussenmantel des Ofens vorbeiströmte und dann in der Sauna nur ein kleiner Teil Frischluft sich mit einem grossen Teil von Umluft vermengte.
Im vorliegenden Fall wird ein geringer Umluftteil von der Saugdüse vom Boden her abgenommen und ebenfalls in das Innere des Ofens zu der dort durchströmenden Luftsäule, die aus dem Freien zuströmt, geführt. So wird also der Heissluftstrom vom
Ofen zunächst zur Decke streben und mit Hilfe der verschiedenen Umlenkungen zur rückwärtigen Wand und auf die gegenüberliegende Seitenwand verteilt, und wenn der heisse Luftstrom auf diese Wände trifft, sinkt er infolge der Abkühlung nach unten und wird dabei von der hohen Strahlungswärme der Wände wieder abgewiesen und auf diese Art zur Mitte des Raumes zurückgelenkt. In der Raummitte sinkt der Luftstrom dann wieder nach unten ab und wird durch den in Richtung zum Kamin sich ergebenden Unterdruck in die Ecke zu der Ausgangsöffnung zum Kamin gezogen.
In der Luftführungswanne --5-- ist eine Ansaugeöffnung--26--für die Bodenluft vorgesehen (Fig. 2 und 3), an die sich nach innen eine Saugdüse-7-anschliesst, so dass mit Hilfe der hindurchströmenden Frischluft die in der Kabine vorhandene Bodenluft angesaugt wird. Man kann die Luftführungswanne --5-- auch so ausbilden, wie die Fig. 4 und 5 zeigen, indem eine Ansaugöffnung --26'-- über die ganze Breite der Wanne--5--vorgesehen ist und die Saugdüse --7-- durch eine nach oben gewölbte, über die ganze Breite gehende Wand gebildet ist.
Eine besonders vorteilhafte Bauform des Saunaofens--4--zeigt Fig. 8. Zur besseren Kühlung des Mantels des Ofens-4-und Ableitung der Stauhitze sind zwei wassergeschützte Austrittsöffnungen--31, 32-- vorgesehen, während überlicherweise nur eine solche Öffnung angeordnet ist. Ferner ist unterhalb der Heizwendel--34--nicht wie üblich eine nur als Strahlungsschutz gegen den Fussboden gedachte Platte eingesetzt, sondern es sind in zwei Ebenen, versetzt gegeneinander, sich teilweise überdeckende Lamellen --33-- angebracht. Dadurch wird der Luftstrom besonders günstig durch das Ofeninnere geleitet.
Die durch den hochgeheizten Kern des Saunaofens hindurchgehende Frischluft tritt oben in Richtung zur Kabinendecke aus und vermischt sich dabei gleichzeitig mit einem Teil der Raumluft. Dabei wird ein Teilstrom dieser aufsteigenden Heissluft bereits durch die besondere Ausbildung des oberhalb des Ofens--4--angeordneten Aufgusstrichters--10--, der asymmetrisch in Richtung nach der rückwärtigen Kabinenwand gebaut ist, abgelenkt. Die Hauptmenge dieser aufsteigenden Heissluft gelangt auf eine oder mehrere wärmefeste Prallplatten--9--, die nahe der Decke oberhalb des Ofens--4--, gegen die Mitte schräg nach oben ansteigend, angebracht sind.
Dadurch wird die aufsteigende Heissluft in verschiedene Teilströme aufgeteilt, wie sie in Fig. 1 gezeigt sind, insbesondere mit einer Begünstigung für die sonst im Strömungsschatten liegende rechte Seitenwand, und diese Heissluft wird sich in Richtung der an die einzelnen Bahnen angesetzten Pfeile bewegen. Der Heissluftstrom wird also, wie in Fig. 1 gezeigt, unter der Kabinendecke strahlenförmig und zusätzlich in
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führen, um schliesslich zu dem Kaminaustritt-25-zu gelangen.
Sowohl der Eintritt für die Frischluft als auch der Ausgang für die Abluft besitzen keine Absperrorgane, da diese so angeordnet und gestaltet sind, dass sie sowohl in der Anheizperiode als auch während der Betriebsperiode in gleichen Öffnungsverhältnissen voll wirksam sind. Dies geschieht dadurch, dass man den Austritt für die Abluft gegenüber dem Eintrittsquerschnitt der Frischluft und das Mass der Luftdehnung grösser macht. Da in der Anheizperiode jedesmal eine bestimmte Menge Holzwasser abgeführt wird, weil bei der hohen Raumtemperatur die Holzgleichgewichtsfeuchte nur ein Bruchteil der normalen ist und in der eigentlichen Betriebsperiode etwa die gleiche Menge als Schwitzwasser abgeführt wird, so treten keine Änderungen auf, die irgendwelche Absperrorgane bedingen würden.
In Fig. 6 ist ein Aufgussverteiler--8--in Form einer Pyramide dargestellt, wobei oberhalb dieses Verteilers ein Aufgusstrichter --10-- angebracht wurde. Durch diesen Trichter--10- werden wie üblich mit einer Handkelle die sogenannten Aufgüsse durchgeschüttet und das so auf dem Verteiler --8-- auftreffende Wasser verteilt sich über die ganze Pyramidenfläche, so dass die gesamte Fläche der Steine, die oben im Ofen --4-- liegen, voll und gleichmässig benetzt wird. Dadurch ist Gewähr dafür gegeben, dass die Steine den erforderlichen Verdampfungsstoss kurzfristig erzeugen, u. zw. mit einer ausreichenden Oberhitzungstemperatur, ohne dass bei mehrfachen Wiederholungen zu grosse Nachheizzeiten gebraucht werden.
Es wird dadurch aber auch vermieden, dass unverdampftes Wasser in bereits abgekühltere Steinpartien durchsickert, wodurch die Heizfläche des Ofens unnötig belastet würde. Der Aufgussverteiler--8--kann nicht nur als Pyramide, wie dargestellt, sondern auch als Kegel oder mit beliebigen schrägen Wänden ausgestaltet werden, wobei man noch eine Anzahl von
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Löchern --27-- in verschiedener Grösse, z. B. auch siebartig, vorsieht, damit die Benetzung der Steinfläche so gleichmässig als nur irgend möglich stattfindet.
Dazu kommt aber noch, dass man durch den asymmetrisch gestalteten Aufgusstrichter --10--, durch dessen flachen Schenkel, eine teilweise Umlenkung der Heissluft bzw. der Heissluft mit Wasserdampf in Richtung der eingezeichneten Pfeile erzielt.
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spiralförmiges Auslaufrohr --24-- gezeigt wird, das in Abständen mit in bestimmten Durchmessern aufgebohrten Ausströmlöchern--28--versehen ist, die nach unten oder seitlich gerichtet sind und durch die der Aufguss aus dem Trichter --10-- kurzfristig und über die ganze Fläche verteilt auf die Steine abregnet.
Eine weitere wichtige und besonders vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich aus den verschiedenen Dichtungen, die in der Saunakabine eingebaut sind, weil gerade dadurch der Einbruch von Kaltluft bzw. das ebenfalls unerwünschte Austreten von Heissluft vermieden wird.
In Fig. 9 ist eine mögliche Ausführungsform eines Sockelrahmens--12--dargestellt, in dessen Unterseite, die dem Boden zugewendet ist, eine Nut --13-- eingearbeitet wurde, in die eine Dichtung - aus flexiblem, druckbelastbarem Werkstoff wie z. B. Gummi, Kunststoff od. dgl. eingesetzt wird. Diese Dichtung --14-- hat gegen den Boden --15-- verschieden ausgebildete Lippen, die für eine hermetrische Abdichtung der Saunakabine sorgen, auch dann, wenn der Fussboden, wie angedeutet, unregelmässig gestaltet ist.
Eine besonders vorteilhafte Abdichtung der Türe zeigt Fig. 10. Die Türe-29-ist mit einem vorstehenden Anschlag --30-- versehen, in deren Rand eine"V-förmige Dichtung-16-- eingesetzt ist, die aus einem hitzebeständigen flexiblen Werkstoff wie Gummi, Kunststoff od. dgl. hergestellt ist und mit elastischen Lippen sich gegen die Seitenwand der Kabine legt. Durch diese besondere Ausbildung der Dichtung bzw. der Dichtungslippen und durch den Druck, der durch die Anpressung der geschlossenen Türe erfolgt, ist in beiden Richtungen eine Art Dichtungskammer gegeben, die das Eintreten von Kaltluft bzw. das Austreten von Warmluft sperrt.
In den Fig. 12 und 13 ist eine weitere Türausbildung skizziert, bei der zur Sicherung der vollen Wirksamkeit der "V"-förmigen Türdichtung--16--, die hiefür erforderliche Planität der Türe --29-- der Saunakabine, durch eine Art schwimmende Schalung auf der äusseren und inneren Türseite erreicht wird. Eine solche Schalung ist verspannungslos und besteht aus miteinander dichtenden Nut- und Federbrettern. Diese sind sowohl im einzelnen in sich, aber auch in ihrer gesamten Fläche in einem entsprechend ausgefalzten Türrahmen bewegungsfähig.
Die erfindungsgemässe Saunakabine kann sehr leicht aufgebaut und wieder abgebaut werden, da die Seitenwände und die Decke miteinander durch entsprechende lösbare Spannelemente verbunden sind. Es ist dabei sehr wichtig, wie Fig. 11 zeigt, dass die Dichtungen zwischen den Wänden und
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--18-- istherbeiführt. Die Dichtung wird dabei, selbst dann, wenn die Decke nicht plan ist, durch ihre Elastizität einen ausreichenden Dichtungsabschluss herstellen, wobei es besonders vorteilhaft ist, dass diese Dichtung --20-- zum Innenraum hin verlegt ist, so dass sie im Zusammenwirken mit einer dahinterliegenden Labyrinthkammer-21-als Dampfsperre wirkt.
Diese Labyrinthkammer-21- ist durch die Dichtung --20-- geteilt, so dass, im Zusammenwirken mit der auf der einen Seite angeordneten Druckleiste--22-und einer auf der andern Seite vorgesehenen, die Lage feststellenden Feder --23-- eine Dampfsperre gegeben ist.
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