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Thermische Anlassvorrichtung für einen Einphasen-Asynchronmotor
Die Erfindung betrifft eine thermische Anlassvorrichtung für einen Einphasen-Asynchronmotor mit einem mit der Hilfswicklung in Serie liegenden Anlassschalter, der durch eine mit der Differenzspannung zwischen der Hauptwicklung und der Hilfswicklung beaufschlagte Magnetspule in Abhängigkeit von dieser Spannung offengehalten wird.
Eine solche Anlassvorrichtung wurde in der USA-Patentschrift Nr. 1, 828, 724 beschrieben, wobei der Anlassschalter mit einer Magnetspule versehen ist, die parallel zu den Kontakten des Schalters liegt und dieVerschwenkungeinerkippbarenSchaltbrücke bewirkt. Auf dieser Schaltbrücke befindet sich der zwischen der Haupt- und der Hilfswicklung des Motors liegende Schaltkontakt ; die Schaltbrücke wird durch eine Feder in der Schliesslage gehalten ; die Magnetspule zieht nach dem Startvorgang die Schaltbrücke an, wobei die Schaltkontakte voneinander getrennt werden und so lange in dieser Stellung, in der die Hilfswicklung von der Stromzufuhr getrennt ist, bleiben, solange der Grundspannung die in der Hilfswicklung durch das rotierende magnetische Feld induzierte Spannung überlagert ist.
Ziel der Erfindung ist eine wesentliche Vereinfachung dieser bekannten Einrichtung durch Vermeidung schwierig einstellbarer und die Funktionssicherheit beeinträchtigender Schalteinrichtungen. Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dass eine der Schichten der Bimetallkontaktzungen des in an sichbekannter Weise als Bimetallschalter ausgebildeten Anlassschalters aus ferromagnetischem Stoff besteht, wobei die Bimetallkontaktzungen in der Offenstellung durch die Magnetkraft des Anlassschalters festgehalten werden.
Die Erfindung macht sich dabei die etwa in der USA-Patentschrift Nr. 2, 299, 669 beschriebene Aus- gestaltung eines Anlassschalters zunutze, bei der ebenfalls ein Bimetallschalter Verwendung findet. Dort ist jedoch an der Bimetallkontaktzunge, die die Schliessung des Hilfswicklungsstromkreises steuert, eine weitere, aus ferromagnetischem Material bestehende Zunge angebracht, die durch eine Magnetwicklung, durch die der Hauptwicklungsstrom des Motors fliesst, angezogen wird, wobei sie die Bimetallkontaktzunge soweit verbiegt, dass durch die Schaltkontakte der Hilfswicklungsstromkreis geschlossen wird.
Tritt beim Anlassen eine Überlastung der Hilfswicklung ein, so ergibt die in diesem Falle entstehende Erwärmung des stromdurchflossenen Bimetallstreifens eine Öffnung des daran befindlichen Kontaktes, was die Ausschaltung der Hilfswicklung mit sich bringt. Gegenüber diesem bekannten Vorschlag gewährleistet die erfindungsgemässe Ausbildung der Bimetallkontaktzungen die verlässliche Öffnung des Anlassschalters ohne Anwendung aufwendiger und störungsanfälliger Teile. Sobald der Bimetallschalter nach der Erfindung geöffnet hat, wird der Haltemagnet, der die Bimetallkontaktzungen in der Offenstellung hält.
Zur Erzielung einer besonders gedrängten Bauweise kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Magnetspule die Bimetallkontaktzungen umschliessen.
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Die Erfindung ist in der Folge an Hand zweier in den Zeichnungen schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele erläutert. Fig. 1 zeigt eine Schaltung mit einem Bimetall-Anlassschalter und einer elektromagnetischen Haltevorrichtung und Fig. 2 eine Abwandlung dieser Ausführungsform.
In Fig. 1 ist an die Klemmen --1 und 2--eines Wechselstromnetzes ein Einphasen-Asynchronmo- tor -3- gelegt, der mit einer Hauptwicklung-4-und einer Hilfswicklung --5- ausgestattet ist. In die eine Zuleitung ist ein Hauptschalter --6-- gelegt, über den die Spannung direkt an die Hauptwicklung--4-- und über eine Anlassvorrichtung --7-- an die Hilfswicklung --5-- geführt ist.
DieAnlassvorrichtungbesteht aus einem Bimetallschalter--8--, dessen beweglicher Kontakt-9mit einem feststehenden Kontakt -10-- zusammenwirkt. Der Schalter ist durch einen Elektromagne- ten --11- überbrückt, dessen Wicklung--12 bei offenem Schalter-8-von der vektoriellen Differenz zwischen der Spannung der Hauptwicklung-4-und der Spannung der Hilfswicklung -5- ge - speist wird.
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Einschalten des Hauptschalters-6--führt zunächst die Hauptwicklung-4-den Kurzschluss-das Bimetall in der gestrichelt gezeichneten Stellung, bis der Motor abgeschaltet wird.
Besonders er- wähnenswert hiebei ist, dass die Speisespannung des Elektromagneten --11-- nicht vom Zeitpunkt des Öffnens des Bimetallsehalters-8-abhängt, weil die verwendete Spannungsdifferenz während des ge- samten Laufvorganges nahezu konstant ist.
Bei dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist vorausgesetzt, dass die dem Magneten --11-- zugewendete Materialschicht des Bimetalls ferromagnetisch ist, also z. B. aus Eisen besteht.
Bei der Ausführungsform der Fig. 2 ist ein aus zwei Bimetallstreifen --13 und 14-- bestehender An- lassschalter --15-- gezeigt. Eine Spule --16-- umschliesst diese beiden Bimetallstreifen. Der Anlass- schalter -15-- ist wieder in Reihe mit der Hilfswicklung-5-geschaltet. Sobald der Schalter geöff- net hat, werden die Bimetallstreifen durch die magnetische Wirkung der Spule --16-- in der gestrichelt gezeichneten Öffnungsstellung gehalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. ThermischeAnlassvorrichtungfür einen Einphasen-Asynchronmotor mit einem mit der Hilfswicklung in Serie liegenden Anlassschalter, der durch eine mit der Differenzspannung zwischen der Hauptwicklung und der Hilfswicklung beaufschlagte Magnetspule in Abhängigkeit von dieser Spannung offengehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Schichten der Bimetallkontaktzungen des in an sich bekannter Weise als Bimetallschalter ausgebildeten Anlassschalters aus ferromagnetischem Stoff besteht, wobei die Bimetallkontaktzungen in der Offenstellung durch die Magnetkraft des Anlassschalters festgehalten werden.