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Vorrichtung zum Bohren der Schraubenlöcher für Skibindungen
Das Bohren der Löcher für die Schrauben einer Skibindung ist eine schwierige Arbeit, die mit grosser Genauigkeit verrichtet werden muss. Es wurde daher vereinzelt die Verwendung von Hilfsmitteln wie Bohrlehren versucht, die aber nicht befriedigten. In erfindungsgemässer Weiterentwicklung wurde eine Vorrichtung entwickelt, bei welcher Gruppen von Bohrern in richtiger genauer Bohrgrösse und Lage, entsprechend der jeweiligen Bindung, auswechselbar vereinigt und in richtige Arbeitslage und Arbeitsbewegung gebracht sind zur Bohrung am Ski, insbesondere für Strammer-, Backen- und Tiefzugschrauben, so dass das Bohren bedeutend genauer und leichter erfolgt als bisher.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht im wesentlichen darin, dass auf einem tischartigen Sockel drei Gruppen von Lagerplatten supportartig verschiebbar angeordnet sind, u. zw. die mittlere Gruppe in der Mittelebene des Sockels, die beiden seitlichen Gruppen sowohl in Parallel- als auch in Vertikalebenen zu dieser, welche Lagerplatten die Halterung für vertikale Tragsäulen bilden, an denen Haltearme höhenverstell-und schwenkbar sowie in der gewählten Lage fixierbar angeordnet sind, welche Haltearme Motoren sowie von diesen über Riementriebe angetriebene, in Bohrwellenhaltern gelagerte Bohrer tragen, die entsprechend der jeweils geforderten Bohrlochgruppierung einstellbar sind, wobei die der mittleren Gruppe zugeordneten Bohrer in Richtung der Mittelebene und gegen die obere Deckfläche des Skis wirken,
wogegen die den seitlichen Gruppen zugeordneten Bohrer senkrecht hiezu die Ski-Seitenflächen bearbeiten, weiters gekennzeichnet durch eine als Drehtisch ausgebildete, die zu bearbeitenden Skier in vertikaler Lage zu bringenden Halteeinrichtung, deren Drehachse in der Mittelebene des Sockels liegt und eine pneumatisch, hydraulisch od. dgl. betätigte Vorschub- und Anpressvorrichtung trägt, welche den zu bearbeitenden Ski gegen den Bohrersatz der mittleren Gruppe bis zur Anlage an an dieser vorgesehenen, die Bohrtiefe begrenzenden, einstellbaren Anschlägen vorschiebt und in dieser Lage hält, in welcher die Bohrersätze der seitlichen Gruppen zur Wirkung gebracht werden, zu welchem Zweck die Lagerplatten der seitlichen Gruppen mit ebenfalls pneumatisch, hydraulisch od. dgl. betätigten Vorschubeinrichtungen gekuppelt sind.
Die Erfindung betrifft ferner Einzelheiten an einer solchen Vorrichtung.
Die Zeichnungen stellen eine beispielsweise Ausführung eines Bohrwellenhalters in Fig. l im Aufund in Fig. 2 im Seitenriss dar. Die Fig. 3 zeigt schematisch die Gesamtansicht bzw. den Seitenriss einer beispielsweisen Vorrichtungsausführung.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind an zueinander parallelen, vertikalen Tragsäulen
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höhenverstellbarBohrer--5, 6, 7- einstellbar, vorzugsweise versehen mit Vorschubeinrichtung und über Anschläge --18-- in Richtung und Gegenrichtung gesteuert werden.
Bei der dargestellten Vorrichtung zum Bohren der Schraubenlöcher für Skibindungen sind auf einem tischartigen Sockel --16-- drei Gruppen von Lagerplatten-17', 17" und 17"'-- supportartig verschiebbar angeordnet, u. zw. die mittlere Gruppe --17'-- in derMittelebene des Sockels, die beiden je seitlichen Gruppen --17" und 17"'-- sowohl in Parallel- als auch in Vertikalebenen zu dieser Mittelgruppe verschiebbar, vorzugsweise in Gegenbewegung zueinander.
Diese
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Lagerplatten bilden die Halterung für vertikale Tragsäulen --1', 1" und 1"'--. An diesen Säulen --l', l"und l''--sind Haltearme-2', 2", 2'" und 2""--höhenverstell-und schwenkbar und in gewählter Lage fixierbar vorgesehen.
Die einen dienen dem Bohrmotor--3--als Träger, die andern den in Bohrwellenhaltem-8-gelagerten Bohrern-5, 6, 7- samt den Motor und Halter verbindenden Riementrieben--4--. Die Bohrer sind der jeweils geforderten Bohrlochgruppierung entsprechend einstellbar vorgesehen, wobei die der mittleren Gruppe zugeordneten Bohrer--5, 6-- in Richtung der Mittelebene und gegen die Deckfläche des Skis wirken, wogegen die den seitlichen Gruppen zugeordneten Bohrer --7-- senkrecht hiezu angeordnet sind, d. h. die Skiseitenflächen bearbeiten, wobei sich vorzugsweise die beiden letzten Gruppen in Gegenbewegung zueinander befinden.
Ferner ist eine als Drehtisch ausgebildete, den zu bearbeitenden Ski in vertikaler Lage zubringende Halteeinrichtung --10-- vorgesehen, deren Drehachse in der Mittelebene des Sockels liegt. Sie trägt eine pneumatisch, hydraulisch od. dgl. betätigte Vorschub- und Anpressvorrichtung
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seitlichen Bohrgruppen zur Wirkung kommen, wobei die Lagerplatten --17 ", -- der seitlichen Gruppen mit pneumatisch, hydraulisch od. dgl. betätigten Vorschubeinrichtungen gekuppelt sind.
Zur Rückbewegung des Skis und der seitlichen Bohrergruppen nach Beendigung des Bohrvorganges stehen die zugeordneten Lagerplatten-17, 17', 17"-- sowie eine gegen die obere
Ski-Deckfläche wirkende Anlageplatte--14--unter Federwirkung od. dgl.
Die Bohrwellenhalter--8--sind parallel zum Bohrer geteilt und durch eine Schraube--8'-- od. dgl. in gewählter Arbeitslage, insbesonders in veränderbarem Abstand zusammenfügbar angeordnet.
Die Vorrichtung trägt elektrische Schalter--18--, welche bei Erreichen der jeweiligen Bohrlochtiefe in Tätigkeit treten und die Wirkung der pneumatischen Vorschub- bzw. Anpressvorrichtungen unterbrechen und nach entsprechender, die Freigabe der Bohrlöcher sowie die Rückzugbewegung des Skis ermöglichenden Verzögerung das Weiterschalten der drehtischartigen, ratschenartigen Halteeinrichtung-15-auslösen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Bohren der Schraubenlöcher von Skibindungen ermöglicht diese Arbeit genauer und in wesentlich kürzerer Zeit als bisher möglich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Bohren der Schraubenlöcher für Skibindungen, d adurc h gek e nn- zeichnet, dass auf einem tischartigen Sockel (16) drei Gruppen von Lagerplatten (17', 17", 17"') supportartig verschiebbar angeordnet sind, u.
zw. die mittlere Gruppe (17') in der Mittelebene des Sockels, die beiden seitlichen Gruppen (je 17", 17"') sowohl in Parallel-als auch in Vertikalebenen zu dieser, welche Lagerplatten die Halterung für vertikale Tragsäulen bilden, an denen Haltearme (2', 2", 2'", 2"") höhenverstell-und schwenkbar sowie in der gewählten Lage fixierbar angeordnet sind, welche Haltearme Motoren (3) sowie von diesen über Riementriebe (4) angetriebene, in Bohrwellenhaltern (8) gelagerte Bohrer (5, 6, 7) tragen, die entsprechend der jeweils geforderten Bohrlochgruppierung einstellbar sind, wobei die der mittleren Gruppe zugeordneten Bohrer (5, 6) in Richtung der Mittelebene und gegen die obere Deckfläche des Skis wirken, wogegen die den seitlichen Gruppen zugeordneten Bohrer (7)
senkrecht hiezu die Ski-Seitenflächen bearbeiten, weiters gekennzeichnet durch eine als Drehtisch ausgebildete, die zu bearbeitenden Skier in vertikale Lage zu bringende Halteeinrichtung (10), deren Drehachse in der Mittelebene des Sockels liegt und eine pneumatisch, hydraulisch od. dgl. betätigte Vorschub- und Anpressvorrichtung (14) trägt, welche den zu bearbeitenden Ski gegen den Bohrersatz (5, 6) der mittleren Gruppe bis zur Anlage an an dieser vorgesehenen, die Bohrtiefe begrenzenden, einstellbaren Anschlägen (18) vorschiebt und in dieser Lage hält, in welcher die Bohrersätze (7) der seitlichen Gruppen zur Wirkung gebracht werden, zu welchem Zweck die Lagerplatten (17"') der seitlichen Gruppen mit ebenfalls pneumatisch, hydraulisch od. dgl. betätigten Vorschubeinrichtungen gekuppelt sind.
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