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Rohrleitung
Rohrleitungen für schlamm- oder sandführende Wässer u. dgl. unterliegen einem ungleichmässigen
Verschleiss, da die Erosionswirkung des Sandes od. dgl. durch die Wirkung der Schwerkraft in erster Linie im unteren Bogenteil des lichten Rohrquerschnittes zur Geltung gelangt. Man kann die Lebensdauer solcher Rohrleitungen verlängern, wenn man Vorsorge dafür trifft, dass die Rohre nach einem gewissen Verschleiss verdreht werden. Man kann hiebei die Rohre entweder um 1800 oder um
1200 verdrehen, so dass neue, bisher noch nicht verschlissene Teile des Rohres unten, d. h. im Bereich der stärkeren Abnutzung, zu liegen kommen. Bei einer Verdrehung um 1800 kann die Lebensdauer verdoppelt und bei einer Verdrehung um 1200 verdreifacht werden.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine solche Rohrleitung für schlamm- oder sandführende Wässer u. dgl., bei welcher das Rohr in freien Spannweiten auf Stützen aufliegt und gleichzeitig den Druckgurt für ein Hängewerk bildet. Bei solchen Rohrleitungen ist das Rohr in den Kraftzug der Aufhängung eingeschaltet und kann daher nicht ohne weiteres verdreht werden. Die Erfindung zielt darauf ab, diesen Nachteil zu beheben und besteht im wesentlichen darin, dass der Rohrstrang auf Köpfen der Stützen um seine Achse drehbar und vorzugsweise axial unverschiebbar gelagert ist und das Hängewerk mit den Stützen bzw. den Stützenköpfen verbunden ist.
Dadurch, dass das Hängewerk nicht an den Rohrleitungen selbst angreift, sondern mit den Stützen verbunden ist und dadurch, dass die Rohre drehbar auf den Stützen gelagert sind, ist es möglich, die Rohre, trotzdem sie in den Kraftzug der Aufhängung eingeschaltet sind, so weit zu entlasten, dass sie um den entsprechenden Winkel verdreht werden können. Es ist dann lediglich notwendig, die Stützenköpfe, an welchen die Unterspannung angreift, so zu verspannen, dass das Rohr, welches im Betrieb den Druckgurt bildet, axial entlastet wird, wobei es nach Lösen der Verbindung mit dem restlichen Rohrstrang um den entsprechenden Winkel verdreht werden kann. Zu diesem Zweck sind die Stützenköpfe mit den Sockeln der jeweils benachbarten Stützen durch einen Spannzug verbindbar.
Zweckmässig ist hiebei der Rohrstrang auf den Stützenköpfen wohl verdrehbar, jedoch axial unverschiebbar gelagert, so dass die Entlastung abschnittsweise erfolgen kann.
Zweckmässig ist das Rohr mit den Rohrumfang ringförmig umgebenden Anschlägen ausgestattet, welche in Ausnehmungen von beiderseits des Rohres im wesentlichen horizontal angeordneten, bis etwa zur Höhe der Rohrachse reichenden Blechen eingreifen, die mit den Köpfen der Stützen verbunden sind, wodurch die verdrehbare und axial unverschiebbare Lagerung gebildet wird. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Rohre, welche in Ausnehmungen von die Stützenköpfe bildenden Blechen eingreifen, jeweils über den Stützenköpfen zu einem Rohrstrang zusammengeschlossen, wobei die Anschlussflanschen die ringförmigen Anschläge bilden. Hiebei kann sich ein Rohr über die gesamte Spannweite erstrecken und es kann abschnittsweise, Rohr für Rohr, aus dem Strang gelöst, verdreht und in der verdrehten Stellung wieder angeschlossen werden.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Auflagerung des Rohrstranges auf den Stützen. Fig. 2 und 3 zeigen in Seitenansicht und in Draufsicht die Auflagerung auf den Stützenköpfen in grösserem Massstab. Fig. 4 zeigt den
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Vorgang beim abschnittsweisen Verdrehen der Rohre.
Der Rohrstrang--l--liegt auf den Köpfen --2-- von Stützen --3-- auf und bildet
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Hängewerk verdreht werden kann. --10-- stellt Schraubenbügel dar, mittels welcher das Hängewerk --4-- mit den Stützenkopfblechen --8-- fest verbunden ist.
Fig. 4 zeigt, wie der Abschnitt a des Rohrstranges-l-verdreht werden kann. Die
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benachbarten Stützen --3-- verbunden. Durch Spannen dieser Spannzüge wird der Rohrstrang - im Felde a entlastet und kann nun nach Lösen der die Flanschen --7-- verbindenden Flanschschrauben verdreht werden. Zu diesem Zweck sind die Schellen --6-- als lösbare Klemmschellen ausgebildet, jedoch erscheint es auch möglich, den Rohrstrang --1-- in diesen Schellen --6-- einfach mit Spiel zu lagern. Nach Verdrehen des Rohres, welches den Rohrstrang - 1-- im Abschnitt a bildet, kann die Verschraubung mit dem Flansch --7-- des bereits verdrehten Rohres im Abschnitt b wieder durchgeführt werden. Hierauf werden die Spannzüge
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Rohrstrang abschnittsweise verdreht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rohrleitung für schlamm- oder sandführende Wässer u. dgl., bei welcher das Rohr in freien Spannweiten auf Stützen aufliegt und gleichzeitig den Druckgurt für ein Hängewerk bildet,
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