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Schaltungsanordnung zur Verarbeitung eines Pal-Farbfernsehsignals
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der Dämpfung des ersten Zweiges --B1-- ausgelichen werden können.
Zum Zweck der Verarbeitung eines Pal-Signals kann die Verzögerungsleitung --DL-- dieses und des weiteren unten beschriebenen Beispiels aus der Reihenschaltung einer kleinen regelbaren Abgleichsverzögerungseinrichtung und einer Hauptverzögerungseinrichtung bestehen, um eine genaue Regelung der Phase, aber nicht der Amplitude oder der Dämpfung, zu ermöglichen.
Die Wirkungsweise des Emitterkreises dieser Schaltung ist wie folgt. Für einen bestimmten Transi-
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ist die Belastung-Rc--so bemessen,Verzögerungsleitung --DL-- gleich der Signalspannung am Emitter ist. Für eine Verzögerungsleitung - geringerer Güte wird der Wert der Impedanz --Re-- so herabgesetzt. dass an den Ausgangsklemmen --to und to--- die an der betreffenden Klemme unerwünschte Signalkomponente aufgehoben wird.
Dies ist darum erzielbar, weil eine Herabsetzung des Wertes von-Re--die Gegenkopplung der Stufe verringert, so dass die Signalspannung am Kollektor zunimmt, während das Signal am Emitter nahezu konstant bleibt, weil dieser der Ausgang einer Emitterverstärkerschaltung ist.
Die Pal-Verarbeitungsschaltung nach Fig. 1 ermöglicht. es, die beiden Chrominanzsignale auf einfache Weise zu trennen. Bei einer derartigen Schaltung kann ein Chrominanzsignal an der einen Klemme-t--aufgehoben werden und an der andern Klemme verstärkt auftreten und umgekehrt. Es werden jetzt beide Ausgänge der Verzögerungsleitung --DL-- benutzt. um zwei verzögerte Signale mit einer gegenseitigen Phasendifferenz von 1800 zu erhalten, während beide Zweige --B1 und B2--
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und to '-verbundenpunkt --0-- das nictverzögerte Pal-Farbsignal zugeführt wird.
Das Pal-Signal kann bekanntlich während einer Zeile als
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und während der nächsten Zeile als
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geschrieben werden usw.
Bei diesen Signalen sind Cl und ss durch das System bestimmte Koeffizienten, ist (R-Y) das rote und (B-Y) das blaue Farbdifferenzsignal. während # = 27r f ist, wobei f die Frequenz des Farbhilfsträgers ist.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 treten an den Ausgängen --to und to'-jedoch immer zwei verzögerte Signale auf, die eine gegenseitige Phasendifferenz von 1800 aufweisen. Dies lässt sich an Hand der Fig. 2 erklären.
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in bezug auf das Signal am Eingangswandler --TD1-- verzögert ist. Eine Anzahl von Perioden lässt sich auch als eine gerade Zahl von Phasendrehungen, d. h. Phasendrehungen um 2n Radianten betrachten,
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wobei n eine ganze Zahl ist.
Weil die Frequenz des Farbhilfsträgers ein ganzzahliges Vielfaches der Hälfte der Zeilenfrequenz ist, ist die Zahl der Phasendrehungen des Signals, wenn dieses um genau eine Zeilenperiode verzögert ist, gleich (2n + l). r Radianten. Dies bedeutet, dass das Signal am Eingang des Wandlers-TD- (dessen Phase durch die Vorzeichen + und-an den beiden Eingangsklemmen von - TD1-- angegeben ist) in bezug auf das Signal am Ausgang des Wandlers --TD2-- eine Phasenverschiebung von 1800 aufweist.
(Deshalb kann die Phase am Ausgang von --TD2-- in Fig. 2 durch die Vorzeichen-und + angegeben werden. ) Wenn der Verbindungspunkt der beiden Winderstände --Ri und Ri die gleiche Widerstandswerte haben, mit Erde verbunden wird, hat die Spannung an der Ausgangsklemme - gegen Erde eine Phasendifferenz von 1800 in bezug auf die Spannung an der Ausgangsklemme
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to'-.sondern mit dem Emitterkreis des Transistors --T-- verbunden wird, die verschiedenen Phasen an den Eingängen und Ausgängen miteinander verglichen werden müssen. Die Eingangssignale, die auch hier mit-E und E -bezeichnet werden, treten über der Kollektorlast --Rc-- auf, wobei die Vorzeichen + und-an den gleichen Stellen wie in Fig. 2 stehen müssen.
Dabei haben die Signale über der Emitter- last --Re-- infolge des Verhaltens des Transistors --T-- entgegengesetzte Phasen. Die Signale an der Emitterlast-Re--können somit als und-E-geschrieben werden.
Wie an Hand der Fig. 2 nachgewiesen wurde, sind die Spannungen über dem Widerstand --Ri'-gleichphasig mit den Spannungen über dem Eingangswandler-TD-. Diese Spannungen können somit
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Aus den Formeln (3) und (4) geht hervor, dass an der Klemme-to-das rote Farbdifferenzsignal (R-Y) aufgehoben wird, während nur das blaue Farbdifferenzsignal (B-Y) vorhanden ist.
Es kann auch nachgewiesen werden, dass während einer Zeile die Spannung an der Klemme-to'ist :
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Offensichtlich würden, wenn ein anderes Pal-Signal verarbeitet würde, z. B. ein Signal, bei dem die 1- und Q-Signa1e mit einer Phasendifferenz von 900 auf einen Hilfsträger aufmoduliert sind, und das I-Signal von Zeile zu Zeile um 1800 verschoben würde, das Q-Signal an der Klemme-to-und das I-Signal an der Klemme --to'-- auftreten.
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und-E -E und E -unter sich jeweils genau gleich sein müssen, damit an den Klemmen --to und to'- die gewünschten Chrominanzsignale auftreten und die unerwünschten sich aufheben.
Die verschiedenen Amplituden können leicht mit Hilfe des Regelwiderstandes in bezug aufeinander eingestellt werden.
Nach einem Austausch der Verzögerungsleitung-DL-- ist nur eine einzige Nachstellung von-Re-- erforderlich, um eine Ausgleichwirkung zu erhalten, und dieser Ausgleich ist automatisch der richtige für beide Ausgangsklemmen.
Bei der Pal-Schaltung der Fig. 3 hat die Verzögerungsleitung --DL-- die Form eines Glasstabes mit piezoelektrischen Eingangs- und ausgangswandlern --TD1 und Tu.--, dite je zwei Klemmen haben, wobei die an diesen Klemmen vorhandene Streukapazität bei der Farbhilfsträgerfrequenz durch Abstimmung mit Hilfe der regelbaren Selbstinduktionen-L und L2-- beseitigt wird.
Statt den Wert der Belastung --Rc-- für einen bestimmten Transistor so zu wählen, dass sich ein Ausgangssignal der Verzögerungsleitung mit maximal möglicher Güte ergibt, das gleich dem Emittersignal ist, kann die Anordnung auch so getroffen werden, dass dieses Ausgangssignal kleiner als das Emit-
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Weise eingefügt werden.
Es folgen für eine praktische Ausführungsform der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 die Werte und/oder Typen einiger Teile.
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<tb>
<tb>
Widerstand <SEP> Re <SEP> = <SEP> 150 <SEP> Ohm
<tb> Widerstände <SEP> Rd1,Rd2=je <SEP> 47 <SEP> Ohm
<tb> Widerstand <SEP> Re <SEP> = <SEP> regelbar <SEP> zwischen <SEP> 220 <SEP> und <SEP> 320 <SEP> Ohm
<tb> Widerstände <SEP> Ri,Ri'= <SEP> je <SEP> 75 <SEP> Ohm
<tb> Transistor <SEP> T <SEP> = <SEP> Mullard <SEP> Typ <SEP> BF <SEP> 115
<tb>
Verzögerung von DL = 63, 943 usec für einen Pal-Farbhilfsträger von 4, 43361875 MHz.
Bei diesen Werten des Widerstandes --Re-- ist es erwünscht, einen Kondensator mit einem Wert von cf, l F parallel zum 220 Ohm betragenden festen Teil des veränderlichen Widerstandes --Re -- zu schalten.
Wie man sieht, ergibt sich eine sehr einfache Verarbeitungsschaltung, die ohne zusätzliche Phasen- umkehrmittel, wie einen Transformator, die getrennten Farbsignale unmittelbar an den Klemmen --to und tot--liefert.
Die an den Klemmen--to und to'-auftretenden Signale können bekannten Synchrondemodulatorkreisen zugeführt werden, die entweder die Signale (R-Y) und (B-Y), wie beim neuen Pal-System, oder die Signale --I und Q--, wie beim älteren Pal-System, liefern.
Es ist auch möglich, wie bereits von Dr. W. Bruch vorgeschlagen worden ist, der Eingangsklemme-t- den örtlich erzeugten Farbhilfsträger zuzuführen. Dieses Signal besteht aus zwei Komponenten mit einer gegenseitigen Phasendifferenz von 90 , wie die beiden Phasen der (R-Y)-und (B-Y)-Signale oder der 1- und Q-Signale. Dabei wird eine der beiden Phasen dieses Orthilfsträgersignals, die entweder der (R-Y)-oder der I-Phase entspricht, von Zeile zu Zeile umgeschaltet, bevor das Signal der Klemme-tr- zugeführt wird. In diesem Fall kann auf die gleiche Weise, wie für die Farbsignale allein nachgewiesen wurde, gezeigt werden, dass jedem Farbsignal, wie es an den Klemmen --to und to'-erscheint, das Orthilfsträgersignal mit der richtigen Phase zugesetzt wird.
Dabei können die Signale an den Klemmen --to und tol¯¯ unmittelbar üblichen Scheiteldetektoren zugeführt werden, die billiger als Synchrondemodulatoren sind.
Obgleich im vorstehenden immer das nicht verzögerte Signal über den zweiten Zweig --B2-- einer Mittelanzapfung der zwischen die Ausgangsklemmen --to und to'-geschalteten Impedanz (der Reihenschaltung von Widerständen --Ri und Ri'--) zugeführt wurde, kann es offensichtlich auch über zwei getrennte Widerstände den Klemmen--t. und to t--zugeführt werden. In diesem Fall muss der Verbindungspunkt der Widerstände und und Ri 1¯- geerdet werden. Die Hauptsache ist ja, dass dasnichtverzögerte Signal sowohl zum verzögerten Signal an einem Ausgang des Wandlers --TD2-- als auch zum um 1800 verschobenen verzögerten Signal am andern Ausgang des Wandlers --TD2-- addiert wird.
Auch ist es nicht notwendig, das nichtverzögerte Signal dem Emitterkreis des Transistors --T--zu entnehmen ; es ist auch möglich, die Eingangsklemme des zweiten Zweiges --B2-- an einen passend gewählten Punkt des Kollektorkreises anzuschliessen. Zwar geht dabei die einfache Einstellungsmöglichkeit mittels des Widerstandes --Re-- verloren, aber das Prinzip der einfachen Trennung zweier Farbsignale
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--TD2-- bleibt erhalten.gangsklemme-to '-das Signal-2 ss (B-Y) sinwt auf.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Verarbeitung eines Pal-Farbfernsehsignals mit einer Eingangsklemme, zwei Ausgangsklemmen, einem ersten Zweig, der eine Verzögerungsleitung zur Verzögerung des ihr zugeführten Farbsignals um eine Zeilenperiode enthält, und mindestens einem zweiten Zweig, wobei die Ausgänge des ersten und des zweiten Zweiges mit den zwei erwähnten Ausgangsklemmen gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der eine ber beiden Ausgänge der Verzögerungsleitung (DL), an denen zwei verzögerte Farbsignale entgegengesetzter Phase vorhanden sind, mit der einen und der andere der beiden Ausgänge der Verzögerungsleitung mit der andern der zwei Ausgangsklemmen (to.
to') der Schaltungsanordnung verbunden ist und wobei zwischen diesen beiden Ausgangsklemmen (to, tot) eine Impedanz (Ri, Ri 1) angeordnet ist und das über den zweiten Weg (B2) zugeführte Eingangssignal derart dieser Impedanz (Ri. Rit) zugefuhrt wird, dass es sowohl zum verzögerten Signal an der einen (to) wie zum verzögerten Signal an der andem Ausgangsklemme (tot) addiert wird.
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