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Farbfernsehempfänger
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unrichtige Bemessung oder Kopplung dieser Filter eine Farbverzeichnung herbeiführen würde, die mit besonderen Mitteln korrigiert werden muss.
Beim System nach der Erfindung ist auf diesen kombinierten Aufbau der beiden Filter verzichtet worden, aber es wird-eine Demodulatorschaltung verwendet, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie aus I zwei Demodulatorstufen besteht, die je aus zwei Teilen zusammengesetzt sind, und die von dem ersten der beiden Filter bezogene Ausgangsspannung in verschiedenen Verhältnissen einem Teil von jeder der beiden Demodulatorstufen zugeführt wird, während die von dem zweiten Filter bezogene Ausgangs- spannung, ebenfalls in verschiedenen Verhältnissen, den übrigen Teilen der Demodulatorstufen zugeführt wird, wobei jedem der Teile der beiden Demodulatorstufen eine von einem in der Frequenz der Hilfs- trägerwelle schwingenden Oszillator bezogene Schwingung in einer für jeden dieser Teile geeigneten
Phase zugeführt wird.
An Hand der Zeichnungen werden Ausbildungen von Schaltungsanordnungen nach der Erfindung bei- spielsweise näher erläutert. Fig. 1 zeigt das Prinzipschaltbild der Schaltungsanordnung in Blockform,
Fig. 2 zeigt die Frequenzcharakteristiken, und die Fig. 3, 4 und 5 sind detaillierte Schaltbilder.
In Fig. l wird das Signal Ed den Eingangsklemmen 1 und 2 der Schaltungsanordnung nach der Er- findung zugeführt.
Dieses Signal Ed kann, wenn das Fernsehsignal auf drahtlosem Wege übertragen und mittels eines Überlagerungsempfängers empfangen wird, von dem Zwischenfrequenzdetektor bezogen werden.
Einfachheitshalber werden im folgenden die aus dem amerikanischen N. T.S.C.-System bekannten
Bezeichnungen verwendet.
Die Anwendung des in der vorliegenden Beschreibung geschilderten Prinzips ist aber auch für andere
Koeffizienten der zusammengesetzten Farbsignale möglich, wenn nur mit einem Modulationssystem ge- arbeitet wird, bei dem die beiden zusammengesetzten Farbsignale unter einem Winkel von 900 gegen- einander auf die Farbhilfsträgerwelle aufmoduliert werden.
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werden kann :
Q = 0, 21 R-0, 52 G + 0, 31 B = 0, 48 (R-Y) + 0, 41 (B-Y)
Bei diesen letztgenannten Formeln stellen R, G und B die roten, grünen bzw. blauen Komponenten dar.
Aus den vorgenannten Formeln folgt nach Umrechnung :
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= 0, 96 1welche Formeln aber nur exakt für die sogenannten niedrigen Frequenzen gelten, weil die Bandbreite des Q-Signals kleiner als die des I-Signals ist.
Das Q-Signal ist aus Komponenten der Formel Eq. sin (qt + 1/1) aufgebaut zu denken, wobei Eq die Amplitude, q die Kreisfrequenz 27rif und 1/1 den Phasenwinkel dieses Signals darstellen. Das Frequenzspektrum dieses Signals erstreckt sich nur über den Frequenzbereich von 0 bis f1 Hz.
Auf ähnliche Weise kann das I-Signal aus Komponenten der Formel Ei. sin (it + 9) aufgebaut gedacht werden, wo wieder Ei die Amplitude, i die Kreisfrequenz 2 ? rf und den Phasenwinkel darstellen.
Das Frequenzspektrum dieses letztgenannten Signals erstreckt sich aber über den Frequenzbereich
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seitenbandsystem moduliert. Die vorgenannten Bereiche sind nicht so scharf begrenzt wie durch die i Frequenzen angedeutet. Wie aus Fig. 2a hervorgeht, überlappen die Bereiche einander etwas.
Mit diesen Daten lässt sich für das Signal Ed schreiben :
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Dieses Signal kann entsprechend den früher üblichen Verfahren einem Demodulator zugeführt werden, mit dem die 1- und Q-Signale zurückgewonnen werden. Im modulierten Q-Signal befinden sich dann ausserdem hohe Frequenzkomponenten des I-Signals, die durch ein besonderes, im Q-Kanal unterge- brachtes Filter, das nur Frequenzen von 0 bis f1 Hz durchlässt, ausgefiltert werden. Danach sind diese 1- und Q-Signale einem Matrixsystem zuzuführen, das die durch die Formeln (1), (2) und (3) bestimmten
Bedingungen erfüllt.
Die von einem Matrixsystem gelieferten Farbdifferenzsignale R-Y, B-Y und G-Y können je einer
Steuerelektrode der roten, der blauen und der grünen Elektronenkanone der Bildröhre zugeführt, das Y-Signal ebenfalls einer andern Steuerelektrode von jedem der drei Elektronenkanonen zugeführt werden.
Werden drei Bildröhre verwendet, so werden die Signale den drei Elektronenkanonen der drei Bildröhre zugeführt.
Dieses Prinzip kann beträchtlich vereinfacht werden, wenn das Aussieben der Hochfrequenzkomponenten nicht nach, sondern vor der Demodulation erfolgt. Dies hat ausserdem den Vorteil, dass diese Filter für die höheren, rings um die Farbhilfsträgerwelle liegenden Frequenzen leichter gebaut werden können als wenn das Aussieben nach der Demodulation stattfindet. Zugleich kann derjenige Teil der Matrix, der durch die Koeffizienten der Formeln (1), (2) bestimmt wird, unmittelbar mit den Filtern gekoppelt werden. Die bei einem normalen Matrixsystem erforderlichen Phasendrehungen zur Erzielung des -1, 10 I, des -0, 51 (R-Y) und des -0, 19 (B-Y) Signals können direkt in der Demodulatorschaltung bewirkt werden.
Dieses System hat den weiteren Vorteil, dass nunmehr auf einem sogenannten Hochpegel demoduliert werden kann. Die erforderliche Verstärkung kann deshalb Im Zwischenfrequenzteil des Empfängers und durch einen rings um die Trägerwellenfrequenz fo arbeitenden Verstärker bewirkt werden. Der Demodulatorkreis kann dann unmittelbar mit den Steuerelektroden der drei Elektronenkanonen verbunden werden, was die Verwendung gesonderter Gleichstromkomponenten-Wiederhersteller überflüssig macht.
Es sind Demodulatoren bekannt, die auf Hochniveau nicht In der 1- und Q-Richtung, sondern in der sogenannten (R-Y)-und (B-Y)-Richtung demodulieren. Wenn dies ohne weiteres erfolgt, müssen die Hochfrequenzkomponenten völlig ausgesiebt werden, weil sonst Information aus dem I-Signal auf Information aus dem Q-Signal überspricht.
Dies bedeutet, dass ein Teil des Farbinhaltes aus dem I-Signal verlorengeht.
Ausserdem ist bereits eine eingangs erwähnte Demodulatorschaltung bekannt, bei der zwar die Hochfrequenzkomponenten aus dem I-Signal nicht verlorengehen, aber bei der infolge der komplizierten Kombination der benötigten Filter nicht sämtliche vorgenannte Vorteile erzielbar sind.
Gemäss dem Prinzip nach der Erfindung kommen zwei gesonderte Filter zur Verwendung, die zusammen mit Dämpfungsnetzwerken gerade diejenigen Signalspannungen liefern, die nach Demodulation in 1- und Q-Richtung unmittelbar die benötigten Farbdifferenzsignale mit den entsprechenden höheren Frequenzkomponenten in den richtigen Verhältnissen ergeben. Das Signal Ed wird zu diesem Zweck einerseits dem Filter 3, anderseits dem Filter 4 zugeführt. Das Filter 3 wird, zusammen mit den vorangehenden Zwischenfrequenzfiltern, eine Frequenzcharakteristik entsprechend Fig. 2c aufweisen. Die Er-
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der Hochfrequenzkomponenten den richtigen Wert zu erteilen.
Dies wird Im folgenden erläutert.
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In erster Instanz von der zusätzlichen Amplitudenerhöhung durch den Pegelverlauf der Frequenzcharakteristik abgesehen, kann für das Ausgangssignal des Filters 3 geschrieben werden :
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Das Filter 4 hingegen bildet, ebenfalls zusammen mit den vorangehenden Zwischenfrequenzfiltern, eine Frequenzcharakteristik entsprechend Fig. 2b. Das Ausgangssignal dieses Filters wird somit :
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Diese Signale werden den Spannungsteiler 5,6, 7 und 8 zugeführt. Die gegebenenfalls veränderlichen Anzapfungen der Spannungsteiler sind derart eingestellt, dass die Ausgangsspannungen an den
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tretende Dämpfung anzudeuten.
Die Schaltungsanordnung enthält ausserdem einen Oszillator, der durch den Block 9 dargestellt ist.
Diesem Oszillator wird das vom empfangenen Fernsehsignal abgetrennte Farbbezugssignal über die Leitung 10 zugeführt.
Dieser Oszillator ist auf bekannte Weise mittels dieses Farbbezugssignals synchronisiert und liefert den Leitungen 11 und 12 Signale
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und Eiz =-cos (tü () t+33 ).
Das Signal Eu wird über die Leitung 13 ebenfalls dem phasendrehenden Netzwerk 14 zugeführt, so dass für die über die Leitungen 15 und 16 den Demodulatorstufen 17 und 18 zugeführten Signale geschrieben werden kann :
Eis = E16 = sin (wot + 330).
Es leuchtet ein. dass auch das Signal Eu über ein phasendrehendes Netzwerk bezogen werden kann, das z. B. das Signal Eu um 1800 in der Phase dreht. Auch ist es möglich, den Oszillator 9 in einer andern Phase in-Schwingung zu versetzen und die Signale E15 und E16 unmittelbar, die Signale El1 und E12 über ein phasendrehendes Netzwerk zuzuführen.
Jede Demodulatorstufe 17 und 18 besteht aus zwei Teilen, von denen jeder als ein Synchron-
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demodulator wirkt. Die Ausgangssignale der zwei Synchrondemodulatoren einer Demodulatorstufe werden durch eine gemeinsame Impedanz hindurchgeführt, wonach über dieser Ausgangsimpedanz direkt der gewünschte Farbunterschied entsteht.
Dies lässt sich wie folgt erklären :
Der den linken Teil der Demodulatorstufe 17 durchfliessende Strom beträgt :
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wo die Konstante Kl'die Dimension R* hat, um die Dimensionen der linken und rechten Glieder der Gleichung (5) einander gleichzumachen, und diese Konstante ist von der Einstellung der Demodulatorstufe 17 abhängig. In (5) sind die Glieder mit 2wot weggelassen, da diese von den Filtern 19 und 20 ausgesiebt werden. Der Strom Id5 wird also über die Ausgangsimpedanzen keine Ausgangsspannungen von diesen Frequenzen erzeugen.
Auf entsprechende Weise wird gefunden :
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Auch bei diesen Formeln sind die Komponenten mit 2wot weggelassen, weil auch in diesem Falle die Filter 20 und 21 das Aussieben dieser Frequenzen bewirken. Kit" disent wieder dazu, die Dimensionen der linken und rechten Glieder der Gleichungen (7) und (8) einander gleich zu machen, und ist abhängig von der Einstellung der Demodulatorstufe 18.
Aus den Formeln (5) und (7) geht hervor, dass die höheren Frequenzkomponenten auf die Hälfte
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im Frequenzbereich (fo'f :) Hz bis (fo - f1) Hz um 6 dB höher liegt als derjenige des Frequenzbereiches (fo -fi) Hz bis (fo + f1) Hz, wird infolge der Gesamtwirkung des Filters 3 und derjenigen der Zwischenfrequenzkreise die Dämpfung von 1/2. infolge der Demodulation des nach dem Einseitenbandmodulationssystem modulierten Teils des I-Signals, gerade ausgeglichen.
Durch die Pegelsteigerung im erwähnten Frequenzbereich wird deshalb bewirkt, dass die Amplituden der erhaltenen hohen Frequenzkomponenten die richtigen Werte in bezug auf diejenigen der niedrigen Frequenzkomponenten haben.
Unter voller Berücksichtigung der Wirkung der Filter und wiederholter Einführung der allgemeinen Bezeichnung des I-und Q-Signals erhält man für die Spannungen an den Ausgangsimpedanzen 22 und 23 :
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wo 11 und Q1 die niedrigen Frequenzkomponenten des 1- bzw. Q-Signals und 1h die Bezeichnung für die hohen Komponenten darstellen. Dementsprechend bezeichnet (R-Y) i die niedrigen Frequenz-
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komponenten, die zusammen dieses Farbdifferenzsignal bilden. Die Demodulatorstufe 17 kann derart eingestellt werden, dass
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auch grösser als 1 gemacht werden können.
Die Formeln (9) und (10) stellen somit die Farbdifferenzsignale für die niedrigeren Frequenzen und das dazugehörige I-Signal für die höheren Frequenzen dar, entsprechend den für das N. T. S. C. -System bestimmten Normen.
Bei vielen, nach den ursprünglichen Demodulationsarten wirkenden Empfängern wird die zusätzliche Pegelsteigerung von 6 dB nicht erreicht. Man begnügt sich dann mit der Tatsache, dass das Verhältnis zwischen den Amplituden der hohen Frequenzkomponenten aus dem Signal nach der Gleichung (9) und dasjenige der hohen Komponenten aus dem Signal nach der Gleichung (10) richtig ist. Gewünschtenfalls kann deshalb das Filter 3 auch derart ausgebildet werden, dass die Frequenzcharakteristik nach Fig. 2c keine Pegelsteigerung im erwähnten Frequenzbereich erhält. Die Konstruktion des Filters 3 wird hiedurch vereinfacht.
Die Werte der Widerstände 22,23 und 24 ergeben sich aus den Verhältnissen R : z : R : 3 : RM = 1, 96 : 5, 26 : 1
Diese Verhältnisse sind an Hand der Gleichungen (3), (9) und (10) berechnet worden.
Wird für einen dieser Widerstände ein geeigneter Wert gewählt, so ergeben sich die andern aus den vorerwähnten Verhältnissen.
Es leuchtet ein, dass, wenn im Zusammenhang mit dem Empfindlichkeitsunterschied zwischen den verwendeten Leuchtstoffen auf dem Schirm der Bildröhre andere Verhältnisse zwischen den Farbdifferenzsignalen erwünscht sind, dies sich ganz einfach erreichen lässt, indem die Verhältnisse der Widerstände R : , R : s und R diesen Empfindlichkeiten angepasst werden. Ausserdem kann es wichtig sein, dem Filter 3 nicht nur die gewünschte Charakteristik zu verleihen, sondern darin oder auf andere Art in dem dem Filter 3 zugeordneten Kreis einen Verzögerungskreis unterzubringen, um das Signal Edl in bezug auf das Signal Ed2 zu verzögern im Zusammenhang mit dem Phasencharakteristikunterschied zwischen den Filtern 3 und 4.
In Fig. 3, wo entsprechende Teile soweit wie möglich die gleichen Bezugszeichen haben, ist die Demodulatorstufe 17 aus zwei Teilen aufgebaut, d. h. aus den Pentoden 25 und 26 ; die Demodulatorstufe 18 besteht aus den Pentoden 27 und 28.
Ausserdem sind die Spannungsteiler 5 und 7 zu einer Potentiometerschaltung 29, die Spannungsteiler 6 und 8 zu einer Potentiometerschaltung 30 kombiniert. Die Filter 3 und 4 sowie die damit in Reihe geschalteten Potentiometerschaltungen 29 und 30 sind im Anodenkreis der Verstärkerröhre 31 untergebracht, deren Steuergitter das Signal Ed zugeführt wird.
Ausserdem enthält die Leitung zum Filter 3 einen Verzögerungskreis 62 zur erforderlichen Verzögerung des Signals Ed1'Die SpannungenEd5 bis Ed8
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werden dem ersten Steuergitter der Pentoden 25 - 28 zugeführt. während die vom Oszillator 9 erzeugten
Schwingungen entweder unmittelbar oder über das phasendrehende Netzwerk 14 den dritten Gittern dieser Pentoden zugeführt werden.
Es sei bemerkt, dass in diesem Falle die Wahl des Widerstandes 24 auch durch den gewünschten Wert der negativen Vorspannung der Demodulatorstufen bestimmt wird. Ist der Wert von 24 festgelegt, so er- geben sich aus den vorerwähnten Verhältnissen die Werte der Widerstände 22 und 23.
Ausserdem ist in dieser Figur angedeutet, wie die Filter 3 und 4 ausgebildet werden können. Diese sind sogenannte Reziproknetzwerke, für welche L/C = R gilt, wobei L den Wert der Selbstinduktion,
C den Kapazitätswert und R den Widerstandswert der bei diesen Netzwerken benutzten Spulen, Kon- densatoren und Widerstände darstellen. Bei der Verwendung dieser Reziproknetzwerke kann es erforderlich sein, besondere Massnahmen zu treffen, um die niedrigen Frequenzkomponenten des Y-Signals hin- reichend zu dämpfen. Um dies zu erreichen, kann z. B. der Steuergitterkreis der Röhre 31 ein Filter ent- halten, das die Frequenzen von 0 bis (-f) Hz hinreichend schwächt.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel. bei dem die Demodulatorstufe 17 aus zwei Teilen aufgebaut ist, die aus den Röhren 32, 33,55 und 56 bestehen, und die Demodulatorstufe 18 ebenfalls aus zwei aus den Röhren 34, 35,53 und 54 bestehenden Teilen aufgebaut ist. Dabei wirken die Trioden 32 - 35 als sogenannte Anodendemodulatoren, aber diese demodulieren die ihren Anoden zugeführten Spannungen Ed5 bis Ed8 nur, wenn die Trioden durch die den Steuergittem dieser Röhren zugeführten Spannungen entsperrt werden. Zu diesem Zweck wird dem Transformator 36 ein Signal - cos (wot + 330) zugeführt, das von dem Oszillator 9 bezogen werden kann. Dieses Signal wird durch den Transformator 36 in der Phase umgekehrt und über das Netzwerk 37 den Steuergitter der Röhren 32 und 34 zugeführt.
Mittels des Netzwerkes 37 wird durch den letzteres durchfliessendenGitterstrom eine solche negative Vorspannung erzeugt, dass nur während eines kleinen Teiles der Zeit die spitzen des den Steuergitter zugeführten Signals Anodenstrom herbeiführen.
Auf ähnliche Weise wird ein Signal -sin (wot + 330) über den Transformator 38 und das Netzwerk 39 den Steuergitter der Röhren 33 und 35 zugeführt.
Es sei bemerkt, dass die Spannung Ed7 in diesem Fall im Zusammenhang mit dem entsprechend der Gleichung (2) erforderlichen Glied von-1, 10 1 in der Phase umgekehrt ist. Zu diesem Zweck wird die Spannung Ed7 über den Transformator 40 der Anode der Röhre 34 zugeführt. Dieser Transformator kann weggelassen werden, wenn das Signal-cos (wot + 330) der Primärwicklung des Transformators 36 entnommen und über ein besonderes Netzwerk, zur Erzeugung der negativen Vorspannung, dem Steuergitter der Röhre 34 zugeführt werden würde. Die Anodenkreise der genannten Trioden enthalten Filter 41 - 44, um die Signale von Frequenzen rings um 2 fo auszufiltern. Bei dieser Demodulationsart ist es erforderlich, Trennröhren zu verwenden.
Die über die Zuführkondensatoren 45 - 48 zugeführten Signale verursachen ja über den Widerständen 49 - 52 Spannungen, welche die mittleren Spannungen an den Anoden der Trioden 32-35 positiv oder aber negativ gegen Erde machen, entsprechend der Phase des zu demodulierenden Signals. Diese mittleren Spannungen sind die gewünschten Demodulationsspannungen, die von den Zuführkondensatoren 45-48, die zusammen mit den Anodenwiderständen 49 - 52 als Demodulationsnetzwerke wirken, festgehalten werden. Es kann vorkommen, dass z. B. die mittlere Spannung an der Anode der Röhre 34 negativ, die der Röhre 35 positiv gegen Erde ist.
Es leuchtet ein, dass die Ausgangsspannungen über die Trennröhren 53 und 54 kombiniert werden müssen, da sonst eine unerwünschte, gegenseitige Beeinflussung der Röhren 34 und 35 eintreten könnte.
Auf ähnliche Weise sind die Ausgangsspannungen der Röhren 32 und 33 mittels der Trennröhren 55 und 56 zu kombinieren. Die Widerstände 5 7, 58 und 59 haben die gleiche Aufgabe wie die Widerstände 22, 23 und 24 der Fig. 1 und 3 und lassen sich also auf ähnliche Weise berechnen.
Fig. 5 zeigt eine ähnliche Schaltung wie die in Fig. 4 dargestellte, bei der aber die den Demodulatorstufen 17 und 18 zugeführten Signalspannungen auf andere Weise als im Falle von Fig. 4 geschwächt sind.
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<tb>
<tb> Ed9 <SEP> = <SEP> 1, <SEP> SSKiEi
<tb> Ed10 <SEP> = <SEP> 0, <SEP> 40 <SEP> K1Ed1 <SEP>
<tb> Edll <SEP> = <SEP> -1, <SEP> 28 <SEP> KlEd2 <SEP>
<tb> Edl2-0. <SEP> 26KiEd2 <SEP>
<tb>
Ausserdem sind die Filter 3 und 4 ein wenig anders als in Fig. 3 gebaut. Diese sind aber ebenfalls
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durch die im Empfänger verwendeten Zwischenfrequenzkreise und das gegebenenfalls im Steuergitter- kreis der Röhre 31 untergebrachte Hochpass-Filter bestimmt.
Da sowohl Ed9 als auch Edo in der Phase umgekehrt werden müssen in bezug auf die Spannun- 'gen Edll und Edi ' ein Transformator 60 an den Widerstand 29 angeschlossen. Er ist auf der Sekundär- seite durch die Potentiometerschaltung 61 abgeschlossen. Mittels dieses Transformators kann die Sekundär- spannung in bezug auf die Spannung an der Primärwicklung herauftransformiert werden, wodurch unnötige
Schwächung der Spannung Ed12 vermieden wird. Bei der Ausbildung nach Fig. 5 beträgt das Übersetzungs- verhältnis von 60n/nl = 1, 2.
Auch in diesem Fall können der Transformator 60 und die Potentiometerschaltung 61 weggelassen werden, wenn dem Transformator 36 ein Signal cos (wot + 330) zugeführt wird.
Ausserdem sind, infolge der verschieden gewählten Werte und Phasen der Spannungen Ed9 bis Ed12 in bezug auf die Spannungen Ed5 bis Edg, auch die von den Demodulatorstufen 17 und 18 gelieferten
Farbdifferenzspannungen verschieden von denen, die in den Schaltungen nach den Fig. 3 und 4 entstehen.
Auch sind die verschiedenen Empfindlichkeiten der Leuchtstoffe zur Wiedergabe der roten, der blauen und der grünen Komponenten berücksichtigt worden.
Für bestimmte Leuchtstoff sind die über den Widerständen 57,58 und 59 auftretenden Spannungen :
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<tb>
<tb> Spannung <SEP> über <SEP> R-- <SEP> (R-Y).
<tb> Spannung <SEP> Über <SEP> N5 <SEP> --+ <SEP> 0, <SEP> 62 <SEP> (G <SEP> - <SEP> Y), <SEP>
<tb> Spannung <SEP> aber <SEP> R59 <SEP> ! <SEP> b <SEP> 0. <SEP> 52 <SEP> (B-Y).
<tb>
Dies ist durch eine derartige Bemessung der Widerstände 57,58 und 59 erreichbar, dass Es7 : Rg, : Rgs = 0, 725 : 0, 227 : 1.
Es sei bemerkt, dass das obengeschilderte Prinzip auch durchführbar ist, wenn das Signal Ed nicht dem Zwischenfrequenzdetektor, sondern unmittelbar einem der letzten Zwischenfrequenzkreise des Empfängers entnommen wird. Die Filter 3 und 4 sowie der Oszillator 9 sollen dann der Frequenz der Farbhilfsträgerwelle auf Zwischenfrequenzpegel angepasst werden. Das Y-Signal soll dabei gesondert demoduliert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Farbfemsehempfänger für ein System, bei dem das übertragene Fernsehsignal eine Komponente besitzt, die sich im wesentlichen auf die Helligkeit einer Szene bezieht, und ausserdem eine Komponente besitzt, die aus einer Hilfsträgerwelle besteht, die in Quadratur mit zwei Signalen moduliert ist, die je aus einer bestimmten Kombination von Signalen aufgebaut sind, die sich auf den Farbinhalt der Szene beziehen, wobei die zwei erstgenannten Signale mit verschiedener Bandbreite auf die genannte Hilfsträgerwelle aufmoduliert sind und die zu demodulierende Hilfsträgerwelle über zwei Filter einer Demodulatorschaltung zugeführt wird, wobei das erste Filter eine Bandbreite hat, die im wesentlichen derjenigen von einem der beiden Kombinationssignale entspricht, und das zweite Filter eine Bandbreite hat,
die im wesentlichen derjenigen des andern Kombinationssignals entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass die Demodulatorschaltung aus zwei Demodulatorstufen besteht, die je aus zwei Teilen zusammengesetzt sind, und wobei die dem ersten der beiden Filter entnommene Ausgangsspannung in verschiedenen Verhältnissen einem Teil von jeder der beiden Demodulatorstufen zugeführt wird, während die dem zweiten Filter entnommene Ausgangsspannung. ebenfalls in verschiedenen Verhältnissen, den verbleibenden Teilen der Demodulatorstufen zugeführt wird, und jedem der Teile der beiden Demodulatorstufen eine von einem in der Frequenz der Hilfsträgerwelle schwingenden Oszillator entnommene Schwingung in einer für jeden der Teile geeigneten Phase zugeführt wird.