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Verfahren zur vollautomatischen Herstellung einer Vielzahl von hochglänzenden Hohlkörpern aus thermoplastischem Kunststoff, wie Christbaum- oder Dekorationskugeln od. dgl.
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oder Christbaumkugeln.Hohlkörper aus em Formwerkzeug herausgenommen.
Diese Art der Fertigung hat den grossen Nachteil, dass auf diese Weise zwar eine ziemlich einwandfreie Kugel hergestellt werden kann, dass aber die Kugel sodann von Hand nachbearbeitet werden muss, um die übriggebliebenen Quetschteile des Werkstoffes und gelegentlich andere
Unebenheiten an der äusseren Kugelwandung zu glätten bzw. zu entfernen. Der grosse Nachteil liegt folglich darin, dass mit dieser Kugel nur geringe Produktionsmengen erzielbar sind, da nur jeweils eine einzige Kugel in Bearbeitung genommen werden kann, sobald diese vom endlosen Schlauchstück abgeschnitten oder abgetrennt wird.
Ausserdem ergeben sich konstruktive Nachteile in den maschinellen
Anordnungen, denn der vertikale Fertigungsablauf zwingt entweder zu einer Mehrteilung der voneinander unabhängig arbeitenden Aggregate oder bedarf zwangsläufig einer oder mehrerer
Richtungsabweichungen, so dass eine sogenannte durchgehende Fertigungsstrasse nicht erreicht werden kann.
Die Erfindung trägt nun den festgestellten Nachteilen und Mängeln durch verschiedene
Massnahmen in fertigungstechnischer Hinsicht Rechnung. Unter Zugrundelegung eines Verfahrens zur vollautomatischen Herstellung einer Vielzahl von hochglänzenden Hohlkörpern aus thermoplastischem
Kunststoff, wie Christbaum- oder Dekorationskugeln od. dgl.
mittels Einblasens von Luft in einen vorgeformten, auf Bearbeitungstemperatur gebrachten Kunststoffschlauch, welcher in kontinuierlicher, horizontaler Fertigung extrudiert und durch eine Blasmaschine zum sukzessiven Verformen des
Werkstoffschlauches zu Hohlkörpern geführt wird, wobei anschliessend die kettenartig miteinander verbundenen Hohlkörper in einem sogenannten Finishautomaten aus der laufenden Kette herausgelöst werden, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, dass die einzelnen Kugeln in unmittelbar nachgeschalteten Durchlaufstationen, welche als Gesamteinrichtung in einen, eine weitgehend automatisierte Farbglanzgebung der Hohlkörper ermöglichenden Zusammenhang bringbar sind, wahlweise entweder eine Aussenveredelung der Kugeln, vorzugsweise durch Grundlackierung in einem
Lackbad,
durch anschliessendes Metallisieren in einer Vakuum-Aufdampfanlage und durch eine
Schutzlackierung in einem Tauchbad oder eine Verspiegelung von innen her erfolgt, u. zw. vorzugsweise durch Einflössung z. B. von Silbernitrat od. dgl. in die Kugel und durch anschliessendes Schwenken bzw. Rütteln derselben in einer Verspiegelungsanlage bei anschliessender, an sich bekannter Schutzlackierung mittels völligen Eintauchens der Kugel in eine Tauchanlage.
In Durchführung der vorgetragenen Verfahrensschritte werden ferner für sich bekannte, mittels Pressluft gesteuerter Vorrichtungseinheiten, nämlich eine Extrudermaschine zur Bildung des Werkstoffschlauches, eine Blasmaschine zur Ausformung der Hohlkörper und ein mit Stanzwirkung arbeitender sogenannter Finishautomat zum Trennen der Hohlkörper von der Fertigungskette in Tätigkeit gesetzt, u.
zw. derart, dass die vorstehenden Aggregate in einer in der Ablaufgeschwindigkeit synchron steuerbaren Fertigungskombination zusammengefasst sind, wobei einerseits die Blaseinrichtung den zentralen Schlauchvorschub durch ständiges, immer wiederich übergreifendes, wechselseitiges Abziehen der Formwerkzeuge bewerkstelligt und anderseits der Finshautomat Kugeln aus der endlosen Kette lostrennt, wobei Schienen oder Schienenrahmen zum überführen der vom Schlauch abgetrennten Kugeln in einer Fertigungsstrasse zur Lackierungseinrichtung, ferner zum Trockentunnel und zum Aufnahmewagen und danach zur Metallisierungsanlage und gegebenenfalls zum Schutzlackbad vorgesehen sind.
Es liegt dabei im Wesen der Erfindung begründet, dass für die Innenveredelung der Kugeln ein endloses Transportband angeordnet ist, welches über Umlenkrollen an einem Behälter für die Verspiegelungsflüssigkeit, an einer Magnet-Rüttelanlage zum Schwenken der Spiegelflüssigkeit im Innern der Kugel und an Heizstrahlern vorbeiführt, wobei die Kugeln an der Innenseite des Transportbandes angeordnet sind. Dabei ist ferner vorgesehen, dass unter dem Transportband im Bereich der mit der Halsöffnung nach unten gerichteten Kugel eine Vorratwanne für die Verspiegelungsflüssigkeit angeordnet ist, welche über eine mit einem Pumpaggregat ausgestattete Leitung zum Flüssigkeitsbehälter führt.
Soll dagegen eine sogenannte Aussenveredelung der Kugel stattfinden, so ist eine Schutzlackierungsanlage vorgesehen, durch welche die Kugel von der Aussenfläche eines umlaufenden Transportbandes her tauchend hindurchgeführt wird.
Um das erfindungsgemässe Verfahren in seinem Werdegang näher zu erläutern und um ein möglichst abgerundetes Bild über die in diesem Verfahren zugrunde liegenden Vorrichtungen zu erhalten, ist in den Zeichnungen teils in schematischer Darstellung, teils in Seitenansicht die Gesamtanlage wiedergegeben, u. zw. zeigt : Fig. l : Die Fertigungsstrasse für einen geblasenen Plastikhohlkörper vom Extruder bis zur Tauchanlage nach der Aussenverspiegelung und Fig. 2 : in
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Abwandlung der Möglichkeit zu Fig. l den Werdegang des geblasenen Hohlkörpers vom Finishautomaten zur Innenverspiegelung.
Die gezeigten Vorrichtungseinheiten können in einen eine weitgehende automatisierte Fertigung ermöglichenden Zusammenhang gebracht werden. Die erste Stufe bildet die an sich bekannte
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und die Kugeln --8-- reihen sich, unter Zugrundelegung des von hieraus alternativ möglichen Aussenveredelungsverfahrens, in grösseren Stückzahlen automatisch auf eine oder mehrere Halte- oder bzw. und Transportschienen --9-- auf. Letztere können zum Zwecke einer grösseren Aufnahmekapazität rahmen- oder rechenförmig zusammengefasst sein oder sogenannten Aufnahmeigel bilden, mit denen sie anschliessend einem den weiteren Werdegang vorbereitenden Lackbad-10-- zugeführt werden.
Der Vorgang des Tauchlackierens von Gegenständen, insbesondere von Plastikartikeln ist an sich bekannt. Obwohl es sich um einen verhältnismässig schnellhärtenden Lack handelt, gelangen die Transportschienen --9-- in einen Trockentunnel --11--, welchem eine Art Aufnahmewagen - zur Bevorratung bzw. Stapelung einer grösseren Menge Kugeln folgt. Hier ist eine gewisse Pufferzone geschaffen, um die weitere, nun etwas langsamer vor sich gehende Veredelungsprozedur nicht unnötig zu hemmen oder ungünstig im Arbeitsrhythmus zu beeinflussen. Von dem
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bzw. zum Versand fertig.
Der bisher geschilderte Werdegang zeichnet sich, wie im einzelnen beschrieben, durch eine vollständige Automation aus, u. zw. beginnend von dem, ursprünglich noch als Granulat ersichtlichen Werkstoff bis zur fertigen Kugel, ohne dass es bei dieser Verfahrensprozedur besonderer Eingriffe durch Hand bedarf.
Für die Veredelung der Kugel --8-- mittels Verspiegelung durch hochglänzende Substanzen gibt es im Gegensatz zur vorerwähnten Verfahrensart noch die Innenverspiegelung, welche z. B. von der Innenmetallisierung bei vakuumgezogenen, aus zwei Halbschalen bestehenden Christbaum- und Dekorationskugeln her bekannt ist. Eine Innenmetallisierung durch Bedampfung ist allerdings bei den hier in Frage stehenden, geblasenen Kunststoffkugeln schwer möglich, da das Kugelvolumen nur durch eine enge Halsöffnung erreichbar ist.
Zur Erreichung des angestrebten Hochglanzes ist hier eine Innenverspiegelungsanlage--20--
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--21-- zusätzlichFarbschutzlack versehen werden, so dass eine dritte Variation einer Plastik-Christbaumkugel, unter Zugrundelegung des Blasverfahrens, herstellbar ist. Im einzelnen wickeln sich die genannten Vorgänge maschinell folgendermassen ab :
Die Anlage --20-- erhebt sich aus einem Rahmengestell und besteht im wesentlichen aus einem, durch einen Motor antreibbaren, endlosen Transportband-25-, dessen Weg im Hinblick auf die vorgesehenen Einzelstationen durch mehrere Umlenkrollen --26-- bestimmt wird.
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Das Transportband --25-- wird in Pfeilrichtung 44 in Umlauf gesetzt.
Durch die Umlenkrollen--26-wird die Kugel--8-am Band sodann um 1800 gewendet, so dass die Halsöffnung --30-- sich nach unten richtet und den Flüssigkeitsüberschuss abgibt, der
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sogleich in der Wanne --38-- aufgefangen, dort auf dem weiteren Weg des Kreislaufes von Fremdkörpern od. dgl. gereinigt und wieder zum Hochbehälter--37--gepumpt wird.
Durch die immer noch nach unten weisenden Halsansätze--30--der Kugeln--8--wird von der Warmlufteinrichtung-43-aus Warmluft in das Kugelinnere zum Zwecke der raschen Trocknung geblasen und vor Erreichung des Umlaufturnus des Transportbandes --25-- wird die Kugel--8--abgenommen und entweder in der jetzigen Ausgestaltung verpackt bzw. der Lagerhaltung zugeführt oder durch eine abschliessende Tauchglanzbehandlung weiter veredelt. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die Kugel--8--vor Erreichung des letztbeschriebenen Verfahrensschrittes innen mit geeigneten Mitteln zum Zweck einer besonders haltbaren Haftfähigkeit der Verspiegelungsflüssigkeit vorpräpariert werden kann.
Bei der End-oder Schutzlackierungsanlage--21--werden die wesentlichen Funktionsmerkmale der Innenverspiegelungsanlage insoweit übernommen, als es sich um einen kontinuierlichen Transport der Kugeln mit der Anordnung der sogenannten Durchlaufstationen handelt. Die Einrichtung wird von einem Gerüst getragen und weist ein über mehrere axial gelagerte Umlenkelemente --46-- geführtes Transportband --47-- auf. Der Transportumlauf wird ferner durch ein geschwindigkeitsregulierbares Antriebsaggregat--49--in Pfeilrichtung 50 bewerkstelligt. Die aufgesteckten Kugelhohlkörper - 8b-werden in ein mit permanent gleichbleibendem Pegelstand ausgestattetes Tauchbad-51getaucht.
Dabei wird das Band-47--durch stimseitige Schlitze-52-im Behälter-53- geführt, an dessen Seitenteilen eine vertikale Verstellvorrichtung für die Tauchrolle-55-angebracht ist.
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Die neuzeitliche Veredelungsprozedur bei Plastikhohlkörpern bringt es mit sich, dass verschiedene Variationen in der äusseren Gestaltung der Kugel bzw. im äusseren Effekt möglich sind. So kann z. B. die zweite sogenannte Schutzlackierung als Farblackierung angewandt werden. Ebenso kann die genannte zweite Schutzlackierung, also die Farblackierung, in Wegfall kommen, wenn zur Herstellung der Kugel an Stelle von glasklarem Granulat oder gedecktem Granulat ein transparent eingefärbter Werkstoff verwendet wird.
In dem letztgenannten Fall erhält die Kugel nach der Innenverspiegelung bekanntlich ein hochglänzendes, farbiges Aussehen, wobei selbstverständlich die Farbe in vielen Möglichkeiten durch Mischen usw. auswählbar ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur vollautomatischen Herstellung einer Vielzahl von hochglänzenden Hohlkörpern aus thermoplastischem Kunststoff, wie Christbaum- oder Dekorationskugeln od. dgl., mittels Einblasens von Luft in einen vorgeformten, auf Bearbeitungstemperatur gebrachten Kunststoffschlauch, welcher in kontinuierlicher, horizontaler Fertigung extrudiert und durch eine Blasmaschine zum sukzessiven Verformen des Werkstoffschlauches zu Hohlkörpern geführt wird, wobei anschliessend die kettenartig miteinander verbundenen Hohlkörper in einem sogenannten Finishautomaten aus der laufenden Kette
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nachgeschalteten Durchlaufstationen, welche als Gesamteinrichtung in einen eine weitgehend automatisierte Farbglanzgebung der Hohlkörper ermöglichenden Zusammenhang bringbar sind, wahlweise entweder eine Aussenveredelung der Kugeln (8),
vorzugsweise durch Grundlackierung in einem Lackbad (10), durch anschliessendes Metallisieren in einer Vakuumaufdampfanlage (13) und durch eine Schutzlackierung in einem Tauchbad (14) oder eine Verspiegelung von innen her erfolgt, u. zw. vorzugsweise durch Einflössung z. B. von Silbernitrat od. dgl. in die Kugel (8) und durch anschliessendes Schwenken bzw. Rütteln derselben in einer Verspiegelungsanlage (20), bei anschliessender, an sich bekannter Schutzlackierung mittels völligen Eintauchens der Kugel (8) in eine Tauchanlage (21).