<Desc/Clms Page number 1>
Mehrteiliger Düsenstock für Schachtöfen, insbesondere für Hochöfen
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die dargelegten Nachteile zu beseitigen und einen mehrteiligen Düsenstock zu schaffen, bei welchem die nachteiligen Kugelgelenke vermieden sind.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass beide Enden des als
Kompensator ausgebildeten Dehnungsbalges fest mit den Rohrstücken verbunden sind, dass das eine der beiden Rohrstücke in das andere, der Blasdüse zunächst liegende Rohrstück frei mit allseitigem Spiel hineinragt, und dass das eine Rohrstück an einen Heisswindring und das andere Rohrstück an die
Blasdüse fest und unbeweglich angeschlossen ist. Auf diese Weise wird also der wesentliche Vorteil erzielt, dass der Dehnungsbalg nicht als Druckfeder ausgebildet zu werden braucht, sondern voll und ganz als Kompensator wirken kann, wobei vermieden wird, dass sich irgendwelche Bauteile bzw. die
Rohrstücke flächenmässig aufeinander bewegen müssen.
Es hat sich in der Praxis erwiesen, dass der Düsenstock überraschenderweise mit Heissestwindtemperaturen bis zu 1400 C beaufschlagt werden kann. Ferner wird der bisher in den Kugelgelenken auftretende Verschleiss völlig vermieden, und es fallen demgemäss auch die bisher immer nach kurzen Zeitabschnitten erforderlichen Reparatur- und Reinigungsarbeiten fort. Ausserdem werden Stauungen des Heisswindes im Bereich des Düsenstockes vermieden, die bisher zu Verzunderungen und Verschleiss der feuerfesten Auskleidung des Düsenstockes geführt haben. Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung wird dadurch erreicht, dass das mit einem Heisswindring verbundene Rohrstück in Windrichtung konisch verjüngt ist.
Ferner ist es zweckmässig, dass der Dehnungsbalg an dem hinteren Ende des der Blasdüse zunächstliegenden Rohrstückes befestigt ist.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung wird dadurch erreicht, dass der Dehnungsbalg aus zwei Teilen besteht, die durch ein zylindrisches Zwischenstück miteinander verbunden sind. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, dass an dem zylindrischen Zwischenstück eine Justiereinrichtung für den Dehnungsbalg befestigt ist.
Durch den Wegfall der bisher gebräuchlichen Kugelgelenke wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht, dass die Achse des Düsenstockes mit der Achse einer mittels eines Krümmers angeschlossenen Blasdüse in an sich bekannter Weise einen gestreckten Winkel grösser als 120 bildet.
Eine wesentliche Vereinfachung und Verbesserung der Konstruktion des Düsenstockes wird schliesslich noch dadurch erreicht, dass zwischen dem der Blasdüse zunächst liegenden Rohrstück und dem Krümmer eine Dichtung und auf dem äusseren Umfang Verschlüsse vorgesehen sind.
In der Zeichnung ist der Düsenstock nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Er besteht aus den beiden Rohrstücken--l und 2--, dem Krümmer--3--und dem Dehnungsbalg - -4--, Die beiden Rohrstücke--l und 2-sind in Windrichtung (dargestellt durch den Pfeil - -21--) konisch verjüngt. Das Rohrstück --1--, das an dem Heisswindring-5-angeschlossen ist, ragt mit seinem vorderen Ende mit allseitigem Spielraum in das Rohrstück-2-hinein. An dem hinteren Ende des Rohrstückes--2--ist der Dehnungsbalg--4--angeflanscht. Er umschliesst einen
EMI2.1
Doppelwellen ausgeführt sind und durch das zylindrische Zwischenstück-26-verbunden sind. An dem Zwischenstück ist die Halterung --27-- der Justiereinrichtung --7-- angebracht.
Dazu gehören die Schraubenbolzen--28 und 29--, die an dem Zwischenstück --26-- gelenkig befestigt sind und durch Bohrungen der Endflansche--30 und 31--der beiden Wellrohrteilstücke ragen. Auf
EMI2.2
genaue Justierung des Wellrohrvorderflansches ermöglichen. Während in der Zeichnung nur die Schraubenbolzen--28 und 29--eingetragen sind, weist der Düsenstock in Wirklichkeit vier derartiger Schraubenpaare auf, die gleichmässig über den Umfang des Dehnungsbalges verteilt sind. Die Justiervorrichtung wird nur bei der Montage benötigt. Die Zeichnung zeigt den Düsenstock in Betriebsstellung. Dabei sind die Muttern --32-- weit genug von den Flanschen-30 und 31-entfernt, so dass sie die Ausgleichsbewegungen des Wellrohres nicht behindern.
Die Aufhängevorrichtung --8-- dient sowohl bei der Montage als auch im Betrieb zur Abstützung des Düsenstockes. Sie ist an der Hochofenwand-17-aufgehängt.
An das vordere Ende des Rohrstückes--2--schliesst sich der Krümmer --3-- an, dessen Schenkel einen Winkel von zirka 130 bilden. Durch den Fortfall der bisher üblichen Kugelgelenke an den beiden Schenkeln des Krümmers--3--kann der Krümmer sowohl an das Rohrstück --2-- als auch an die Blasdüse --9-- mit starren Verbindungen angeschlossen werden. Die Verbindung zum
<Desc/Clms Page number 3>
Rohrstück --2-- wird durch vier gleichmässig auf dem Umfang verteilte Keilverschlüsse-M-- hergestellt, von denen nur einer gezeichnet ist. Dabei wird durch eine labyrinthartige Gestaltung der Stossstelle-13-eine gute Abdichtung erzielt.
Mit der Blasdüse-9-ist der Krümmer durch eine Flanschverbindung--22--verbunden. In üblicher Weise weist der Krümmer einen Schaulochstutzen --10-- auf, der bei der erfindungsgemässen Ausführung zur Vermeidung von Windstauungen und
EMI3.1
durch eine auf den Krümmer wirkende Andrückvorrichtung-15-, die mit den Verschlüssen-19 und 20-an der Hochofenwand befestigt ist, in Richtung ihrer Achse an den Hochofen angedrückt. Sie ist in üblicher Weise von einem Kühlsystem-16-umgeben. Alle Teile des Düsenstockes haben einen aus zusammengeschweissten Blechen bestehenden Mantel --11-- und sind mit feuerfestem Mörtel --12-- ausgekleidet.
Der Hauptvorteil des erfindungsgemässen Düsenstockes besteht in einer wesentlichen Erhöhung der Standzeit. Das wird einmal dadurch erreicht, dass die leicht verschleissenden Kugelgelenke durch ein Wellrohr bzw. einen Dehnungsbalg ersetzt sind, der überraschenderweise selbst bei Windtemperaturen bis zu 12000C nur eine Temperatur von weniger als 1500C annimmt und daher thermisch praktisch nicht beansprucht ist, anderseits durch den gestreckten Aufbau des Düsenstockes, der eine Stauung des Heisswindes mit den damit verbundenen schädlichen Auswirkungen auf die feuerfeste Auskleidung verhindert. Die durch die einfache Form ermöglichte Schweissblechausführung ist wesentlich billiger als die bisherige Gusseisenausführung. Das einwandfreie Ausstampfen des Düsenstockes mit feuerfestem Mörtel wird ebenfalls durch die einfache Form erleichtert.
Auch die Montage gestaltet sich einfacher, u. zw. einmal durch die einfache und stabile Justierung des Wellrohres bzw. Dehnungsbalges mittels der Justiereinrichtung, anderseits durch den Umstand, dass der vordere Teil der Anordnung jetzt bei der Montage eine starre Einheit bildet. Dagegen war bisher das Einpassen des Krümmers zwischen Blasdüse und Düsenstock wegen der Kugelgelenke sehr umständlich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mehrteiliger Düsenstock für Schachtöfen, insbesondere für Hochöfen, wobei die Trennungsfuge zwischen zwei koaxialen Rohrstücken von einem gasdichten Dehnungsbalg umgeben ist,
EMI3.2
Dehnungsbalges (4) fest mit den Rohrstücken (1, 2) verbunden sind, dass das eine der beiden Rohrstücke (1) in das andere, der Blasdüse (9) zunächst liegende Rohrstück (2) frei mit allseitigem Spiel hineinragt, und dass das eine Rohrstück (1) an einen Heisswindring (5) und das andere Rohrstück (2) an die Blasdüse (9) fest und unbeweglich angeschlossen ist.