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Es wurde nämlich überraschenderweise gefunden, dass sich gefällte Kieselsäure und insbesondere be- stimmte pyrogen gewonnene Kieselsäuren. nämlich ein Kieselsäure-Mischoxyd mit 0, 3 bis 5%, vorzugsweise 0, 3 bis 1, 7% Aluminiumoxyd auch in grösseren Mengen als bisher üblich in eine Zahnpasta einarbeiten lässt, ohne dass die Pasta ihre pastösen Eigenschaften im Sinne einer Konsistenzsteigerung verliert, oder dass darüber hinaus sich sogar ein Zahnpflegemittel von emulsionsartiger Beschaffenheit (honigartiger Konsistenz) herstellen lässt. Ein derartiges Mittel zeigt selbst bei Zugabe von Schleifmitteln keine oder geringste abrasive Wirkung bei gleichzeitiger hoher Reinigungswirkung. Bei einem Mittel mit emulsionsartiger Beschaffenheit lässt sich das Verpackungsproblem wesentlich vereinfachen.
Als Kieselsäure-Mischoxyd werden vorzugsweise Produkte verwendet, welche mehr als 98, 310 Si02
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33, 5 bis 4, 6 aufweisen. Als gefällte Kieselsäure hat sich ein Produkt mit einer Primärteilchengrösse von 10 bis 30 mu, einer spezifischen Oberfläche nach BET von 100 bis 200 m'/g und einem pH-Wert von etwa 6 bis 7 als vorteilhaft erwiesen. Für die als Verdickungststoff --C-- verwendete feinteilige pyrogen gewonnene Kieselsäure wird zweckmässigerweise ein Produkt mit einer Primärteilchengrösse von 3 bis 50 miL, vorzugsweise 4 bis 20 mol. veiner spezifischen Oberfläche nach BET von 150 bis 500 ir/g, vorzugsweise 150 bis 200 mu. un einem pH-Wert von 3, 5 bis 4, 6 verwendet.
Zur vollen Erreichung der angegebenen erstrebten Wirkung ist es erforderlich, die Mengen der Po- lier-, Abrasions- und Verdickungsstoffe in einem derartigen Verhältnis zu halten, dass sowohl die Konsistenz als auch die Reinigungswirkung des Mittels gewährleistet ist. Diese Bedingungen sind erfüllt bei
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Die Bereiche der erfindungsgemäss angewendeten mengenmässigen Zusammensetzung sind in den Zeichnungen in den Fig. 1 und 2 an Hand von zwei Dreistoffdiagrammen dargestellt.
Im Dreistoffdiagramm gemäss Fig. 1 ist die mengenmässige Verteilung der drei Feststoffe für sich veranschaulicht. Es bedeuten-A-Poliermittel (Mischoxyd bzw. gefälltes SiO2), --B-- Schleifmittel (Kreide oder Phosphate) und-C-Verdickungsmittel (pyrogenes SiO). Der gesamte Bereich ist durch die Punkte-E, F, G, H- und der bevorzugte Bereich durch die Punkte --J,K,L,M-- gekennzeichnet.
Die schraffierte Fläche gibt den Bereich der mengenmässigen Zusammensetzung der tieferstehend folgenden Ausführungsbeispiele wieder.
Im Dreiecksdiagramm gemäss Fig. 2 ist die mengenmässige Verteilung der drei Feststoffe in der Suspension im Massstab 1 : 2 wiedergegeben, wobei--A + C-als SiO-Komponente gegenüber dem Schleifmittel--B-- zusammengefasst sind, welche in der wässerigen Phase-D- (Wasser, Glycerin und sonstige Stoffe) eingearbeitet sind. Der gesamte Bereich ist wieder durch die Punkte-E, F, G, H-, der bevorzugte Bereich durch die Punkte-J, K, L, M- und der Bereich der Beispiele durch die schraffierte Fläche gekennzeichnet.
Durch die neuartige Zusammensetzung ergeben sich Zahnpflege- und Reinigungsmittel mit wesent- lich verbesserten Eigenschaften. Die gerüstbildende Kettenstruktur, insbesondere der pyrogenen Kieselsäure bewirkt, dass trotz hohen Schaumstoffgehaltes die fertige Paste die richtige Konsistenz aufweist, während im allgemeinen hohe Schaumstoffmengen leicht zu einer Verflüssigung der Paste führen. Durch Zusatz von pyrogener Kieselsäure ist es möglich, grössere Mengen Glycerin oder andere Feuchthalte- mittel, wie z. B. Sorbit, einzusparen. Trotz der Einsparung an Feuchthaltemitteln behalten die Pasten auch nach langer Lagerzeit ein gutes, glänzendes Aussehen. Die pyrogene Kieselsäure bzw. deren Mischoxyde bewirken weiterhin eine Verringerung des spezifischen Gewichtes.
Die spezifischen Gewichte von an pyrogener Kieselsäure freien Pasten liegen bei 1, 5, während Pasten mit einem Gehalt dieser Kieselsäuren ein spezifisches Gewicht von nur l, l bis 1, 2 aufweisen. Infolge der grossen Chemikalienverträglichkeit der pyrogenen Kieselsäure bzw. deren Mischoxyde können im allgemeinen saure, medizinische oder mundkosmetische Zusätze der Paste zugegeben werden, ohne dass Reaktionen zu befürchten sind.
Zufolge der bei der Herstellung der Paste auftretenden Scherkräfte wird die pyrogene Kieselsäure
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und deren Mischoxyde enthaltende Zahnpaste niedrigviskos, fast flüssig. Dadurch lässt sie sich leicht entlüften ; ausserdem ist dadurch ein rasches Abfüllen ohne Substanzverlust in Tuben gewährleistet. Durch thixotrope Regeneration steigen die Viskositätswerte schnell an, so dass die pyrogene Kieselsäure-Mischoxyde enthaltende Paste nach kurzer Zeit die vom Verbraucher gewünschte Konsistenz erreicht und nicht mehr nachdickt. Auf Grund der einheitlichen, amorphen Struktur der pyrogenen Kieselsäure-MischoxydPartikelchenwirdbei Zusatz von Schleifmitteln die Abrasivität, z.
B. der Kreide oder von Phosphaten in der Zahnpaste deutlich heruntergesetzt.
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schrift 1163 784), welche das adstringierende Gefühl an der Mundschleimhaut wesentlich vermindert, ohne jedoch die vorteilhaften Eigenschaften einer sauren Zahnpaste aufzuheben. Ferner werden wasserunlösliche, zwischen den Zähnen haftende Stoffe leichter und schneller aufgenommen und entfernt.
Wie ferner überraschenderweise gefunden wurde, verhüten Zusätze von gefällter oder pyrogener Kieselsäure und deren Mischoxyden das Auftreten von Korrosionen in ungeschützten Tuben, so dass sich erstmals auch Tuben verwenden lassen, welche keine Schutzlacküberzüge aufweisen. Versuche ergaben, dasskieselsäurehaltige Kreidepasten (mit einem SiO2-Gehalt von #1%) nach über zweijähriger Lagerzeit keine Korrosion auf Grund der Bildung eines unlöslichen Calciumsilikats an ungeschützten Aluminiumtuben verursachen. Kreidepasten ohne Kieselsäure zeigen dagegen schon nach einem Tag infolge Gasentwicklung starke Bombierung und eine Verfärbung der Innenseite der unlackierten Tuben.
In den folgenden Beispielen sind, ohne die Erfindung hierauf zu beschränken, einige vorteilhafte Zusammensetzungen des erfindungsgemässen Mittels angegeben :
Beispiel 1 :
1, Olo Bindemittel
51, 0% Wasser
2,0% pyrogene Kieselsäure
18, 0% Kieselsäure-Mischoxyd 15, 0% CaHPO4. 2H2O
10,0% Glycerin 2, 0% Schaumstoff
1,0% Aromaöl
100, 0%
Beispiel 2 :
1, Clo Bindemittel
66, 0% Wasser
2, 0% pyrogene Kieselsäure
13, 0% pyrogene Kieselsäure-Mischoxyd
5, 01. CaHPO4. 2H O
13, 0% Glycerin, Schaumstoff, Aromaöl (vgl.
Beispiel 1)
100, 0"/0
Beispiel 3 : l, 0% Bindemittel
63, 0% Wasser
2, 0% pyrogene Kieselsäure
11, Olo pyrogene Kieselsäure-Mischoxyd 10, 0% CaHPO4. 2H 0
13,0% Glycerin, Schaumstoff, Aromaöl (vgl. Beispiele
100, wo 1 und 2)
Beispiel 4 :
1,0%Bindemittel
67, 0"/0 Wasser 2, oxo pyrogene Kieselsäure
17, 0% pyrogene Kieselsäure-Mischoxyd
13,0% Glycerin, Schaumstoff, Aromaöl (vgl. Beispiele 1 und 2)
100, Olo
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Beispiel 5 :
1,0% Bindemittel
65, 00/0 Wasser
3, 0% pyrogene Kieselsäure
8, 0% pyrogene Kieselsäure-Mischoxyd
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2H13, 00/0 Glycerin, Schaumstoff, Aromaöl (vgl.
Beispiele 1 und 2)
100, 0%
Beispiel 6 :
1, 0% Bindemittel
64, o Wasser
2, 0% pyrogene Kieselsäure
10, 0% gefällte Kieselsäure 10, 0% CaCOg
13,0% Glycerin, Schaumstoff, Aromaöl (vgl. Beispiele 1 und 2)
100, Olo
Beispiel 7 : 1, oxo Bindemittel
65, 0% Wasser 2, o pyrogene Kieselsäure
14, Wo pyrogene hydrophobierte Kieselsäure
5,0%CaCO3
13, 0% Glycerin, Schaumstoff, Aromaöl (vgl. Beispiele 1 und 2)
100, 0%
Nach den Rezepturen der Beispiele 1 bis 7 erhält man Zahnpflege- und Reinigungsmittel von pastöser Beschaffenheit.
Beispiel 8 :
1,5% Bindemittel
68, 5% Wasser
1, 8% pyrogene Kieselsäure
10, 21o pyrogene Kieselsäure-Mischoxyd
2,0% Schaumstoff
1, 0% Aromaol
15, 0% Glycerin
Man erhält ein Zahnpflege- und Reinigungsmittel von emulsionsartiger Beschaffenheit.
Die Herstellung des erfindungsgemässen Mittels nach den Rezepturen der Beispiele 1 bis 8 kann vorteilhaft in nachstehend beschriebener Weise vorgenommen werden :
Das Bindemittel (bevorzugt Carboxymethylcellulose) wird mit der berechneten Menge Wasser über Nacht zum Quellen gebracht. Zu diesem Schleim wird ein Antiseptikum und Süssstoff gegeben. Nachdem der Quellprozess beendet ist, lässt man unter Rühren das Feuchthaltemittel (Glycerin oder Sorbit) einfliessen. Anschliessend fügt man die Kieselsäure und das Mischoxyd od. dgl. hinzu und verrührt, bis die Masse ein glattes, einheitliches Aussehen hat. Daraufhin wird gegebenenfalls die abgewogene Menge CaHPC. 2H O oder CaCO. eingearbeitet und kräftig gerührt. Unter sehr schwachem Rühren erfolgt zum Schluss die Zugabe des Schaumstoffes und des Aromaöls.
Bei der Dosierung des Wassers zum Quellen der Carboxymethylcellulose muss das Wasser der Schaumstofflösung berücksichtigt werden. Zur weiteren Homogenisierung kann man die noch flüssige Zahnpastenmasse über einen Dreiwalzenstuhl laufen lassen, was jedoch nicht unbedingt erforderlich ist.
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