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Aus einer mehrteiligen, aus einem durchsichtigen Kunststoff bestehenden Kabelmuffe und einem durchsichtigen Giessharz gebildete
Ausrüstung zur Herstellung einer permanenten Kabelverbindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine aus einer mehrteiligen, aus einem durchsichtigen Kunststoff bestehenden Kabelmuffe und einem durchsichtigen Giessharz gebildete Ausrüstung zur Herstellung einer permanenten Kabelverbindung, wobei die Kunststoffmuffe aus einem Bodenstück und einem auf dieses aufsetzbaren, mit mindestens einem Eingiessloch versehenen Deckel besteht.
Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung einer permanenten Kabelverbindung bekannt, bei dem man von den einzelnen, miteinander zu verbindenden Leitern jedes Kabels ein Stück der Isolation entfernt, die Leiter und leitenden Abschirmungen dann miteinander verbindet, die Verbindungsstelle in eine aus mindestens zwei durchsichtige Schalen bestehende Kabelmuffe einlegt und diese mit einem durchsichtigen Giessharz füllt. Zur Ausführung dieses Verfahrens ist eine Ausrüstung bekannt, die aus einer mindestens zweiteiligen, aus einem durchsichtigen Kunststoff bestehenden Kabelmuffe und einem durchsichtigen Kunstharz gebildet wird. Im speziellen ist als Muffe eine sogenannte T-Muffe bekanntgeworden. Die Erfindung betrifft nun eine weitere Ausgestaltung dieser mindestens zweiteiligen Kabelmuffe.
Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel zusammen mit dem Bodenstück ein im Grundriss sechs- oder mehreckiges, an seinen Seitenflächen mit ausbrechbaren Wandteilen versehenes Gehäuse bildet, sowie aus mindestens zwei in die durch die ausgebrochenen Wandteile gebildeten Öffnungen einsetzbaren Anschlussstutzen besteht.
Mit der erfmdungsgemässen Muffe ist eine wesentliche Verringerung der Lagerhaltung möglich, da die Muffe universell verwendbar ist, also als gewöhnliche Verbindungsmuffe, als T-Abzweigmuffe, als Kreuz-Abzweigmuffe, als X-Abzweigmuffe usw.
Bei einer sechskantigen Muffe lassen sich vier Abzapfungen von einer Stammleitung anbringen, bei einer achtkantigen Muffe (wie sie in den Unterlagen dargestellt und beschrieben ist und wie sie auch hergestellt wird) sind bis zu sechs Abzapfungen möglich.
Je mehr Anschlüsse an ein und derselben Stelle einer Stammleitung möglich sind, umso billiger wird das Erstellen einer Leitung. Es ist ungünstiger, das teure Stammkabel an vielen Stellen anzuzapfen, anstatt an einer einzigen Stelle mehrere Anzapfungen zu machen.
Die Spleissform und Art ist dem Monteur freigestellt, er kann jedwelche Klemmverbindung zur Spleissung'verwenden.
Die Abmessungen der Muffe lassen sich im Verhältnis zu den bekannten Muffen sehr klein wählen.
Die Muffe ist verwendbar für Stammkabel von 4x50 mm2 bis 4xlS0 mm2 und beliebige Abzweigquerschnitte.
Der Monteur muss nur eine einzige Muffensorte mit sich führen für alle Arbeiten, durch Herausbrechen der Zwischenwände kann er das zu vergiessende Volumen so wählen, dass er mit einer kleinen Menge an Vergussmasse auskommt.
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Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel dieser Erfindung, u. zw. die Fig. 1 eine Draufsicht auf das Bodenstück, die Fig. 2 eine Seitenansicht des aus Bodenstück und aufgesetztem Deckel gebildeten Gehäuses, die Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. l, jedoch mit aufgesetztem Deckel und in grösserem Massstab, die Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2, ebenfalls in grösserem Massstab und die Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. l, ebenfalls mit aufgesetztem Deckel und in grösserem Massstab.
Das in der Fig. 1 in der Draufsicht dargestellte Bodenstück-l-der. Kunststoffkabelmuffe besteht im wesentlichen aus einem achteckigen Behälter, auf den, wie man aus der Fig. 2 ersehen kann, ein darauf passender, ebenfalls achteckiger Deckel--2--aufgesetzt werden kann, wobei Behälter und Deckel etwa gleich hoch sind, so dass die horizontale Trennlinie --3-- des durch die beiden Teile gebildeten Gehäuses etwa in seiner halben Höhe verläuft, wie das aus den Fig. 2 bis 4 ersichtlich ist.
Der Deckel --2-- unterscheidet sich vom Bodenstück im wesentlichen dadurch, dass er mit vier
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Bodenstückes--l--Wandteilen--12 bzw. 22-, versehen, die alle die Form eines Halbkreises aufweisen, so dass durch das Ausbrechen zweier solcher, übereinander liegender Wandteile jeweils eine kreisförmige öffnung entsteht. Jeder Öffnungsrand --6-- ist mit einer Rille --7-- versehen, die zur Aufnahme einer entsprechenden Rippe-8-des Anschlussstutzens-9-dient. Die in den Fig. 1 und 5 dargestellten Anschlussstutzen --9-- sind konisch und zweiteilig und bestehen zweckmässigerweise aus zwei gleichen Teilen-19 und 29--. Da diese Anschlussstutzen rund sind, lassen sie sich mit
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Im Innern des Gehäuses befinden sich ausbrechbare Zwischenwände --5--, die aus
Zwischenwänden--15--imBodenstück--1--undZwischenwänden--25--imDeckel--2-- gebildet werden und die bei geschlossenem Gehäuse dieses in mehrere vollständig von einander getrennte Kammern unterteilen : eine Wand verbindet die beiden Kanten-a und d--, eine zweite, dazu parallele Wand die beiden Kanten-e und h--. Eine dritte Wand verbindet die Kante-h-- mit der Kante-f-- : diese Wand wird von der die beiden Kanten-e und g-miteinander verbindenden Wand durchsetzt, während die die beiden Kanten-a und c-miteinander verbindende Wand durch die die beiden Kanten-b und d-verbindende Wand durchsetzt wird.
Durch diese Art der Ausgestaltung der Seitenflächen und der Zwischenwände ist die dargestellte Muffe sozusagen universal verwendbar : zur Verwendung als einfache Verbindungsmuffe wird man die zwischen den Kanten-a und h-befindlichen, ausbrechbaren Wandteile-12 und 22-sowie die gegenüberliegenden, also zwischen den beiden Kanten-d und e-befindlichen Wandteile-12 und 22--, herausdrücken, damit man in jede der so entstandenen Öffnungen einen Anschlussstutzen --9-- einsetzen kann. Man wird darauf das Kabel so in die Muffe einlegen, dass seine isolationsfreien Teile in die Mitte des Gehäuses zu liegen kommen. Alsdann wird man die beiden Anschlussstutzen --9-- in die aus der Gehäusewand durch das Herausbrechen der Wandteile geschaffenen Öffnungen einlegen und sie durch Aufsetzen des Deckels festhalten.
Mittels eines Klebestreifens lässt sich das ganze Gebilde provisorisch fixieren. Nachdem die ganze Muffe so vorbereitet ist, wird ihr mittlerer Teil, also der Teil, in welchem sich das Kabel befindet, mit einem durchsichtigen Giessharz, vorzugsweise einem kalt vergiessbaren, rasch erstarrenden Epoxyharz, gefüllt, welches durch einen der beiden in diesen Teil einmündenden Stutzen --4-- eingegossen wird. Wenn das Giessharz fest geworden ist, hält es die Kabelverbindung gut und sicher isoliert, so dass eine allfällige Beschädigung der Muffe ohne jegliche Folge wäre.
Benötigt man eine Abzweigmuffe, also beispielsweise um von einem Hauptkabel ein Seitenkabel wegzuführen, so kann je nach der Richtung, in welcher dieses Seitenkabel weggeführt werden muss, z. B. ein Wandteil aus der zwischen den Kanten-e und f-befindlichen Wand herausgebrochen und in die so geschaffene öffnung ein dritter Anschlussstutzen eingesetzt werden. Selbstverständlich ist es dann nötig, auch die die beiden Kanten-e und h-verbindende Trennwand, sowie das von der Kante - e-wegführende Teilstück der die Kanten und g--verbindenden Trennwand herauszubrechen. Die Verwendung der so vorbereiteten Muffe unterscheidet sich nicht von der vorstehend beschriebenen Benützung.
Selbstverständlich lassen sich auch weitere Seitenteile herausbrechen und entsprechende Anschlussstutzen einsetzen, so z. B., dass man eine Kreuzmuffe erhält, oder sogar auch so, dass man eine Muffe mit acht Anschlüssen entstehen lassen kann. Je nachdem sind dann auch die Zwischenwände wegzubrechen.
Die Verwendung gerade dieser Muffe ist besonders zweckmässig, weil sich dadurch die
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Lagerhaltung bedeutend reduzieren lässt, da für Verbindungsmuffen, Kreuzmuffen, Abzweigmuffen, T-Muffen usw. stets ein und dasselbe Gehäuse verwendet werden kann. Auch wird dadurch, dass ein und dasselbe Gehäuse für die verschiedensten Muffen benützt werden kann, wegen der dadurch bedingten hohen Stückzahl der Herstellungspreis sehr günstig.
Obwohl im dargestellten Ausführungsbeispiel die Anschlussstutzen durch eine Nut-Federverbindung im Gehäuse festgehalten werden, könnte man auch Nocken oder andere einfache Sicherungsteile vorsehen. Ähnliche Anordnungen wie mit dem beschriebenen achteckigen Gehäuse lassen sich unter Umständen auch mit einem im Grundriss sechs-, sieben-oder neuneckigen Muffengehäuse erhalten, das in seinem Innern durch eine entsprechende Anzahl von herausbrechbaren Zwischenwänden unterteilt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus einer mehrteiligen, aus einem durchsichtigen Kunststoff bestehenden Kabelmuffe und einem durchsichtigen Giessharz gebildete Ausrüstung zur Herstellung einer permanenten Kabelverbindung, wobei die Kunststoffmuffe aus einem Bodenstück und einem auf dieses aufsetzbaren,
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dass der Deckel zusammen mit dem Bodenstück (1) ein im Grundriss sechs- oder mehreckiges, an seinen Seitenflächen mit ausbrechbaren Wandteilen (12, 22) versehenes Gehäuse bildet, sowie aus mindestens zwei in die durch die ausgebrochenen Wandteile gebildeten öffnungen einsetzbaren Anschlussstutzen (9) besteht.
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