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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kabelmuffe für elektrische Leitungen, bestehend aus zwei untereinander gleichen, zusammensetzbaren und miteinander durch Bolzen od. dgl. verbindbaren
Halbschalen aus steifem Kunststoff, deren Hohlraum die Kabelenden und deren Verbindungsstücke sowie eine schaumartige Auskleidung aufnimmt, wobei die mit Rippen versehenen Endwände der
Halbschalen in konusförmige Verankerungsglieder eingreifen, die eine Nut aufweisen und als Kabelführungseinsätze dienen.
Solche Kabelmuffen sind etwa aus der CH-PS Nr. 567342, der DE-AS 2401552 und 2420673 bekannt.
Nachteilig ist bei diesen bekannten Kabelmuffen, dass die dabei vorgesehenen Verankerungsglieder bezüglich ihrer Lage zu den Halbschalen nicht veränderbar sind, so dass allfällige Anpassungen an verschiedene Grössen der Verbindungsstücke, an die Arten der zu verbindenden Kabel und die Richtung der herzustellenden Kabelzugentlastungen durch die Kabelführungseinsätze dabei nicht berücksichtigt werden können.
Die Erfindung ermöglicht es, diese Nachteile zu beseitigen, so dass die Lage der genannten Verankerungsglieder nach Belieben in gewissen Grenzen veränderbar ist ; sie ermöglicht es weiterhin, eine solche Kabelmuffe auch als Abzweigmuffe auszubilden.
Erfindungsgemäss ist hiezu vorgesehen, dass die Endwand jeder Halbschale mit zwei. in Abstand voneinander angeordneten, vorzugsweise halbkreisringförmigen Rippen ausgebildet ist, deren jede gleich breit ist wie die Nut des Verankerungsgliedes, und dass die Aussparung zwischen diesen Rippen mindestens doppelt so breit ist wie der an die Nut anschliessende Endflansch des Verankerungsgliedes.
Dadurch kann die Nut des Verankerungsgliedes entweder an die eine, innere oder an die andere, äussere Rippe in der Endwand der Halbschale eingesetzt werden, u. zw. in der einen oder andern Richtung ihrer Zugentlastung, die der Richtung ihres konusförmigen Endes entgegengesetzt ist ; es ist aber auch möglich, zwei Verankerungsglieder, mit ihren einander zugekehrten Endflanschen, in die Endwand der Halbschale einzusetzen, so dass die Zugentlastung in jeder der beiden möglichen Richtungen wirkt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass sie als Abzweigmuffe mindestens zwei nebeneinanderliegende, konusförmige Verankerungsglieder an einer Platte aufweist, die in eine durch die Rippen begrenzte, vorzugsweise rechteckige Ausnehmung der einen Endwand der Kabelmuffe einsetzbar ist.
Eine solche Rechteckplatte mit mehreren Führungseinsätzen kann leicht zersägt oder sonstwie in Querrichtung geteilt werden, und die jeweils benötigte Anzahl von Führungseinsätzen kann dann nebeneinander in die rechteckige Ausnehmung in der Endwand der Halbschale eingesetzt werden. so dass man dadurch die benötigte Zahl der Abzweigungen je nach Bedarf herstellen kann.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung an Hand der Zeichnungen. in denen einige Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt sind ; es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht der aus zwei Halbschalen bestehenden Kabelmuffe, u. zw. einer erfindungsgemäss ausgebildeten Abzweigmuffe. Fig. 2 eine Draufsicht auf eine ihrer Halbschalen. die Fig. 3. 4 und 5 je eine vergrösserte Darstellung der Nut in einer Draufsicht auf die eine Endwand der Halbschale, mit darin eingesetzten zwei Verankerungsgliedern in Fig. 3 und je einem Verankerungsglied in den Fig. 4 und 5.
Fig. 6 eine andere Ausbildung der Aussparung in der Endwand. bei sonst gleichen Verankerungsgliedern, Fig. 7 eine Stirnansicht eines als Rechteckplatte ausgebildeten Verankerungsgliedes für die andere Endwand der Kabelmuffe und Fig. 8 die zugehörige Draufsicht.
Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, ist die Kabelmuffe --1-- aus den beiden Halbschalen - je in Form eines halben, etwa flaschenartigen Körpers mit Sechseckquerschnitt zusammengesetzt. Jede Halbschale weist sohin eine obere bzw. untere Mittenlängswand --3--, zwei seitlich
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Aufnahme von an sich bekannten Verankerungsgliedern üblicher Bauart dient, die mit einem oder zwei konischen Enden als Einfach- oder Doppelführungseinsatz ausgebildet ist.
Die Mittelwand --4-- besitzt in ihrer Mitte zwei Deckel --7--, die durch eine kreisförmige, eine Sollbruchstelle bildende Doppelnut --8-- begrenzt ist, so dass nach dem Aufbrechen und Entfernen dieses Deckels --7-- an der oberen Halbschale Kabelmuffe-l-Kreisöffnungen
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Kabelmuffe-l-nung -19-- eingesetzt werden. Wie erkenntlich, ist es in dieser Weise möglich, sich einfach und rasch an die jeweils benötigte Zahl der Abzweigungen einer Abzweigmuffe anzupassen.
Im Rahmen der Erfindung sind Ausgestaltungen und Abänderungen an den beschriebenen Ausführungsbeispielen möglich. Die Öffnung --19-- in der einen Endwand --5-- könnte beispielsweise auch in Trapezform ausgebildet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kabelmuffe für elektrische Leitungen, bestehend aus zwei untereinander gleichen, zusammensetzbaren und miteinander durch Bolzen od. dgl. verbindbaren Halbschalen aus steifem Kunststoff, deren Hohlraum die Kabelenden und deren Verbindungsstücke sowie eine schaumartige Auskleidung aufnimmt, wobei die mit Rippen versehenen Endwände der Halbschalen in konusförmige Verankerungsglieder eingreifen, die eine Nut aufweisen und als Kabelführungseinsätze dienen, dadurch gekennzeichnet, dass die Endwand (5) jeder Halbschale (2) mit zwei, im Abstand voneinander angeordneten, vorzugsweise halbkreisringförmigen Rippen (12) ausgebildet ist, deren jede gleich breit ist wie die Nut (13) des Verankerungsgliedes (14) und dass die Aussparung (17) zwischen diesen Rippen (12)
mindestens doppelt so breit ist wie der an die Nut (13) anschliessende Endflansch (15) des Verankerungsgliedes (14).