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Halsrahmen zum Anhängen von Vieh
Für das Anhängen von Vieh in Stallungen ist es bekannt, Halsrahmen vorzusehen, welche den Hals des Tieres im geschlossenen Zustand umschliessen und den Vorteil haben, dass die Anhängung und Freilassung der Tiere mechanisch sowohl für jedes Tier einzeln als auch für alle Tiere gemeinsam von einer zentralen Stelle aus erfolgen kann. Es wurde bereits vorgeschlagen, einen solchen Halsrahmen zum Anhängen von Vieh mit gelenkig miteinander verbundenen Seitenholmen auszubilden, welche beim öffnen des Halsrahmens in eine Spreizstellung auseinanderschwenken und oben und unten aufgehängt sind, wobei im Bereich der zum Zwecke des öffnens höhenverstellbaren oberen Aufhängung ein Sperrglied vorgesehen ist, das die Seitenholme in der Schliessstellung blockiert.
Eine solche Ausbildung eines Halsrahmens, bei welcher also die öffnung durch gegenseitige Annäherung der unteren und oberen Aufhängung erfolgt, hat den Vorteil einer einfachen Betätigung. Im einfachsten Falle kann beispielsweise die obere Aufhängung des Halsrahmens über eine Kette an einer drehbaren Welle befestigt sein, wobei die Kette auf dieser Welle zum Zwecke des Schliessens des Halsrahmens aufgewickelt und zum Zwecke des öffnens des Halsrahmens von dieser Welle abgewickelt wird. Dadurch wird eine verhältnismässig einfache Bauweise erzielt, jedoch besteht hiebei der Nachteil, dass, um den geschlossenen Zustand des Halsrahmens zu gewährleisten, die die obere Aufhängung des Halsrahmens tragende Kette gespannt sein muss, wodurch dem Tier verhältnismässig wenig Bewegungsfreiheit gegeben wird.
Es ist nun bereits eine Konstruktion bekanntgeworden (USA-Patentschrift Nr. 1, 549, 245), bei welcher eine drehbare Welle vorgesehen ist, an welcher einerseits mittels zweier Ketten der Halsrahmen, anderseits mittels einer weiteren Kette ein Sperrstück aufgehängt sind. Die Öffnung des Halsrahmens, dessen beide Teile gelenkig miteinander verbunden sind, erfolgt dadurch, dass die eine Kette aufgewickelt wird, wobei mit den beiden Halsrahmenteilen befestigte Arme angehoben werden, so dass die beiden Halsrahmenteile auseinanderschwenken. Bei dieser Drehung der Welle wird auch das Sperrstück angehoben, da die das Sperrstück, welches von einem die beiden Halsrahmenteile umgebenden Kranz gebildet ist, tragende Kette im gleichen Sinne auf die Welle aufgewickelt ist, wie die die Auseinanderschwenkung der Halsrahmenteile bewirkende Kette.
Es werden daher bei Drehung der Welle diese beiden Ketten im gleichen Sinn auf-bzw. abgewickelt. Diese Konstruktion ist einerseits verhältnismässig aufwendig, da sie drei Ketten benötigt, anderseits infolge ihrer Eigenart anfällig auf Störungen.
Die Erfindung setzt sich nun zur Aufgabe, die beschriebenen Nachteile zu vermeiden. Die Erfindung geht hiebei aus von dem eingangs beschriebenen Stand der Technik und besteht im wesentlichen darin, dass die obere, zweckmässig am Gelenkpunkt der Seitenholme angreifende Aufhängung zur Öffnung der Seitenholme absenkbar ist und dass das Sperrglied gegenläufig zur oberen Aufhängung beweglich oder ortsfest angeordnet ist und erst bei Überschreiten eines vorbestimmten Annäherungsweges der oberen Aufhängung ausgelöst wird und die Öffnungsbewegung der Seitenholme frei gibt. Auf diese Weise wird der Halsrahmen durch das Sperrglied in der Schliessstellung gehalten, unabhängig davon, ob die Aufhängungen straff angespannt sind oder eine gewisse Bewegungsfreiheit haben, solange nicht die Bewegungsfreiheit so gross ist, dass das Sperrglied dadurch ausgelöst wird.
Der
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erfindungsgemässe Halsrahmen hält somit das Tier mit Sicherheit fest, gibt ihm aber trotzdem genügend seitliche Bewegungsfreiheit. Darüber hinaus wird die Konstruktion gegenüber der früher beschriebenen bekannten Konstruktion vereinfacht und funktionssicherer gestaltet.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Sperrglied von einem Kniehebel gebildet, der an beim Auseinanderspreizen sich einander nähernden Teilen der Seitenholme angelenkt ist und der in der Schliessstellung der Seitenholme seine Strecklage überschreitet, wobei sein mittlerer
Gelenkpunkt ortsfest oder entgegengesetzt zur Aufhängung beweglich ist. Dadurch, dass dieser
Kniehebel seine Streckstellung überschreitet, stellt er eine starre Verriegelung so lange dar, bis er beim öffnen des Halsrahmens durch den aus seinem mittleren Gelenkpunkt wirkenden Zug aus der
Verriegelungsstellung gebracht wird.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert.
Fig. l zeigt den Halsrahmen in geschlossener Stellung und Fig. 2 in offener Stellung. Fig. 3 stellt ein Detail der Aufhängung dar.
Der Halsrahmen besteht aus zwei oberen Seitenholmen--l und 2--, welche durch ein Gelenk - -3-- miteinander verbunden sind. Zwei untere Seitenholme --4 und 5-sind über ein Gelenk - miteinander verbunden und durch Gelenke-7 und 8-- an die oberen Seitenholme angeschlossen. Durch eine im Gelenk --3-- angordnete Feder --9-- werden die Seitenholme --1, 2-- beim öffnen des Halsrahmens in die in Fig. 2 dargestellte Offenstellung auseinandergedrückt.
Das Gelenk --3-- bildet die obere Aufhängung und das Gelenk --6-- die untere Aufhängung, welch letztere mittels einer Kette--10-am Boden befestigt ist. Aus der in Fig. l dargestellten Schliessstellung wird der Halsrahmen-1, 2, 4, 5-- durch gegenseitige Annäherung der unteren Aufhängung-6-und der oberen Aufhängung-3-in die in Fig. 2 dargestellte Offenstellung gebracht. Diese obere Aufhängung --3-- ist über einen Ausgleichhebel --11-- und Ketten - 12-an einer drehbaren Welle-13-angehängt. Durch Drehen der Welle im Sinne des Pfeiles --14-- werden die Ketten --12-- auf der Welle --13-- aufewickelt.
Die obere Aufhängung - wird von der unteren Aufhängung --6-- entfernt und der Halsrahmen in die in Fig. l dargestellte Schliessstellung gebracht. Durch Drehen der Welle --13-- entgegen dem Sinn des Pfeiles - werden die Ketten --12-- von der Welle --13-- abgewickelt, die obere Aufhängung - 3-wird an die untere Aufhängung-6-angenähert und der Halsrahmen wird geöffnet. Wenn lediglich die Ketten --12-- vorgesehen sind, so müssen somit diese Ketten dauernd gespannt bleiben, um den Halsrahmen in der Schliessstellung zu halten, wodurch dem Tier wenig Bewegungsfreiheit gegeben wird.
Die oberen Seitenhohne --1 und 2--sind L-förmig abgewickelt, wobei die L-Schenkel --1', 2'-- aneinander bei --3-- angelenkt sind. An den Abwinkelungsstellen weisen diese Seitenholme --1 und 2-Augen-15-auf, welche sich beim öffnen des Halsrahmens einander nähern. An diesen Augen sind die Enden eines Kniehebelpaares --16,17-- angelenkt und der mittlere Gelenkpunkt --18-- dieses Kniehebelpaares ist über eine Kette-19-an der Welle --13-derart angehängt, dass sie sich bei der Drehung dieser Welle in entgegengesetztem Sinne als die Ketten - 12 aufwickelt.
Wenn nun die Welle-13-im Sinne des pfeiles --14-- verdreht wird und damit die Ketten --12-- angespannt werden, wird die Kette --19-- gelockert. Das Kniehebelpaar --16, 17-- gelangt in die in Fig. 1 dargestellte Spreizstellung über die Totlage hinaus, spreizt die beiden Augen --15-- auseinander und hält damit die Holme--1, 2-- in der Schliesslage. In dieser Schliesslage bleiben die Holme-1, 2-- auch dann, wenn die Spannung der Ketten-12-
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dass sie gespannt wird und das Kniehebelpaar aus der Sperrlage in die in Fig. 2 und 3 dargestellte Lage zieht, in welcher nun der Halsrahmen geöffnet wird.
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