AT267715B - Verfahren zur Herstellung eines Barium-Kaliumchromatpigmentes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Barium-KaliumchromatpigmentesInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung eines Barium-Kaliumchromatpigmentes
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Barium-Kaliumchromatpigmentes aus Bariumhydroxyd und Kaliumbichromat, welches als antikorrosives Pigment bei der Produktion von Lacken dient. Das unter dem Namen"Pigment E"bekannte Barium-Kaliumchromat wird durch Rösten eines Gemisches von Kaliumbichromat und Bariumkarbonat bei etwa 7000 C hergestellt. Beide Substrate müssen bis zu einer Körnung von zirka 20 u gemahlen werden. Das so erhaltene Sinterprodukt bildet einige Millimeter grosse Körner, welches das weitere Mahlen bis zur Erreichung einer Korngrösse von unter 20 li erfordert. Das Rösten bei der oben angeführten hohen Temperatur wie auch das doppelte und genaue Mahlen sind sehr umständlich und verursachen hohe Produktionskosten.
Barium-Kaliumchromat kann auch durch eine Vermischung von wässerigen Kaliumchromat- und Bariumchloridlösungen hergestellt werden. Bei der dadurch eingetretenen Reaktion erhält man einen Niederschlag, der nach dem Durchwaschen und Austrocknen gemahlen werden muss, um die erforderliche Korngrösse des Pigmentes zu gewinnen. Barium-Kaliumchromat kann auch durch Zerreibenvon feingemahlenem Kaliumbichromat und Bariumhydroxyd und durch darauffolgende Erwärmung über 1000 C der so erhaltenen Paste hergestellt werden. Bei der Erwärmung erfolgt die Reaktion zwischen beiden Substraten und gleichzeitig das Trocknen des Produktes. Das Produkt muss dann ebenfalls gemahlen werden.
Die beiden zuletzt beschriebenen nassen Verfahren werden nicht mehr im Industriemassstab angewendet, da nach einem Verfahren, das auf dem Rösten von Kaliumbichromat mit Bariumkarbonat beruht, ein Produkt mit einer besseren Charakteristik erhalten wird.
Das Verfahren nach der Erfindung besteht in der Zubereitung einer Suspension von Bariumhydroxyd und Kaliumbichromat in solch einer Wassermenge, die nicht ausreichend ist, um diese Verbindungen in Lösung zu bringen, und in der Durchführung der Reaktion unter Zerstäubung dieser Suspension in Luft oder in einem oxydierenden bzw. neutralen Gasmedium bei Temperaturen von 270 bis 4000 C.
Zu diesem Zweck eignen sich besonders bekannte Zerstäubungstrockner, die sogenannten Atomiseure. Es erwies sich, dass man auf diesem Wege direkt ein Produkt erhält, das kein weiteres Zerkleinern erfordert. Vorteile des Verfahrens nach dieser Erfindung bestehen darin, dass man die Notwendigkeit des feinen Vormahlens, der Vermischung von trockenen, gepulverten Substraten, der umständlichen Manipulation mit der Paste und des nachträglichen Mahlens des Reaktionsproduktes, d. h. des Pigmentes, ver-
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meidet. An Stelle der Paste wird eine flüssige Suspension angewendet, welche leichtes Umgiessen,
Pumpen usw. erlaubt.
Die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung verläuft wie folgt :
Beide Substrate werden in festem Zustand in stöchiometrischen Mengen in den eine Wassermenge im Verhältnis von etwa 66 Gew. -Teilen 1\0 zu 34 Gew.-Teilen der trockenen Masse der Substrate enthaltenden Mischbehälter eingeführt. Nach dem Vermischen erhält man eine völlige Feinverteilung der beiden Ausgangsstoffe in Wasser. Die so erhaltene Suspension wird kontinuierlich dem Zerstäubungstrockner unter Durchleitung von erwärmter Luft oder eines oxydierenden bzw. neutralen Gasmediums bei einer Eingangstemperatur von 3500 C zugeführt.
Man erhält aus dem Trockner einen Staub von einem Schüttgewicht von etwa 1, 2 g/cm3 und einer Körnung von 5 bis 17 Il. Der so erhaltene Staub eignet sich direkt als Pigment, welches ohne weitere Mahlung zur Anwendung gebracht werden kann. Das Pigment, das im Verfahren nach der Erfindung erhalten wird, ist dem bekannten "Pigment En dadurch überlegen, dass es kugelige Körner aufweist, wodurch das Verbleiben als Suspension im Lacke erleichtert und die Dauerhaftigkeit der Lackemulsion erhöht wird. Der Unterschied, der im Vergleich mit dem"Pigment E"besteht, ist ein minimaler, nur auf dem Wege der Röntgendiffraktion nachweisbarer Gehalt an abgesonderten Barium- und Kaliumchromaten.
In den Fällen, in welchen eine völlige Umsetzung dieser Chromate in Barium-Kaliumchromate erwünscht ist, wird das erhaltene Pigment bei Temperaturen von 400 bis 5000 C während 10 bis 40 min, z. B. 20 min bei 450 C, geröstet. Dabei wird das Pigment nicht gesintert und es behält seine ursprüngliche Korngrösse bei. Der gleiche Erfolg wird durch die Zerstäubung in einem auf eine höhere Temperatur, z. B. 4500 C erhitzten Luft- oder Gasmedium erzielt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Barium-Kaliumchromatpigmentes aus Bariumhydroxyd und Kaliumbichromat, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässerige Suspension von Bariumhydroxyd und Kaliumbichromat in Luft oder einem oxydierenden bzw. neutralen Gasmedium bei einer Temperatur von 270 bis 4000 C zerstäubt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erhaltene Pigmentstaub während 10 bis 40 min nach der Trocknung bei 400 bis 5000 C geröstet wird.
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