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Verfahren zur Herstellung eines Leuchtschaltbildes
Es sind verschiedene Ausführungsarten von Leuchtschaltbildem bekannt, bei denen die lichtdurchlässigen und nach Bedarf gefärbten Symbole von hinten angeleuchtet und in fensterartigen Aussparungen einer Frontplatte eingelassen oder eingegossen sind. Die Frontplatte muss entweder so starr sein, dass sie selbsttragend ist und die Leuchtelemente mit den Verdrahtungen zu tragen vermag oder dann durch Rippen besonders verstärkt werden.
Es ist auch bekannt, die Symbolabschirmungen mittels des für die Leuchtsymbole verwendeten lichtdurchlässigen Giessharzes an der Rückseite der Frontplatte aufzukleben.
Wenn man die fensterartigen Aussparungen der Symbole aus einem relativ dicken Frontblech durch photographisches Ätzverfahren schneidet, so entsteht an den Rändern keine saubere zur Frontplatte senkrechte Schnittfläche, weil das Ätzmittel am Rande der weggeätzten Fläche in Funktion der Blechdicke verschieden stark wirkt. Die so hergestellten Leuchtschaltbilder erfahren an den Rändern der Aussparungen Lichtreflexionen, die zu unscharfen Randzonen der beleuchteten Symbole führen.
Eine Nachbearbeitung der geätzten Symbolränder wäre jedoch zu aufwendig.
Die in einem dünnen Metallblatt durch photographisches Ätzverfahren hergestellten Aussparungen der Symbole weisen keine derartigen Nachteile auf. Das relativ dünne Frontblech hat nur die Aufgabe, ein Durchdringen des Lichtes an den unerwünschten Stellen zu verhindern. Diese lichtundurchlässige Schicht könnte auch aus einem andern nichtmetallischen, aber ätzbaren Werkstoff bestehen. Das photographische Ätzverfahren zeichnet sich durch hohe Wirtschaftlichkeit aus und erlaubt, gezeichnete Schaltbilder auf einfache Weise auf ein ätzbares Blatt zu übertragen.
Die aus einem relativ dünnen Metallblatt bestehende Frontplatte eines Leuchtschaltbildes hat aber den Nachteil ungenügender Festigkeit. Ein Aufkleben des mit den weggeätzten Aussparungen der Symbole versehenen Metallblattes auf eine besondere Tragplatte wäre viel zu umständlich.
Die Erfindung bezweckt die Verstärkung der mechanischen Festigkeit einer dünnen, nicht selbsttragenden, lichtundurchlässigen Frontplatte, so dass die mechanische Festigkeit der verstärkten Frontplatte auch gestattet, die seitlichen Abschirmungen der Lichtquellen, die lichtdurchlässigen Kunststoffüllungen der fensterartigen Aussparungen sowie die hinter der Frontplatte des Leuchtschaltbildes angeordneten Beleuchtungselemente mit ihren Verbindungsleitungen und Befestigungsteilen zu tragen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Leuchtschaltbildes mit von hinten elektrisch beleuchteten Symbolen aus in fensterartige Aussparungen einer Frontplatte eingebrachtem, lichtdurchlässigem und nach Bedarf gefärbtem Kunststoff und hinter jedem Symbol angeordneten seitlichen Abschirmungen, die ein Anleuchten benachbarter Symbole verhindern, und ist dadurch gekennzeichnet, dass die ganze Rückseite der nicht selbsttragenden Frontplatte mit einer wenigstens 3 mm dicken Schicht aus giessbarem Kunstharz bedeckt wird, in welcher Schicht sowohl die seitlichen Abschirmungen als auch allfällig zur Halterung des Leuchtschaltbildes dienende Befestigungsteile wenigstens teilweise eingebettet und nach dem Erstarren der Kunstharzschicht festgehalten sind.
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In den Zeichnungen sind Teilausschnitte eines nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Ausführungsbeispiels eines Leuchtschaltbildes in verschiedenen Herstellungsstufen dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. l die Eckpartie einer horizontal mit der Rückseite nach oben gelagerten Frontplatte mit den teilweise in einer Kunstharzschicht eingebetteten seitlichen Abschirmungen und einem Befestigungsbolzen, nebst der zum Aufgiessen des Kunstharzes notwendigen, noch nicht entfernten Umrandung. Um die verschiedenen Materialdicken besser sichtbar zu machen, sind einzelne Teile stufenweise weggeschnitten dargestellt.
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den unteren Teil eines Leuchtschaltbildes, Fig. 3 die Rückansicht der Eckpartie eines Leuchtschaltbildes, wobei ein Teil der die gedruckte Schaltung tragenden Isolierplatte weggeschnitten dargestellt ist, um auch die Rückseite der Frontplatte sichtbar zu machen.
Zur Herstellung des dargestellten Ausführungsbeispieles wird folgendermassen verfahren :
Die Frontplatte --1--, welche vorzugsweise aus einem verhältnismässig dünnen Metallblatt besteht, in das die Symbolaussparungen-2--geätzt sind, wird, wie Fig. l zeigt, auf eine ebene und horizontale Unterlage --3-- gebracht und die Rückseite der Frontplatte mit einer dünnen
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Solange die genannte Bindemittelschicht noch klebrig ist, bringt man sowohl die seitlichen Abschirmungen-6-für die Symbole, als auch allfällig vorgesehene Befestigungsteile --7-- an den ihnen auf der Frontplatte bestimmten Stellen an und wartet, bis sie an der sich verfestigenden Bindemittelschicht genügend haften.
Dann giesst man in die von den seitlichen Abschirmungen--6--umgrenzten Flächen der Frontplatten-Rückseite und in die fensterartigen Aussparungen--2--der Symbole eine wenige Millimeter dicke Schicht --8-- von lichtdurchlässigem Kunstharz, welches nach Wahl für die einzelnen Symbole verschieden gefärbt sein kann. Durch das vorherige Aufkleben der seitlichen Abschirmungen --6- mittels der Lackschicht--4--wird verhindert, dass sich die lichtdurchlässigen Kunstharzschichten--8--ausserhalb der Abschirmungen ausbreiten.
Nachdem sich die Schichten --8-- innerhalb der seitlichen Abschirmungen-6-genügend verfestigt haben, überdeckt man alle noch frei gebliebenen Flächen der Frontplattenrückseite mit einer Schicht --9-- von wenigstens 3 mm Dicke aus einem, einen Füllstoff, z. B. Quarzsand, enthaltenden Kunstharz. Diese Kunstharzschicht muss nicht lichdurchlässig sein, der Zuschlag eines Füllstoffes bedeutet eine wesentliche Verbilligung und nach dem Erhärten sind auch die allfällig vorgesehenen Befestigungsteile --7-- in der Schicht wenigstens teilweise eingebettet und es erübrigt sich, die Frontplatte zusätzlich zu versteifen.
Nach dem Erhärten der Schicht--9--kann die zum übergiessen der Rückseite notwendig gewesene Umrandung--5-entfernt und die ganze Frontplatte von ihrer Unterlage-3abgehoben werden.
Um das Leuchtschaltbild zu vervollständigen, wird, wie die Fig. 2 und 3 zeigen, mittels vorzugsweise bolzenförmiger Befestigungsteile --7-- die lämpchentragende Isolierplatte --10-- so aufgeschraubt, dass zwischen dieser Platte und den rückseitigen Kanten --11-- ein Zwischenraum --12-- bestehen bleibt, der eine Luftzirkulation ermöglicht und die Kühlung der Lämpchen-13- fördert.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind sogenannte RAFI-Lämpchen vorgesehen, welche besonders wenig Platz erfordern, mittels bajonettartiger Befestigung in Ausschnitten--14--der Isolierplatte --10- sitzen und in bekannter Weise mit einer gedruckten Schaltung --15-- direkt in elektrischem Kontakt stehen. Auf diese Weise erübrigen sich interne Drahtverbindungen zu den Lämpchen, was die übersicht erhöht und ein Auswechseln der Lämpchen wesentlich erleichtert.
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aus einzelnen Teilfeldern zusammen, wobei verlängerte Befestigungsbolzen--7--und besondere Tragrahmen --18-- verwendet werden können.
Die seitlichen Abschirmungen --6-- sind nach Form und Grösse den die Symbole darstellenden Aussparungen anzupassen. In Fig. l ist um die Symbolaussparung--2-der Grundriss der zugehörigen Abschirmung strichpunktiert angedeutet. Je nach Bedarf können solche Abschirmungen entweder aus Hohlprofilen hergestellt, oder aus einem Metallband entsprechend geformt sein, wie Pos. 19 in Fig. l beispielsweise zeigt.