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Kopierte, insbesondere gedruckte oder geätzte Schaltung
Die Erfindung bezieht sich auf eine kopierte, insbesondere gedruckte oder geätzte Schaltung, deren
Leiterbahnen auf einer Trägerplatte aufgebracht sind, die mit Durchbrüchen bzw. Bohrungen für die
Durchführung der Anschlussdrähte von elektrischen Bauteilen und bzw. oder der Drahtenden einer freien
Verdrahtung versehen ist. Mit elektrischen Bauteilen verbundene gedruckte oder geätzte Schaltungen sind an sich bekannt.
Bei einer bekannten kopierten Schaltung werden die Durchführungslöcher direkt auf der Leiterbahn an ringförmig verstärkten Stellen angebracht. In den Fig. l und 2 ist ein Ausschnitt aus einer solchen ko- pierten Schaltung dargestellt. Auf der Trägerplatte l sind Leiterbahnen 2 angeordnet, die an der Stelle des
Durchführungsloches 3 ringförmig verstärkt sind. Die Anschlussdrähte 4 werden durch die Bohrungen 3 hin- durchgeführt und mit den Leiterbahnen 2 verlötet.
Derartig aufgebaute, kopierte Schaltungen weisen einige wesentliche Nachteile auf. Zum Beispiel wirken die ringförmigen Verstärkungen an der Stelle der Durchführungslöcher als Kurzschlussring. Dies ist insbesondere bei der Anwendung des sogenannten Hochfrequenzlötverfahrens nachteilig, weil dadurch die
Dosierung der für die Lötung erforderlichen Feldenergie erschwert wird. Ferner lassen sich die Leiterbah- nen, bedingt durch die ringförmigen Verstärkungen, oft nicht so dicht aneinanderfügen, wie dies bei
Kleinstgeräten erforderlich. ist. Die Anordnung der Leiterbahnen und die Anbringung der ringförmigen
Verstärkungen ist bei Festlegung eines für die Serienfabrikation günstigen Teilungsschemas für die Durch- führungslöcher an dieses Schema gebunden.
Es sind auch schon gedruckte Schaltungen beschrieben, bei denen in der Trägerplatte Bohrungen der- art neben den Leiterbahnen angeordnet sind, dass die durch diese Bohrungen gesteckten, an die Leiterbah- nen anzulötenden Anschlusselemente der Bauteile eine Kante der jeweiligen Leiterbahn berühren.
Weiterhin ist es schon bekannt, die durch Bohrungen der Trägerplatte hindurchgeführten Anschluss- drähte abzuwinkeln und die auf der Leiterbahn aufliegenden Drahtenden mit der Leiterbahn zu verlöten ; diese Bohrungen sind entweder auf-oder neben der Leiterbahn angeordnet, wobei im zuletzt erwähnten
Falle die Drahtenden in Richtung auf die zugehörigen Leiterbahnen abgewinkelt sind.
Wenn die Bohrungen neben den Leiterbahnen angeordnet, die Anschlussdrähte der Bauteile durch die
Bohrungen hindurchgeführt, in Richtung auf die zugehörigen Leiterbahnen abgewinkelt und mit den zuge- hörigen Leiterbahnen verlötet sind, ergeben sich eine Reihe wesentlicher Vorteile. Die Leiterbahnen kaon- nen auf engstem Raum aneinandergereiht werden, da sich ringförmige Verstärkungen erübrigen und die
Leiterbahnen die zugehörigen Durchführungslöcher tangieren. Durchführungslöcher und Anschlussdrähte der Bauteile brauchen nicht für eine bestimmte Löttechnik aufeinander abgestimmt sein. Besonders vor- teilhaft ist diese Anordnung bei Anwendung der Hochfrequenzlöttechnik, da die Leiterbahnen keinerlei ringförmige Verstärkungen aufweisen, die im Hochfrequenzfeld als Kurzschlussring wirken.
Durch Umbie- gen des Anschlussdrahtes auf die Leiterbahn entsteht eine grossflächige, leicht kontrollierbare Lötstelle.
Bei Anordnen der Durchführungslöcher in ein zur Erleichterung der Serienfabrikation vorgesehenes Raster oder Teilungsschema tritt keinerlei Beschränkung hinsichtlich der Anordnung der Leiterbahnen auf. Auch die Anfertigung einer Druckvorlage, insbesondere nach einem Verfahren, bei welchem die vorgedruck- ten Leiterbahnen zunächst mittels Klebestreifen hergestellt werden, wird wesentlich erleichtert, da ledig-
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lich Streifen in verschiedenen Breiten zur Verarbeitung bereitgestellt werden müssen.
Bei der Überprüfung von Schaltungen oder Bauteilen, insbesondere von solchen mit mehreren, mechanisch zusammenhängenden Anschlüssen ist es ferner möglich, jeden Anschluss einzeln freizulöten.
In den Fig. 3 und 4 ist die zuletzt erwähnte Anordnung für einen einzigen Bauteil dargestellt. Die Fig. 3 zeigt in ihrem unteren Teil einen bereits bekannten Anschluss. In der Trägerplatte 10 ist das Durchführungsloch 6 derart neben der Stirnseite der Leiterbahn 7 angeordnet, dass es diese tangiert. Das freie Ende des Anschlussdrahtes des Bauteiles 9 ist durch dieses Loch 6 hindurchgeführt und in Richtung auf die Leiterbahn 7 so abgewinkelt, dass es auf dieser Leiterbahn aufliegt. Dadurch ergibt sich eine grossflächige und leicht kontrollierbare Lötstelle. Solche Lötstellen können im Bedarfsfall in einfacher Weise auch einzeln wieder frei gelötet werden.
Wie der obere Teil der Fig. 3 sowie die Fig. 4 zeigen, ist es natürlich auch möglich, die Bohrungen für die Anschlussdrähte der Bauelemente neben der Längsseite einer Leiterbahn anzuordnen. Das Drahtende 8 des jeweiligen Bauteiles wird dann nach Durchführung durch eine Bohrung 6 ebenfalls in Richtung auf die Leiterbahn 7 abgewinkelt.
Üblicherweise sind nun nicht nur die Anschlussdrähte eines, sondern zahlreicher Bauelemente mit dem auf einer Trägerplatte aufgebrachten Leiterbahnen einer gedruckten Schaltung zu verlöten. Das Abwinkeln sämtlicher Drahtenden kann nun, beispielsweise durch Umwalzen, dann in einem einzigen Arbeitsgang durchgeführt werden, wenn erfindungsgemäss die Leiterbahnen derart ausgebildet und die Durchbrüche derart neben den Längs- und bzw. oder Stirnseiten der Leiterbahnen sowie neben allenfalls vorgesehenen Stichleiterbahnen und bzw. oder ein-oder mehrfach abgewinkelten Leiterbahnen angeordnet sind, dass für das Umbiegen aller Anschlussdrähte einer Trägerplatte nur eine Biegerichtung erforderlich ist.
Es kann auch zweckmässig sein, die Leiterbahnen an der Lötstelle zu verbreitern. Wenn mehrere Lötanschlüsse dicht nebeneinander durch die Trägerplatte hindurchgeführt werden müssen, so ist es unter Umständen günstig, neben den Leiterbahnen schlitzartige Durchbrüche in der Trägerplatte vorzusehen.
Im linken Teil der Fig. 5 ist eine erfindungsgemäss kopierte Schaltung dargestellt, u. zw. mit verschiedenartigen Zuordnungen der Durchführungslöcher zu verschiedenartig ausgebildeten Leiterbahnen.
Auf der Trägerplatte 16 ist z. B. eine Leiterbahn 11 mit an ihrer Längsseite befindlichen Durchführungslöchern angeordnet. Die Leiterbahn 12 ist an der Stelle der Durchführungslöcher verbreitert. Bei den Lei-
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Stirnseite der Leiterbahnenche Abwinkelung der Drahtenden in verschiedenen Richtungen entspricht jedoch nicht dem Gegenstand vorliegender Erfindung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kopierte, insbesondere gedruckte oder geätzte Schaltung, deren Leiterbahnen auf einer Trägerplatte aufgebracht sind, mit neben den Leiterbahnen angeordneten Durchbrüchen bzw. Bohrungen für die Durchführung der Anschlussdrähte von elektrischen Bauteilen und bzw. oder der Drahtenden einer freien Verdrahtung, welche Anschlussleitungen an den Enden in Richtung auf die zugehörigen Leiterbahnen abgewinkelt und mit den zugehörigen Leiterbahnen verlötet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahnen derart ausgebildet und die Durchbrüche derart neben dem Längs- und bzw. oder Stirnseiten der Leiterbahnen sowie neben allenfalls vorgesehenen Stichleiterbahnen und bzw.
oder ein-oder mehrfach abgewinkelten Leiterbahnen angeordnet sind, dass für das Umbiegen aller Anschlussdrähte einer Trägerplatte nur eine Biegerichtung erforderlich ist.
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