AT267570B - Verfahren zur Warmformgebung von härtbarem Stahl, insbesondere Schnelldrehstahl - Google Patents

Verfahren zur Warmformgebung von härtbarem Stahl, insbesondere Schnelldrehstahl

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AT267570B
AT267570B AT500764A AT500764A AT267570B AT 267570 B AT267570 B AT 267570B AT 500764 A AT500764 A AT 500764A AT 500764 A AT500764 A AT 500764A AT 267570 B AT267570 B AT 267570B
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Boehler & Co Ag Geb
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  Verfahren zur Warmformgebung von härtbarem Stahl, insbesondere Schnelldrehstahl 
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   Erfindungsgemäss wird daher ein Verfahren zur Warmformgebung durch Walzen, Schmieden oder Pressen von härtbarem, insbesondere höher legiertem Werkzeug- und warmfestem Stahl, wie   z. B.   



  Schnelldrehstahl, vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass der Stahl auf eine Temperatur erwärmt wird, die seinen    Ac 1 -Punkt   nicht überschreitet und um nicht mehr als 1200C unterschreitet und hierauf die Warmformgebung im wesentlichen in diesem Temperaturbereich durchgeführt wird. 



   Es hat sich bei der Durchführung des Verfahrens auch gezeigt, dass die guten Verformungseigenschaften im genannten Temperaturbereich nicht verloren gehen, wenn der    AC1-Punkt,   keinesfalls aber der    Acs -Punkt,   kurzzeitig und geringfügig überschritten wird, wie es durch die entstehende Verformungswärme leicht geschehen kann. Es ist daher die Einhaltung des genannten Temperaturbereiches nicht unbedingt nötig und es genügt, wenn während der Verformung vorwiegend der genannte Temperaturbereich eingehalten wird. Das Ausmass der zulässigen Überschreitungen ist von der Stahlzusammensetzung abhängig und kann im Einzelfall leicht durch entsprechende Versuche ermittelt werden.

   Wichtig ist dabei, dass durch die Temperaturüberschreitung noch keine wesentliche   oc-y-Umwandlung   und Auflösung der Carbide stattfindet. 



   Im allgemeinen kann aber auch ohne Temperaturüberschreitung das Auslangen gefunden werden, wenn die durch die Verformungswärme verursachte Temperaturerhöhung bereits bei der Anwärmung vor der Verformung und bei der Bemessung der Wärmeverluste zwischen den einzelnen Verformungsschritten berücksichtigt wird. 



   Besondere Verformungsgrade können dann erhalten werden, wenn durch geeignete Vorversuche im Einzelfall die beste Temperatur innerhalb des oben angegebenen Temperaturbereiches ermittelt und diese bei der Verformung eingehalten wird. Als Versuchsarten kommen Walz-, Stauch-, Warmzerreissund Warmtorsionsversuche in Frage. Die Durchführung solcher Versuche war bereits zur Ermittlung der günstigsten Verformungstemperatur innerhalb des bisher üblichen Temperaturbereiches vielfach üblich und ist dem Fachmann hinreichend bekannt. 



   Durch die Erfindung ist es möglich, grosse Verformungsgrade auch bei vergleichsweise niedrigen Warmformgebungstemperaturen zu erreichen und somit die Nachteile hoher Temperaturen, wie z. B. die starke Entkohlung oder Spannungsrisse bei der Abkühlung, zu vermeiden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Warmformgebung durch Walzen, Schmieden oder Pressen von härtbarem, insbesondere legiertem   Werkzeug-undwarmfestem   Stahl, wie z. B. Schnelldrehstahl, dadurch gekennzeichnet, dass der Stahl auf eine Temperatur erwärmt wird, die seinen    Ac 1 -Punkt   nicht überschreitet und um nicht mehr als 1200C unterschreitet und hierauf die Warmformgebung im wesentlichen in diesem Temperaturbereich durchgeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Warmformgebung der AC1-Punkt, keinesfalls aber der Ac-Punkt, kurzzeitig und geringfügig überschritten wird.
AT500764A 1964-06-11 1964-06-11 Verfahren zur Warmformgebung von härtbarem Stahl, insbesondere Schnelldrehstahl AT267570B (de)

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