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Lesevorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Lesevorrichtung zum Eingeben eines auf einem bandförmigen Aufzeichnungsträger festgehaltenen Steuerprogramms in eine digital arbeitende, insbesondere mit einem elektromotorisch getriebenen Drucker versehene Rechenmaschine bzw. -einrichtung.
Es ist bereits bekannt, in Datenverarbeitungsanlagen bzw. Rechenmaschinen über einen bandförmigen Aufzeichnungsträger ein Steuerprogramm einzugeben. Dabei wird beispielsweise das Band getaktet weitergeschaltet. Es ist aber auch eine Einrichtung bekannt, die erlaubt, die auf dem Band gespeicherten Informationen bzw. Steuerbefehle bis zu einer Maximalgrenze in beliebiger Geschwindigkeit einzugeben. Dies bedeutet, dass die das Band aufnehmende und an einem Lesekopf vorbeitransportierende Umspulvorrichtung ohne Geschwindigkeitsstabilisierung ruckfrei betrieben werden kann.
Ausgehend von einer Einrichtung letztgenannter Art, ist es Aufgabe der Erfindung, eine besonders einfache Lesevorrichtung und eine Antriebs- und Umspulvorrichtung hiefür zu schaffen. Diese Einrichtung soll bei Inbetriebnahme der Rechenmaschine, gegebenenfalls in Doppelspurbetrieb für Hinund Rücklauf, die Umspulvorrichtung auf Vor- und anschliessend selbsttätig auf Rücklauf steuern und dann den Antrieb für die Umspuleinrichtung stillsetzen. Weitere Aufgabe ist es, die Umspulvorrichtung mit einer Start-Stopp-Einrichtung zu versehen, die erlaubt, die Spulrichtung bei voller Bandgeschwindigkeit um-bzw. abzuschalten.
Nach der Erfindung ist die aus zwei Spulenkörpern, einem für die Abwickelspule und einem für die Aufwickelspule des Aufzeichnungsträgers sowie einem elektromotorisch angetriebenen Reibrad bestehende Umspulvorrichtung durch bei Inbetriebnahme der Maschine einrückbare, durch die Umspulvorrichtung beeinflusste Schaltmittel derart steuerbar, dass das beim Einschalten des Maschinenantriebs bzw. der Programmeingabeeinrichtung an den aufwickelnden Spulenkörper angekuppelte Reibrad gegen Ende des Umspulvorganges in einer Richtung, durch den abwickelnden Spulenkörper bzw.
den von ihm ablaufenden Aufzeichnungsträger gesteuert, von dem aufwickelnden Spulenkörper ab- und (zur Erzielung einer entgegengesetzten Bandlaufrichtung) in umgekehrtem Drehsinn an den bisher abwickelnden Spulenkörpern ankuppelbar ist, wodurch ein Rückspulen des Aufzeichnungsträger erfolgt, bis gegen Ende des Rücklaufs, durch den jetzt abwickelnden Spulenkörper bzw. den von ihm ablaufenden Aufzeichnungsträger gesteuert, das Reibrad aus dem bis dahin getriebenen Spulenkörper ausrückbar und durch ein den Steuermitteln zugeordnetes Sperrglied in einer ausgekuppelten Mittelstellung feststellbar ist.
Die Steuermittel können nach Art eines Gelenkparallelogramms ausgebildet sein, das mit Schalt- und Stoppanschlägen in den Umlaufbereich von Schaltarmen der beiden Spulenkörper ragt und seinerseits Schubglieder zum Umschwenken eines das Reibrad tragenden, auf der Motorwelle schwenkbar gelagerten Getriebearmes aufweist. An dem Stuerparallelogramm kann eine Feder so angreifen, dass sie jeweils beim Umschalten die Steuerglieder aus der labilen Mittelstellung in die eine oder andere stabile Endlage bewegt und mit ihrer Kraft das Reibrad an den jeweiligen Spulenkörper anlegt.
Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung
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dargestellten Ausfihrungsbeispieles hervor.
Die Figur zeigt eine perspektivische Ansicht einer an eine digital arbeitende, elektronische Rechenmaschine angebauten Lesevorrichtung und deren Antriebsanordnung.
In einem gestellfesten Rahmen --1-- sind in Armen --2,3-- Zapfen --4,5-- vorgesehen, auf denen Spulenkörper --6,7-- über je eine an sich bekannte Reibbremse --8,9-- bedämpft, drehbar gelagert sind. Jeder der Spulenkörper --6,7-- ist mit einem Reibkranz --10,11- für ein beiden Spulenkörpern --6,7-- gleichermassen zugeordnetes Reibrad --12-- versehen. Das Reibrad --12-- ist mit einem Ritzel --13-- fest verbunden und mit diesem auf einem Zapfen-14- eines Armes --15-- drehbar gelagert.
Der Arm--15--ist schwenkbar auf einer Wele --16--
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weisen die Wickelkerne, wie am Wickelkern --19-- veranschaulicht ist, Einschnitten --31-- auf, in die der jeweilige Stift --27-- beim Aufwickeln des Bandes --20-- von dem Band selbst entgegen der Kraft der Feder --25-- eingeschwenkt wird, noch ehe die erste volle Umschlingung des Wickelkerns --19-- durch das Band --20-- beendet ist.
Auf einem Zapfen --32-- des Armes --2-- ist weiterhin ein Hebel --33-- und auf einem Zapfen --34-- des Rahmens --1-- ein weiterer Hebel --35-- gelagert. Die beiden Hebel-33 und 35-sind über eine Zugstange --36-- miteinander gekoppelt. An dem Hebel --33-- ist ein Anschlag --37-- und an dem Hebel --35-- ein Anschlag --38-- angeordnet. Diese beiden Anschläge --37 und 38-sind so angeordnet, dass sie in den Umlaufbereich des Lappens-23 bzw. 24-ragen, wenn der Schaltarm --21 bzw. 22--ausgeschwenkt ist. Beim Aufschlagen des Lappens --23-- auf den Anschlag --37-- wird der Hebel-33-und über die Stange --36-- auch der
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Am Schalthebel --33- ist weiterhin noch an dessen Arm --39-- eine Rolle --40-angeordnet, die an einem Hebel --41-- ansteht. Der Hebel --41-- ist auf einer Achse --42-schwenkbar gelagert. An seinem freien Ende greift eine kräftige Feder --43-- an, die den Hebel --41-- bzw. einen dachförmig geformten Teil--44--desselben, gegen die Rolle --40-- drückt.
Der Teil --44-- des Hebels-41-bewirkt, dass über die Rolle --40-- der Hebel --33-- aus der labilen Mittelstellung je nach Schaltrichtung in eine der beiden End-Schaltstellungen gedrückt wird.
In der Endlage ist das Reibrad --12-- entweder mit dem Reibkranz --10-- des Spulenkörpers - oder mit dem Reibkranz --11-- des andern Spulenkörpers --7-- gekuppelt. Zum Umschalten des Reibrades --12-- bzw. des Armes-15--, der den Lagerzapfen-14-für das
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hinausragenden Ende ist die Achse --42-- mit einem gerändelten Bedienungsknopf-48versehen. Im Bereich von umwinkelten Lappen-49, 50- zweier auf einem Zapfen --51-- des
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Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, dient die Feder --55-- als Andruckfeder, mit deren Kraft, auf die beiden Scherenarme-52, 53-- gleichmässig verteilt, die Führungsrollen-58-den
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- gehaltert ist.
Diese Sofitte beleuchtet durch Bohrungen im Lampengehäuse --61-- den Aufzeichnungsträger --20-- von unten. Darüber sind in einem Halter --63-- nebeneinander drei Photodioden-64, 65, 66- angeordnet. Während die mittlere lichtempfindliche Zelle-65-der
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Aufzeichnungsträgers-20-dient,Innenspur-69-beim Rücklauf des aufzeichnungsträgers --20-- von einem Spulenkörper --6--zumandernSpulenkörper--7--ab.
Zum Umschalten der Abtastdioden-64, 66- bei Vor- bzw. Rücklauf dient ein Schalter - mit zwei festen Aussenkontaktfahnen-71, 72-- und einer beim Eindrücken eines Schaltstiftes --73-- umlegbaren Kontaktzunge --74--. Die Kontaktfahne --71-- ist beispielsweise mit der Diode--64--zum Abtasten der Vorlaufspur --68--, die Kontaktfahne --72-- mit der Diode-66-zum Abtasten der Rücklaufspur --69-- verbunden. Die Taktabtastdiode --65-- ist immer eingeschaltet und dient sowohl beim Vor- als auch beim Rücklauf der optischen Abnahme der Takt- oder Schrittimpulse.
Der Stift --73-- wird vom Hebel-33-
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--73-- währendRuhearbeitskontakten-76, 77-- versehene Schalter --75-- wird über einen Stift-78gleichfalls von dem Hebel --33-- betätigt, u.zw. so, dass der Schalter --75-- in der dargestellten Ruhestellung der Antriebseinrichtung geöffnet ist.
Zum Festhalten der Antriebsanordnung in einer neutralen Stellung zwischen den zwei Schaltendstellungen ist am Arm-15-eine seitliche Abwinkelung --79-- vorgesehen, die in einer
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ihrem andern Ende an einem ortsfesten Stift --84-- des Rahmens ---- angreift, hält die Klinke --81-- an der Abwinkelung --79-- in Anschlag.
Die Auslösung der Klinke --81-- geschieht über eine Schubstange-85-, die über ein Langloch an dem Stift --84-- geführt ist und mit ihrem unteren Ende auf dem Stift --83-- der Klinke--81--aufsitzt. Mit ihrem oberen Ende ist die Schubstange --85-- an einem Schaltarm - angelenkt. Eine zwischen einer Gelenkwelle --87-- und einem im Rahmen-l-- befestigten Stift --88-- vorgeschene Feder --89-- hält den Schaltarm --86-- in seiner dargestellten Ausgangsstellung.
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- -92-- auf. über dem Schaltarm --86-- ist ein Schalthebel--93--schwenkbar am Rahmen - angelenkt.
In der "Aus"-Schaltlage ruht eine Rolle--94--dieses Schalthebels--93--in
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Umlegen des Schalthebels --93-- in Richtung des Pfeiles b werden Kontakte-97, 98- durch eine Schalterwelle--99--geschlossen.
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--20-- wird--54-- die Lappen --49,50-- der Arme-52, 53-. Die Schere wird geöffnet, d. h. die Lagerzapfen-56, 57- werden abgesenkt, so dass zwischen der Führungsrolle-58-und der Andruckrolle-59-ein Spalt entsteht, in den der Aufzeichnungsträger --20-- axial eingeschoben und in die Führungsrolle--58--eingelegt, bzw.
umgekehrt ausgehoben und axial herausgezogen,
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nur einmal abläuft, wegen seiner Dauerverwendung jedoch einer gewissen Beanspruchung unterliegt, ist er aus formstabilem und reissfestem Werkstoff, z. B. aus 0, 02 mm Blaustahl hergestellt.
Zur Inbetriebnahme der Maschine ist der Schalthebel --93-- in Richtung des Pfeiles b zu
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auch für den Antrieb --17-- des nicht dargestellten Druckers. über die Welle --16-- wird das Reibradgetriebe-18, 13, 12- in Richtung der Pfeile a in Drehung versetzt. Da der das Reibradgetriebe-18, 13, 12- tragende Schwenkarm --15-- zunächst unter dem Einfluss der Abdachung-44--, die unter der Kraft der Feder --43-- and der Rolle --40-- des Hebels - anliegt, mit seiner Abwinkelung --79-- an der Raststufe --80-- der Klinke --81-ansteht, läuft der Antrieb --16,18,13,12-- zunächst leer an.
Beim Umlegen des Schalthebels --93-- wird aber durch die Rolle --94-- während des Überfahrens der Nocke --92-- der Schaltarm --86-- entgegen der Kraft der Feder-89verschwenkt. Dabei drückt die Schubstange --85-- über den Stift --83-- die Klinke --81-entgegen der Kraft der Feder --82-- nach unten, so dass deren Raststufe-80-die Abwinkelung --79-- freigibt. Unter der Kraft der Feder --43-- wird über den Hebel --41--, dessen Schräge --44--, die Rolle --40-- des Hebels --39-- und die Zugstange --36-- bzw. deren Lappen
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umgespult.
Nach etwa einer halben Umdrehung des Spulenkörpers-7-läuft der Aufzeichnungsträger --20-- auf den Stift --28-- des Schaltarmes --22-- auf und verschwenkt diesen entgegen der Kraft der Feder --26-- so weit radial nach innen, dass der Anschlag --24-- aus dem Bereich der Rolle --38-- gelangt. Die dem Spulenkörper --6-- zugeordnete Ablauf-Reibbremse --8-- sorgt für den erforderlichen Bandzug zum überwinden der Feder --26--.
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36, 35-- hat- mit einer Endmaximalgeschwindigkeit von beispielsweise 4 m/sec wird die Vorlaufspur - -68-- abgetastet. Die Mittelspur-67-dient, wie bereits erläutert, als Taktspur. Die Abtastung
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herausgehoben und im Schlitz --29-- radial ausgeschwenkt.
Nach etwa einer halben weiteren Umdrehung des Spulenkörpers-6-trifft der Lappen --23-- auf die Anschlagrolle --37-- und nimmt dabei unter Abbau der kinetischen Energie des Spulenkörpers--6--den Anschlag--37-- bzw. den Hebel-33, 39- mit. Dadurch aber schwenkt die Zugstange --36-- mit ihrem Lappen --47--, der gegen die Rolle--45--trifft, den Arm--15--in Uhrzeigerrichtung. Das Reibrad
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wird--9-- setzt den Spulenkörper-7-still.
Beim Verschwenken des Hebels-33, 39- in Uhrzeigerrichtung lenkt auch zunächst der Hebel --33,39-- über die Rolle --40-- den Hebel --41-- durch Abdrängen der Schräge --44--
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entgegen der Kraft der Feder --43-- aus und wirkt damit bremsend auf die Bewegung des Hebels --33, 39-- bzw. des in diesem Moment über den Stopp anschlag --37-- und den Lappen-23-
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--21-- mitFeder --43-- auf das Reibrad --12-- in einkuppelndem Sinne, d. h. die Feder-43gewährleistet den zur Reibkupplung nötigen Anlagedruck allein oder in Verbindung mit einer zusätzlichen Arbeitsfeder.
Beim Verschwenken des Hebels-33, 39- läuft dessen mit der Zugstange --36-- gelenkig
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Umschalters-70-und- zur Abtastung der Rücklaufspur --69--. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, geht die Umschaltung bzw. Umkehrsteuerung der Bandspuleinrichtung innerhalb kürzesten Zeitraumes, wesentlich innerhalb einer halben Umdrehung des Spulenkörpers --6-- vor sich.
Nunmehr wird von dem in Richtung des Pfeiles a umlaufenden Reibrad --12-- der Spulenkörper --6-- entgegen der Uhrzeigerrichtung gedreht und dabei der Aufzeichnungsträger vom Spulenkörper --7-- auf den Spulenkörper --6-- zurückgewickelt. Die Reibbremse --9-- sorgt
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die Stange --36-- nach rechts. Dabei schiebt der Lappen --46-- die Rollle --45-- vor sich her, bis der Arm-15-mit seiner Abwinkelung --79-- an der Rast --80-- der Klinke --81-- anschlägt.
Beim Umschwenken läuft zunächst die Rolle-40-am Arm-39-des Hebels-33von rechts kommend gegen die Schräge --44-- des Hebels --41-- an und spannt dabei die Feder
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-43--.- 75-- eingedrückt, d.h. der Kontakt zwischen den Zungen-76 und 77-- für die Sofittenlampe --62-- bleibt geöffnet stehen.
Der Schalthebel --93-- ruht bis zum Ausserbetriebsetzen der Maschine mit seiner Rolle --94-- in der Rastmulde-90--. Die beschriebene Antriebsanordnung für die Lesevorrichtung zum Eingeben eines festen Maschinen-Steuerprogramms bleibt in Ruhe, sobald sie den vorbeschriebenen Ablauf einmal durcheilt hat. Durch diese Einrichtung wird der mit einem Steuerprogramm versehene bandförmige Aufzeichnungsträger gelesen, u. zw. entweder beim Vor- und beim Rücklauf je eine Spur oder alle Informationen beim Vor- oder Rücklauf. In letztgenanntem Falle läuft die jeweils entgegengesetzte Bewegung als reiner Umspulvorgang ab.
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