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Vorrichtung bei Magnetbandgeräten zur selbsttätigen Aufnahme des Bandanfanges eines Bandwickels durch die laufende
Aufwickelspule
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung bei Magnetbandgeräten zur selbsttätigen Aufnahme des Bandanfanges eines rückspulbar, vorzugsweise in einer Kassette, gelagerten Bandwickels durch die laufende Aufwickelspule, die mit Flanschausnehmungen versehen ist, die den mit einem Kuppelteil versehenen Bandanfang zum Aufwickelspulenkern lenken, wobei der Bandanfang aus einem Vorspannband mit einer dem Magnetband gegenüber grösseren mechanischen Festigkeit und Breite besteht.
Vorrichtungen der vorbezeichneten Gattung sind bekannt. Es ist Aufgabe der Erfindung, diese Vorrichtungen unter Aufrechterhaltung des betriebssicheren Arbeitens zu vereinfachen und zu verbilligen, um sie so für kleinere und billigere, vorzugsweise mit kassettierten Bandwickeln arbeitende Magnetbandgeräte brauchbar zu machen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der eingangs näher bezeichneten Gattung und löst die vorstehend umrissene Aufgabe gemäss der Erfindung durch die Verwendung eines Vorspannbandes mit einer Verbreiterung in Form eines einseitig angeordneten Lappens, der eine Art Haken bildet, als Kuppelteil, der von der Kante eines in den Weg des Vorspannbandes hineinlaufenden Armes gefangen und in üblicher Weise zum Kern der Spule hingeleitet wird, wobei die Ausnehmungen des einen Flansches der Aufwikkelspule so geformt sind, dass die verbleibenden Flanschteile spitz zulaufende Arme eines Sternes bilden, deren mit dem Lappen des Vorspannbandes zusammenwirkende gerade Kanten einen Kreis, der kleiner ils der Spulenkern ist, tangieren.
Im folgenden werden an Hand der Fig. 1-3 bzw. 4-5 zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Es zeigen : Fig. l eine Draufsicht auf die wesentlichen Teile einer ersten erfindungsgemässen, vorzugsweise mit einem kassettierten Bandwickel beschickten Vorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht auf Teile dieser Vorrichtung sowieFig. 3 den Schnitt A... B durch den Bandführungsbolzen der Fig. l, Fig. 4 eine Draufsicht auf die zweite Ausführungsform der mit einem kassettiertenBandwickel beschickten Vorrichtung und Fig. 5 eine Seitenansicht des verwendeten Bandführungsteiles.
Die Beschreibung und Darstellung der Ausführungsbeispiele beschränken sich lediglich auf die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Teile.
In der Fig. l ist ein Magnettonbandgerät 1 dargestellt, von dessen rechts und vorzugsweise in einer Kassette 2 angeordnetem Bandwickel 3 das Band 4, 5 in üblicher Weise nach links zu der Aufwickelspule 6 transportiert wird. Wie in der Fig. 2 angedeutet, besteht der Bandanfang - wie an sich bekannt-aus einem Vorspannband 4 mit einer dem Magnetband 5 gegenüber grösseren mechanischen Festigkeit und Breite. Das Vorspannband 4 weist am Bandanfang eine Verbreiterung in Form eines einseitig angeordneten Lappens 7 auf, der eine Art Haken bildet, der als Kuppelteil zur selbsttätigen Aufnahme des Bandanfanges durch die Kanten 8 der Arme 11 der Aufwickelspule 6 dient.
Die Aufwickelspule 6 ist eine speziell ausgebildete Doppelflanschsspule, deren unterer Flansch 10 in
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handelsüblicher Weise (d. h. voll oder mit Flanschaussparungen) gestaltet ist, während der obere Flansch mehrere Arme 11 und dazwischen Flanschausnehmungen 9 aufweist, deren jede grösser - vorzugs- weise mehrfach grösser-ist als der zugeordnete Arm 11. Der vorerwähnte, eine Art Haken bildende Lappen 7 wird nach der Inbetriebnahme von der Kante 8 eines in den Weg des Vorspannbandes 4 hineinlaufenden Armes 11 gefangen und in üblicher Weise zum Spulenkern 12 hingeleitet.
Die verbleibenden Flanschteile bilden spitz zulaufende Arme 11 eines Sternes, deren mit dem Lappen 7 des Vorspannbandes 4 zusammenwirkende gerade Kanten 8 einen Kreis, der kleiner als der Spulenkern 12 ist, tangieren. Die rückwärtigen Kanten 13 der Arme 11 verlaufen bogenförmig, geknickt oder geradlinig.
Bei der Inbetriebnahme wird nach dem Aufstecken der Kassette 2 auf den Rückwickeldorn 14 des Magnetbandgerätes der geschützt gelagerte Bandanfang aus der Kassette herausgezogen und um die Führungsrolle 15 herum und an der Magnetkopfanordnung 16 sowie dem Bandführungsbolzen 19 vorbei zwischen der Tonwelle 17 und der Gummiandruckrolle 18 eingelegt. Nach dem Einschalten des Antriebes wird in bekannter Weise das Band zwischen Tonwelle 17 und herangeklappter Gummiandruckrolle 18 nach links auf den gebogenen Führungsteil 20 hin gefördert, der den aus einem steifen und trotzdem elastischen Kunststoff-Vorspannband 4 bestehenden Bandanfang in Richtung auf den Aufnahmebereich der Flanschaussparungen 9 der Aufwickelspule 6 lenkt. Infolge der bereits ge-
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Lage des als Kuppelteil dienenden Lappens 7 zum Erfassen durch einen Arm 11 nicht kritisch ist.
Die Billigkeit und Handlichkeit der in der Fig. 1 gezeigten mit Kassetten betriebenen Vorrichtung machen diese besonders für Lehrzwecke, insbesondere Sprachlehrzwecke, geeignet. In diesem Fall werden magnetkopfseitig auf dem Magnetband 5 die Lehrerspur und die Schülerspur magnetisch aufgezeichnet und auf der ändern Seite des Magnetbandes der Lehrtext 28 aufgedruckt, derart, dass er durch das gestrichelt angedeutete längliche Fenster 27 (Fig. l) sichtbar und während des Vorbeilaufens ablesbar ist.
Durch Vorsehen mehrerer Arme 11 ist ein Erfassen des als Kuppelteil dienenden Lappens 7 schon nach einem Bruchteil einer Umdrehung der Aufwickelspule 6 sichergestellt. Dabei wird die Umfangsgeschwindigkeit des Spulenkernes 12 und damit der Arme 11 grösser als die Transportgeschwindigkeit des Bandes 5 gewählt. Nach dem Erfassen des Kuppelteiles 7 wird dieser beim Weiterdrehen der, in bekannter Weise mit einer Rutschkupplung versehene Aufwickelspule 6 durch die zum Spulenkern 12 verlaufende Kante 8 zum Spulenkern 12 hingelenkt. Anschliessend erfolgt die weitere Bewicklung der Aufwickelspule 6 mit dem restlichen Bandwickel, dessen Ende vorzugsweise mit dem Spulenkern 21 der Abwickelspule fest, aber lösbar verbunden ist.
Später kann daher ohne weiteres das völlige Rückspulen des Bandwickels auf den Spulenkern 21 der Abwickelspule erfolgen, wobei der als Kuppelteil dienende Lappen 7 sich automatisch von der Abwickelspule 6 löst und sich nach dem Hindurchgleiten zwischen Tonwelle 17 und abgeschwenkter Gummiandruckrolle 18 an einer Stelle der Kassette von aussen erfassbar verhakt, an der er weitgehend gegen mechanische Beschädigungen geschützt ist.
Der zwischen der Magnetkopfanordnung 16 und der Tonwelle 17 vorgesehene Bandführungsbolzen 19 zur Führung des in der Fig. l durch eine Strichpunktierung 5 angedeuteten Magnetbandes 5 weist eine Führungsnut 22 (Fig. 3) von einer dem Magnetband entsprechenden Breite auf. Bei dieser Führungsnut steht die untere Bandführungsfläche 23 weiter vor, weil sie bereits nach dem Einlegen des Bandes der Führung der unteren Längskante des Vorspannbandes 4 zu dienen hat, während die obere Bandführungsfläche 24 nicht so weit vorstehend vorgesehen ist, damit bedarfsweise der als Kuppelteil dienende einseitig angeordnete Lappen'7 des Vorspannbandes 4 ohne Schwierigkeiten am oberen Ende der Bandführungsnut 22 vorbeigleiten kann.
Beim Vorbeigleiten des einseitig angeordneten Lappens 7 des Vorspannbandes 5 (welches sich infolge seiner Elastizität zumindest im wesentlichen geradlinig bewegt und sich vom Bandführungsbolzen 19 wegzuspreizen bestrebt ist) ergeben sich keine Schwierigkeiten, weil beimEinlegen des Bandes die Gummiandruckrolle 18 noch nicht herangeschwenkt und beim schnellen Rücklauf des Bandes bereits wieder von der Tonwelle 17 abgeschwenkt ist. Unter dem Einfluss der Schwerkraft läuft das Band mit seiner unteren Längskante stets auf der unteren Bandführungsfläche 23 des Bandführungsbolzelb 19 entlang und anschliessend auf den unteren Flansch 10 der Aufwickelspule 6 auf sowie dementsprechend beim schnellen Vorlauf wieder zurück.
Die Fig. 3 zeigt die Lage des Bandanfanges mit dem Lappen 7 auf der unteren Bandführungsfläche 23 des Bandführungsbolzens 19 beimEinführen oder aber auch beim schnellen Rückwickeln des Vorspannbandes 4
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mit dem zweiten Ausführungsbeispiel beschrieben wird.
Bei dem an Hand der Fig. 4 und 5 beschriebenen zweiten Ausführungsbeispiel wird der Bandanfang vom ablaufenden, vorzugsweise in einer Kassette dreh-und rückspulbar gelagerten Bandwickels 3 geradlinig oder zumindest im wesentlichen geradlinig in denAufnahmebereich derFlanschausnehmungen 9 der Aufwickelspule 6 geführt. Dabei sind das Vorspannband und die Aufwickelspule 6 in der bereits beschriebenen Weise ausgebildet. Bei der Inbetriebnahme wird wieder der Bandanfang an dem Bandführungsstift 25, den Bandführungsteilen 26 und der Magnetkopfanordnung 16 vorbei zwischen Tonwelle 17 und Gummiandrückrolle 18 eingelegt. Die der Magnetkopfanordnung 16 benachbart angeordneten Bandführungsteile 26 können z. B. als Stanzteile ausgeführt werden.
Sie weisen eine Bandführungsnut 22 entsprechend Fig. 5 auf, deren untere Bandführungsfläche 23 weiter vorspringt als die obere Bandführungsfläche 24, so dass beim Einlegen des Bandes und beim Schnellauf die untere Längskante des nicht an derMagnetkopfanordnung 16 anliegenden Bandes auf die untere Bandführungsfläche 23 zu liegen kommt und der als Kuppelteil dienende, einseitig angeordnete Lappen 7 des Vorspannbandes 4 an der oberen Bandführungsfläche 24 vorbeigleiten kann.
Bei Normalbetrieb (Aufnahme oder Wiedergabe) wird das Band in bekannter (durch Pfeil angedeuteter) Weise gegen die Magnetkopfanordnung 16 angedrückt, wobei es-wie in der Fig. 5 gestrichelt angedeutet-in die Bandführungsnut 22 der Bandführungsteile 26 zu liegen kommt. Das Erfassen des Bandanfanges kann bei dieser Ausführung direkt manuell oder z. B. durch einen Handhebel leicht erfolgen.
Das Auf- und Abwickeln bei dieser sehr raumsparend ausgebildeten Ausführungsform der Erfindung erfolgt in der bereits beschriebenen Weise.