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Leitungssystem
Die Erfindung betrifft ein Leitungssystem aus einer Vielzahl von Rohren, die in Bündel zusammengefasst sind, wobei die in axialer Richtung aufeinanderfolgenden Bündel des Leitungssystems mittels Endflanschen miteinander verbunden sind. Verwendung findet das erfindungsgemässe Leitungssystem zum Führen von gasförmigen, flüssigen und dampfförmigen Medien.
In diesem Sinne ist ein biegsames Leitungssystem bekannt, das durch Zusammenfügen von Einzelrohren nach Art von Drahtseilen gebildet ist. Das Einzelrohr weist jedoch eine relativ starke Wand auf, und das Verhältnis Durchmesser/Wandstärke ist relativ ungünstig, so dass für viele Zwecke der Einsatz dieses Systems nicht möglich ist.
Ausgehend von einem Leitungssystem aus einer Vielzahl von Rohren, die in Bündel zusammengefasst sind, wobei die in axialer Richtung aufeinanderfolgenden Bündel des Leitungssystems mittels Endflanschen miteinander verbunden sind, besteht die Erfindung darin, dass mindestens tausend zueinander parallel verlaufende Kapillarrohr je Bündel vorgesehen sind und als Endflansche eine an sich bekannte, aus Feder und Nut bestehende Dichtung verwendet ist.
In Weiterentwicklung dieses Erfindungsgedankens können auch mehrere ineinander angeordnete Kapillarenbündel unterschiedlicher Länge, denen Kapillarenbündel entsprechender Länge in axialer Richtung sich anschliessen, zugeordnet sein. Dabei kann mindestens ein Kapillarenbündel in sich geschlossen vorgesehen werden.
Ferner kann ein vorzugsweise ringförmiger Dichtungskörper, der in Umfangsrichtung in sich geschlossen ist, als radiale Dichtungsbegrenzung der ineinandergeschachtelten Kapillarenbündel Verwendung finden. Zwischen aufeinanderstossenden Kapillarenenden sind zweckmässig Dichtungsringe angeordnet. Man kann auch mehrere konzentrisch ineinanderliegende Dichtungsringe benutzen. Durch die zusätzlichen Dichtungsmittel ist beim Aneinanderfügen von Kapillarenbündeln deren Abdichtung nach aussen gewährleistet.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele gezeigt und nachfolgend beschrieben, u. zw. zeigen Fig. l einen Flansch im Schnitt, Fig. 2 im Teilschnitt als Prinzipskizze, wie man Kapillarenbündel stumpf miteinander unter Verwendung eines Dichtungsmittels zusammenfügen kann, Fig. 3 in Aufsicht eine Ringdichtung, Fig. 4 eine Anordnung entsprechend Fig. 2, wobei jedoch ein Kapillarenbündel über die Dichtungsebene vor-und das andere zugeordnete Kapillarenbündel entsprechend zurücksteht, und Fig. 5 eine Prinzipskizze unterschiedlicher Kapillarenbündel, die gemeinsam zusammengeflanscht sind.
Fig. l zeigt einen Flansch-5-, im wesentlichen bestehend aus Ringnut-l-und Ringfeder - -2--, die ineinandergepresst werden und so eine dichtende bleibende Verbindung schaffen, die man vielfach wieder lösen kann. Nicht dargestellt, sondern nur angedeutet sind die Schraubverbindungen zum
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--13--).- auf (sie sind also mit diesen Kapillarensträngen-3, 14-- fest verbunden, beispielsweise durch Angiessen, Verschweissen auf Kunststoffbasis miteinander, wenn alle Materialien aus Kunststoff gebildet
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sind, oder aber die Kapillarenstränge --3, 14-- bestehen aus einem Keramikmaterial usw.).
Es ist nun erkennbar, dass man zunächst bei der einfachsten Ausführungsform eine Flüssigkeit
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--14-- leiten- -5-- miteinander verbunden sind.
Fügt man nun aber eine Ringdichtung--4- (s. Fig. 3) ein, wobei diese Ringdichtung aus zwei konzentrischen Ringen im gezeigten Beispiel besteht, dann kann man die beiden Kapillarenbündel in einzelne Stränge unterteilen, wobei man verschiedene Flussrichtungen erzeugen könnte, die durch die Pfeile-6, 7, 8- dargestellt sind.
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- 4-nimmt dann eine Teilung vor, so dass (Pfeil-7-) ein Medium entgegengeführt werden kann, u. zw. durch den Ring der Ringdichtung-4-, während wieder durch den zentrischen Bereich der Ringdichtung --4-- das Medium nach der andern Richtung (Pfeil--8-) fliessen kann.
Das Ineinanderschachteln von zwei Kapillarensträngen mit unterschiedlicher Länge an den Stossstellen zeigt Fig. 4 im Prinzip (die Kapillaren sind hier jeweils durch einzelne Striche dargestellt ; in
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B.- -12--) heraus bzw. sind zurückgesetzt (bei-10--) und stossen hier gegeneinander. Damit kann man ebenfalls zwei Kapillarenstränge bilden, wobei man hilfsweise auch einen Dichtungsring-11zwischenschalten kann. Durch das Bezugszeichen-17- (Pfeil) ist angedeutet, dass die eine Flussrichtung (ringförmig) gegenläufig zur Flussrichtung entsprechend dem Strang-12- (zentrisch) verlaufen kann.
Bei einer weiteren Ausführungsform entsprechend Fig. 5 sind zwei Kapillarenstränge-18-- ringförmig in sich geschlossen vorgesehen ; diese führt man beispielsweise durchh ein Kühlsystem. In diesem Falle beschickt man den andern Kapillarenstrang --19-- über seine freien Enden mit einem andern Medium, das zu kühlen ist. Man kann die einzelnen Kapillarenstränge-18, 19-- auch noch enger miteinander verflechten, um eine bessere Flächenberührung zu erreichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Leitungssystem aus einer Vielzahl von Rohren, die in Bündel zusammengefasst sind, wobei die in axialer Richtung aufeinanderfolgenden Bündel des Leitungssystems mittels Endflanschen miteinander
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verlaufende Kapillarrohre je Bündel vorgesehen sind und als Endflansch eine an sich bekannte, aus Feder und Nut bestehende Dichtung verwendet ist.