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Kinderlehne
Die Erfindung betrifft eine Kinderlehne, bestehend aus einem Bügel, der mit Schraubzwingen lösbar an einer Sitzfläche befestigt ist.
Bei bekannten Ausführungen solcher Lehnen waren die Enden des Bügels unmittelbar und fest mit der zur Befestigung an der Sitzfläche dienenden Schraubzwinge verbunden. Dadurch wurden alle Beanspruchungen des Bügels durch das sich abstützende oder sich anlehnende Kind in die die Sitzfläche umgreifende Schraubzwinge übertragen, was bei Kräften in Längsrichtung zu Beschädigungen der Sitzfläche durch die sich verkantende Zwinge sowie bei Kräften in Querrichtung zum Abgleiten oder Bruch der Zwinge führte.
Bei der erfindungsgemässen Kinderlehne werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass die als Stützen nach unten bis zur Sitzfläche reichenden Enden des Bügels zu waagrecht nach hinten weisenden Auflagern verlängert sind, auf die eine ihrer Länge entsprechende, an einer Schraubzwinge fest angebrachte Hülse drehbar aufgeschoben ist.
Damit wird erreicht, dass die besonders durch die frei auskragende Bügelform der Lehne oft und heftig auftretenden seitlichen, d. h. quer zur Blickrichtung des Kindes gerichteten Kräfte und Schwingungen die Zwinge nicht mehr direkt treffen. Das Auflagerende kann sich in der erfindungsgemässen Hülse drehen, so dass an der Zwinge keine seitlichen Hebelkräfte mehr auftreten können.
Aber auch längsgerichtete, d. h. in und gegen die Blickrichtung des Kindes gerichtete und auf die Schraubzwinge wirkende Kräfte können durch eine weitere, vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vermieden werden, bei der die Hülse in ihrer ganzen Länge auf der Sitzfläche aufliegt. Da die Länge der das Auflagerende des Bügels umschliessenden Hülse erfindungsgemäss die Breite der Schraubzwinge beträchtlich übersteigt, wirkt die Hülse als auf der Sitzfläche abgestützter Hebel, der nur nach oben gerichtete Kräfte auf die Zwinge überträgt, die diese ohne Schaden in die Sitzfläche weiterleiten kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden an Ausführungsbeispielen näher beschrieben, ohne dass die Erfindung auf diese konkret dargestellten Formen beschränkt sein soll.
Fig. l zeigt eine Kinderlehne als Ganzes im Schaubild, die Fig. 2 bis 5 stellen verschiedene Anordnungen von Hülse und Zwinge, teils im Schaubild, teils im Schnitt, dar.
Aus Fig. l ist der Bügel-l-mit seinen Schenkeln --2, 21-- und den Stützen-3, 3'-zu entnehmen. Die Stützen --3-- sind erfindungsgemäss zu waagrecht nach hinten weisenden Auflagerenden - -4, 41 -- verlängert, die von den an Schraubzwingen-6, 6'-befestigten Hülsen-5, 5'-- umschlos- sen werden.
Fig. 2 zeigt diese Anordnung im Detail von der Seite gesehen, wobei die Hülse durch eine Verbrei-
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Auflagerendes-4-gegenFig. 3 zeigt einen Schnitt nach A-A'in Fig. 2.
In Fig. 4 ist eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgedankens im Detail von vorne gesehen dargestellt, bei der die Hülse auf der strichliert angedeuteten Sitzfläche --9-- aufliegt, wobei die Zwinge --6-- seitlich an der Hülse befestigt ist. Auf diese Zwinge werden von der Hülse ausschliess- . ich vertikale Zugkräfte übertragen.
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Eine andere vorteilhafte Ausbildung ist in Fig. 5 gezeigt, bei der das Auflagerende mit der Hülse parallel zu der von der Zwinge gegebenen Ebene am Zwingenende befestigt ist. Durch die bei diesem Ausführungsbeispiel als Hülsensicherung verwendete Schraubmutter --7-- ist es möglich, verschiedene Zwingen-Hülsen-Kombinationen gegeneinander auszutauschen, je nachdem, ob die Kinderlehne an einem ihr in der Breite entsprechenden Sitz, beispielsweise eines Schlittens, angebracht werden soll (Fig. l) oder auf einer Fläche, die breiter als der Abstand der Zwingen voneinander ist, beispielsweise auf einem Tisch (Fig. 5) oder auf einem normalen Stuhl.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kinderlehne, bestehend aus einem Bügel, der mit Schraubzwingen lösbar an einer Sitzfläche befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die als Stützen nach unten bis zur Sitzfläche (9) reichenden Enden (3, 31) des Bügels zu waagrecht nach hinten weisenden Auflagern (4, 41) verlängert sind, auf die eine ihrer Länge entsprechende, an einer Schraubzwinge (6, 61) fest angebrachte Hülse (5, 51) drehbar aufgeschoben ist.