AT264194B - Herbicides Mittel - Google Patents

Herbicides Mittel

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AT264194B
AT264194B AT217064A AT217064A AT264194B AT 264194 B AT264194 B AT 264194B AT 217064 A AT217064 A AT 217064A AT 217064 A AT217064 A AT 217064A AT 264194 B AT264194 B AT 264194B
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  • Pyridine Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Herbicides Mittel 
Die Erfindung betrifft die Verwendung bestimmter Polyhalogenpyridinverbindungen als Herbicide.
Die Bekämpfung von Unkräutern ist ein ständiges Problem. Obgleich sich die Verwendung von Chemikalien in den letzten Jahren erheblich erhöht hat, so haben diese doch nicht alle Probleme in Verbindung mit der Unkrautbekämpfung verringert. Viele Mittel erzielen die oberirdische Abtötung des Laubes ohne eine Abtötung der Wurzel, worauf ein anschliessendes Wiederwachstum häufig zu einem schwereren Befall führt, als er vor der Behandlung bestand. Manche Chemikalien sind gegen Sämlinge vollständig unwirksam, während andere Verbindungen sofort bei Anwendung auf dem Boden wirksam sein können, jedoch unter den Bodenbedingungen leicht inaktiviert werden.

   Andere Wirkstoffe bieten Schwierigkeiten bezüglich der Handhabung, die von erhöhter Bedeutung bei Arbeitsgängen in grossem Massstab sind. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Keimung und das Wachstum unerwünschter Vegetation, gegebenenfalls in selektiver Weise, dadurch unterdrückt werden können, dass auf Pflanzenteile oder den Ort, an dem die Pflanzen wachsen, eine das Wachstum steuernde oder inhibierende Menge einer Polyhalogenpyridinverbindung der Formel 
 EMI1.1 
 angewendet wird.

   In dieser und den folgenden Formeln bedeutet m den Wert 3 oder 4, jeder der Sub- 
 EMI1.2 
 bedeutet, M ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall, Aluminium oder ein Übergangsmetall bedeutet, B eine Aminsalzgruppe darstellt, wobei die salzbildende Base Ammoniak, ein Alkylamin, ein Alkanolamin, ein Alkylenamin, ein heterocyclisches Amin oder eine quaternäre Ammoniumbase ist, E eine Acyl-, Aryloxyacyl-, Aroyl-, Arylacyl-, Hycroxycarbonyl-, niedrig-Alkoxycarbonyl-, niedrig-Alkylsulfonyl- oder Arylsulfonylgruppe oder einen Carbonsäurerest oder einen Mineralsäurerest bedeutet, wobei die organischen Reste, d. h. diejenigen, die den Ester bilden, weiter durch ein oder mehrere Chloroder Bromatome oder Hydroxy-, Amino-oder Nitroreste substituiert sein können. 



   Typische Beispiele für Metalle sind Natrium, Kalium, Zink, Mangan, Magnesium, Calcium, Barium, Aluminium, Kupfer, Eisen, Chrom, Nickel und Kobalt. 



   TypischeBeispiele für die Gruppe der Stickstoffbasen sind mono- oder mehrbasische Amine ; Alkyl-, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Alkinyl, Alkenyl-, Hydroxyalkyl- oder gemischte   Alkylhydroxyalkylamine,   Aralkylamine, acyclische oder homo- oder heterocyclische Amine oder Ammonium- oder quaternäres Ammoniumhydroxyd.

   Besonders geeignet sind Methylamin, Äthylamin, Isopropylamin, Piperazin, 2,   5 - Dimethylpiperazin,   Ammoniumhydroxyd, Tetramethylammoniumhydroxyd, Tetraäthylammoniumhydroxyd, n-Propylamin, n-Butylamin, Pentylamin, n-Hexylamin, n-Heptylamin, Isooctylamin, Trimethylamin, 1, 3-Dimethylbutylamin, Diisopropylamin, N-Methylisopropylamin,   N-Methyl-sec.-butylamin, 2-Aminopropylalko-   hol, 3-Amino-n-pentanol, Isopropanolamin, 2-Amino-n-pentanol, Methylaminoäthanol, Äthylamino- äthanol, Isopropylaminoäthanol, n-Butylaminoäthanol, Bis (2-hydroxypropyl)-amin, Triäthylamin, N, N-Dimethyl-n-octylamin,   lris- (n-butyl) -amin,   Äthanolamin, Triisopropanolamin, Triäthanolamin, Dimethylaminoäthanol, Diäthylaminoäthanol, Dibutylaminoäthanol, Äthyldiäthanolamin, Dimethylamin, Diäthylamin, Triisopropylamin, Äthylendiamin,

   Diäthylentriamin, Triäthylentetramin, 1, 2-Propylendiamin, Pyridin,   ct-, ss-und   y-Picolin,   5-Äthyl-2-methylpyridin,   Morpholin, Di-n-propylamin, Äthyläthanolamin, Aminoäthyläthanolamin,   2- Amino-2-methyl-1-propanol, Diisopropanolamin,   Diäthanolamin, Tetraäthylenpentamin, Pentaäthylenhexamin, Cyclohexylamin, Dicyclohexylamin, n-Butyldiäthanolamin und Dimethylaminoäthanol. 



   Zu typischen Beispielen für Estergruppen bildende Reste, d. h. Acyl, Aryloxy-acyl, Aroyl, Aryl-acyl, niedrig-Alkoxycarbonyl, niedrig-Alkylsulfonyl und Arylsulfonyl, die mit Halogenatomen oder Hydroxy-, Amino- oder Nitrogruppen substituiert sein können, und   Kohlensäure- und Minderalsäureestern, gehören   
 EMI2.1 
 nat, Bicarbonat, Nitrat, Phosphat, Phosphit, Sulfit, Sulfat, Gluconat, Citrat und Tartrat. Wenn der Ausdruck "niedrig" verwendet wird, so bezieht er sich auf Verbindungen mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen in dem entsprechenden Rest. 



   In der österr. Patentschrift Nr. 198977 werden bereits Pyridinverbindungen beschrieben, die durch Halogenatome und Alkoxygruppen substituiert sein können. Es wurde jedoch gefunden, dass nur diejenigen AlkoxyhalogenpyridinealsHerbicidewirksam sind, deren Alkoxygruppe sich in Stellung 4 befindet und die mindestens drei Halogenatome als Substituenten am Pyridinring tragen. Dies zeigen die nachstehend beschriebenen Vergleichsversuche. 



   Die Versuche wurden so ausgeführt, dass die einzelnen Verbindungen, in Wasser geeignet gemacht, auf die Oberfläche des Bodens in solcher Menge angewendet wurden, dass sich die in der Tabelle angegebene Dosierung ergab. Sofort nach der Behandlung wurden Samen auf die Erdoberfläche gebracht und dann mit Sand bedeckt. Anschliessend wurde ausreichend gewässert, um eine Keimung sicherzustellen. Nach 3 Wochen wurden die behandelten Stellen visuell mit unbehandelten Stellen verglichen und bewertet. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  '10 <SEP> Bekämpfung <SEP> 
<tb> Dosierung <SEP> Hafer <SEP> Gurke
<tb> Verwendete <SEP> Verbindung <SEP> kg/Hektar <SEP> (Avena <SEP> sativa) <SEP> (Cucumis <SEP> sativus)
<tb> a) <SEP> erfindungsgemäss
<tb> 2, <SEP> 3, <SEP> 5, <SEP> 6-Tetrachlor-4-methoxypyridin <SEP> 2,8 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> 2,3, <SEP> 5, <SEP> 6-Tetrachlor-4-äthoxypyridin <SEP> 2,8 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> 2,3, <SEP> 5-Trichlor-4-methoxypyridin <SEP> 2,8 <SEP> 100 <SEP> 75
<tb> 2,3, <SEP> 5-Trichlor-4- <SEP> (2-butoxy- <SEP> 
<tb> äthoxy)-pyridin <SEP> 2,8 <SEP> 100 <SEP> 99
<tb> 2,3, <SEP> 5-Trichlor-4-äthoxypyridin <SEP> 2,8 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> b) <SEP> ähnliche <SEP> Verbindungen <SEP> ausserhalb <SEP> der <SEP> Erfindung
<tb> 2-Chlor-6-äthoxypyridin <SEP> 11,2 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2, <SEP> 6-Dichlor-4-methoxypyridin <SEP> 11, <SEP> 2 <SEP> 0 <SEP> 10
<tb> 2-Äthoxypyridin <SEP> 11,

  2 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2-Methoxypyridin <SEP> 11,2 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2-Butoxypyridin <SEP> 11, <SEP> 2 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2-Octyloxypyridin <SEP> 11,2 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2-Brom-6-methoxypyridin <SEP> 2,8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2-Chlor-6-methoxypyridin <SEP> 11, <SEP> 2 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2, <SEP> 6-Diäthoxypyridin <SEP> 2, <SEP> 8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2,6-Dimethoxypyridin <SEP> 11,2 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2,6-Dibrom-3, <SEP> 5-diäthoxypyridin <SEP> 2,8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 3,5-Dichlor-2-methoxypyridin <SEP> 2,8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 3-Chlor-2-jod-5, <SEP> 6-dimethoxypyridin <SEP> 2,8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2, <SEP> 6-Dibrom-3, <SEP> 5-dimethoxy- <SEP> 
<tb> pyridin <SEP> 2,8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2, <SEP> 6-Dichlor-3, <SEP> 5-di thoxy- <SEP> 
<tb> pyridin <SEP> 2,8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 5-Brom-2-methoxypyridin <SEP> 2,

   <SEP> 8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2-Chlor-6-jod-3-methoxypyridin <SEP> 2,8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 
 
Die Vergleichsversuche zeigen, dass nur die durch die Erfindung ausgewählten Halogenalkoxypyridine ausreichende herbizide Eigenschaften aufweisen. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Die erfindungsgemäss verwendbaren Mittel enthalten normalerweise den Wirkstoff zusammen mit einem inerten Träger, für welche typische Beispiele fein verteilte inerte Feststoffe, granulierte Fest- stoffe, oberflächenaktive Dispergiermittel, Polyglykole, Bienenwachs, Paraffinwachse, Wasser, orga- ganische Lösungsmittel, Stichstoffdüngemittel, Kaliumdüngemittel, Phosphatdüngemittel, Harnstoffi Dünger oder Metaphosphate sind. Insbesondere sind solche Mittel verwendbar, die zumindest eine der
Polyhalogenpyridinverbindungen als Wirkstoff, vermischt mit fein verteilten inerten Feststoffen, inerten   gekörnten   Feststoffen oder oberflächenaktiven Dispergiermitteln, enthalten. Andere im Rahmen der Er- findung brauchbare Mittel sind wässerige Zusammensetzungen, die Hydroxypolyhalogenpyridinverbin- dungen als Aminsalze enthalten. 



    Der Ausdruck "oberflächenaktive Dispergiermittel" umfasst   alle Mittel, die die Dispersion des toxi- schen Mittels in Wasser oder einem organischen Lösungsmittel zu erleichtern vermögen, so z. B. feste
Emulgiermittel, wie beispielsweise in fein zerteilter Form, Bentonit, Pyrophyllit, Fullererde, Attapul- git und Kieselsäure bzw. Siliciumdioxyd sowie flüssige und feste ionische und nichtionische Netz- und
Dispergiermittel, Erdalkalicaseinate, Alkylarylsulfonate, sulfonierte Öle komplexe organische Ester- derivate, komplexe Ätheralkohole, Kondensationsprodukte von Alkylenoxyden mit Phenolen oder orga- nischen Säuren, Polyäthylenderivate von Sorbitanestern und Mahagoniseifen. 



   Der Ausdruck "fein zerteilte inerte Feststoffe" bezieht sich auf Materialien, deren Hauptfunktion diejenige als Träger für Stäubemittel ist. Zu solchen Materialien gehören Kreide, Talkum, Gips und gepulverte Walnussschalen. 



   Der Ausdruck "inerte granulierte oder   gekörnte Feststoffe" bezieht sich auf mineralische oder   andere inerte Träger, die sich für Trockenanwendung eignen, wie beispielsweise Maiskörner oder Sand ; sie un- terscheiden sich von "fein zerteilten inerten   Feststoffen" hauptsächlich   durch die Teilchengrösse. 



   Erfindungsgemäss kann die Polyhalogenpyridinverbindung mit jedem beliebigen der fein zerteilten inerten Feststoffe oder jedem beliebigen festen oberflächenaktiven Dispergiermittel zu einem Stäube- mittel durch Vermahlen, Vermischen oder Benetzen des fein zerteilten Trägers mit einer Lösung des toxischen Stoffes in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel zubereitet werden. Staubgemische können entweder als gebrauchsfertige Mittel oder als Konzentrate, die anschliessend mit zusätzlichem
Träger verdünnt werden, verwendet werden.

   Aus flüssigen Polyhalogenpyridinverbindungen zubereitete
Staubkonzentrate enthalten im allgemeinen etwa   1 - 30 Gew. -0/0   der Polyhalogenpyridinverbindung, während die aus festen Polyhalogenpyridinverbindungen zubereiteten Konzentrate im allgemeinen etwa
1 bis etwa 95   Grew.-%   der toxischen Substanz enthalten. 



   Die Polyhalogenpyridinverbindungen können auch mit geeigneten, mit Wasser mischbaren oder mit
Wasser nicht mischbaren   organischen Flüssigkeiten und oberflächenaktiven Dispergiermitteln   zu flüssigen
Konzentraten für die   weiterezubereitung   mit Wasser und/oder Öl zur Herstellung von Spritzmischungen in Form von wässerigen Dispersionen oder Öl-in-Wasser-Emulsionen zubereitet werden. Zu bevorzugten mit Wasser nicht mischbaren organischen Flüssigkeiten gehören Erdöl und Erdöldestillate, Toluol, Xylol,
Cumol u. a. aromatische Kohlenwasserstofflösungsmittel, chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, Iso- paraffinöle u. a. aliphatische Kohlenwasserstofflösungsmittel.

   Zu mit Wasser mischbaren organischen Lö- sungsmitteln gehören Methyläthylketon, Cyclohexanon, Alkohole, Aceton, Dimethylformamid, Äther- alkohole von Äthylenglykol und Ester, wie beispielsweise Äthylacetat, sec. -Butylacetat oder Isopropyl- acetat. Sind die Hydroxypolyhalogenpyridinverbindungen Alkali-, Ammonium- oder Aminsalze, so können wässerige Konzentratzusammensetzungen leicht hergestellt werden. Die Salze können zuerst in mit Wasser mischbarem organischem Lösungsmittel zubereitet und dann zu einer kleinen Menge Wasser zugegeben oder direkt in Wasser oder in einem wässerig-organischen Lösungsmittelgemisch zubereitet werden. Gewöhnlich wird einekleine Menge eines mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels zugegeben. Ausserdem kann im Falle von Salzusammensetzungen das Salz während des Zubereitungsverfah- rens gebildet werden. 



   In den emulgierbaren Konzentraten und andern Konzentraten, wie sie oben beschrieben sind, ma- chen die Polyhalogenpyridinverbindungen gewöhnlich   1-95 Gew.-   der Zusammensetzung aus. 



   Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Polyhalogenpyridinzusammensetzungen andere das Pflanzenwachstum modifizierende Mittel als Zusatzmaterialien   für Anwendungen auf   dem Land oder im Wasser enthalten. 



   Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens schwankt die genaue Menge der Polyhalogenpyridinverbindung oder deren Zusammensetzung, die zweckmässigerweise verwendet wird, je nach der Art der zu erzielenden Wachstumskontrolle und je nachdem, ob die Anwendung auf das Blattwerk oder den Boden oder ein anderes Wachstumsmedium erfolgen soll. Bei der Behandlung von Grasunkräu- 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 tern ist beispielsweise dieAnwendung auf den Boden gegenüber der Anwendung auf das Blattwerk bevorzugt, und die Mengen werden hiedurch bestimmt. Ein weiterer Faktor ist die Pflanzenart, die behandelt werden soll, sowie das Vorhandensein oder das Fehlen erwünschter Pflanzen neben den unerwünschten Arten.

   So kann eine selektive Grasbekämpfung durch Anwendung von ausreichend Polyhalogenpyridinverbindung erzielt werden, um Gräser vollständig auszurotten, ohne breitblättrige Pflanzen nachteilig zu beeinflussen. 



   Eine wirksame Bekämpfung von Landpflanzen im Boden kann durch Anwendung von nur 0,001 ppm (Gew.-Teile je Million   Gew.-Teile   Boden oder Wachstumsmedium) erzielt werden. Falls nicht eine selektive Bekämpfung gewünscht wird, so ist die obere Grenze hauptsächlich wirtschaftlich bedingt. 



   Gewöhnlich bringt es keinen merklichen Vorteil, mehr als etwa 90 kg/ha anzuwenden. Eine solche Anwendung ergibt eine Konzentration von etwa 200ppm Halogenpyridinverbindung bei einer Verteilung in einer Tiefe von 30 mm im Boden. Es wurde gefunden, dass im allgemeinen, wenn Gefahren durch Wetter und Wiederbesamung eine untergeordnete Rolle spielen, gute Ergebnisse durch Anwendung von zirka 0,5 bis 11 kg/ha erzielt werden können. Unter Feldbedingungen beträgt der bevorzugte Bereich zirka   1 - 35   kg/ha. 



   Gewisse Polyhalogenpyridinverbindungen können zur selektiven Bekämpfung von Gräsern verwendet werden. Dazu werden die Verbindungen vorzugsweise in einem Mengenanteil von 0,2 bis 50 ppm verwendet, während der bevorzugte Bereich zur Bekämpfung von breitblättrigen Pflanzen von 25 ppm bis 200 ppm beträgt, wobei diese Menge in einer Tiefe von 30 mm in dem Boden verteilt wird. Bei Anwendungen auf das Blattwerk werden die Blätter der Pflanzen vorzugsweise mit Mitteln in Kontakt gebracht, die 0,   08 - 24   g Polyhalogenpyridinverbindung je Liter Spritzmittel enthalten. 



   Die Anwendung der Polyhalogenpyridinverbindungen oder der diese enthaltenden Mittel auf Pflanzen   oder Pflanzenwachstumsmedien   kann in jeder beliebigen Weise erfolgen. Wenn die Anwendung unter Verwendung von Spritzmitteln erfolgen soll, so beträgt die Konzentration der Polyhalogenpyridinverbindung in dem Spritzmittel im allgemeinen von 0, 1 bis 50   Gew. -0/0   oder mehr. In   Stäubemitteln kann die   Konzentration des Wirkstoffes von 1 bis 85 Gew. -% betragen. 



   Die erfindungsgemässen Mittel können auf das Blattwerk oder den Boden nach üblichen Methoden, beispielsweise mit maschinenbetriebenen Stäubevorrichtungen,   Maschin-und Handspritzvorrichtungen   und Sprühzerstäubern oder von Flugzeugen aus, angewendet werden. Für Bodenanwendung können die modifizierten oder nicht modifizierten Mittel mechanisch mit dem Boden gemischt, auf   die Oberfläche   des Bodens aufgebracht und anschliessend in den Boden bis zu einer gewünschten Tiefe eingemischt oder mit einem flüssigen Träger, beispielsweise durch Einspritzen, Besprühen oder Bewässern, in den Boden eingeführt werden. 



   Besonders bevorzugt sind die Hydroxypolyhalogenpyridinverbindungen der Formel 
 EMI5.1 
 worin Z'ein Atom oder eine   Gruppe-H,-CjHOH,-M',-B',-E'oder-CHOE'bedeutet.   In diesen Formeln bedeuten m den Wert 3 oder 4, n den Wert   2 - 4   einschliesslich,   M' ein Alkali- oder   Erdalkalimetall, BI Ammoniak oder ein Alkanol- oder Alkylamin mit   1 - 18   Kohlenstoffatomen und EI einen Acylrest mit   1 - 18   Kohlenstoffatomen, einen Arylrest mit   1 - 8   Kohlenstoffatomen, einen Alkylsulfonylrest mit   1 - 3   Kohlenstoffatomen, einen Arylsulfonylrest mit 1-8 Kohlenstoffatomen, einen Hydroxycarbonylrest, Sulfat, Phosphat oder Nitrat. 



   Von den erfindungsgemäss zu verwendenden Verbindungen sind die 4-Methoxy-oder 4- (2-Alkoxy- äthoxy)-polyhalogenpyridine, für welche X in der eingangs angegebenen Formel Chlor bedeutet, neu. 



  Diese Verbindungen entsprechen demzufolge der Formel 
 EMI5.2 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 in der A ein Wasserstoff- oder Chloratom darstellt und R eine Gruppe - CH3 oder -C2H4OCyH2y+1 bedeutet, wobei y eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist. Zu Beispielen für die neuen Verbindungen gehören   4-Methoxy-2,   3, 5-trichlorpyridin, 4-Methoxy-2, 3,5, 6-tetrachlorpyridin. 4-(2-n-Butoxyäthoxy)- 2,3, 5-trichlorpyridin, 4-(2-Methoxyäthoxy)-2,3,5-trichlorpyridin, 4-(2-Methoxyäthoxy)-2,3,5, 6-tetrachlorpyridin und 4-(2-n-Butoxyäthoxy)-2,3, 5,6-tetrachlorpyridin. Die 4-Methoxyverbindungen sind weisse kristalline Festsubstanzen, und die Alkoxyäthoxyverbindungen sind im allgemeinen farblose oder hellgefärbte Festsubstanzen oder Flüssigkeiten. Die Verbindungen sind im allgemeinen in organischen Lösungsmitteln löslich und in Wasser praktisch unlöslich. 



   Die erfindungsgemäss zu verwendenden Verbindungen sind ausser als Herbicide auch als Schädlingsbekämpfungsmittel brauchbar und eignen sich zur Bekämpfung verschiedener Schädlinge, wie beispielsweise im Boden lebende Organismen, Hausinsekten, Mikroorganismen, Pflanzen infizierende Insekten, Unkräuter und Tiere befallende Schädlinge. 



   Die erfindungsgemäss zu verwendenden Verbindungen können durch Vermischen und Umsetzen von Natriummethylat oder Natrium-2-alkoxyäthylat mit einer geeigneten Polychlorpyridinverbindung der Formel 
 EMI6.1 
 
 EMI6.2 
 anteilen verwendet und in einem Lösungsmittel, wie beispielsweise Methanol, zusammengebracht. Die Reaktion kann zweckmässigerweise bei Temperaturen von Zimmertemperatur bis   zur Rückflusstemperatur   durchgeführt werden. 



   Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken. 



   Beispiel 1 : Eine Konzentratzusammensetzung wurde   durch Auflösen   von 58 mg 2,3, 5,   6-Tetra-   chlor-4-pyridinol in 2 ml Aceton mit einem Gehalt von 4 Vol.-% eines Polypropylenglykololeat-Emulgators (Molgewicht 700-800) hergestellt und die erhaltene Lösung auf 24 ml mit Wasser mit einem Ge- 
 EMI6.3 
 -0/0-Tetrachlor-4-pyridinol/1 verdünnt. In getrennten Arbeitsgängen wurden die Spritzmittel auf das Blattwerk von Hafer-, Gurken- und Fingergraspflanzen von 100 bis 150 mm Höhe in drei Parallelversuchen aufgebracht. Die behandelten Pflanzen sowie unbehandelte Kontrollpflanzen wurden in einem Gewächshaus 24 Tage gehalten und anschliessend zur Bestimmung des Ausmasses der Abtötung der Pflanzenart geprüft.

   Die Ergebnisse zeigten, dass bei jeder Spritzkonzentration in allen drei Parallelversuchen bei jeder Pflanzenart die behandelten Pflanzen abgetötet waren, während die Kontrollpflanzen ein gutes weiteres Wachstum zeigten. 



   Beispiel2 :BeiArbeitsgängen,dieineinerWeisedurchgeführtwurden,diederinBbeispiel1beschriebenen entsprach, wurden Spritzmittel hergestellt, die 2,3, 5-Trichlor-4-pyridinol in Konzentrationen von 2, 3, 1,2 und 0,6   g/l   enthielten. Die Mittel wurden mit wässerigem Natriumhydroxyd bis zu PH 7 behandelt, um Mittel mit dem Natriumsalz des 2,3, 5-Trichlor-4-pyridinols zu erhalten. Die erhaltenen Mittel wurden in drei Wiederholungen auf das Blattwerk von Johnson-Gras, Fingergras und Wassergras aufgebracht. 17 Tage nach der Anwendung wurden die Pflanzen geprüft und mit unbehandelten Kontrollpflanzen verglichen, um das Ausmass der Abtötung zu bestimmen. Die Ergebnisse, ausgedrückt als Durchschnitt von drei Parallelversuchen, sind in der folgenden Tabelle angegeben. 



   Tabelle I : 
 EMI6.4 
 
<tb> 
<tb> Menge <SEP> % <SEP> Abtötung
<tb> g/l <SEP> Johnson-Gras <SEP> Fingergras <SEP> Wassergras
<tb> 2,3 <SEP> 98 <SEP> 100 <SEP> 98
<tb> 1, <SEP> 2 <SEP> 97 <SEP> 100 <SEP> 98
<tb> 0,6 <SEP> 97 <SEP> 100 <SEP> 95
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
Beispiel 3 : 40 mg 2,3, 5-Trichlor-4-pyridinol wurden in 2 ml Aceton mit einem Gehalt von 4   Vol.-%   eines nichtionischen Polypropylenglykololeat-Emulgators (Molekulargewicht 700 - 800) gelöst und auf 4 ml durch Zugabe von Wasser verdünnt, wobei ein Konzentratmittel mit einem Gehalt von 10 mg 2,3, 5-Trichlor-4-pyridinol je ml des Mittels erhalten wurde.

   Das Konzentratmittel wurde mit Wasser so verdünnt, dass Behandlungsmittel verschiedener Konzentrationen erhalten wurden, die auf die Erdoberfläche von Blumentöpfen mit einer Oberfläche von 44,5   cm2   je Topf aufgebracht wurden, die etwa 190 - 200 g an der Luft getrocknete Erde enthielten. So wurde beispielsweise ein Anteil von 1 ml der Konzentratzusammensetzung zu 29 ml Wasser gegeben, und das erhaltene Behandlungsmittel wurde zur Durchtränkung der in einem einzigen Topf enthaltenen Erde verwendet, was eine Behandlungsmenge von 10 mg je Topf oder 22,2 kg/ha ergab. Es wurden dann geeignete Verdünnungen hergestellt, und die verdünnten Mittel wurden auf die Erde aufgebracht, um Behandlungsmengen von 22,2, 11,2, 5,6 und 2, 8 kg/ha zu ergeben.

   Es wurden zwei Parallelversuche durchgeführt, und die so behandelten Töpfe sowie Kontrolltöpfe wurden mit verschiedenen Pflanzenarten besät, mit etwa 35-90 g Sand bedeckt, gegossen, um die Erdfeuchtigkeit aufrecht zu erhalten, und 21 Tage nach der Pflanzung geprüft. Die Ergebnisse sind in Tabelle II angegeben. 



   Tabelle II 
 EMI7.1 
 
<tb> 
<tb> % <SEP> Abtötung <SEP> oder <SEP> Wachstumsverminderung
<tb> Pflanzenart <SEP> 22, <SEP> 2 <SEP> 11, <SEP> 2 <SEP> 5,6 <SEP> 2,8 <SEP> kg/ha
<tb> Buschbohnen <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 99 <SEP> 95
<tb> Karotten <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> Tomaten <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> Baumwolle <SEP> 100 <SEP> 99 <SEP> 90 <SEP> 90
<tb> Gurken <SEP> 90 <SEP> 90 <SEP> 90 <SEP> 90
<tb> Rettich <SEP> 95 <SEP> 95 <SEP> 90 <SEP> 90
<tb> Mais <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> Wassergas <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 99
<tb> Johnson-Gras <SEP> 99 <SEP> 99 <SEP> 99 <SEP> 99
<tb> Weizen <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> 
 
Beispiel 4 :

   In einem Arbeitsgang, der dem in Beispiel 3 beschriebenen entsprach, wurde 2,   3, 5-Trichlor-4-pyridinol   zur Behandlung von mit verschiedenen Pflanzenarten besätem Boden bei verschiedenen Konzentrationen verwendet. Die Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengestellt. 



   Tabelle III 
 EMI7.2 
 
<tb> 
<tb> Menge <SEP> % <SEP> Abtötung <SEP> oder <SEP> Wachstumsverminderung
<tb> kg/ha <SEP> Fingergras <SEP> Hafer
<tb> 22, <SEP> 2 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> 11,2 <SEP> 100 <SEP> 99
<tb> 5, <SEP> 6 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> 2,8 <SEP> 100 <SEP> 99
<tb> 1, <SEP> 4 <SEP> 100 <SEP> 99
<tb> 0,695 <SEP> 100 <SEP> 99
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 TabelleIII (Fortsetzung) 
 EMI8.1 
 
<tb> 
<tb> Menge <SEP> % <SEP> Abtötung <SEP> oder <SEP> Wachstumsverminderung
<tb> kg/ha <SEP> Fingergras <SEP> Hafer
<tb> 0, <SEP> 347 <SEP> 90 <SEP> 99
<tb> 0,179 <SEP> 90 <SEP> 90
<tb> 0, <SEP> 0875 <SEP> 90 <SEP> 90
<tb> 0,0436 <SEP> 90 <SEP> 90
<tb> 0, <SEP> 0213 <SEP> 90 <SEP> 90
<tb> 0, <SEP> 01 <SEP> 90 <SEP> 90
<tb> 
 
Beispiel5 :

  IngetrenntenArbeitsgängen,dieineinerWeisedurchgeführtwurden,diederinden Beispielen 3 und 4 beschriebenen entsprach, wurde die herbicide Wirksamkeit im Boden für andere Hy-   droxypolyhalogenpyridinverbindungen   bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle IV angegeben. 



   Tabelle IV 
 EMI8.2 
 
<tb> 
<tb> Verbindung <SEP> kg/ha <SEP> Erde <SEP> besät <SEP> mit <SEP> Ergebnisse
<tb> 2, <SEP> 3, <SEP> 5, <SEP> 6-Tetra- <SEP> 22, <SEP> 2, <SEP> 11,2, <SEP> Karotten, <SEP> Vollständige <SEP> Bechlor-4- <SEP> pyri <SEP> - <SEP> 5, <SEP> 6,2, <SEP> 8 <SEP> Tomaten, <SEP> kämpfung <SEP> bei <SEP> allen
<tb> dinol <SEP> und <SEP> 0,695 <SEP> Hafer <SEP> Mengen
<tb> 2,3, <SEP> 5, <SEP> 6-Tetra- <SEP> 44, <SEP> 4,22, <SEP> 2, <SEP> Hafer <SEP> Vollständige <SEP> Bechlor-4-pyridyl-11, <SEP> 2, <SEP> 5, <SEP> 6, <SEP> kämpfung <SEP> bei <SEP> allen
<tb> acetat <SEP> 2, <SEP> 8 <SEP> und <SEP> 1, <SEP> 4 <SEP> Mengen
<tb> 2- <SEP> (2, <SEP> 3, <SEP> 5-Tetra- <SEP> 44, <SEP> 4,22, <SEP> 2, <SEP> Fingergras, <SEP> Vollständige <SEP> Bechlor-4-pyridyl- <SEP> 11, <SEP> 2,5, <SEP> 6 <SEP> Gurken, <SEP> kämpfung <SEP> bei <SEP> allen
<tb> oxy)

  -äthanol <SEP> und <SEP> 2,8 <SEP> Hafer, <SEP> Mengen
<tb> Tris-2- <SEP> (2, <SEP> 3, <SEP> 5-tri- <SEP> 11, <SEP> 2 <SEP> Gurken, <SEP> Vollständige
<tb> chlor-4-pyridyl- <SEP> Hafer <SEP> Bekämpfung
<tb> oxy) <SEP> -äthylphosphit
<tb> 2- <SEP> (2, <SEP> 3, <SEP> 5-Tri- <SEP> 11,2 <SEP> Gurken, <SEP> Vollständige
<tb> chlor-4-pyridyl- <SEP> Hafer <SEP> Bekämpfung
<tb> oxy)-äthylpropionat
<tb> Bis- <SEP> (2, <SEP> 3, <SEP> 5-tri- <SEP> 11, <SEP> 2 <SEP> Hafer <SEP> Vollständige <SEP> 
<tb> chlor-4-pyridyl)-Bekämpfung
<tb> phthalat
<tb> 3,5-Dibrom-2, <SEP> 6- <SEP> 11,2 <SEP> Hafer <SEP> Vollständige
<tb> dichlor-4-pyri- <SEP> Bekämpfung
<tb> dinol
<tb> 2-Brom-3, <SEP> 5-di- <SEP> 11, <SEP> 2 <SEP> Hafer <SEP> Vollständige
<tb> chlor-4-pyri-Bekämpfung
<tb> dinol
<tb> 2,3, <SEP> 5-Trichlor- <SEP> 44, <SEP> 4, <SEP> 11, <SEP> 2, <SEP> Fingergras,

   <SEP> Vollständige <SEP> Be-
<tb> -4-pyridylacetat <SEP> 5,6 <SEP> und <SEP> 2,8 <SEP> Hafer, <SEP> kämpfung <SEP> bei <SEP> allen
<tb> Rettich <SEP> Mengen
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 9> 

 
Beispiel 6: In getrennten Arbeitsgängen, die in einer Weise durchgeführt wurden, die der in Beispiel 1 beschriebenen entsprach, wurde die herbicide Wirksamkeit auf Laubwerk für andere Hydroxypolyhalogenpyridinverbindungen bestimmt, wie in Tabelle V angegeben ist. 



   Tabelle V 
 EMI9.1 
 
 EMI9.2 
 
<tb> 
<tb> Verbindung <SEP> g/l <SEP> Pflanzen <SEP> Ergebnisse
<tb> 2,3, <SEP> 5, <SEP> 6-Tetra- <SEP> 2, <SEP> 3, <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP> Rettiche, <SEP> Vollständige <SEP> Abtötung
<tb> chlor-4-pyri-und <SEP> 0,6 <SEP> Bohnen, <SEP> bei <SEP> allen <SEP> Konzendinol <SEP> Gurken <SEP> trationen
<tb> 2,3, <SEP> 5-Tri- <SEP> 2, <SEP> 3,1, <SEP> 2 <SEP> Rettiche <SEP> Vollständige <SEP> Abtötung
<tb> chlor-4-pyri-und <SEP> 0,6 <SEP> bei <SEP> allen <SEP> Konzendinol <SEP> trationen
<tb> 2, <SEP> 3, <SEP> 5, <SEP> 6-Tetra- <SEP> 2, <SEP> 3,0, <SEP> 6 <SEP> Gurken <SEP> Vollständige
<tb> chlor-4-pyri-0, <SEP> 3 <SEP> Abtötung
<tb> dinol,
<tb> Natriumsalz <SEP> 2,3, <SEP> 0,6 <SEP> Gurken <SEP> Vollständige
<tb> 0,3 <SEP> Abtötung
<tb> Ammoniumsalz <SEP> 2,3, <SEP> 0,6 <SEP> Gurken <SEP> Vollständige
<tb> 0,

  3 <SEP> Abtötung
<tb> Triäthylamin-2, <SEP> 3, <SEP> 0, <SEP> 6 <SEP> Gurken <SEP> Vollständige
<tb> salz <SEP> 0,3 <SEP> Abtötung
<tb> 
 
Die folgenden Vorschriften erläutern die Herstellung der im Rahmen der Erfindung anwendbaren Verbindungen :
A : 4-Methoxy-2, 3, 5, 6-tetrachlorpyridin
0,92 g (0,04 Grammatom) metallisches Natrium wurden in kleinen Stücken zu 100 ml trockenem Methanol unter Rühren zugegeben, wobei Natriummethylat gebildet wurde, das in dem überschüssigen Methanol gelöst verblieb. Hiezu wurden unter Rühren lOg (0,04 Mol) Pemachlorpyridin zugegeben, und das Gemisch wurde dann auf Rückflusstemperatur erhitzt und etwa 8 hunter Rückfluss erhitzt. Das als Nebenprodukt gebildete Natriumchlorid wurde durch Filtrieren entfernt. Man liess das Filtrat abkühlen und über Nacht stehen, worauf das gewünschte Produkt ausfiel.

   Das Produkt wurde durch Filtrieren gewonnen und aus Hexan umkristallisiert, wobei man das gereinigte Produkt in Form einer weissen, kristallinen Festsubstanz vom F =   107 - 1090e   erhielt. Die Ausbeute an Produkt betrug 7, 3 g oder 74,   5o   der Theorie. 
 EMI9.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Analyse: <SEP> berechnet: <SEP> C <SEP> 29, <SEP> 1 <SEP> H <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP> N <SEP> 5, <SEP> 7 <SEP> Cl <SEP> 57, <SEP> 5u/o <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> 29, <SEP> 26 <SEP> 1,3 <SEP> 5,6 <SEP> 57, <SEP> 4%
<tb> 
 
B : 4-Methoxy-2,3, 5-trichlorpyridin
In einer Weise, die der unter A beschriebenen entsprach, wurden 0, 85 g (0,037 Grammatom) metallisches Natrium in kleinen Stücken zu 60 ml trockenem Methanol zugegeben, um Natriummethylat zu erhalten, das in Lösung verblieb. Hiezu wurden unter Rühren 8,0 g (0, 037 Mol) 2,   3.   4, 5-Tetrachlorpyridin zugegeben, und das Gemisch wurde etwa 4 h bei Rückflusstemperatur erhitzt. Das als Nebenprodukt gebildete Natriumchlorid wurde durch Filtrieren entfernt, und das Filtrat wurde unter verminderten Druck gesetzt, um das Lösungsmittel zu verdampfen.

   Das Produkt wurde aus Hexan umkristallisiert, wobei man ein gereinigtes Produkt vom F = 60 - 640C erhielt. 
 EMI9.4 
 
<tb> 
<tb> 



  Analyse <SEP> : <SEP> berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 34 <SEP> H <SEP> 1, <SEP> 88 <SEP> N <SEP> 6, <SEP> 57 <SEP> Cl <SEP> 50, <SEP> l% <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> 33,9 <SEP> 2. <SEP> 07 <SEP> 6,39 <SEP> 49, <SEP> 88% <SEP> 
<tb> 
 
C   : 4- (2-n-Butoxyäthoxy)-2,   3,5-trichlorpyridin
1, 3 g (0,057 Grammatom) Natrium wurden langsam in kleinen Anteilen zu 60 g (0,51 Mol) 2-n-   - Butoxyäthanol   zugegeben, während die Temperatur bei etwa 25 - 350C gehalten wurde.

   Zu dem erhaltenen Gemisch von Natrium-2-n-butoxyäthylat in   2-n-Butoxyäthanol   wurden 10,9 g (0,05 Mol) 2,   3, 4,   5-Tetrachlorpyridin zugegeben, und das erhaltene Gemisch wurde etwa 4 h bei etwa   70 C   er- 

 <Desc/Clms Page number 10> 

   hitzt.   Das Reaktionsgemisch wurde dann in Eis-Wasser gegossen, und das erhaltene Gemisch wurde nacheinander mit Methylendichlorid und mit Äther extrahiert, um eine Trennung zwischen den organischen Materialien und dem als Nebenprodukt gebildeten Natriumchlorid zu bewirken, das in der wässerigen Phase blieb. Die vereinigten Extrakte wurden getrocknet und   dannDestillationsarbeitsgängen   unterzogen, die bei 1680C bei einem Druck von 3 mm Hg beendet waren.

   Es wurde so   4- (2-n-Butoxyäthoxy)-2, 3, 5-   -trichlorpyridin in Form eines hellorange Öls gewonnen. 
 EMI10.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Ananyse <SEP> : <SEP> perecnnet: <SEP> C <SEP> 44,2 <SEP> H <SEP> 4,68 <SEP> O1 <SEP> 35,8%
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> 44,24 <SEP> 4,53 <SEP> 35, <SEP> 720/0
<tb> 
 
 EMI10.2 
 eine farblose Flüssigkeit vom    piezo   =   133 - 135oC.   



   D   : 4- (2-Methoxyäthoxy)-2,   3,5, 6-tetrachlorpyridin
Durch Umsetzung von 2,3g (0,10 Grammatom) Natrium mit überschüssigem 2-Methoxyäthanol (86 g) wurde Natrium-2-methoxyäthylat hergestellt. Zu dem erhaltenen Gemisch wurden 23 g (0,092 Mol) Pentachlorpyridin zugegeben, und das erhaltene Gemisch wurde im Temperaturbereich von 90 bis   100 C   etwa 4 h lang erhitzt. Dann wurde das Reaktionsgemisch zur Entfernung des als Nebenprodukt gebildeten Natriumchlorids filtriert, und das Filtrat wurde auf eine Temperatur von 1500C bei einem Druck von 2 mm Hg erhitzt, um   2-Methoxyäthanol   abzudestillieren. Der Rückstand wurde dann mit Wasser gewaschen und in Hexan extrahiert.

   Die Hexanlösung wurde getrocknet und das Lösungsmittel verdampft, wobei ein Öl erhalten wurde, aus dem das gewünschte   4- (2-Methoxyäthoxy)-2,   3,5, 6-tetrachlorpyridin beim Stehen auskristallisierte. Die Kristalle wurden abfiltriert und aus Hexan umkristallisiert, wobei 
 EMI10.3 
 
 EMI10.4 
 
<tb> 
<tb> 



  - <SEP> 520Analyse <SEP> : <SEP> berecnnet; <SEP> C <SEP> 33,1 <SEP> H <SEP> 2,41 <SEP> Cl <SEP> 46,6%
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> 33, <SEP> 32 <SEP> 2, <SEP> 62 <SEP> 48, <SEP> 6%. <SEP> 
<tb> 
 



    PATENTANSPRÜCHE :    1. Verwendung einer Polyhalogenpyridinverbindung der Formel 
 EMI10.5 
 worin m den Wert 3 oder 4 hat, jeder der Reste X ein Brom- oder Chloratom darstellt, Z ein Atom oder 
 EMI10.6 
 Aluminium oder ein Übergangsmetall, B eineAminsalzgruppe, in der die salzbildende Base Ammoniak, ein Alkylamin, ein Alkanolamin, ein Alkylenamin, ein heterocyclisches Amin oder eine quaternäre Ammoniumbase ist, und E eine Acyl-, Aryloxyacyl-, Aroyl-, Arylacyl-, niedrig-Alkoxycarbonyl-, Hydroxycarbonyl-, niedrig-Alkylsulfonyl- oder Arylsulfonylgruppe oder einen Kohlensäurerest oder einen Mineralsäurerest bedeuten, wobei die organischen Reste mit einer oder mehreren Chlor- oder Bromatomen oder Hydroxy-, Amino- oder Nitrogruppen substituiert sein können, als herbicides Mittel. 
 EMI10.7 


Claims (1)

  1. nachstehend angeführten Polyhalogenpyridin Verbindungen :Trichlor-4-pyridoxy)-äthanol, 2,3, 6-Trichlor-4-pyridinol, 2,3, 5, 6-Tetrachlor-4-pyridylacetat oder 2,3, 5-Trichlor-4-pyridylacetat für den in Anspruch 1 angegebenen Zweck.
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