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Fütterungsanlage, insbesondere für Stallvieh
Die Erfindung betrifft eine insbesondere für Stallvieh bestimmte Fütterungsanlage in Form eines mit
Futter beschickbaren, oberhalb eines langgestreckten Futterplatzes angeordneten, eine Förderrinne aufweisenden Längsförderers, der das Futter in den Bereich der Fressplätze befördert.
Anlagen dieser Art haben den Zweck, die Fütterungsarbeit weitgehend zu mechanisieren. Obwohl solche Anlagen praktisch für alle vorkommenden Futterarten geeignet sind, liegt ihr
Hauptanwendungsgebiet bei der Verfütterung von Silage. Hier hat man die Möglichkeit, durch
Verwendung von Entnahmefräsen od. dgl. und nachgeschalteten Zwischenförderem den Transport des
Futters vom Silo zum Fressplatz voll zu mechanisieren.
Bei einer bekannten Ritterungsanlage der eingangs genannten Art ist eine eine in sich geschlossene
Schleife bildende Förderrinne vorgesehen, in der ein umlaufend antreibbarer Kettenkratzförderer angebracht ist. Die Förderrinne kann über einen Zubringer mit dem Futter beschickt werden und weist in ihrem Boden Durchlassöffnungen auf, die das Futter über Fallschächte zu den einzelnen Fressplätzen leiten. Die Fallschächte sind vorzugsweise durch Klappen verschliessbar, so dass sie dann Messbehälter bilden, die von Hand aus oder über Zeitschaltwerke geöffnet werden können und dann das Futter den Fressplätzen zuleitet.
In Abänderung der beschriebenen Konstruktion kann an Stelle der Förderrinne auch eine langgestreckte Fördertrommel Verwendung finden, die entweder zum unmittelbaren Abwurf des Futters auf die einzelnen Fressplätze mit Auswurföffnungen versehen ist oder aber wieder mit mehreren, den einzelnen Fressplätzen zugeordneten Vorratsbehältern in Verbindung steht, deren Verschluss wieder gemeinsam oder einzeln geöffnet werden kann. Wird bei diesen Ausbildungen das Futter unmittelbar auf die Fressplätze abgeworfen, dann ist es zwingend notwendig, den Auswurföffnungen der Rinne bzw.
Fördertrommel einen vom Beginn des Transportweges gegen das Ende zu stetig zunehmenden Durchmesser zu geben, um die Zufuhr etwa gleicher Futtermengen bzw. durch die Öffnungen verstellbare Schieber vorbestimmter Futtermengen zu den einzelnen Fressplätzen zu gewährleisten. Bei der Verwendung von Fördertrommeln werden meist als Förderorgane antreibbare Transportschnecken verwendet. Dadurch, dass das Futter, das für die gegen das Ende des Transportweges zu liegenden Fressplätze bestimmt ist, über die am Beginn des Transportweges liegenden Fressplätzen führenden Auswurföffnungen bzw. Einfüllöffnungen von diesen Fressplätzen zugeordneten Vorratsbehältern hinwegtransportiert werden muss, kommt es zu einer an sich unerwünschten Entmischung des Futters.
In jedem Fall wird bei der Verfütterung von Silage das am Beginn des Transportweges ausgestossene Futter einen wesentlich grösseren Flüssigkeitsanteil als das dem am Ende des Transportweges liegenden Fressplatz zugeführte Futter haben. Bei der Verwendung von über den Längsförderer füllbaren Vorratsbehältern ergibt sich ein komplizierter Gesamtaufbau und die Gefahr, dass bei teilweisem Versagen der Steuereinrichtungen das ganze oder ein Teil des in den Vorratsbehältern befindlichen Futters zu lange in den Vorratsbehältern verbleibt und verdirbt. Futterrückstände in den Vorratsbehältern setzen auch bei einwandfreiem Funktionieren der Anlage die Gesamtqualität des ausgegebenen Futters herab.
Sieht man unmittelbar zu den Fressplätzen führende Auswurföffnungen am Förderer vor, kommt es zusätzlich zu dem bereits erwähnten Nachteil der erhöhten Flüssigkeitsabgabe an den am Beginn des Transportweges liegenden Fressplätzen zufolge der unterschiedlichen Grössen der Auswurföffnungen noch zu einer
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unerwünschten Siebwirkung, da am Beginn des Transportweges die kurzen und kleinen Futterstücke, am
Ende des Transportweges aber nur mehr grosse bzw. lange Futterstücke ausgeworfen werden. Bei
Halmgutsilage bedeutet dies, dass am ersten Fressplatz nur hochwertigste Blattgutsilage, am Ende des
Transportweges aber vorwiegend Stängel u. dgl. mit nur geringem Nährstoffgehalt ausgestossen werden.
Es ist auch bekannt, den einzelnen Fressplätzen von Hand aus zu füllende Futtervorratsbehälter zuzuordnen, die über ein Zeitschaltwerk zu den Fütterungszeiten selbsttätig geöffnet werden und das in ihnen enthaltene Futter dann an den Fressplätzen abwerfen. Wegen der Gefahr eines Verderbens des
Futters können solche Vorrichtungen praktisch nur für Trockenfutter Verwendung finden.
Bei einer anderen bekannten Fütterungsanlage ist ein als Förderband oder Schubstangenförderer ausgebildeter Längsförderer für das Futter im Barren eines Langstalles angeordnet. Hier kann wegen der sonst gegebenen Verletzungsgefahr der Tiere bei dauernd zugänglichen Barren nur mit kleinen
Transportgeschwindigkeiten gearbeitet werden, wodurch sich in weiterer Folge lange Fütterungszeiten ergeben. Das für die am Ende des Transportweges befindlichen Fressplätze bestimmte Futter wird von den am Beginn des Transportweges stehenden Tieren beschnuppert und abgefressen, wobei sich diese Tiere selbstverständlich die besten Teile des Futters heraussuchen. Abgesehen davon besteht die Gefahr, dass bei dieser Art des Transportes ansteckende Krankheiten durch das Futter von einem Tier zum andern übertragen werden.
Alle aufgezeigten Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt. Diese betrifft eine
Fütterungsanlage der eingangs genannten Art und besteht im wesentlichen darin, dass der Boden der
Förderrinne als um wenigsten die eine Längskante der Förderrinne schwenkbarer, während des
Futtertransportes in der Rinne geschlossener Klappboden ausgebildet ist, der durch eine Sperre in der geschlossenen Transportstellung gehalten, nach vorzugsweise selbsttätigem Auslösen in Offenstellung abklappbar und über mit dem Förderer antriebsverbundene Mitnehmer wieder in die Transportstellung hochklappbar ist.
Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung wird eine Fütterugsanlage erhalten, die trotz ihres einfachen Aufbaues für die Förderung aller vorkommender Futterarten geeignet ist, wobei die Ansammlung irgend welcher Futterrückstände sicher verhindert und gewährleistet wird, dass sämtlichen Fressplätzen Futter gleicher Qualität zugeführt wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die den Klappboden in der geschlossenen Stellung haltende Sperre über einen in den Förderweg einragenden, vorzugsweise am Ende des Förderers angeordneten Anschlag od. dgl. lösbar. Es wird dadurch erreicht, dass der Klappboden, sobald eine Vollfüllung erreicht ist, selbsttätig das in ihm angesammelte Futter auswirft. Es ist auch möglich, den Anschlag im Förderweg der Länge nach versetzbar anzuordnen und z. B. dann, wenn ein Stall nicht vollbesetzt ist, die Futterzubringung auf die besetzten Futterplätze zu beschränken.
Es wäre auch denkbar, eine selbsttätige Abwurfsteuerung in Abhängigkeit vom Gewicht der zugeführten Futtermenge vorzusehen oder ein Zählwerk anzubringen, das nach einer bestimmten Anzahl von Klappbodenbetätigungen den Antrieb des Längsförderers und gegebenenfalls auch der Entnahmefräse und der Zubringervorrichtung abschaltet.
Schliesslich ist erfindungsgemäss der Klappboden über Gestänge oder Seile mit einer auf einer Führung in Fördererlängsrichtung verstellbaren Anschlagmuffe od. dgl. gekuppelt, für die ein mit der Schubstange eines hin- und hergehend antreibbaren, das Futter schrittweise weiterbefördernden Schubstangenförderers gekuppelter Mitnehmer vorgesehen ist, der nach Absenken des Klappbodens die Anschlagmuffe und damit den Boden in ihre Ausgangsstellung zurückstellt, so dass die Sperre den Boden neuerlich fixiert. Durch diese Ausführung wird somit eine selbsttätige Rückstellung des Klappbodens in die Transportstellung erzielt, nachdem der Klappboden das vorher im Förderer enthaltene Futter abgeworfen hat.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt Fig. l schematisch eine Fütterungsanlage in der Gesamtanordnung in Ansicht, Fig. 2 ebenfalls in Ansicht, das Ende des Längsförderers der Fütterungsanlage und Fig. 3 das Längsförderende nach Fig. 2 bei teilweise abgeklapptem Boden in Ansicht von vorne.
Nach Fig. 1 ist für einen als Silo--l--angedeuteten Futtervorratsbehälter eine nicht dargestellte
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antriebsverbundenen, rinnenförmigen Förderer --3-- ab, der mit Halterungen--4--an der Decke --5-- eines nur angedeuteten Stallgebäudes vor und oberhalb der Kopfseiten von Fressständen-6-- angeordnet ist und der Länge nach über die Breite sämtlicher Fressstände reicht. Der Längsförderer besitzt einen um die eine Längskante der Förderrinne abklappbaren Boden--7--, der in der Transportstellung
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durch eine im Zusammenhang mit Fig. 2 und 3 noch näher zu erläuternde, über einen Anschlag --8-- im Ausklinksinn betätigbare Verriegelung gehalten ist.
Erreicht das geförderte Futter beim Betrieb den als Klappe dargestellten Anschlag-8-, dann klinkt der Boden-7-aus und entleert das eben im Förderer-3--befindliche Futter vor die Fressplätze.
Nach den Fig. 2 und 3 ist der Förderer --3-- in herkömmlicher Weise als Schubstangenförderer
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Antrieb hin- und hergehend verstellbares Winkelprofil --11-- abstützt, an dem Kratzer --12-- um Achsen--13--anschlagbegrenzt aus einer an das Profil--11--angeklappten Rücklaufstellung in die in Fig. 3 veranschaulichte, etwa senkrecht vom Profil abstehende Vorlauf-Transportstellung verschwenkbar lagern. Die Kratzer --12-- sind abstandsweise angeordnet, wobei sich durch entsprechende Einstellung des Transporthubes die Arbeitsbereiche aufeinanderfolgender Kratzer übergreifen, so dass die Kratzer jeweils beim Transporthub die vom vorhergehenden Kratzer beim Rücklauf liegengelassenen Futterportionen erfassen und in den Bereich des nächsten Kratzers weiterbefördern.
Um eine gleichmässige
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werden.
Sobald auch der in Fig. 2 und 3 veranschaulichte Kratzer --12-- eine Futterportion erfasst und weiterschiebt, tritt die Steuervorrichtung in Tätigkeit. Der Kratzer --12-- schiebt nämlich diese
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Beim öffnen der Klinke --19-- wird sich der Mitnehmer --26-- am Ende des Transporthubes, also in unmittelbarer Nähe der Muffe-21-befinden. Die Muffe --21-- trifft also sobald sie freigegeben wurde, auf den Mitnehmer auf, so dass der Boden beim folgenden Rücklauf der Schubstange --11-- nur mit einer dieser Rücklaufgeschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit öffnen kann.
Im weiteren Verlauf des Schubstangenrücklaufes trifft, sobald der Boden die gewünschte Öffnungsstellung erreicht hat, der eine Arm --27-- eines auf der Muffe --21-- gelagerten Winkelhebels auf einen Anschlag-28--, wodurch der Hebel --27-- verschwenkt und eine Rückhaltefeder-29-für diesen Hebel gespannt wird, welche Feder somit praktisch federnd die Abschwenkbewegung des Bodens --7--aufhält.
Der Mitnehmer --26-- hat beim weiteren Rücklauf die Muffe-21--, die nunmehr über den Anschlag --28-- gehalten ist, freigegeben. Beim nächsten Arbeitshub kommt eine Schulter-30des Mitnehmers --26-- mit der Unterseite des zweiten Armes --27a-- des Winkelhebels in Eingriff und der Mitnehmer --26-- schiebt bei noch gespannter Feder --29-- die Gleitmuffe --21-- unter Spannung der Seile --24-- und Hochschwenken des Bodens --7-- nach vorne, bis schliesslich die Klinke --19-- einrastet und die Muffe --21-- wieder festgehalten ist, bis nach einem weiteren Fördervorgang die Klappe --8-- neuerlich betätigt wird.
Bei einem ersten Rücklauf nach dem Einrasten der Klinke --19-- gibt der Mitnehmer --26-- über die Schulter-30-den Hebelarm-27- frei, so dass sich nunmehr die Feder --29-- entspannen kann.
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