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Staubdichte Verpackungseinheit
Die Erfindung betrifft eine staubdichte Verpackungseinheit, bestehend aus einem mit einer Aufriss- einrichtung und einem Tragebandversehenen Aussenkarton, in welchen ein aus einem einteiligen Zu- schnitt hergestellter Innenkarton mit einer deckelseitigen Aufreisseinrichtung eingesetzt ist. Sie ist als sogenannte "Einweg- oder verlorene Packung" für grössere Mengen, beispielsweise 2 - 5 kg pulver- förmigen Füllgutes, bestimmt.
An eine derartige Verpakcung werden verschiedene Forderungen gestellt. Sie soll sowohl als Versand-als auch als Vorratsbehälter geeignet sein. Als Versandpackung muss sie neben genügender Festig- keit auch, da sie zur Aufnahme von pulverförmigem Füllgut bestimmt ist, auf dem Transportwege voll- kommen staubdicht sein. Ferner muss sie sich zum Anbruch leicht öffnen und danach bei Wiederholung portionsweiser Entnahme des Inhaltes auch wieder leicht und sicher verschliessen lassen. Daneben ist erwünscht, dass sie tragfähig ist.
Eine derartige Verpackungseinheit ist aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 967, 656 bekannt. Bei dieser bekannten Verpackung ist in einen mit einer Aufreisseinrichtung und einem Trageband versehenen Aussenkarton ein Beutel eingesetzt, welcher nach dem Füllen durch Falten und Versiegeln geschlossen wird. Diese bekannte Verpackungseinheit weist jedoch keine genügende Festigkeit für den obenerwähnten Zweck auf. Weiter ist der Innenbeutel nur durch Schneiden oder Reissen zu öffnen, so dass sich diese Verpackungseinheit nach dem Anbruch nicht wieder sicher verschliessen lässt.
Die beschriebenen Nachteile der bekannten Verpackungseinheit werden bei der erfindungsgemässen Verpackungseinheit dadurch vermieden, dass der Innenkarton in bekannter Weise aus einem einteiligen Zuschnitt hergestellt ist, der zwei gleich grosse Breitseitenwände aufweist, an welche gedoppelte Schmalseitenwände ergebende Teile angelenkt sind, welche Breitseitenwände über einen den Boden des Innenkartons ergebenden Teil mit daran angelenkten Klappen miteinander verbunden sind, wobei an eine der Breitseitenwände der den Deckel mit Aufreisseinrichtung ergebende Teil mit den die Schwächungslinien aufweisenden Klappen angelenkt ist, und der Aussenkarton eine über alle Seitenwände verlaufende Aufreisseinrichtung besitzt.
Durch diese Massnahmen wird neben der erwünschten Festigkeit der Verpackungseinheit erreicht, dass nach dem Öffnen des Aussenkartons die Aufreisseinrichtung des Innenkartons freiliegt.
Es wird bemerkt, dass aus der USA-Patentschrift Nr. 3, 078, 030 eine Kartonschachtel bekannt ist, die aus einem einteiligen Zuschnitt hergestellt ist, der zwei gleich grosse Breitseitenwände aufweist, an welche gedoppelte Schmalseitenwände ergebende Teile angelenkt sind, welche Breitseitenwände über einen den Boden des Kartons ergebenden Teil mit daran angelenkten Klappen miteinander verbunden sind. Bei dieser bekannten Schachtel ist eine der Breitseitenwände und sind die daran anschliessenden Schmalseitenwände mit einer Aufreisseinrichtung versehen, so dass diese Schachtel eine sogenannte"Flip-Top"-Schachtel bildet. Eine solche Verpackungsschachtel ist an und für sich nicht
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staubdicht und ist für den vorliegenden Zweck ungeeignet.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Verpackungseinheit weist das
Trageband des Aussenkartons an seinen beiden Enden je eine flache Versteifung auf, welche durch in den Schmalseitenwänden des Aussenkartons angeordnete Einschnitte und durch diesen zugeordnete Aus- nehmungen in den äusseren Lagen der gedoppelten Schmalseitenwände des Innenkartons in Richtung des
Deckels in klebstofffreie Bereiche dieser gedoppelten Schmalseitenwände eingeschoben sind. In diesem
Zusammenhang wird bemerkt, dass ein Kartonbehälter mit einem an seinen beiden Enden je eine flache
Versteifung aufweisenden Trageband aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 931, 491 bekannt ist. Bei diesem bekannten Behälter sind die flachen Versteifungen des Tragebandes aber durch Verleimung mit dem Be- hälter verbunden.
Gegenüber diesem bekannten Behälter weist die erfindungsgemässe Verpackungsein- heit also den Vorteil auf, dass das Trageband in einfacher Weise angeordnet werden kann durch Ein- schieben der flachen Versteifungen in die klebstofffreien Bereiche der gedoppelten Schmalseitenwände des Innenkartons und in dieser Weise rutschfest befestigt wird.
Ein Beispiel der erfindungsgemässen, staubdichten Verpackungseinheit wird an Hand der Fig. 1, 2 und 3 erläutert. Fig. 1 zeigt den Zuschnitt für den Aussenkarton, Fig. 2 den für den Innenkarton, Fig. 3 das Trageband.
Der Aussenkarton, dessen Zuschnitt in Fig. 1 gezeigt wird, weist vier Felder --1, 2,3 und 4-- auf.
An diese Felder sind jeweils die denDeckel-bzw. Bodenverschluss bildenden Verschlussklappen --la und lb, 2a und 2b, 3a und 3b und 4a und 4b-angelenkt. Die Wand --4-- ist durch die Klebelasche --4c-- verlängert. Deckelseitig im oberen Drittel verläuft über die vier Wandflächen ein durch Schwächungs- linien begrenztes Aufreissband --5--. In den Schmalseitenwänden-l und 3-- sind die Einschnitte --6a und 6b-- vorgesehen.
Der in Fig. 2 gezeigte Zuschnitt für den Innenkarton besitzt zwei gleichgrosse Breitseitenwände - 7 und 9--, an welche beidseitig die die gedoppelten Schmalseitenwände ergebenden Teile --7a und 7b sowie 9a und 9b-- angelenkt sind. Die beiden Breitseitenwände --7 und 9-- sind über einen, den Boden des Innenkartons ergebenden Teil --8-- miteinander verbunden, welcher beidseitig die Klappen - 8a und 8b-- aufweist. Die Breitseitenwand --7-- ist durch den den Deckelergebenden Teil-10- verlängert, an welchen die mit den Schwächungslinien --l1a und llb-- versehenen Klappen--10a und lOb-seitlich angelenkt sind.
In den die äussere Lage der gedoppelten Schmalseitenwände des Innenkartons bildenden Teilen --9a und 9b-- sind die den Einschnitten --6a und 6b-- in den Schmalseitenwänden des Aussenkartons zugeordneten Ausnehmungen --12a und 12b-- vorgesehen. Fig. 3 zeigt das Trageband welches vorzugsweise aus elastischem Material, beispielsweise Gummi, besteht, dessen Enden die flachen Versteifungen --14-- aufweisen.
Die Fertigung der Packung erfolgt auf die nachstehend geschilderte Weise.
Zunächst wird der Innenkarton gebildet. Hiezu wird der Zuschnitt flachgelegt und die an den Bodenteil --8-- angelenkte Klappe --8a-- senkrecht nach oben gefaltet. Anschliessend wird der Breitseitenwandteil --7-- ebenfalls senkrecht aufgerichtet und die diesenverlängernde Deckelklappe --10-rechtwinkelig, waagrecht abgebogen. Die rechtwinkelig nach unten abgebogene Klappe --10a-- wird anschliessend ebenso, wie die schon aufgerichtete Klappe --8a--, mit dem vorher dagegengefalteten, die innere Lage der einen Schmalseitenwand des Innenkartons bildenden Teil --7a-- verleimt. Nunmehr wird die Breitseitenwand --9-- senkrecht aufgerichtet und der die äussere Lage der Schmalseitenwand bildende Teil --9a-- mit der schon umgefalteten inneren Lage --7a-- verleimt, wobei der Bereich --13a-- unter der Ausnehmung-12a-beim Beleimen ausgespart wird.
Wenn die freie Kante des später den Deckel bildenden Teils --10-- mit Hilfe eines entsprechend breiten Klebestreifens mit der freien Kante der Breitseitenwand --9-- verbunden worden ist, wobei gleichzeitig ein später zum Aufreissen des Innenkartons dienender Faden mit eingeleimt wird, ist der Innenkarton zur Aufnahme des Füllgutes vorbereitet.
Nach der Füllung werden die Klappen --8b und 10b-- nach innen eingeschlagen und mit dem darauf gefalteten, die innere Lage der gedoppelten Schmalseitenwand bildenden Teil --7b-- durch Verleimen verbunden. Schliesslich wird der die äussere Lage der Schmalseitenwand bildende Teil --9b-- aufgefaltet und gleichfalls durch Verleimen mit dem Teil --7b-- verbunden, wobei hier der Bereich --13b-unter der Ausnehmung --12b-- beim Beleimen ausgespart wird.
Der Aussenkarton wird in üblicher Weise gefertigt, d. h. zunächst wird die Klebelasche --4c-- mit dem Schmalseitenteil --1-- unter Bildung eines Faltschachtelmantels verleimt und in üblicher Weise der Boden aus den Verschlussklappen-Ib, 2b, 3b und 4b-- durch Verleimen gebildet. Hierauf wird der Innenkarton in den Aussenkarton eingeschoben, u. zw. so, dass sein Deckelteil --10-- mit dem Auf-
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reissfaden unter den Verschlussklappen --la, 2a, 3a und 4a-- des Aussenkartons zu liegen kommt, nachdem diese zur Deckelbildung aufgefaltet und miteinander verleimt worden sind.
Zum Schluss werden die flachen Versteifungen-14-des Tragebandes-13-durch die Einschnitte --6a und 12a bzw. 6b und 12b-- in Richtung Deckel in die klebstofffreien Bereiche --13a und 13b-- eingeschoben. Hiedurch werden die flachen Versteifungen in ihrer Lage festgehalten und verhindern somit ein Herausrutschen des Tragebandes beim Anheben.
Die erfindungsgemässe Verpackungseinheit besitzt eine gute Transportfestigkeit und ist staubdicht.
Zum Anbruch der Packung wird die Aufreisseinrichtung --5-- des Aussenkartons entfernt und das elastische Trageband beiseitegeschoben. Nunmehr lässt sich der abgetrennte Deckelteil des Aussenkartons abheben und der Aufreissfaden zum Öffnen des Innenkartons liegt frei. Mit Hilfe dieses freiliegenden Aufreissfadens wird der Klebestreifen, der die freie Kante des Deckelteils --10-- mit der freien Kante der Breitseite --9-- verbindet, durchgetrennt. Beim Öffnen des Deckelteils --10-- werden gleichzeitig mittels der Schwächungslinien-lla und llb-- Teile von den Klappen --10a und 10b-abgetrennt.
Zur portionsweisen Entnahme lässt sich die Verpackungseinheit wieder leicht und dicht verschliessen. Dabei dienen die an dem Deckelteil --10-- verbliebenen Teile der Klappen --10a und lla-als Führung. Der wiederaufgesetzte Deckelteil des Aussenkartons wird durch das aufgelegte elastische Trageband in seiner Lage festgehalten, so dass ein guter und sicherer Verschluss- auch der angebrochenen Packung - gewährleistet ist
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Staubdichte Verpackungseinheit, bestehend aus einem mit einer Aufreisseinrichtung und einem Trageband versehenen Aussenkarton. in welchen ein aus einem einteiligen Zuschnitt hergestellter Innenkarton mit einer deckelseitigen Aufreisseinrichtung eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenkarton in bekannter Weise aus einem einteiligen Zuschnitt hergestellt ist, der zwei gleich grosse Breitseitenwände (7,9) aufweist, an welche gedoppelte Schmalseitenwände ergebende Teile (7a, 7b bzw.
9a, 9b) angelenkt sind, welche Breitseitenwände über einen den Boden des Innenkartons ergebenden Teil (8) mit daran angelenkten Klappen (8a, 8b) miteinander verbunden sind, wobei an eine der Breitseitenwände (7,9) der den Deckel mit Aufreisseinrichtung ergebende Teil (10) mit den die Schwächungslinien (lla, llb) aufweisenden Klappen (10a, 10b) angelenkt ist, und der Aussenkarton eine über alle Seitenwände (1, 2,3 und 4) verlaufende Aufreisseinrichtung (5) besitzt.