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Pneumatischer Genauigkeitsschalter zur Umwandlung von mechanischen Bewegungen in pneumatische Signale
EMI1.1
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Nachteil dieses Springschaltersbesitzt im einfachsten Fall nur eine Bohrung 5.
An die Anschlüsse 6 und 7 des Doppelmembranrelais wird Druckluft angelegt, wobei an dem
Anschluss 7 eine Drossel 8 vorgesehen ist. Die Anschlüsse 10 und 11 bleiben gegenüber der
Atmosphäre offen und der Anschluss 9 ist der Ausgang des Doppelmembranrelais, der beispielsweise ) durch ein Manometer abgeschlossen werden kann.
Die Doppelmembran 2 kann sich mit ihren Dichtsitzen 12 entweder rechts oder links an das
Gehäuse 1 anlegen, wobei entweder die Verbindung vom Anschluss 6 zum Anschluss 9 herge- stellt wird, während die Verbindung vom Anschluss 10 zum Anschluss 9 unterbrochen wird, oder umgekehrt, Die jeweilige Lage der Doppelmembran 2 hängt davon ab, ob in den Kammern 13 ) oder 14 ein Druckluftsignal vorhanden ist oder nicht.
Ist beispielsweise die Bohrung 5 nicht durch den ausserhalb des Genauigkeitsschalters liegenden
Betätigungskörper 15 verschlossen, so kann die Luft, die durch die Drossel 8 in die Kammer 13 einströmt, ungehindert in die Atmosphäre entweichen. Dadurch kann sich in der Kammer 13 kein
Druck aufbauen und die Verbindung vom Anschluss 6 zum Anschluss 9 des Doppelmembranrelais i ist hergestellt. Am Ausgang 9 des Doppelmembranrelais entsteht ein Drucksignal. Ist dagegen die
Bohrung 5 durch den Betätigungskörper 15 verdeckt, so entsteht in der Kammer 13 ein Druck und am Ausgang 9 des Doppelmembranrelais entsteht kein Drucksignal, da die Verbindung vom An- schluss 6 zum Anschluss 9 unterbrochen ist.
Zum Öffnen und Schliessen der Bohrung 5 sind nur kleine Wege des Betätigungskörpers 15 er- forderlich, was besagt, dass die für den erfindungsgemässen Genauigkeitsschalter gestellte Aufgabe be- züglich der grossen Schaltgenauigkeit einwandfrei gelöst ist.
Im zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist der Grundkörper 4 mit einem Stössel 16 verse- hen, der durch die Wirkung der Druckfeder 17 gegen den Dichtsitz 18 gedrückt wird. Dadurch kann die Luft nicht aus der Kammer 13 entweichen, so dass sich dort ein Druck bildet und die Ver- bindung des Anschlusses 6 zum Anschluss 9 des Doppelmembranrelais durch die Doppelmembran 2 unterbrochen ist. Am Ausgang des Anschlusses 9 herrscht demnach ein 0-Signal, also kein Druck.
Erst wenn unter der Einwirkung einer äusseren mechanischen Betätigung der Stössel 16 eingedrückt wird, entsteht ein Spalt zwischen dem Stössel 16 und dem Dichtsitz 18. Die Luft der Kammer 13 kann durch diesen Spalt ins Freie entweichen und am Ausgang des Anschlusses 9 des Doppelmembran- relais entsteht ein L-Signal, es ist somit Druck vorhanden.
Im dritten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird der Stössel 19 im Grundkörper 4 durch die Wir- kung des Luftpolsters 20, der sich unter dem Stössel 19 bildet, an den Dichtsitz 18 gedrückt.
Dadurch entsteht wieder in der Kammer 13 ein Druck und am Ausgang des Anschlusses 9 des Dop- pelmembranrelais ein 0-Signal. Wird der Stössel 19 eingedrückt, kann die Luft der Kammer 13 durch den Spalt zwischen Stössel 19 und Dichtsitz 18 in das Freie entweichen, wodurch der Druck in der Kammer 13 verschwindet und am Ausgang des Anschlusses 9 entsteht ein L-Signal.
Die Befestigung des Genauigkeitsschalters an einer Maschine oder einer Anlage kann entweder am
Gehäuse 1 oder am Grundkörper 4 vorgenommen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Pneumatischer Genauigkeitsschalter zur Umwandlung von mechanischen Bewegungen in pneu- matische Signale, dadurch gekennzeichnet, dass ein Doppelmembranrelais, das aus einem
Gehäuse (1), einer Doppelmembran (2) und einem Abschlussdeckel (3) besteht, mit einem Grundkör- per (4) unmittelbar oder mittelbar so verbunden ist, dass eine Kammer (13) gebildet wird, die durch einen Anschluss (7) des Doppelmembranrelais und eine Drossel (8) mit Druckluft versorgt wird, und wo- bei der Grundkörper (4) eine Bohrung (5) besitzt, die durch einen Betätigungskörper (15), der innerhalb oder ausserhalb des Grundkörpers (4) geführt ist, direkt zu verschliessen oder zu öffnen ist, wobei eine
Druckänderung in der Kammer (13) entsteht und dabei die Doppelmembran (2) umschaltet, wobei einer der Dichtsitze (12)
geschlossen und der andere Dichtsitz geöffnet und der Ausgangsanschluss (9) mit dem
Druckluftanschluss (6) oder mit einem gegenüber der Atmosphäre offenen Anschluss (10) verbunden wird, wodurch am Ausgangsanschluss (9) ein Drucksignal entsteht.