AT260426B - Atmungsaktives, durchscheinendes, druckempfindliches Klebeband und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Atmungsaktives, durchscheinendes, druckempfindliches Klebeband und Verfahren zu dessen Herstellung

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AT260426B
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  Atmungsaktives, durchscheinendes, druckempfindliches Klebeband und Verfahren zu dessen Herstellung 
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 fen für medizinische Zwecke vorgeschlagen, die für diesen Zweck eine einmalige Kombination von Eigenschaften besitzen. 



   Ein aussergewöhnliches Merkmal dieser neuartigen Klebstreifen für medizinische Zwecke besteht darin, dass durch sie die Haut der meisten Personen nicht gereizt wird, und dass sie selbst bei einer langandauernden klebenden Berührung keine Mazeration der Haut   bewirken."Mazeration"ist   ein Zustand der Haut, der durch eine langandauernde Berührung der Haut mit einem Klebstreifen hervorgerufen wird, wodurch die Haut weich, faltig und weiss wird, was auf das Unvermögen der Haut der Atmung, auf die verhinderte Transpiration und auch auf den Luft- und Lichtabschluss zurückzuführen ist. 



   Gemäss der Erfindung wird nun ein Klebstreifen vorgeschlagen, der eine poröse Unterlage, vorzugsweise aus einem zu einem Ganzen verbundenen, nicht-dehnbaren und nicht-gewebten faserartigen Gewebe, sowie einen, von dieser Unterlage getragenen ununterbrochenen, jedoch mikroporösen, druckempfindlichen   Klebmitteliiberzug   aufweist. Dieses kautschukartige Klebmittel soll wasserunlöslich und visko-elatisch sein, wobei der Überzug in seinem normalen trockenen Zustand hochgradig klebrig ist ; ein solcher Klebmittelüberzug dringt in die nicht-gewebte, poröse faserartige Unterlage ein und wird dort unter Bildung eines einheitlichen, zusammengehörenden Gebildes fest verankert, das nicht gespalten wird, wenn der Streifen abgerollt oder entfernt wird.

   Das erfindungsgemässe Klebeband ist somit dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer durchscheinenden, nicht-gewebten, undehnbaren porösen Unterlage, die aus sich kreuzenden Gewebestapelfasern durch Verfestigen mit einem wasserunlöslichen, kautschukartigen, faserbindenden Schlichtemittel hergestellt worden ist, und aus einem darauf angeordneten, ineinandergreifenden, ununterbrochen erscheinenden Klebmittelüberzug einer Dicke der Grössenordnung von etwa 15   ! 1   mit einem mikroporösen Gefüge besteht, der beim Auftragen aufdie menschliche Haut für Absonderungen durchlässig ist und der aus einem wasserunlöslichen, hydrophoben, stark klebenden visko-elastischen, druckempfindlichen Klebmittelpolymerisat besteht, das die menschliche Haut relativ nicht reizt und von andern Bestandteilen frei ist. 



   Bei der Herstellung des ununterbrochenen   Klebmittelüberzuges   werden während des Trocknens des Überzuges umzählige, poren artige Öffnungen spontan erzeugt, wobei durch diese Poren eine visko-elastische poröse Klebmittelschicht entsteht, die die poröse Unterlage bedeckt. Diese Poren sind derart klein, dass sie bei flüchtiger Betrachtung des Streifens vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden, so dass der Klebmittelüberzug ununterbrochen erscheint und ein gleichmässiges Gefüge ergibt, wasschon einen entscheidenden Vorteil darstellt.

   Diese kleinen Poren haben jedoch eine ausreichende Grösse und 
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 bekannten Streifen, die verhältnismässig grosse Löcher oder Öffnungen aufweisen oder die zwecks Erzeu- gung eines sogenannten"atmungsaktiven"Streifens unterbrochene, auseinanderliegende Streifen oder
Abschnitte aus einem gebräuchlichen undurchlässigen Klebmittel auf einer porösen Unterlage aufwei- sen. Klebebänder, bei denen das Klebmittel derart aufgetragen wird, dass im Klebstoffüberzug Poren i entstehen, sind beispielsweise in der Schweizer Patentschrift Nr. 281886 beschrieben. Diese bekannten
Klebebänder weisen ebenfalls viel grössere Poren und einen ganz wesentlich dickeren Klebmittelüber- zug auf als die erfindungsgemäss ausgebildeten Klebebänder.

   Auch die dort beschriebene porenbildende
Verfahrensstufe durch rasches Abkühlen einer Klebmittellösung ist von der bei der Erzeugung der er- findungsgemässen Klebebänder bevorzugten Arbeitsweise, bei der die Porenbildung durch Erhitzen beim Trocknen bewirkt wird, völlig verschieden. 



   Die Herstellung der Klebebänder erfolgt so, dass auf die poröse Unterlage ein ununterbrochener vis- koser Überzug einer Lösung eines wasserunlöslichen, visko-elastischen, druckempfindlichen Klebmit- tels, das einen flüchtigen Träger enthält, aufgetragen und dann dieser   Klebmittelüberzug   zwecks Er- zeugung von Poren und Erzielung vollständiger Trockenheit getrocknet wird, wobei der Mengenanteil ides flüchtigen Trägers derart bemessen wird, dass während des Trocknens der aufgebrachte Klebmittel- überzug die poröse Unterlage nicht durchdringt und von selbst ein mikroporöses (kleinporiges) Gefüge erzeugt wird, das für die Atmungsfähigkeit des Klebmittelbandes angemessen   ist,.   



   Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäss bevorzugten Herstellungsverfahrens besteht also dar- in, dass kautschukartige, druckempfindliche Klebemittelüberzugsmassen verwendet werden können, die von zugesetzten oder unerwünschten nicht - flüchtigen Bestandteilen oder Mitteln frei sind, so dass in dem getrockneten Klebemittelüberzug die Gegenwart von Substanzen vermieden wird, die eine Haut- reizungverursachen oder fördern könnten. Daher können   z. B.   reine Polymerisate, die von sich aus kle- bend sind und die die menschliche Haut praktisch nicht reizen, wie die in der USA-Patentschrift
Nr. 2, 884, 126 beschriebenen druckempfindlichen Acrylatpolyermisate, verwendet werden.

   Dieses Kle- bemittel ist nicht nur wasserunlöslich. sondern auch hydrophob, was sich durch auf die Oberfläche aufge- brachte Wassertropfen zu erkennen gibt, die nicht auseinanderfliessen und die Oberfläche nicht be- netzen. Auf Grund der Kleinporigkeit des Klebemittelüberzuges ist die Einverleibung eines feuchtig- keitsabsorbierenden Materials in die Klebemittelmasse nicht erforderlich. 



   Es können daher auch durchsichtige Klebemittelüberzüge verwendet werden. Wenn zusammen mit einem solchen Überzug eine durchscheinende Unterlage verwendet wird (vorzugsweise eine nicht-ge- webte faserartige Unterlage), kann ein durchscheinender Streifen erzeugt werden, der noch so durch- sichtig ist, dass er das Lesen von gedruckten Zeichen erlaubt, auf die der Streifen geklebt worden ist. 



   Diese Durchsichtigkeit ist auch bei Klebstreifen für medizinische Zwecke vorteilhaft, weil dadurch die   darunterliegende Körperoberfläche beobachtet werden   kann, ohne dass der Streifen entfernt werden muss. 



   Ferner ist der Streifen porös und erlaubt den gleichmässigen Zutritt von Licht und Luft zu der darunter-   liegenden Körperfläche, Selbstverständlich   ist es zweckmässig, wenn die Haut möglichst weitgehend in ihrem normalen freiliegenden Zustand gehalten wird. 



   Erfindungsgemäss können daher auch Streifen hergestellt werden, die für Röntgenstrahlen durchsich- tig sind. Zwecks Erzielung klarer Röntgenbilder und-aufnahmen müssen daher die erfindungsgemäss'vor- geschlagene Streifen im Gegensatz zu den üblichen Streifen für medizinische Zwecke, die undurch- sichtige, ein Zinkoxydpigment enthaltende Klebmittel aufweisen, nicht entfernt werden. 



   Die äussere (freiliegende) Oberfläche des porösen Klebmittelüberzuges ist ferner sehr glatt und kann sogar glänzende Flächen aufweisen, wenn sie in einem Winkel beleuchtet und beobachtet wird, obwohl diese Oberfläche matt ist. Durch die Verwendung einer dünnen und biegsamen, nicht-gewebten Unter- lage, die einen dünnen, glatten Klebmittelüberzug trägt, wird ein sehr guter Klebestreifen erhalten, der von dem Patienten angenehmer empfunden wird und weniger stark aufträgt.

   Vorzugsweise wird ein
Klebmittel, wie das oben bereits genannte Acrylatpolymerisatklebmittel, verwendet, dashochgradig klebt, aber kautschukartiger und fester als die üblichen Streifenklebmittel für medizinische Zwecke ist (in die Weichmacher und Pigmente einverleibt worden   sind).   Ein solcher Streifen kann nach einer lang- andauernden Berührung leicht und angenehm von der Haut entfernt werden, dennoch aber leicht aufge- bracht werden und haftet unmittelbar auf der Haut mit einer angemessenen Haftfestigkeit.

   Die Verwen- dung einer nicht-gewebten, nicht-streckbaren, elastischen faserartigen Unterlage, die beim normalen
Abziehen von Hand aus nicht wesentlich gedehnt wird, hat den Vorteil, dass durch den Streifen die Haut in ihrer anfänglichen Lage gehalten wird und dass die Streifen nicht   erschlaffen ;   bei den üblichen medi- zinischen Streifen mit Tuchunterlage ist das nicht der Fall. 



   Das vorgeschlagene Verfahren kann auch zur Herstellung von mikroporösen Klebmittelüberzügen 

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 auf gewebten Tuchunterlagen (zu denen die gewöhnlich für medizinische Klebstreifen verwendeten Ar- ten gehören) verwendet werden. Zur Herstellung des oben beschriebenen, einmaligen medizinischen
Klebstreifens, der die angegebene Kombination von zweckmässigen Merkmalen aufweist, werden jedoch nicht-gewebte und nicht-dehnbare poröse Unterlagen verwendet. 



  Die vorzugsweise verwendete Unterlage besteht aus einem nicht-gewebten, dichten Gewebe, das aus sich kreuzenden Kunstseidegewebefasern oder gleichwertigen Fasern (mit einer Länge von etwa
2, 5 bis 5 cm) hergestellt und durch Imprägnieren mit einem wasserunlöslichen, kautschukartigen faser- bindenden Schlichtemittel (wie einem   kautschukartigen Acrylatpolymerisatlatex)   zu   einem Ganzenver-   bunden worden ist, das die einzelnen Fasern überzieht (ohne dass die Zwischenräume ausgefüllt werden) ) und diese an ihren Kreuzungspunkten verbindet ;

   dabei wird ein dünnes, biegsames, nicht-dehnbares, federnes, wasserfestes, durchscheinendes, poröses und tuchartiges Gewebe erhalten, das für medizi- nische Klebstreifen fest und zäh genug ist und dennoch von Hand zerrissen werden kann, so dass der
Streifen von einer Rolle - ohne zerschnitten werden zu   mussen-aufgebracht   werden kann.

   Die zu einem Ganzen vereingte, nicht-gewebte, vernetzte, faserartige Unterlage besitzt zwischen den Fasern i eine sehr grosse Zahl von sehr kleinen Durchgängen je Flächeneinheit und ist daher sehr   poros.   Durch dieses netzartige Gefüge der Unterlage wird der aufgetragene Klebmittelüberzug bei der Herstellung des
Klebstreifens nach dem erfindungsgemäss vorgeschlagenen Verfahren aus einem nicht-porösen in einen porösen Zustand umgewandelt, wobei die vorzugsweise verwendete nicht-gewebte Art der Unterlage für diesen Zweck besonders gut geeignet ist. 



   In jedem Fall wird das visko-elastische druckempfindliche Klebmittel auf das poröse Unterlagege- webe stets derart aufgebracht, dass darauf ein ununterbrochener, weicher, klebender und viskoser Über- zug erzeugt wird, der einen flüchtigen Träger in einem derart geringen Mengenanteil enthält, dass ein
Einsaugen oder Eindringen des Klebmittels durch die poröse Unterlage vermieden wird, wenn der Über- zug sofort nach dem Auftragen getrocknet wird. Der flüchtige Träger ist jedoch in einem solchen Men- genanteil zugegen, dass der viskose, etwas klebrige Klebmittelüberzug in die Unterlage eindringen und sich mit dieser verbinden und durch Kapillarkräfte in die Poren gezogen werden kann. Beim weiteren
Trocknen dieses halb-trockenen Klebmittelüberzuges wird der restliche flüchtige Träger fortschreitend abgegeben und eine Schrumpfung des Überzuges bewirkt.

   Durch diese   Kapillar- und Schrumpfungskräfte   wird in jedem sehr kleinen Anteil des visko-elastischen Klebmittelfilms, der einen Durchgang der Un- terlage überdrückt, eine Spannung erzeugt, so dass eine oder mehrere sehr kleine Öffnung (Poren) in diesem von selbst erzeugt werden. Auf diese Weise bildet sich in dem gesamten Überzug wäbrend des
Trocknens von selbst eine unübersehbare Zahl vonengbeieinanderliegenden Poren, wobei in dem Kle- bemittelfilm, der ununterbrochen erscheint, ein mikroporöses (kleinporiges) Gefüge erzeugt wird. 



   Die Haftfestigkeit des Streifens wird durch die Gegenwart dieser Poren nicht wesentlich verringert. 



   Durch die visko-elastischen Eigenschaften des Klebmittels wird verhindert, dass die Poren selbst bei einem langandauerenden Zusammenpressen des Klebmittels in einer Rolle des Streifens und selbst dann nicht geschlossen werden, wenn der Streifen zu einem Druckverband verwendet wird. 



   Bei der Ausführung dieses Verfahrens wird gewöhnlich zunächst eine Lösung des Klebmittels in einer ausreichenden Menge Lösungsmittel (flüchtiger Träger) zwecks Erzielung einer zum Auftragen geeig- neten Viskosität hergestellt. Diese Klebmittellösung wird dann auf ein Rückseitenfutter bzw, Abdeck- band mit einer dichten, nicht-porösen, glänzenden und glatten Oberfläche mit geringen Klebeeigen- schaften aufgetragen, das von dem klebenden Überzug im halb-trockenen oder vollständig trockenen
Zustand leicht entfernt werden kann. Ein Beispiel für ein solches Material ist ein Papier mit einer glat- ten Oberfläche, das mit Polyäthylen oder einem Silikonharz mit den gewünschten Ablöse- oder Trenn- eigenschaften überzogen worden ist.

   Dieser Klebmittelüberzug wird teilweise getrocknet, indem das
Band durch einen Heisslufttrockenofen oder über eine erhitzte Trommel geleitet wird, worauf dieses
Band mit einem darauf angeordneten Band aus dem porösen Unterlagegewebe in Beruhrung gebracht wird. Das erhaltene Schichtgebilde wird dann zwecks Entfernung des restlichen Lösungsmittels aus dem
Klebmittelüberzug sofort weiter erhitzt, wobei der Klebmittelüberzug den gewünschten porösen Zustand annimmt (den auch das vollkommen getrocknete Produkt beibehält), worauf schliesslich nach beendetem
Trocknen und vollständigem Entfernen des Lösungsmittels das Produkt in Form einer   gra3en   Rolle auf- gewunden wird.

   Das Trocknen der aufgetragenen Klebmittelüberzugsschicht erfolgt mit einer ange- messenen Geschwindigkeit, so dass ein Einsaugen oder Durchschlagen des Klebmittels durch die poröse
Unterlage vermieden   wird. Dasverdunstende Losungsmittel   kann dabei durch das poröse Unterlageband entweichen. Da das Trocknen   des Klebmitteltiberzuges   stets in Berührung mit der undurchlässigen, glat- ten und glänzenden Oberfläche des Abdeckbandes erfolgt, wird ein getrockneter   Klebmitteluberzug   mit 

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 einer glatten, dichten, äusseren Oberfläche erhalten. Während der   Trockenstufe,   bei der die Poren er- zeugt werden, wird die Berührung des Klebmittels mit dem Abdeckband an den Stellen unterbrochen, an denen sich die Poren bilden.

   Dies wird durch die nicht-klebende Oberfläche ermöglicht, die ein
Ablösen des Klebmittels an den Stellen erlaubt, an denen sich die Poren bilden, während die umgeben- den Oberflächenanteile des Klebmittels mit der Abdeckbandoberfläche weiter in Berührung stehen. 



   Das getrocknete zusammengesetzte Blattgebilde wird anschliessend von der Rolle abgespult, worauf das Abdeckband abgezogen und das mit dem Klebmittel überzogene Band zerschnitten und zu Klebe- streifenrollen mit der gewünschten Abmessung aufgewickelt wird. Das Abdeckband kann gegebenenfalls beim Auseinanderschneiden und Aufrollen beibehalten werden, um die anschliessende Handhabung des
Streifens zu erleichtern   ; z. B.   beim Abziehen des Streifens von einer grossen Rolle und (nach Entfernung des Abdeckbandes) bei der Herstellung von Verbandsmaterial für erste Hilfe oder von   Huhneraugen-   pflasterstreifen, die gegebenenfalls mit pharmazeutischen Mitteln versehene, an der klebenden Ober- fläche haftende Mullpolster od. dgl. tragen.

   Der den Deckstreifen tragende Klebestreifen kann auch in
Streifen von gewünschter Länge zerschnitten werden, die nach dem Verpacken als Klebestreifen zum
Verschliessen von Wunden vertrieben werden können, wobei der die klebende Oberfläche bedeckende
Deckstreifen erst unmittelbar vor der Verwendung des Klebestreifens entfernt wird. 



   Nach einem andern Verfahren, bei dem bei der (eben beschriebenen) Herstellung des Klebestreifens ein Abdeckband nicht verwendet wird, kann die Klebmittellösung auf ein sich bewegendes endloses
Giessband oder eine Trommel mit einer polierten, nicht-klebenden Oberfläche aufgetragen werden, die gewöhnlich zum Giessen von Filmen verwendet werden. Nach dem teilweisen Vortrocknen des Kleb- mittelüberzuges wird das Streifenunterlageband auf die Klebmittelschicht aufgebracht, worauf beim weiteren Trocknen das poröse Klebebandprodukt erhalten wird. Das getrocknete Produkt wird dann von dem Band oder der Trommel abgezogen und dann entweder direkt zerschnitten oder zu Klebestreifenrollen aufgewunden, oder es wird mit einem glatten Deckband mit nicht-klebender Oberfläche zusam- mengebracht und dann in der oben angegebenen Weise weiter behandelt.

   Auch nach diesem Verfahren wird ein Streifen mit einer glatten   Klebmitteloberfläche   erhalten. 



   Nach einem weiteren Verfahren wird das poröse Unterlageband um eine erhitzte, sich drehende Trommel geleitet, die als Träger und als Erhitzungsvorrichtung dient. Die Klebmittellösung wird auf das Band aufgetragen, wenn dieses auf der Trommel ruht, wobei eine ausreichend hohe Trommeltemperatur zwecks schneller Trocknung des Überzugs verwendet wird, so dass letzterer keine Gelegenheit zum Hindurchsaugen durch das Band hat.   Dec Klebmitteluberzug   nimmt, während sich das Band noch auf der Trommel befindet, den gewünschten porösen Zustand an. Das getrocknete Produkt wird dann in der oben angegebenen Weise weiter verarbeitet.

   Bei der zuletzt angegebenen Ausführungsform wird der Klebmittelüberzug mit seiner äusseren Oberfläche nach aussen getrocknet, so dass seine Oberfläche nicht die Glätte aufweist, die beim Trocknen des Klebmittels in Berührung mit einer undurchlässigen, glänzenden und glatten Trägeroberfläche nach oben beschriebenen Verfahren erzielt werden kann. Dem Streifen kann jedoch eine grössere Glätte verliehen werden, indem ein glattes und nicht-klebendes Deckband auf   die Klebmittelseite   des Bandes aufgebracht und das Gebilde zu einer Rolle aufgewickelt wird, die dann vor dem Aufrollen und Zerschneiden gelagert wird. 



   Nichtdehnbare Streifen mit grösserer Zugfestigkeit in Längsrichtung, die besonders als hochfeste Verbandstreifen geeignet sind, können durch Einverleiben von in Längsrichtung angeordneten ununter-   brochenen (endlosen) Kunstseidefaden   od. dgl. in die oben beschriebene nicht-gewebte Unterlage hergestellt werden, wobei eine Verstärkung in Längsrichtung ohne Verlust der gewünschten Biegsamkeit oder Porosität erzielt wird. So können zwei faserartige Lagen in der Weise angeordnet werden, dass dazwischen eingelegte Verstärkungsfäden von den Faserlagen umhüllt werden, worauf das zusammengesetzte Gebilde zusammengepresst und mit einem faserbindenden Schlichtematerial zwecks Erzeugung eines zu einem Ganzen vereinten, porösen Unterlagegewebes imprägniert wird. 



   Geeignete, aus sich kreuzenden Fasern verschiedener Arten bestehende Kombinationen, z. B. ein thermoplastische Polyesterbindemittelfasem enthaltendes Gemisch, können ebenfalls verwendet werden, wobei beim Heisspressen oder Kalandern des faserartigen Bandes die letztgenannten Fasern erweichen und das faserartige, poröse Gebilde binden bzw. zu einem Ganzen vereinen. 



   Geeignete   faserartigeGewebe können   auch nach Nassabscheidungsverfahren (Verfahren zur Papierherstellung) aus Stapelkunstseide oder andern Gewebefasern hergestellt werden. 



   Auch poröse Filmunterlagen können verwendet werden, wobei der dünne und biegsame Streifen zwecks Erzielung einer angemessenen Festigkeit und Dehnungsbeständigkeit vorzugsweise mit Fasern verstärkt ist. Bei Verwendung eines mikroporösen Films können die Öffnungen zu klein sein, um noch 

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 ein Eindringen des aufgetragenen und   teilweise getrockneten Klebmittelüberzugs zu ermöglichen ; nichts-   destoweniger bilden sich beim weiteren Verdunsten des Lösungsmittels dennoch in dem   Klebmittelüber-   zug von selbst sehr kleine Poren, die für die Durchlässigkeit bzw. Atmungsfähigkeit des Klebmittel- überzugs ausreichen. Dieses Ergebnis ist offenbar auf die Zugkräfte zurückzuführen, die in den einzel- nen sehr kleinen Anteilen des Klebmittels entstehen, die auf den Poren der Unterlage liegen. 



     Beispiel   : In diesem Beispiel wird eine vorzugsweise verwendete Ausführungsform zur Herstel- lung des erfindungsgemäss vorgeschlagenen Klebestreifens erläutert. 



   Aus Kunstseidegewebefasern mit einer Länge von etwa 2,5 bis 5 cm wird mittels einer Krempel- vorrichtung oder einer Mattenherstellungsvorrichtung (die von der Curlator   Corp.,   Rochester, N. Y. unter   der Handelsbezeichnung"Rando-Webber"vertrieben   wird) oder einer ähnlichen Vorrichtung eine un- unterbrochene lockere Matte hergestellt. Eine typische Matte besteht aus Fasern von 1,5 den und einer
Länge von 3,2 cm, so dass das fertige   Gcwcbc   ein Fasergewicht von etwa 40 bis 55 kg/1000 m2 auf- weist. Die nicht gebündelten Stapelfasern werden dabei in einer losen und lockeren Schicht willkürlich angeordnet, in der sich die Fasern untereinander überkreuzen und daher durch mechanische und Rei- bungskräfte zusammengehalten werden. 



   Diese lockere Fasermatte wird dann durch ein Paar waagrecht angeordneter Quetschwalzen ge- schickt, von denen die untere Walze in ein wässeriges Bad eines faserbindenden, kautschukartigen
Schlichtemittellatex taucht. Danach wird die lockere Matte zu einem gewebeartigen Gebilde zusam- mengepresst und benetzt und imprägniert, ohne dass die Schlichtemittellösung im Überschuss vorliegt.
Das sich bewegende feuchte Band wird dann durch Inberührungsbringen mit einer   Rahe   von sich drehen- den, erhitzten Trockentrommeln, die unter einer Belüftungshaube angebracht sind, getrocknet, wo- durch das Gewebe durch Verbinden der willkürlich angeordneten Fasern an ihren Kreuzungspunkten durch das getrocknete Schlichtemittel, das auch unmerklich die einzelnen Fasern überzieht, zu einem Gan- zen vereinigt wird,

   ohne dass die Zwischenräume gefüllt oder die Porosität des Produktes merklich be- einträchtigt werden. Durch das Schlichten wird auch ein Zerfasern bzw. eine Flaumbildung vermieden. 



   Es entsteht so die proöse Unterlage, auf der dann anschliessend das Klebmittel aufgetragen wird. 



   Die vorzugsweise verwendeten Schlichtemittel sind in Wasser dispergierbare, kautschukartige Acry- latpolymerisatlatices, die auf den Fasern in nicht-klebender Form trocknen. Diese Mittel werden auch bei der Herstellung von Geweben in der Textilindustrie verwendet. Ein geeignetes Beispiel hiefür ist eine wässerige Dispersion, die 46   Grew.-%   Acrylatpolymerisatfestbestandteile enthält und unter der Han-   deisbezeichnung "Rhoplex B -15" von   der Rohm & Haas Company vertrieben wird und die zwecks Er- zeugung eines Schlichtemittelbades mit Wasser verdünnt wird, das die Polymerisatfestbestandteile in einer Konzentration von etwa   28%   enthält.

   Die Konzentration wird derart eingestellt, dass das fertige getrocknete Gewebe des Schlichtemittelpolymerisat in einer Gewichtsmenge von 30 bis   7010   des Ge- samtfasergewichts und vorzugsweise in einer dem Fasergewicht etwa gleichkommenden Gewichtsmenge enthält. 



   Dieses durchscheinende, zu einem Ganzen vereinte, mcht-gewebte Gewebe besitzt eine für medi- zinische Klebestreifen angemessene Zugfestigkeit, Zähigkeit, Elastizität und Undehnbarkeit, obwohl es dünner und biegsamer als die Tuchunterlagen für gebräuchliche medizinische Klebestreifen ist. Den- noch kann der Streifen mit den Fingern zerrissen werden und können Klebestreifenrollen hergestellt wer- 
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 geartigen Trennmesser versehen sind, verwendet werden. Diese Unterlage ist für Luft mehrerehundertmal so porös wie ein adsorbierendes Papierhandtuch und beeinträchtigt daher nicht den Austausch von Luft und Feuchtigkeit durch das Klebestreifenprodukt hindurch, das wesentlich poröser als der Klebmittelüberzug ist.

   Die geschlichteten Fasern des Produktes absorbieren kein Wasser und sind vielmehr wasserabstossend, was sich beim Aufbringen eines Wassertropfen auf das Gewebe zu erkennen gibt, der sich nicht ausbreitet oder das Gewebe durchfeuchtet. Wundflüssigkeiten und Absonderungen, die durch den porösen Klebmittelüberzug hindurchgelassen werden, werden jedoch leicht in dem porösen Kapillargefüge des Gewebes absorbiert, wodurch auch der Durchgang durch das Klebmittel gefördert wird. Durch die ausgezeichnete Nassfestigkeit des Gewebes wird eine wesentliche Schwächung durch die absorbierten Flüssigkeiten oder beim Waschen des Patienten verhindert. 



   Das gegenwärtig bevorzugt verwendete druckempfindliche Klebmittel besteht aus einem reinen kautschukartigen Mischpolymerisat aus Isooctylacrylat und Acrylsäure in einem Verhältnis von 94 : 6, diese   Polymerisatart ist in der USA-Patentschrift Nr. 2, 884,   126 beschrieben. Die ursprünglich erhaltene   Lösungsmitteldispersion   dieses Polymerisats wird auf eine erhitzte Trommel aufgetragen, von der das getrocknete Polymerisat entfernt und erneut in einem Lösungsmittelgemisch aus Heptan und Isopropyl- 

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 alkohol (70 : 30) unter Bildung einer   22'igen   Lösung von zum Auftragen geeigneter Viskosität disper- giert wird. Durch dieses Verfahren werden die in der ursprünglichen Polymerisatlösung enthaltenen flüchtigen Bestandteile entfernt. 



   Diese Klebmittellösung wird dann auf einem sich bewegenden Abdeckband mit einer unlöslichen, wärmefesten, glatten und nicht-klebenden Oberfläche   (z. B.   auf einem Papierabdeckband, das einen
Silikonharz-Ablöseüberzug trägt) mit einem solchen Überzugsgewicht in feuchtem Zustand aufgetragen, dass ein Klèbmitteltrockengewicht von etwa 25   kg/1000   m2 erhalten wird. Das mit dem feuchten Kle- bemittel überzogene Band wird dann sofort durch einen derart angeordneten Heissluftofen gezogen, dass nach dem Vortrocknen des Klebmittels bis zu einem halb-trockenen Zustand das oben beschriebene Un- terlageband auf dem Klebmittel aufgebracht und fest damit verbunden werden kann. Dabei wird vor- zugsweise eine Lufttemperatur von 40 bis   65 C   verwendet.

   Bei einer zu hohen Temperatur wird ein schwammartiger Klebmittelüberzug erhalten oder die Regelung erschwert. BÅa dieser Stufe des Verfah- rens ist es wesentlich, dass das Klebmittel bis zu einem solchen Ausmass getrocknet wird, dass ein Durch- schlagen durch das darauf angeordnete poröse Unterlagegewebe vermieden, dennoch aber eine ausrei- chende Menge des Lösungsmittels in dem Klebmittelüberzug zurückbehalten wird, damit sich das ge- wünsche kleinporige Gefüge nach dem Aufbringen der zweiten Schicht bilden kann. Das dabei ent- stehende Ausmass an Porosität verhält sich etwa umgekehrt proportional zu der Erhitzungsdauer in dieser
Stufe. Eine Erhitzungsdauer vor dem Beschichten von etwa 0,5 min bei einer Temperatur von etwa   40 C   hat sich unter den verwendeten Bedingungen als zufriedenstellend erwiesen.

   Die für irgendeine verwendete Vorrichtung optimale Zeitdauer sollte jedoch durch Vorversuche bestimmt werden, da sie von der Ofenanordnung und den Arbeitsbedingungen bestimmt wird. Die Einstellung kann durch eine
Veränderung der Beförderungsgeschwindigkeit des Bandes erfolgen. Beim weiteren Durchgang durch den
Trockenofen wird das in Form eines Bandes vorliegende Schichtgebilde zwecks Erzeugung desmikropo- rösen Klebmittelgefüges und zwecks vollständiger Entfernung des restlichen Lösungsmittels und vollstän-   diger Trocknung weiter erhitzt. Zufriedenstellende   Ergebnisse wurden dabei erhalten, wenn das Schicht- gebilde durch   aufeinanderfolgendeOfenabschnittegeleitet   und in diesen 2,5 min auf 40 C, 2,5 min auf   650C   und schliesslich 1,5 min auf   95 C   erhitzt worden war. 



   Das erhaltene Klebmittelblatt hat eine Dicke von 100 bis   150 ; j.   Die Dicke des dünnen Klebmittel- überzuges (der sich in die faserartige Unterlage erstreckt) macht nur etwa   15/J   der Gesamtdicke aus. 



   Die freiliegende Faseroberfläche des Unterlagegewebes wird vorzugsweise mit einem unterbroche- nen Schlichteüberzug geringer Haftfestigkeit überzogen, wodurch die freiliegende Faseroberfläche ohne wesentliche Verringerung der Porosität überzogen wird. Dieser Schlichteüberzug auf den Fasern ist der- art dünn, dass er nicht wahrnehmbar ist. Durch diesen wenig haftenden Schlichtemittelüberzug auf der
Rückseite wird eine faserartige Rückseitenoberfläche mit einem verringerten Haftvermögen für das kle- bende druckempfindliche Klebmittel erhalten, so dass ohne Abdeckstreifen Klebestreifenrollen herge- stellt werden können, die sich mit geringerer Mühe als dann abspulen lassen, wenn dieser Schlichte- mittelüberzug weggelassen worden wäre.

   Die Haftfestigkeit reicht jedoch für ein angemessenes Haftver- mögen zwischen den sich überlappenden Windungen des Klebestreifens aus, wenn dieser als Verband- streifen verwendet wird. Ein bevorzugt verwendetes Schlichtemittel mit geringem Haftvermögen besteht aus einem Urethanmischpolymerisat (Carbamatmischpolymerisat) von Polyvinylalkohol und Octadecyl- isocyanat. Durch dieses Polymerisat wird auf den Fasern ein wasserunlöslicher und hydrophober Schlich- temittelüberzug erzeugt. 



   Nach dem Trocknen des   Schlichtemittelüberzuges   auf der Rückseite wird das auf dem Abdeckband aufgebrachte und mit Klebmittel überzogene Band zu grossen Rollen aufgewickelt und steht dann für die
Umwandlung zu Klebestreifenrollen mit der gewünschten Breite und Länge zur Verfügung. Die Unterlage ist derart beschaffen, dass der Klebestreifen mit geraden, nichtauffasernden Kanten zerschnitten werden kann. Der Streifen trägt einen durchsichtigen Klebmittelüberzug und ist stark durchscheinend, so dass nach dem Aufbringen auf eine bedruckte Oberfläche die Schrift durch diesen hindurch gelesen werden kann. Dieser Streifen kann gegebenenfalls durch Strahlen, mit Hilfe von Wasserdampf oder Äthylenoxydgas bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und   800C   sterilisiert werden.

   Die   Ste-   rilisierung ist bei der Herstellung von Klebestreifen (wie von Wundabdeckstreifen) zweckmässig, die auf einem Abdeckband aufgebracht sind und in einer sterilen Verpackung vertrieben werden sollen. 



   Die Poren in dem Klebmittelüberzug haben eine willkürlich Grösse und weisen Durchmesser zwischen 1 und   100 li   auf, wobei manche Poren gelegentlich diese Werte überschreiten. Poren mit einem Durchmesser unterhalb von 20   je   stellen etwa   zozo   des gesamten Porenvolumens dar. Die Durchlässigkeit und Porosität des Klebestreifens ist derart gross, dass eine   Feuchtigkeitsdampfdurchlassgeschwindigkeit   er- 

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 zielt wird, die die Feuchtigkeitsabsonderungsgeschwindigkeit der menschlichen Haut unter   gewotinli-   chen Bedingungen weit überschreitet. Der poröse Klebmittelüberzug ist hydrophob, kann jedoch (wie auch andere Klebmittel) durch langanhaltende Berührung mit flüssigen Absonderungen erweicht und auf- gequollen werden.

   Wegen der Durchlässigkeit der Poren für Absonderungen neigt jedoch das Klebmittel weitaus weniger zu einem Erweichen und zu einem Verlust der Klebrigkeit bei einer langanhaltenden
Berührung mit der absondernden Haut als ein übliches, nicht poröses Klebmittel, Die Absonderung von der darunterliegenden Haut kann durch den Klebmittelüberzug entweder in Form von Dampf oder als
Flüssigkeit hindurchgehen, die durch das poröse Kapillargefüge der Unterlage absorbiert und dann ver- dunstet wird, so dass die Haut unter gewöhnlichen Bedingungen stets in einem trockenen Zustand gehalten wird. Dadurch bleiben der Klebestreifen und die Haut in ihrer ursprünglichen Lage.

   Dieses Merk- mal ist besonders bei Wundenverschlussklebestreifen wichtig,   d. h.   bei Klebestreifen, die zum Ver- schliessen von Schnitten oder Wunden verwendet werden und diese während des Heilens verschlossenhal- ten, wobei in vielen Fällen die Wunde nicht genäht werden muss. 



   Weitere Merkmale dieses neuartigen Klebestreifens für medizinische Zwecke sind : Der Streifen 
 EMI7.1 
 vor der Verwendung gelagert worden sind. In Verbindung mit der Zerreissbarkeit von Hand aus wird durch dieses Merkmal das Aufbringen auf den Körper, besonders für Verbandzwecke, wesentlich er- leichtert. Der Streifen kann sowohl mit der blossen Hand als auch mit Gummihandschuhen gehandhabt werden, ohne dass er anklebt und die Gummihandschuhe zerreisst, was bei den gebräuchlichen Klebe- streifen für medizinische Zwecke manchmal eintritt. Wenn die Klebemitteloberflächen eines Streifens miteinander in Berührung kommen, können sie ohne Beeinträchtigung des Streifens leicht voneinander getrennt werden. 



   Die folgendenVersuchsangaben dienen zur quantitativen Erläuterung   derhohen Feuchtigkeitsdampf-   durchlässigkeit des erfindungsgemäss vorgeschlagenen Klebestreifens. 



   Für die Versuche wird eine flache, rechtwinkelige Versuchsschale aus Messing mit senkrechten Seitenwänden undmit einem breiten, flachen, nach aussen gerichteten oberen Rand verwendet. Die Innen-   abmessungen sind 10, 16 cm x 2, 54 cm bei einer Tiefe von 2, 54 cm, so dass eine Dampfdurchlässigkeits-    fläche von 25, 8 cm erhalten wird. Das   Probestück   des Streifens oder ein anderes Blattmaterial wird in rechtwinkeliger Form auf 5, 08 x 12,7 cm zurechtgeschnitten. Der Boden der Schale wird mit körnigem, wasserfreiem Kalziumchlorid bedeckt. Das Probestück wird in flacher Lage auf die Öffnung gelegt, wobei bei Verwendung des druckempfindlichen Streifens dieser unter einem zur Erzielung eines vollständigen Abschlusses ausreichenden Fingerdruck auf den Flansch aufgeklebt wird.

   Wenn ein nichtklebendes Probestück für Vergleichszwecke untersucht werden soll, wird es mit einem Klebestreifen auf dem Flansch befestigt. Das Gewicht der Schale, die das aufgeklebt   Probesttlck   trägt, wird dann bestimmt, worauf die Schale sofort in eine Feuchtigkeitskammer gebracht wird, die auf einer Temperatur von 37,   8 C   und einer relativen Feuchtigkeit von 90 bis   95'lu   gehalten wird. Nach einer Einwirkungszeit von 20 min wird die Schale entfernt und gewogen. Sie wird dann für eine weitere Einwirkungsdauer von 20 min in die Feuchtigkeitskammer gebracht und nach dem Entfernen erneut gewogen. Die Gewichtszunahme bei dieser Einwirkung entspricht der durch das Probestück hindurchgegangenen Feuchtigkeit-   menge.

   Die erhaltenen Werte werden in Zahlen umgerechnet, die den Feuchtigkeitsdampfdurchlassgeschwindigkeiten in g je 645 cm2 je 24 h entsprechen. Die Werte, die bei einer Einwirkungszeit von 20   oder 40 min erhalten werden, haben eine Genauigkeit innerhalb von   100/0.   Die unten angegebenen Werte sind abgerundete Durchschnittswerte von mehreren Versuchen jeder Art. 



   Bei diesen Versuchen wurden die folgenden Proben miteinander verglichen :
1. Offene Versuchsschale (ohne Probestück). 



   2. Poröse Streifenunterlagen, die nach dem in diesem Beispiel beschriebenen Verfahren hergestellt worden sind (ohne Klebemittel). 



   3. Klebestreifen, die nach dem in dem Beispiel beschriebenen erfindungsgemässen Verfahren hergestellt worden sind. 



   4. Gebräuchlicher handelsüblicher Klebestreifen für medizinische Zwecke mit einer Tuchunterlage. Wegen der hohen Undurchlässigkeit des Streifens und wegen des   Feuchtigkeitsabsorptionsvermögens   
 EMI7.2 
 ge Einwirkung in der Feuchtigkeitskammer konditioniert und gewogen, dann 48 h in die Kammer gebracht und erneut gewogen, worauf der Gewichtsunterschied in die Feuchtigkeitsdurchlässigkeitsge- 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 schwindigkeit in g je 645 cm2 je 24 h umgerechnet wurde.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle angegeben :

   
 EMI8.1 
 
<tb> 
<tb> Probestück <SEP> Durchlässigkeitswert
<tb> (1) <SEP> 2000 <SEP> - <SEP> 2400 <SEP> 
<tb> (2) <SEP> 500-600
<tb> (3) <SEP> 100-200
<tb> (4) <SEP> 3-6
<tb> 
 
Das erfindungsgemäss verwendete reine Acrylatpolymerisatklebmittel ist von sich aus stark (hochgrading) klebend und druckempfindlich, so dass die Einverleibung klebender Harze und Weichmacher nicht erforderlich ist. Dieses Klebmittel wird nicht oxydiert, so dass die Einverleibung eines Oxydations- schutzmittels nicht erforderlich ist. Das Polymerisatschlichtemittel und die Fasern des Unterlagegewebes enthalten keinen Weichmacher, der-wenn er zugegen wäre - in das Klebmittel wandern und dadurch eine Hautreizung bewirken würde.

   Bei ausgedehnter Verwendung des vorgeschlagenen Streifens wie auch durch Aufbringen von Streifenstücken auf die Haut ist gefunden worden, dass dieses klebende Polymer- sat im Vergleich zu den gewöhnlich verwendeten weichgemachten Kautschukharzmassen, die Zinkoxyd enthalten, die Haut relativ nicht reizt. Ferner ist gefunden worden, dass Personen, die gegen die ge- bräuchlichen Klebestreifen sehr empfindlich sind, den erfindungsgemäss vorgeschlagenen Streifen gut vertragen. 



   Ein weiteres Beispiel für ein Acrylatpolymerisatklebmittel ist ein Mischpolymerisat aus 2-Äthyl- hexylacrylat und Acrylsäure im Verhältnis von 92, 5 : 7, 5, das in einem Lösungsmittelgemisch aus glei- chen Teilen Äthylacetat und Heptan zwecks Erzielung einer zum Auftragen geeigneten Viskosität dis- pergiert wird. Weitere Beispiele für Acrylatpolymerisatklebmittel sind : ein Methylisoamylacrylathomo- polymerisat sowie ein Mischpolymerisat aus   2-Äthylbutylacrylat   und Äthylacrylat im Verhältnis von
75 : 25, das vorzugsweise mit einem geringen Mengenanteil von Diamyläthylendimaleat vernetzt wor- den ist. Es können aber auch geeignete homogene Gemenge aus kautschukartigen Polymerisaten und klebrig machenden Harzen (die von flüssigen Weichmachem frei sind) verwendet werden.

   Ebenso können wässerige Klebmitteldispersionen verwendet werden, weil bei dem vorgeschlagenen Verfahren das Kleb- mittel nicht in einem organischen Träger dispergiert oder gelöst sein muss. Die Verwendbarkeit der er- findungsgemäss vorgeschlagenen Streifen ist nicht auf medizinische Zwecke, bei denen die Streifen mit der menschlichen Haut in Berührung kommen, beschränkt, wobei für diese andern Zwecke die ein- schneidenden Forderungen nicht erfüllt zu werden brauchen, die bei medizinischen Streifen zweckmässig sind. 



    PATENT ANSPRÜC HE :    
1. Atmungsaktives, durchscheinendes, druckempfindliches Klebeband, das für medizinische
Zwecke geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer   durchscheinenden, nicht-ge-   webten, undehnbaren porösen Unterlage, die aus sich kreuzenden Gewebestapelfasern durch Verfestigen mit einem wasserunlöslichen, kautschukartigen, faserbindenden Schlichtemittel hergestellt worden ist, und aus einem darauf angeordneten, ineinandergreifenden, ununterbrochen erscheinenden Klebmittel- überzug einer Dicke der Grössenordnung von etwa 15   11   mit einem mikroporösen Gefüge besteht, der beim Auftragen auf die menschliche Haut für Absonderungen durchlässig ist und der aus einem wasser- unlöslichen, hydrophoben, stark klebenden,   visko-elastischen,

     druckempfindlichen Klebmittelpolymeri- sat besteht, das die menschliche Haut relativ nicht reizt und von andern Bestandteilen frei ist. 



   2. Klebeband   nachAnspruchI, dadurch gekennzeichnet, daBderKLebmitteluberzugnur   aus einem wasserunlöslichen, visko-elastischen, druckempfindlichen Acrylatpolymerisat besteht.

Claims (1)

  1. 3. Klebeband nach Anspruch 1 oder 2, da du rch ge kennze ichne t, dass es als faserbinden- des Polymerisatschlichtemittel ein nicht-klebendes, kautschukartiges Acrylatpolymerisat enthält.
    4. Verfahren zur Herstellung von atmungsaktiven, druckempfindlichen Klebebändern mit einer porösen Unterlage und einem darauf angeordneten, ununterbrochen erscheinenden, jedoch porösen Kleb- mittelüberzug, nach den Anspriichenlbis3, dadurch gekennzeichnet, daBeinAbdeckband mit einer glänzenden, glatten und nicht klebenden Oberfläche mit einer Lösung eines wasserunlösli- <Desc/Clms Page number 9> EMI9.1 überzogen, der erhaltene Klebmittelüberzug teilweise getrocknet, das poröse Unterlagsband mit diesem Überzug zwecks Erzeugung eines Schichtgebildes in BerUhrung gebracht und dass der Klebmittel- überzug zwecks Erzeugung von Poren und bis zum vollständigen Trocknen bei einer Temperatur von mindestens 400C sofort weiter getrocknet wird,
    wobei der Mengenanteil des flüchtigen Trägers in dem teilweise getrockneten Klebmitteluberzug beim Vereinigten mit dem porösen Unterlagsband derart bemessen wird, dass beim weiteren Trocknen der Klebmitteluberzug in die Unterlage eindringt, diese jedoch nicht durchdringt, und dass sich von selbst ein mikroporöses (kleinporiges) Gefüge bildet, das für die Durchlässigkeit des getrockneten Klebebandes beim Entfernen des Abdeckbandes angemessen ist.
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