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Verfahren zur Herstellung von Isolierzylindern für Transformatoren der Klasse H aus Silikonlaminat
Silikonlaminatgewebe sind Glasgewebe, welche mit einem modifizierten Silikonharz imprägniert sind. Nach Art des armierenden Gewebes unterscheidet man Silikon-Feinstlaminat mit einer Gewebedichte von 24 Kett- und 24 Schussfäden/qcm und Silikon-Groblaminat mit einer Gewebedichte von
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Es ist bekannt, die Isolierzylinder für Transformatoren der Klasse H aus Silikon-Feinstlaminat herzustellen, da mit diesem Gewebe optimale elektrische Werte erzielt werden. Die mechanische
Festigkeit ist hingegen von der Art der Herstellung abhängig. Nach bekannter Art wird das Gewebe bei
Raumtemperatur mit entsprechender Vorspannung auf einen auf 1000C erwärmten Stahlzylinder aufgewickelt. Um eine Bindung der einzelnen Lagen durch Verschmelzen der Harzschicht zu erreichen, wird der Zylinder während des Wickelvorganges von aussen mit geeigneten Heizgeräte bestrahlt. Da die Vorspannung infolge Dickentoleranzen des Gewebes über die ganze Breite der Gewebebahn nicht gleichmässig ist, bilden sich am Laminatzylinder Falten die aufgeschnitten werden müssen, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
Die Schnitte vermindern aber die mechanische Festigkeit des fertigen Zylinders. Ausserdem entstehen an den Schnittstellen Überlappungen der sich übereinanderschiebenden Gewebeteile (als Folge des Faltenausgleiches, welche dem Zylinder eine ungleichmässige Materialdichte geben.
Die erfindungsgemässe Lösung setzt sich zum Ziel, ein Verfahren zu schaffen, welches es ermöglicht, das Laminat vollkommen faltenfrei auf den Zylinder aufzubringen und ausserdem die mechanische Festigkeit des Zylinders erhöht.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Isolierzylindern für Transformatoren der Klasse Haus Silikonlaminat. Erfindungsgemäss wird das Silikonlaminat vor dem Auflaufen auf den Wickeldron in vorgespanntem Zustand durch eine Heizzone geleitet. Weiters werden abwechselnd Schichten aus Silikon-Feinstlaminat und Silikon-Groblaminat gewickelt.
Die Temperatur der Heizzone, über die das Silikonlaminat vor dem Einlaufen in den Zylinder im vorgespannten Zustand geleitet wird, ist so eingestellt, dass das Material gerade so weich und geschmeidig wird, um die Dickentoleranz des auf den Zylinder auflaufenden Gewebes ausgleichen zu können. Die Temperatur der Vorheizzone richtet sich nach derWickelgeschwindigkeit der zur Verfügung stehenden Maschine und der zu wickelnden Zylinderhöhe. Der Wickelzylinder läuft mit dem fertig aufgebrachten Laminat noch zirka 20 min unter Oberflachenheizung und anschliessend zirka 10 min ohne Heizung zum Erkalten. Bei den abwechselnden Schichten des Silikonlaminats werden z.
B. für einen Zylinder von 3 mm Wanddichte auf der Zylinderinnenseite 0, 5 mm Silikon-Feinstlaminat, anschlie- ssend 2 mm Silikon-Groblaminat und an der Zylinderaussenseite wieder 0. 5 mm Silikon-Feinstlaminat gewickelt. Die Stärke des Groblaminatkernes ist von der Nennspannung des Transformators und den konstruktiven Gegebenheiten desselben abhängig.
Bei dem nach diesem Verfahren hergestellten Zylinder wird jegliche Faltenbildung verhindert und infolge seines Kernes aus Silikon-Groblaminat und seiner homogenen Struktur, bei gleichbleibenden
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elektrischen Werten, wesentlich höhere Festigkeit in radialer und axialer Richtung erzielt. Ausserdem bringt dieses Verfahren eine bedeutende Kosteneinsparung infolge Verwendung des billigeren SilikonGroblaminats für den Zylinderkern.
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1. Verfahren zur Herstellung von Isolierzylindern für Transformatoren der Klasse H aus Silikonlaminat, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das Silikonlaminat vor dem Auflaufen auf den Wickeldorn, in vorgespanntem Zustand durch eine Heizzone geleitet wird.
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