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Hydraulische Handschere zum Trennen von Draht, Rund-und artverwandten Profilen
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Handschere zum Trennen von Draht, Rund- und artver- wandten Profilen. Beim Walzen von Draht, Rund- oder artverwandten Profilen werden ständig aus der laufenden Produktion Proben zur Prüfung der Qualität herausgeschnitten. Bei Stahlbetonbauten, Fundamenten usw. werden Rund- oder artverwandte Profile mit hoher Festigkeit verarbeitet. Die vorliegende hydraulische Drahtschere gestattet das Trennen dieser Werkstoffe an jeder gewünschten Stelle und in jederLage. Der bekannte Stand der Technik beruht heute noch auf der Verwendung von Handhebelscheren, bekannt auch unter dem Begriff Bolzenschneider. Ferner ist eine hydraulische Vorrichtung zur trennenden oder verformenden Werkstoffbearbeitung bekannt.
Einige moderne Walzwerke bedienen sich bei der Probenentnahme aus der laufenden Produktion des Einsatzes von Kreismesserscheren. Die Arbeitsleistung bei der Verwendung von Handhebelscheren ist erfahrungsgemäss nicht sehr hoch. Es werden grosse Anstrengungen an Kraft und Leistungsvermögen der Bedienenden gestellt. Bei der hydraulischen Vorrich- tung zur trennenden oder verformenden Werkstoffbearbeitung werden diese Mängel im wesentlichen zwar behoben, aber der Faktor der Unhandlichkeit nicht beseitigt. Die Verwendung einer kleinen Schere als Arbeitsgerät verlangt eine Hochdruckhydraulik, die ihrerseits an grosse Ventile und einen energieintensiven Druckölstromerzeuger gebunden ist. Ist eine Hochdruckhydraulikanlage nicht einsetzbar, so wird bei Verwendung einer kleinen Druckstufe das Arbeitsgerät grösser.
Weiterhin ist es bei der Hochdruckhydraulik mit Schwierigkeiten verbunden, eine Schaltung der Wegeventile zu erreichen, ohne eine Vorsteuerhydraulik einzubeziehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Arbeitsgerät zu schaffen, welches gestattet, Rund, Draht- und artverwandte Profile in jeder Situation, in jeder Lage und an jeder zu wählenden Stelle zu trennen. Es kommt im wesentlichen darauf an, das Arbeitsgerät leicht und handlich zu gestalten und dabei das Gewicht der Hydraulik-Station niedrig zu halten.
Gemäss der Erfindung wird die Handschere in an sich bekannter Weise mit einem flexiblen Druckschlauch mit einer fahrbaren Hydraulik-Station verbunden. Die Einleitung des Schnittvorganges wird durch Betätigung eines Drucktasters, untergebracht im Scherenkörper, vorgenommen.
Eine elektromagnetisch betätigte Wegeventil-Kombination gibt den von einer Standardzahnradpumpe erzeugten Druckölstrom über einen Druckübersetzer zur Schere und vollzieht den Schnittvorgang. Nach Freigabe des Drucktasters läuft der Kolben mit dem Obermesser wieder in seine Ausgangslage zurück und das Arbeitsgerät ist erneut einsatzbereit.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 den schematischen Aufbau des Hydrauliksystems, Fig. 2 den Druckübersetzer im Schnitt und Fig. 3 die bildliche Darstellung der Schere mit der Hydraulik-Station.
Der schematische Aufbau der fahrbaren Hydraulik-Station wird durch Fig. 1 gekennzeichnet. Eine Standardzahnradpumpeneinheit 1 erzeugt den Druckölstrom und stellt ihn einer Standard-Ventil -
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kombination 2 zur Verfügung. Die Standard-Ventilkombination vereinigt in sich ein Druckbegren- zungsventilsowie ein elektromagnetisch betätigtes Wegeventil. Der in den Arbeitsablauf eingeschaltete Druckübersetzer 3 gestattetnach Auslösen eines Magnetventils in der Ventilkombination die Erhöhung des Nenndruckes auf einen beliebig höheren Arbeitsdruck. Die Drahtschere 4 trennt das Material.
Der Druckübersetzer besteht im wesentlichen aus dem Gehäuse 5, einem Stufenkolben 6 mit eingebautem Leckölausgleichsystem 7 und einem Deckel 8.
Die Besonderheit des automatisch arbeitenden Leckölausgleichsystems liegt darin, dass Ölverluste, die durch Kriechölströme oder Undichtheiten des Arbeitsablaufes auftreten können, selbständig ausgeglichen werden.
Die Drahtschere besteht aus dem Scherkörper 9 mit dem Schneidkopf 10 und dem darin befestigten Untermesser 11. Ein im Scherkörper laufender Kolben trägt an seiner Stirnfläche das Obermesser. Die abschraubbare Schlusskappe 12 dient zur Aufnahme des Druckschlauches 13, welcher das flexible Verbindungsglied zur fahrbaren Hydraulik-Station 14 darstellt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulische Handschere zum Trennen von Draht, Rund-und artverwandten Profilen, bestehend aus einem Arbeitsgerät mit einem feststehenden Untermesser im Schneidkopf und einem beweglichen Obermesser in einem federbelasteten Kolben, welcher seinerseits im Scherenkörper durch einen mit
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den Arbeitskreislauf zwischen der Handschere (4) und der fahrbaren Hydraulik-Station (14) ein Druck- übersetzer (3) eingeschaltet ist.