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Zentrifuge, insbesondere Wäschezentrifuge
Die Erfindung betrifft eine Zentrifuge und insbesondere eine Wäschezentrifuge jener bekannten Bauart (vgl. österr. Patent Nr. 220578), bei der der Antriebsmotor samt der auf dessen Welle sitzenden Zentrifugentrommel mittels eines Hohlkörpers aus elastischem Material, z. B. Gummi, am Gehäuse der Zentrifuge aufgehängt ist, wobei gegebenenfalls zwischen dem Motor und der Zentrifugentrommel innerhalb des Hohlkörpers ein Flügelrad sitzt. Der Hohlkörper dient dabei gleichzeitig zur Ableitung der vom Zentrifugengehäuse zentral abrinnenden, ausgeschleuderten Flüssigkeit.
Infolge der Elastizität dieses als Tragorgan für den Motor dienenden zylindrischen Hohlkörpers kann sich der Motor samt der auf der Motorwelle sitzenden Zentrifugentrommel im begrenzten Masse im Raume frei einstellen, was bei solchen rasch laufenden Motoren zur Erzielung eines erschütterungsfreien Laufes sehr wichtig ist.
Bei den bekannten Zentrifugen dieser Art hat man den Innenraum des elastischen Hohlkörpers gegen den darunterhängenden Motor in verschiedener Weise abgedichtet. Zum Beispiel wurde zwischen Motor und Hohlkörper eine Blechscheibe eingebaut, die in der Mitte eine Dichtungsmanschette trug, oder die Oberseite des Motors wurde so ausgebildet, dass sich rundherum ein wasserdichter Abschluss herstellen liess.
Auch in diesem Falle musste aber zur Sicherung gegen Wassereintritt in den Motor die Motorwelle an der Durchtrittsstelle noch durch einen Simmerring abgedichtet werden. Beide Ausführungen sind relativ kompliziert und erfordern grosse Herstellungsgenauigkeit sowie sorgfältige Montage, um die erforderliche Dichtheit zu gewährleisten. Man hat aus diesem Grunde zur weiteren Sicherung gegen Wassereintiitt in den Motor unter der Dichtung vielfach zusätzlich noch eine Schleuderscheibe angebracht, um gegebenenfalls durchsickerndes Wasser nach aussen abzufördern, was die Anordnung zusätzlich verteuerte.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Zentrifuge der eingangs genannten Bauart, welche sich durch eine wesentliche Vereinfachung und Verbesserung der Abdichtungseinrichtung zwischen dem elastischen Hohlkörper und dem Motor auszeichnet, wobei insbesondere auch die Montage wesentlich erleichtert ist.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erzielt, dass der Hohlkörper einen damit aus einem Stück bestehenden Boden besitzt, der in der Mitte eine Öffnung zum Durchtritt der Motorwelle und mindestens eine die Öffnung gegenüber der Welle abdichtende Einrichtung aufweist.
Bei einer solchen Ausführung genügt es, die Motorwelle durch die zentrale Öffnung des Bodens des elastischen Hohlkörpers zu schieben und den Motor an den nach aussen abstehenden Flanschen dieses Gehäuses mittels Schrauben zu befestigen, um eine mechanisch feste und gegen Wasserdurchtritt abgedichtete Verbindung beider Teile herzustellen.
Als Dichtungsmittel können dabei beliebige neue oder bekannte verwendet werden. Nach einer bevorzugten Ausführungsform kann als Dichtung eine aus dem Boden des elastischen Hohlkörpers nach innen vorragende, mit ihm aus einem Stück bestehende Ringlippe vorgesehen sein, die sich federnd an die Unterseite eines Schleifringes, z. B. aus keramischem Material, anlegt, welcher an der Unterseite eines auf der Welle sitzenden Flügelrades befestigt ist.
Nach einer andern Ausführungsform kann als Dichtung ein an der Motorwelle anliegender torischer Ring dienen, der an der Innenseite eines vom Boden des elastischen Hohlkörpers nach innen ragenden, mit ihm aus einem Stück bestehenden Rohrstutzens sitzt, an dessen Aussenseite ein metallischer Ring zur Verhinderung der Dehnung angebracht ist. Eine weitere Ausführungsform besteht darin, dass der Boden des Hohlkörpers eine nach unten offene, topfartige Einbuchtung zur Aufnahme eines Dichtungsringes, z. B. eines Simmerringe, aufweist.
Nachstehend sind an Hand der Zeichnung drei Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert, bei denen der elastische Hohlkörper durchwegs gleichzeitig als Gehäuse einer Zentrifugalpumpe dient, deren Flügelrad auf der Motorwelle sitzt.
Die Zeichnung zeigt in den Fig. 1, 2 und 3 jeweils im Mittelschnitt die gleiche Einrichtung zur Aufhängung des Antriebsmotors am Zentrifugengehäuse, jedoch mit drei verschiedenen Abdichtungen des Pumpengehäuses gegen den Motor.
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Der Antriebsmotor 1, dessen Welle 4 den Boden 2 des Zentrifugengehäuses in einer zentralen Öffnung 3 durchdringt und am oberen Ende die Zentrifugentrommel (nicht dargestellt) trägt, hängt an einem im wesentlichen zylindrischen Hohlkörper 5 aus elastischem Material, z. B. Gummi, welcher Hohlkörper
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aussen, wo sie durch den tangential angesetzten Stutzen 9 abfliesst.
Den unteren Abschluss des Hohlkörpers 5 bildet ein mit ihm aus einem Stück bestehender, schwach konischer Boden 10 mit einer mittleren Öffnung 11 zum Durchtritt der Motorwelle 4. Zur Abdichtung des Spaltes zwischen der Welle 4 und dem Boden 10 gegen Eindringen von Wasser in den Motor ist nach Fig. 1 an der Unterseite des Flügelrades 8 ein Schleifring 13 aus hartem, keramischem Material, z. B.
Aluminiumoxyd, befestigt, gegen dessen geschliffene Unterseite eine Ringlippe 14 drückt, die aus einem nabenförmigen Rohrstutzen 15 hervorgeht, der vom Boden 10 nach oben vorragt. Durch die Elastizität der etwas zusammengedrückten Ringlippe 14 ist eine dauernde gute Dichtung gewährleistet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 besitzt bei sonst gleichem Aufbau der Boden 10 des Hohlkörpers 5 ebenfalls einen die Öffnung 11 für die Welle 4 aufweisenden nabenförmigen Rohrstutzens 5. An der Innenseite desselben ist ein als "O-Ring" bezeichneter, torischer Ring 16 für die Abdichtung des Wellenspaltes angebracht. Die Aussenseite des Rohrstutzens 15 ist mit einem metallischen Ring 17 armiert, so dass ein Unwirksamwerden des Ringes 16 durch Dehnung des Rohrstutzens 15 verhindert ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 besitzt der Boden 10 des Hohlkörpers 5 im Zentrum eine nach unten offene, topfartige Einbuchtung 20, in welcher eine mittels eines Federringes 21 an die Welle 4 angedrückte Dichtungsmanschette 22, ein sogenannter "Simmerring", eingebaut ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zentrifuge, insbesondere Wäschezentrifuge, bei der der Antriebsmotor samt der auf dessen Welle sitzenden Zentrifugentrommel mittels eines Hohlkörpers aus elastischem Material, z. B. Gummi, am Gehäuse der Zentrifuge aufgehängt ist, wobei gegebenenfalls zwischen dem Motor und der Zentrifugentrommel innerhalb des Hohlkörpers ein Flügelrad sitzt, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (5) einen damit aus einem Stück bestehenden Boden (10) besitzt, der in der Mitte eine Önhung zum Durchtritt der Motorwelle (4) und mindestens eine die Öffnung (11) gegenüber der Welle (4) abdichtende Einrichtung aufweist.