AT259108B - Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes

Info

Publication number
AT259108B
AT259108B AT975164A AT975164A AT259108B AT 259108 B AT259108 B AT 259108B AT 975164 A AT975164 A AT 975164A AT 975164 A AT975164 A AT 975164A AT 259108 B AT259108 B AT 259108B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
adhesive
phenol
weight
formaldehyde resin
parts
Prior art date
Application number
AT975164A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Tallinsk Polt Inst
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Tallinsk Polt Inst filed Critical Tallinsk Polt Inst
Priority to AT975164A priority Critical patent/AT259108B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT259108B publication Critical patent/AT259108B/de

Links

Landscapes

  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels, das man zum Verbinden verschiedener Materialien, darunter Mineralbaustoffe mit Kunststoffen, verwenden kann. 



   Bekannt ist ein Verfahren zur Herstellung von ähnlichen Klebstoffen durch Kondensation von Phenol mit Formaldehyd bei einer Temperatur von   60 C   in Anwesenheit eines Ätzalkalis. Ein solcher Klebstoff muss jedoch bei der Härtung erwärmt werden, was seine Benutzung im Bau zum Verkleben von Grossblöcken und Bauplatten erschwert. 



   Bekannt ist auch ein Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes durch Kondensation von Phenol mit Formaldehyd in Anwesenheit von Säurekatalysatoren. Der nach dem genannten Verfahren erhaltene Klebstoff ist jedoch zum Verbinden von Metallen oder Mineralbaustoffen nicht geeignet, da die Säurekatalysatoren, die er enthält, die zu verklebenden Materialien zerstören. 



   Das Ziel der Erfindung ist die Beseitigung der genannten Nachteile. 



   Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines einfacheren und billigeren Verfahrens zur Herstellung von einem zum Verkleben grosser Teile aus Mineralbaustoffen geeigneten Klebemittel mit hohen Klebeeigenschaften. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man   2-3 Gew.-Teile   eines Gemisches, bestehend aus   6-14 Gew.-Teilen   pulverförmigem Silicalcit und 1 Gew.-Teil wässeriger Formaldehydlösung mit 1 Gew.-Teil eines Phenolformaldehydharzes vermischt. 



   Als wässerige Formaldehydlösung wird vorzugsweise eine solche von einer Konzentration von   37%   verwendet. 



   Die Herstellung des Kalksandmaterials Silicalcit ist in der italienischen Patentschrift Nr. 621999, der marokkanischen Patentschrift Nr. 11725, der belgischen Patentschrift   Nr. 586 965   und der japanischen Patentschrift Nr. 311585 beschrieben. 



   Silicalcit, das als Füllmittel und Träger für Formaldehyd in der Klebepaste verwendet wird, soll folgenden Anforderungen entsprechen : a) Das Molverhältnis zwischen den gesamten Siliciumoxyden und den gelösten Siliciumoxyden soll grösser als 4 sein. b) Das Molverhältnis zwischen dem Siliciumoxyd und dem   Calciumoxyd   soll in den Hydrosilikaten grösser als 1 sein. c) Der Calciumcarbonatgehalt soll nicht mehr als 30   Gel.-%   betragen. 



   Die Härtung des Klebstoffes wird sowohl ohne Katalysatoren als auch mit Monoäthanolamin oder Portlandzement als Alkalikatalysatoren durchgeführt. 



   Bei Anwendung von Alkalikatalysatoren verkürzt sich die Härtungsperiode von 24 bis auf   2 - 3   h, die Härtung in Anwesenheit von Katalysatoren erfolgt sogar bei einer Temperatur   von -50 C.   



   Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren herstellbare Klebemittel sichert eine einwandfreie Klebeverbindung verschiedener Materialien sowohl organischer als auch mineralischer Herkunft. Sein Herstellungsverfahren ist nicht kompliziert. Das erhaltene Klebemittel ist um das Vier- bis Fünffache billiger als Epoxyd- und Resorcinklebstoffe. 



   Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert. 



     Beispiel l :   Man mischt pulverförmigen Silicalcit in einer Menge von 900 Gew.-Teilen mit 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 100   Gew.-Teilen   einer   37% igen wässerigen Formaldehydiösung   bis zum Erhalten einer homogenen Trokkenmasse, die man 24 h lang stehen lässt. Man mischt das erhaltene Gemisch in einer Menge von 200   Gew.-Teilen   mit 100   Gew.-Teilen   Phenolformaldehydharz, wonach das Klebemittel gebrauchsfertig ist. 



   Das oben genannte Gemisch von Silicalcit mit   der Formaldehydlösung   kann in einer hermetisch abschliessenden Verpackung während   10 - 12   Monaten aufbewahrt werden, wodurch es möglich ist, das Gemisch im voraus herzustellen und nach Bedarf zu verwenden. 



   Das gemäss Beispiel 1 erhaltene Klebemittel hat folgende Eigenschaften. 



   Die Scherfestigkeit der Klebeverbindung beträgt beim Verkleben von Asbestzement und Beton nach 24 h   50 - 70 kp/cm%.   



   Bei Durchführung der Klebefestigkeitsprüfung von Materialien aus Gasbeton, schwerem und leichtem Silicalcit (mit einem Raumgewicht der Erzeugnisse von 1800 kg/cms) wurde das Zerreissen im Materialmedium beobachtet. 



   Die Festigkeit der Klebeverbindung übersteigt die des Kunststoffes beim Verkleben von Schaumkunststoffen (Polystyrol, Polyvinylchlorid) mit Asbestzement. 



   Die Festigkeit der Klebeverbindung übersteigt die Festigkeit von Gasbeton und Silicalcit bei künstlicher Alterung (Wasser, Temperaturveränderung von-20 bis +800 C). Im Falle von Asbestzement be- 
 EMI2.1 
 



   - 50 kp/cm%,Beispiel 2 : Zur Vorbereitung eines Klebemittels benutzt man das im Beispiel 1 erhaltene Gemisch aus pulverförmigem Silicalcit und   37% tiger   wässeriger Formaldehydlösung. 



   200 Gew.-Teile dieses Gemisches werden mit 100 Gew.-Teilen Phenolformaldehydharz und 2 bis 6   Gew.-Teilen   Monoäthanolamin gemischt, wonach das Klebemittel gebrauchsfertig ist. 



   Das im Beispiel 2 erhaltene Klebemittel hat folgende Eigenschaften. 



   Die Festigkeit der Klebeverbindung übersteigt nach 3 h die Festigkeit von Gasbeton (mit einem Raumgewicht von 700 bis 800 kg/cm3) und Schaumsilicalcit (mit einem Raumgewicht von 500 kg/m3). Es wurde eine Scherfestigkeit der oben genannten Stoffe von 20   kp/cm   erhalten, wobei das Zerreissen im Materialmedium vor sich ging. 



   Die Klebeverbindung übersteigt bei Alterung die Festigkeit des zu verklebenden Materials. 



   Beispiel 3 : Man mischt pulverförmigen Silicalcit in einer Menge von 600   Gew.-Teilen   mit 
 EMI2.2 
 wird. Dann mischt man 200 Gew.-Teile des erhaltenen Gemisches mit 100 Gew.-Teilen Phenolformaldehydharz, wonach das Klebemittel gebrauchsfertig ist. Die Aufbewahrungszeit des oben genannten Gemisches ist dieselbe wie des Gemisches gemäss Beispiel 1. 



   Das im Beispiel 3 erhaltene Klebemittel ist nach seinen Eigenschaften dem im Beispiel 2 erhaltenen ähnlich. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes, dadurch   gekennzeichnet, dass man 2-3 Gew.-Teile eines Gemisches, bestehend aus 6-14 Gew.-   Teilen pulverförmigem Silicalcit und 1 Gew.-Teil wässeriger Formaldehydlösung mit 1 Gew. - Teil eines Phenolformaldehydharzes vermischt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vermischen in Anwesenheit von Monoäthanolamin oder Portlandzement als schwach alkalische Katalysatoren durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine konzentrierte, vorzugsweise 37% igue wässerige Formaldehydlösung verwendet wird.
AT975164A 1964-11-18 1964-11-18 Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes AT259108B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT975164A AT259108B (de) 1964-11-18 1964-11-18 Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT975164A AT259108B (de) 1964-11-18 1964-11-18 Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT259108B true AT259108B (de) 1967-12-27

Family

ID=3616938

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT975164A AT259108B (de) 1964-11-18 1964-11-18 Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT259108B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69225368T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Bauplatte
EP0644861A1 (de) Dämmstoff auf basis von altrohstoffen und faserigen rohstoffen sowie verfahren zu dessen herstellung.
DE2714889C2 (de)
AT259108B (de) Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes
DE2642450A1 (de) Harnstoff-formaldehyd-harze und verfahren zu deren herstellung
DE3215535A1 (de) Verfahren zur herstellung eines waermedaemmputzes
DE1594280C3 (de) Verwendung eines Klebstoffs zum Verkleben von Asbestzement, Beton, Gasbeton und Schaum-Kalksandstein
DE1943115B2 (de) Mittel zum Verkleben von Gegenständen aus Kunststoff mit porösen Materialien
US1443097A (en) Building material and process of making the same
DE2740504A1 (de) Formmasse
DE594666C (de) Baustoff aus Magnesiumchloridlauge mit Magnesit und Fuellstoffen
DE1913939B2 (de) Mineralisierungsmittel fuer holz zur erzeugung von holzbeton
DE967716C (de) Verfahren zur Herstellung von Platten oder Formkoerpern aus formbaren Kunstholzmassen
CH459858A (de) Zusatzmittel für Mischungen auf Zementbasis und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2049159C3 (de) Leichtbeton und Verfahren zu seiner Herstellung
AT52655B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserdichtem Zementmörtel.
DE953777C (de) Verfahren zur Herstellung von Leichtbaustoffen
DE833558C (de) Verleimungsverfahren und Leim, insbesondere zum Furnieren und Absperren
AT252417B (de) Bindemittel
AT131110B (de) Verfahren zur Herstellung von hochporösen, wasserabweisenden Baustoffen.
DE3026184A1 (de) Betonmischung und verfahren zum herstellen chemisch bestaendiger konstruktionen und erzeugnisse aus dieser betonmischung
DE1025778B (de) Verfahren zur Herstellung eines poroesen Baustoffes
DE2459797C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Formteilen aus Zement
DE1569986B2 (de) Klebstoff auf Basis eines Harnstoff-Formaldehyd-Harzes
DE2353474C3 (de) Verfahren zur Herstellung von warmgehärteten Formteilen aus Zement