AT259108B - Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines PhenolformaldehydharzesInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels, das man zum Verbinden verschiedener Materialien, darunter Mineralbaustoffe mit Kunststoffen, verwenden kann.
Bekannt ist ein Verfahren zur Herstellung von ähnlichen Klebstoffen durch Kondensation von Phenol mit Formaldehyd bei einer Temperatur von 60 C in Anwesenheit eines Ätzalkalis. Ein solcher Klebstoff muss jedoch bei der Härtung erwärmt werden, was seine Benutzung im Bau zum Verkleben von Grossblöcken und Bauplatten erschwert.
Bekannt ist auch ein Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes durch Kondensation von Phenol mit Formaldehyd in Anwesenheit von Säurekatalysatoren. Der nach dem genannten Verfahren erhaltene Klebstoff ist jedoch zum Verbinden von Metallen oder Mineralbaustoffen nicht geeignet, da die Säurekatalysatoren, die er enthält, die zu verklebenden Materialien zerstören.
Das Ziel der Erfindung ist die Beseitigung der genannten Nachteile.
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines einfacheren und billigeren Verfahrens zur Herstellung von einem zum Verkleben grosser Teile aus Mineralbaustoffen geeigneten Klebemittel mit hohen Klebeeigenschaften.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man 2-3 Gew.-Teile eines Gemisches, bestehend aus 6-14 Gew.-Teilen pulverförmigem Silicalcit und 1 Gew.-Teil wässeriger Formaldehydlösung mit 1 Gew.-Teil eines Phenolformaldehydharzes vermischt.
Als wässerige Formaldehydlösung wird vorzugsweise eine solche von einer Konzentration von 37% verwendet.
Die Herstellung des Kalksandmaterials Silicalcit ist in der italienischen Patentschrift Nr. 621999, der marokkanischen Patentschrift Nr. 11725, der belgischen Patentschrift Nr. 586 965 und der japanischen Patentschrift Nr. 311585 beschrieben.
Silicalcit, das als Füllmittel und Träger für Formaldehyd in der Klebepaste verwendet wird, soll folgenden Anforderungen entsprechen : a) Das Molverhältnis zwischen den gesamten Siliciumoxyden und den gelösten Siliciumoxyden soll grösser als 4 sein. b) Das Molverhältnis zwischen dem Siliciumoxyd und dem Calciumoxyd soll in den Hydrosilikaten grösser als 1 sein. c) Der Calciumcarbonatgehalt soll nicht mehr als 30 Gel.-% betragen.
Die Härtung des Klebstoffes wird sowohl ohne Katalysatoren als auch mit Monoäthanolamin oder Portlandzement als Alkalikatalysatoren durchgeführt.
Bei Anwendung von Alkalikatalysatoren verkürzt sich die Härtungsperiode von 24 bis auf 2 - 3 h, die Härtung in Anwesenheit von Katalysatoren erfolgt sogar bei einer Temperatur von -50 C.
Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren herstellbare Klebemittel sichert eine einwandfreie Klebeverbindung verschiedener Materialien sowohl organischer als auch mineralischer Herkunft. Sein Herstellungsverfahren ist nicht kompliziert. Das erhaltene Klebemittel ist um das Vier- bis Fünffache billiger als Epoxyd- und Resorcinklebstoffe.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel l : Man mischt pulverförmigen Silicalcit in einer Menge von 900 Gew.-Teilen mit
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100 Gew.-Teilen einer 37% igen wässerigen Formaldehydiösung bis zum Erhalten einer homogenen Trokkenmasse, die man 24 h lang stehen lässt. Man mischt das erhaltene Gemisch in einer Menge von 200 Gew.-Teilen mit 100 Gew.-Teilen Phenolformaldehydharz, wonach das Klebemittel gebrauchsfertig ist.
Das oben genannte Gemisch von Silicalcit mit der Formaldehydlösung kann in einer hermetisch abschliessenden Verpackung während 10 - 12 Monaten aufbewahrt werden, wodurch es möglich ist, das Gemisch im voraus herzustellen und nach Bedarf zu verwenden.
Das gemäss Beispiel 1 erhaltene Klebemittel hat folgende Eigenschaften.
Die Scherfestigkeit der Klebeverbindung beträgt beim Verkleben von Asbestzement und Beton nach 24 h 50 - 70 kp/cm%.
Bei Durchführung der Klebefestigkeitsprüfung von Materialien aus Gasbeton, schwerem und leichtem Silicalcit (mit einem Raumgewicht der Erzeugnisse von 1800 kg/cms) wurde das Zerreissen im Materialmedium beobachtet.
Die Festigkeit der Klebeverbindung übersteigt die des Kunststoffes beim Verkleben von Schaumkunststoffen (Polystyrol, Polyvinylchlorid) mit Asbestzement.
Die Festigkeit der Klebeverbindung übersteigt die Festigkeit von Gasbeton und Silicalcit bei künstlicher Alterung (Wasser, Temperaturveränderung von-20 bis +800 C). Im Falle von Asbestzement be-
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- 50 kp/cm%,Beispiel 2 : Zur Vorbereitung eines Klebemittels benutzt man das im Beispiel 1 erhaltene Gemisch aus pulverförmigem Silicalcit und 37% tiger wässeriger Formaldehydlösung.
200 Gew.-Teile dieses Gemisches werden mit 100 Gew.-Teilen Phenolformaldehydharz und 2 bis 6 Gew.-Teilen Monoäthanolamin gemischt, wonach das Klebemittel gebrauchsfertig ist.
Das im Beispiel 2 erhaltene Klebemittel hat folgende Eigenschaften.
Die Festigkeit der Klebeverbindung übersteigt nach 3 h die Festigkeit von Gasbeton (mit einem Raumgewicht von 700 bis 800 kg/cm3) und Schaumsilicalcit (mit einem Raumgewicht von 500 kg/m3). Es wurde eine Scherfestigkeit der oben genannten Stoffe von 20 kp/cm erhalten, wobei das Zerreissen im Materialmedium vor sich ging.
Die Klebeverbindung übersteigt bei Alterung die Festigkeit des zu verklebenden Materials.
Beispiel 3 : Man mischt pulverförmigen Silicalcit in einer Menge von 600 Gew.-Teilen mit
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wird. Dann mischt man 200 Gew.-Teile des erhaltenen Gemisches mit 100 Gew.-Teilen Phenolformaldehydharz, wonach das Klebemittel gebrauchsfertig ist. Die Aufbewahrungszeit des oben genannten Gemisches ist dieselbe wie des Gemisches gemäss Beispiel 1.
Das im Beispiel 3 erhaltene Klebemittel ist nach seinen Eigenschaften dem im Beispiel 2 erhaltenen ähnlich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels auf Basis eines Phenolformaldehydharzes, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-3 Gew.-Teile eines Gemisches, bestehend aus 6-14 Gew.- Teilen pulverförmigem Silicalcit und 1 Gew.-Teil wässeriger Formaldehydlösung mit 1 Gew. - Teil eines Phenolformaldehydharzes vermischt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vermischen in Anwesenheit von Monoäthanolamin oder Portlandzement als schwach alkalische Katalysatoren durchgeführt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine konzentrierte, vorzugsweise 37% igue wässerige Formaldehydlösung verwendet wird.
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