AT257563B - Verfahren zur Herstellung von neuen quaternären Ammoniumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen quaternären Ammoniumverbindungen

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AT257563B
AT257563B AT879665A AT879665A AT257563B AT 257563 B AT257563 B AT 257563B AT 879665 A AT879665 A AT 879665A AT 879665 A AT879665 A AT 879665A AT 257563 B AT257563 B AT 257563B
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sep
allyl
tetradecyl
radical
quaternary ammonium
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Hoffmann La Roche
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen quaternären Ammoniumverbindungen 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen quaternären Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin einer der Reste   R1, R2, Ra   und   R,   denTetradecylrest, ein anderer einen gegebenenfalls durch niedere Alkylgruppen substituierten Allylrest und die beiden verbleibenden niedere Alkylreste bedeuten und X das Anion einer Säure darstellt. 



   Unter niederen Alkylresten sind Reste gemeint, die 1-7 Kohlenstoffatome enthalten, vorzugsweise Methyl und Äthyl. Der Allylrest kann durch ein oder mehrere niedere Alkylgruppen substituiert sein unter Bildung von z. B. Monomethylallyl, Diäthylallyl, Methylisopropylallyl. Das Anion stellt vorzugsweise Halogen, wie Chlor, Brom und Jod oder das Anion einer schwefelhaltigen organischen Säure, insbesondere einer Sulfonsäure, wie der Methansulfonsäure, der Benzolsulfonsäure oder der Toluolsulfonsäure dar. Besonders bevorzugt sind Chlor, Brom und der Methansulfonsäurerest. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein tertiäres Amin der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 mit einer Verbindung der allgemeinen Formel   RX (III)    worin   Ri, R , Rg   und R4 dieselbe Bedeutung wie oben besitzen, quaternisiert. 



   Das tertiäre Amin der Formel II wird vorzugsweise in ungefähr äquivalenter Menge mit der Verbindung der Formel III umgesetzt. Diese Umsetzung erfolgt zweckmässig in Anwesenheit eines inerten Lösungsmittels, z. B. Aceton, Alkohol, Äthylacetat, Dimethylformamid oder Petroläther, vorzugsweise unter Erwärmung, z. B. auf ungefähr   50-130   C.   



   Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die   erfindungsgemässe   Umsetzung so durchgeführt, dass der einzuführende Rest R4 ein gegebenenfalls substituierter Allylrest ist. 



   Die als Ausgangsprodukte benutzten tertiären Amine der Formel II sind im wesentlichen bekannte Substanzen und können in üblicher Weise durch Einführung der gewünschten Reste in primäre oder sekundäre Amine hergestellt werden. 



   Die   erfindungsgemäss   erhältlichen quaternären Ammoniumverbindungen sind als fungizide oder fungistatische Mittel verwendbar. Sie haben sich insbesondere als wirksam gegen Dermatophyten erwiesen, die vorwiegend Fussmykosen verursachen (z. B. Trichophyton mentagrophytes, Trichophyton rubrum und Epidermophyton floccosum), sowie gegen andere Dermatophyten (z. B. Trichophyton schoenleinü und Microsporum canis). Sie wirken aber auch gegen Hefen wie Candida albicans, Schimmelpilze wie Aspergillus fumigatus und Bakterien wie Streptokokken, Staphylokokken, Coli und Pyocyaneus und weisen demgemäss ein breites antimikrobielles Spektrum auf. Da die Fussmykose durch Hefen und Bakterien mitbedingt sein kann, sind die angegebenen Verbindungen für diese Indikation besonders geeignet. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Verfahrensprodukte können als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie in Mengen von zirka 0, 2 bis 5% vermischt mit einem für die lokale Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen inerten Trägermaterial, wie z. B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Gummi, Polyalkylenglykole, Vaseline usw. enthalten. Die pharmazeutischen Präparate können in Pulverform oder in flüssiger Form, z. B. als Lösungen, Suspensionen, Emulsionen oder Ärosolen vorliegen. Gegebenenfalls enthalten sie Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. 



   Beispiel   1 : 100   g n-Tetradecyl-dimethylamin werden in 500 ml Petroläther (Siedebereich   40-45   C)   gelöst und mit 55 g Allylbromid versetzt. Die Mischung wird während 5 Stunden unter   Rückfluss   gekocht und dann über Nacht stehen gelassen. Am nächsten Tag filtriert man den erhaltenen weissen Brei ab, wäscht mit Petroläther nach und trocknet das Salz im Vakuum über Phosphorpentoxyd. Man erhält   n- Tetradecyl-allyl-dimethyl-ammoniumbromid   als weisses, hygroskopisches Pulver vom Schmelzpunkt   61-63 C.   



   Beispiel 2 : 100 g n-Tetradecyl-dimethylamin werden in 300 ml Aceton gelöst, mit 40 g Allylchlorid versetzt und die Mischung während 5 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Das Lösungsmittel wird abdestilliert, der feste Rückstand mit Petroläther verrieben und filtriert. Man wäscht mit Petroläther nach und trocknet das Salz im Vakuum über Phosphorpentoxyd. Man erhält n-Tetradecyl-allyl-dimethylammoniumchlorid als weisses, hygroskopisches Pulver vom Schmelzpunkt   144-1470 C.   



   Beispiel 3 : IOC g n-Tetradecyl-diäthylamin werden in 300 ml Aceton gelöst, mit 50 g Allylbromid versetzt und während 8 Stunden unter   Rückfluss   erhitzt. Nach dem Abdampfen des Acetons löst man den Rückstand in 500 ml 80%igem wässerigem Methanol und extrahiert diese Lösung dreimal mit je 200 ml Petroläther (Siedebereich 40-45  C). Die Methanollösung wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand im Vakuum getrocknet. Man erhält n-Tetradecyl-allyl-diäthyl-ammoniumbromid als hellgraues, hygroskopisches Pulver vom Schmelzpunkt   63-66   C.   



   Beispiel 4 : 100 g n-Tetradecyl-dimethylamin werden in 400 ml Aceton gelöst, mit 70 g Dimethylallylbromid versetzt und die Mischung während 5 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand in 500 ml 80%igem wässerigem Methanol gelöst und die Methanollösung dreimal mit je 200 ml Petroläther (Siedebereich   40-450 C)   extrahiert. Die Methanollösung wird 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



    <SEP> C.n-Tetradecyl-allyl-dimethyl-ammoniumbromid <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> g
<tb> Titandioxyd <SEP> ............................................................ <SEP> 3,0 <SEP> g
<tb> Desodoriertes <SEP> Wollfett <SEP> ................................................. <SEP> 2,0 <SEP> g
<tb> Gelbes <SEP> Vasclin <SEP> ......................................................... <SEP> 3,0 <SEP> g
<tb> Stearin..................................................... <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> g
<tb> Cetylalkohol................................................. <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> g <SEP> 
<tb> Tween <SEP> 60 <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> g <SEP> 
<tb> Aqua <SEP> dest. <SEP> ad <SEP> 100, <SEP> 0 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
Desodoriertes Wollfett, gelbes Vaselin, Stearin, Cetylalkohol und Tween 60 werden in den oben angegebenen Mengen miteinander auf einem Dampfbad geschmolzen (A).

   Das zirka 75   C heisse Wasser wird in einem Guss zur ca.   70-75   C   heissen Schmelze A hinzugegeben. Das Ganze wird auf Raumtemperatur kalt gerührt. Verdunstetes Wasser ist dabei laufend durch destilliertes Wasser zu ersetzen (B). 



   Der Wirkstoff und das Titandioxyd werden, nachdem sie einzeln fein gesiebt worden sind, miteinander gemischt (C). Die Salbengrundlage B wird allmählich zur Pulvermischung C hinzugemischt, wobei darauf geachtet wird, dass die Pulvermischung C mit der Salbengrundlage B gut angerieben und in letzterer fein verteilt wird.

   Verdunstetes Wasser wird ersetzt. 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> :n-Tetradecyl-allyl-dimethyl-ammoniumbromid <SEP> 1 <SEP> g <SEP> 
<tb> Kieselsäure <SEP> Aerosil"........................................... <SEP> 4g <SEP> 
<tb> Titandioxyd <SEP> .............................................................. <SEP> 20 <SEP> g
<tb> Talk <SEP> ..................................................................... <SEP> 20 <SEP> g
<tb> Glycerin <SEP> rein <SEP> 20 <SEP> g
<tb> Aqua <SEP> desl..................................................

   <SEP> ad <SEP> 100 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
Der Wirkstoff wird in zirka einem Viertel des Wassers bei zirka   500 C gelöst CA).   Die Kieselsäure wird mit dem restlichen Wasser bei Raumtemperatur mittels eines Homogenisators in einer Reibschale zu einer homogenen Mischung verarbeitet und anschliessend mit dem Glycerin vermischt   (B).   Die wässerige Lösung A wird nun zu dem Gemisch B gegeben und mittels eines Homogenisators homogen gemischt   (C).   Zum Gemisch C fügt man portionenweise das fein gesiebte Gemisch von Titandioxyd und Talk. Nach jeder einzelnen Zugabe einer Portion wird mit Hilfe eines Homogenisators homogenisiert, sodass eine feine knollenfreie Salbe entsteht. Die fertige Salbe wird, nachdem allfällig verdunstetes Wasser ersetzt ist, in Tuben abgefüllt und letztere sofort verschlossen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen quaternären Ammoniumverbindungen, dadurch genenzeichnet, dass man ein tertiäres Amin der allgemeinen Formel EMI3.1 mit einer Verbindung der allgemeinen Formel R4X worin einer der Reste Rl, R2, Rg und R4 den Tetradecylrest, ein anderer einen gegebenenfalls durch niedere Alkylgruppen substituierten Allylrest und die beiden verbleibenden niedere Alkylreste bedeuten und X das Anion einer Säure darstellt, quaternisiert. EMI3.2 die Allylgruppe darstellt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei der Reste Ri, R Rg und R4 den Methylrest darstellen.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass R4 einen gegebenenfalls durch niedere Alkylgruppen substituierten Allylrest darstellt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Quaternisierung ein Bromid verwendet.
    6. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man n-Tetradecyl-dimethylamin mit Allylbromid quaternisiert.
AT879665A 1964-10-16 1965-09-28 Verfahren zur Herstellung von neuen quaternären Ammoniumverbindungen AT257563B (de)

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