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Kombinationsantrieb
Die Erfindung betrifft einen Kombinationsantrieb mit zwei oder mehr Einzelantrieben, z. B. für den Vorschub von Drahtelektroden bei Schweissmaschinen.
Es stellt sich oftmals in der Technik das Problem, zwei miteinander wirkverbundene Antriebe derart zu gestalten, dass ihr Anlauf bei grosser Differenz der Schwungmomente der einzelnen Antriebe mit minimaler Leistung erfolgen kann.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines derartigen Kombinationsantriebes. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass zwei oder mehr Einzelantriebe über Überholkupplungsmittel miteinander verbunden sind, derart, dass im Anlauf die eine Antriebsquelle beide Abtriebe antreibt und bei vorgeschriebenen Drehzahlverhältnissen der eine Abtrieb auf die Antriebsquelle schaltet.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird anschliessend an Hand einer schematischen Darstellung eines Kombinationsantriebes erläutert.
Ein Elektromotor 1 ist über eine Antriebswelle 5 mit einer mechanischen, hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen Kupplung 3, welche auf eine Welle 7 ein konstantes Drehmoment überträgt, verbunden. Diese Kupplung 3 weist gegenüber den übrigen Teilen des Kombinationsantriebes ein verhältnismässig grosses Schwungmoment auf. An der Welle 7 ist ein Freilauf 9 befestigt, welcher die Welle 7 mit einer Abtriebswelle 11 kuppelt, auf der über einen zweiten Freilauf 15 ein Zahnrad 13 axial fest verbunden ist. Am freien Ende der Abtriebswelle 11 befindet sich eine Rolle 17, beispielsweise eine Förderrolle einer Schweissmaschine, über welche ein Elektrodendraht 34 geführt ist.
Der Kombinationsantrieb weist einen zweiten Antrieb mit einem Elektromotor 20 auf, welcher über eine Antriebswelle 26 einen Variator 22 und eine lösbare Kupplung z. B. eine Magnet - Lamellen-oder Scheibenkupplung 24 treibt. Über die Magnetkupplung 24 wird eine Abtriebswelle 28 mit einem Zahnrad 30, das mit dem Zahnrad 13 im Eingriff steht, getrieben. Am Ende der Abtriebswelle 28 befindet sich eine zweite Rolle 32, beispielsweise eine zweite Förderrolle, über welche ebenfalls ein Elektrodendraht 34 läuft.
Ein derartiger Kombinationsantrieb kommt beispielsweise bei Drahtschweissmaschinen, wie diese in der österr. Patentschrift Nr. 220455 beschrieben ist, zur Anwendung.
Wird der Kombinationsantrieb eingeschaltet, so beginnen die beiden Elektromotoren 1 und 20 zu drehen. Der Motor 20 treibt über die Welle 26 und den Variator 22 die Kupplung 24, welche die Bewegung auf die Welle 28 und das Zahnrad 30 sowie die Rolle 32 überträgt.
Infolge des relativ grossen Schwungmomentes der Kupplung 3 kommt der Elektromotor 1 weniger schnell auf die erwünschte Drehzahl, so dass die Rolle 17 vom Zahnrad 30 über das Zahnrad 13 und den Freilauf 15, sowie die Abtriebswelle 11 in Drehung versetzt wird und wie die Rolle 32 beschleunigt wird.
Sobald der Elektromotor 20 den Anlauf beendet und seine Norma1drehzahl erreicht hat, behalten die Rollen 17 und 32 eine entsprechende konstante Drehzahl bei. Auch der Elektromotor 1 hat in
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der Anlaufzeit die Kupplung 3 über die Welle 5 sowie den entsprechenden Teil des Freilaufes 9 über die Welle 7 zu beschleunigen vermocht. Wenn nun die Drehzahl der Welle 7 beginnt der Drehzahl der Abtriebswelle 11 vorzueilen, so tritt der Freilauf 9 in Funktion und kuppelt die Welle 11 mit der Rolle 17 über die Kupplung 3 mit dem Elektromotor 1, während der Freilauf 15 frei läuft und die Direktverbindung zwischen den beiden Antrieben des Kombinationsantriebes über den Freilauf 15 löst.
Es ist nun durch entsprechende Einstellung der Kupplung 3 möglich, das vom Elektromotor 1 auf die Rolle 17 und deren nicht dargestelltes Belastungsglied bzw. den Elektrodendraht 34 ausge- übte Moment einzustellen und konstant zu halten und mit Hilfe des Variator 22 die Drehzahl der andern Rolle 32 im gewünschten Sinne so zu stellen, dass im Stationärbetrieb das vorbestimmte Drehzahlverhältnis zwischen den Rollen 17 und 32 erreicht wird.
Mit Hilfe dieses Kombinationsantriebes ist es möglich, die beiden Antriebsmotoren 1 und 20 relativ leistungsarm zu gestalten, den einen Antrieb mit konstantem Drehmoment laufen zu lassen und den zweiten dazu zu benutzen, ein Antriebsglied grossen Schwungmomentes, wie es beispielsweise die Kupplung 3 darstellt, im Anlauf zu überbrücken.
Auf diese Weise wird beispielsweise in Schweissmaschinen mit drahtförmigen Elektroden verhütet, dass in der Anlaufphase unregelmässige Drahtförderung vorkommt oder der Draht reisst.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kombinationsantrieb mit zwei oder mehr Einzelantrieben, z. B. für den Vorschub von Draht- elektroden beischweissmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dassdieseüberüberholkupplungs- mittel (9, 15) miteinander verbunden sind, derart, dass im Anlauf die eine Antriebsquelle (20) beide Abtriebe antreibt und bei Erreichen eines vorgeschriebenen Drehzahlverhältnisses der eine Abtrieb (11) auf die andere Antriebsquelle (1) schaltet.
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momentes angeordnet ist, z. B. eine Kupplung mit einstellbarem Drehmoment auf mechanischer, hydraulischer, pneumatischer oder elektrischer Basis.