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Jalousie bzw. Schattendecke oder Abdeckung
Jalousien mit im wesentlichen parallel nebeneinander, stehend oder liegend angeordneten Lamellen, die dazu dienen, grosse Flächen gegen das Wetter wie Sonne und auch Regen abzudecken, wobei die Lamellen zumeist drehbar gelagert sind, werden mit dem Sammelbegriff Schattendecken oder Schattierung bezeichnet. Solche Schattierungen haben für Gewächshäuser, grosse Oberlichten, für Terrassen usw. Eingang gefunden. Je nach den örtlichen Verhältnissen sind die Anforderungen bezüglich der Breite der Lamellen verschieden. Damit mit einem oder wenigen Profilen das Auslangen gefunden werden kann, wird erfindungsgemäss eine Konstruktion entwickelt, bei der eine Lamelle aus breitenmässig beschränkten und genormten Stäben zusammengesetzt ist, um eine bestimmte grössere Breite zu erhalten.
Für Abdeckungen von Gewächshäusern, Werkfenstern sind breite Lamellen erwünscht, für kleinere Einheiten, Einzelfenster oder Jalousien, die den Zweck haben, den Luftdurchtritt zu regulieren, sind schmälere Lamellen wünschenswert. Da jedoch die Stäbe für die Lamellen, um preiswert erzeugt zu werden, in grossen Mengen produziert werden müssen, werden Normprofile der Breite nach in wünschenswerte Anzahl aneinandergereiht und mit Kopfteilen versehen, die den Zusammenhalt ergeben, dabei gleichzeitig die Drehzapfen und Hebel für die Wendung tragen oder auch die Kopfteile für den Einschub in fixmontierte Rahmen oder Gleitschienen aufweisen.
Fig. 1 der Zeichnungen stellt in Schrägansicht eine kombinierte Lamelle dar, Fig. 2 ist ein Querschnitt zu dieser Lamelle und Fig. 3 eine Wahlausführung zur Fig. 2 ; Fig. 4 zeigt in Schrägansicht die Ausbildung eines Kopf- bzw. Endteiles für die Lamelle, die Fig. 5 und 6 zeigen in Querschnitten wahlweise Ausführungsformen von Lamellen, die Fig. 7 und 8 in Schrägansichten verschiedene Ausführungsformen der Kopfteile, Fig. 9 zeigt in Schrägansicht einen Kopfteil mit angesetztem Betätigungshebel, die Fig. 10 und 11 zeigen Kopfteile mit weiteren Ausführungsarten der Verbindung mit den Lamellen, die Fig. 12 und 13 zeigen im Querschnitt Lamellen mit Anschlüssen für die Ableitung von Regenwasser und die Fig. 14 und 15 stellen verschiedene Profilformen der Lamellen dar.
In Fig. 1 ist Teil 1 eine aus mehreren, quer zur Längsrichtung profilierten und vorzugsweise hohlen Stäben zusammengesetzte Lamelle, wobei die Stäbe zumeist in der Form gestaltet sind, wie sie auch für Rolladen verwendet werden. Diese Stäbe sind nach Belieben, wie aus Fig. 2 ersichtlich, dicht aneinandergesetzt oder entsprechend Fig. 3 mit Abstand "a" zwecks Luftdurchtritt aneinandergereiht. Von einer Lamelle zur nächsten wird eine Distanz"D"vorgesehen, die bei vertikal gelagerten und drehbaren Systemen das Durchdrehen erlaubt. Am oberen und am unteren Ende der Lamelle wird ein Kopfteil 2 angeordnet, welcher Zapfen 3 für die Lagerung und Halteringe 4 für den Eingriff in die Stäbe besitzt.
Die Stäbe und Kopfteile können aus beliebigem Material, wie Kunststoff oder Metall, bestehen. Die Verbindung zwischen Kopfteil und Stäben erfolgt durch Klebung oder durch ein mechanisches Verfahren wie Nietung, Verschraubung u. dgl. Die vorstehenden Finger 4 werden den Hohlräumen der Profile angepasst und können beliebig gestaltet sein wie"T**-oder"U"-förmig oder massiv mit Quadrat- bzw. Rechteckquerschnitt.
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Die Lamelle ist in den Zapfen 3 drehbar gelagert in einem beliebigen Winkel bis 1800 ausschwenkbar, bis zur nachbarlichen Lamelle ist die Distanz D vorgesehen, damit das Durchdrehen möglich ist. Wie aus Fig. 3 dabei ersichtlich, kann zwischen den Einzelstäben innerhalb der Lamelle ein Abstand"a"vorgesehen sein, um eine bestimmte Luftdurchlässigkeit zu erreichen.
Die Einzelstäbe innerhalb der Lamellen können auch in einer Gruppierung angeordnet werden, bei welcher sie nicht mehr in einer Ebene liegen. So können die Endlamellen aus der Ebene nach oben und unten abgewinkelt sein, wie in Fig. 5 dargestellt, oder die Einzelstäbe sind in einem Kreisbogen angeordnet, der Querschnitt der Lamelle wird gewölbt, die Tragfestigkeit bzw. Steifigkeit dadurch erhöht.
Bei längeren Lamellen werden Querverbindungen 5 (Fig. 1) angeordnet, so beispielsweise durch Rohre, deren Enden aufgebörtelt sind oder auch durch Spanndrähte, die die Stäbe jeder Lamellezusammenhalten.
Die Lamellen werden auch dazu verwendet, in Tragrahmen zur Bildung von Abdeckungen und Verkleidungen seitlich eingeschoben zu werden. So trägt in Fig. 7 der Kopfteil 6 vorstehende Zapfen 7, die Hinterdrehungen bzw. Rollen 8 aufweisen, die in ein U-förmiges Rahmenprofil passen. Die Lamellen lassen sich demnach eine nach der andern zu einer mehr oder minder geschlossenen bzw. dichten Abdeckung zusammenfügen. An Stelle der Zapfen 7 können auch Rollen ausgebildet sein oder es kann der Kopfteil 6 selbst wieder eine Doppel-I-förmigeAusbildung 10 erhalten (s. Fig. 8), um in ein Tragprofil eingeschoben zu werden.
Die Kopfteile 2 mit den Zapfen 3 (Fig. 9) können direkt mit einem Hebel 11 ausgestattet sein, welcher an eine durchgehende Schaltstange 12 angeschlossen ist für die gemeinsame Verstellung vieler Lamellen von einer Antriebsstelle aus.
In Fig. 10 ist im Querschnitt eine weitere Ausführungsform des Kopfteiles 2 in Winkelform dargestellt. Hiebei können in das Ende der Stäbe Pfropfen 12 eingeführt sein, die durch Schrauben 13 festgehalten werden, wodurch zwischen Lamellen 1 und Kopfteil 2 ein fester Zusammenhalt entsteht oder es wird, wie in Fig. 11 zu sehen, der Kopfteil 2 selbst"U"-förmig gebildet und die Stäbe beispielsweise durch Rohrnieten 14 eingefügt.
Bei drehbaren Lamellen werden die offenen Distanzspalten durchAbdeckrinnen 15 überdeckt zur Ableitung des Regenwassers bei Beschattung von Veranden und Sitzplätzen. Die Regenrinnen lassen sich auch wie in Fig. 13 durch eigene Profilleisten, die an die Randstäbe der Lamellen beispielsweise durch Verschraubung angesetzt werden, darstellen.
Die Fig. 14 und 15 zeigen beispielsweise weitere Ausführungsformen für die Stäbe, so ist in Fig. 14 ein Hohlprofil gezeigt, bei w elchem nur der Mittelteil hohl ausgebildet ist, die seitlichen Flansche 17 haben massive Ausbildungen, die für das Ineinandergreifen mit der Nachbarlamelle geformt sind. In Fig. 15 sind die Stäbe selbst in einer einwandigen Ausführung, durch Querrippen versteift, wobei die Teile 4 der Kopfteile 2 in diese Querrippen passen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Jalousie bzw. Schattendecke oder Abdeckung mit drehbar oder fix stehend oder liegend angeordneten hohlen Profilstäben aus Kunststoff oder Metall, wie sie bereits für Rolladen bekannt sind, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Profilstäbe (l) zu einer kombinierten Lamelle zusammengefügt und an ihren Längsenden durch Kopfteile (2) bzw. (6) verbunden sind, wobei an den Kopfteilen Zapfen (3) mit Hebel (4) für die Lagerung und Bewegung der Lamelle, oder Zapfen (7) und Profile (10) für den Einschub in Rahmen (9) angeordnet sind.