AT255881B - Geflügelfutter - Google Patents

Geflügelfutter

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AT255881B AT601765A AT601765A AT255881B AT 255881 B AT255881 B AT 255881B AT 601765 A AT601765 A AT 601765A AT 601765 A AT601765 A AT 601765A AT 255881 B AT255881 B AT 255881B
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  Geflügelfutter 
Die Erfindung betrifft ein Geflügelfutter, welches prophylaktische und heilende Wirkung gegenüber Coccidiose aufweist und welches zur Wachstumsförderung beim Geflügel eingesetzt werden kann. Coccidiose ist eine beim Geflügel sehr verbreitete Krankheit, die in Form von schweren Darminfektionen auftritt und oft tödlich verläuft. Hervorgerufen wird diese Krankheit durch Infektion mit Protozoen der Gattung Eimeria, wie z. B. Eimeria tenella. Die erfindungsgemässen Geflügelfutterzubereitungen ermöglichen eine erfolgreiche Bekämpfung dieser Krankheit. Sie können zur Verhütung, Eindämmung oder Heilung der Coccidiose verwendet werden, indem man sie dem Federvieh, z. B. Hühnern oder Truthähnen, zusammen mit inerten Trägerstoffen der normalen Nahrung oder dem Trinkwasser in prophylaktisch oder therapeutisch wirksamen Mengen verabreicht.

   Sie üben aber auch eine wachstumsfördernde Wirkung auf das Geflügel aus und sind demnach auch als wachstumsfördernde Mittel verwendbar. 



   Das erfindungsgemässe Geflügelfutter ist dadurch gekennzeichnet, dass es ausser für die Ernährung geeignete bzw. physiologisch verträgliche Bestandteile als Zusatz   4-Sulfanilamido-2,   6-dimethoxy- - pyrimidin (Substanz I) oder ein physiologisch verträgliches Salz davon und 2, 4-Diamino-5- (3, 4-di-   methoxybenzyl)-pyrimidin   (Substanz II) oder ein physiologisch verträgliches Salz davon enthält. 



   Um die Verbindungen I und Il in eine für die Verabreichung an das Geflügel geeignete Form zu bringen, kann man diese Verbindungen einem flüssigen oder pulverförmigen Futter in gleichmässig und fein verteilter Form einverleiben oder im Trinkwasser dispergieren. Als Futterprodukte kann man handelsübliche zweckdienliche   Tier-oder Geflügelfutterprodukte   verwenden. Zur prophylaktischen Behandlung der Coccidiose oder zur Erzielung einer Wachstumsförderung kann man dem gebrauchsfertigen Futter bzw. dem Trinkwasser etwa 0, 006-0, 125, vorzugsweise etwa 0,   006 - 0,   05 Gew.-% eines Gemisches der Verbindungen I und II zusetzen, wobei zweckmässigerweise die Verbindung II mit   2 - 50,   beispielsweise mit 2-20 Gew.-% an der Gesamtmenge dieses Zusatzes beteiligt ist.

   Zur Heilung der Coccidiose verwendet man zweckmässig Futtermittel, die etwa 0,   01 - 0,   05, beispielsweise 0,0125 bis 0,0250   Grew.-%   eines Gemisches dieser beiden Substanzen I und II enthalten. In besonderen Fällen kann es zweckmässig sein, Konzentrationen zu verwenden, die kleiner oder grösser sind als die oben genannten Werte. Eine gleichmässige Verteilung der Wirkstoffe lässt sich leicht nach üblichen Methoden durch Mischen, Mahlen, Rühren oder Aufsprühen verdünnter Lösungen der Wirkstoffe, vorzugsweise in Wasser, auf die Trägerstoffe oder das Futter herbeiführen. Beide Verbindungen I und   11   sind nur in Form ihrer   Salze wasserlöslich.

   Für   die Herstellung von wässerigen Präparaten muss man daher Salze einsetzen oder eine wässerige Dispersion unter Verwendung üblicher Emulgatoren herstellen. Als Salze von Substanz I eignen sich insbesondere die Alkalisalze, wie das Natrium- oder Kaliumsalz. Substanz   n   bildet Säureadditionssalze, die für diesen Zweck herangezogen werden können. Als Emulgatoren kommen insbesondere nichtionogene Emulgatoren in Betracht, z. B. Polyoxyäthylensorbitanmonooleat oder-laurat oder Polyoxyäthylenricinoleat. Wird ein derartiges Futter, dem die Wirkstoffe I und II einverleibt worden sind, an das Geflügel verabreicht, so kommt es auch nach Infektion mit sporulierten Oocysten zu einer ungestörten Futteraufnahme. Das Allgemeinbefinden bleibt unverändert und es lassen sich keine klini- 

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 schen Erscheinungen beobachten. 



   Die Wirkstoffe I und II der oben angegebenen Kombination können auch in die Form von Vorgemischen gebracht werden, die vor der Verfütterung als Zusatzmittel mit dem Grundfutter verdünnt werden müssen. Die als Vorgemische zu verwendenden Konzentrate können die Wirksubstanzen in Konzentrationen von etwa 5 bis 95   Gel.-%,   insbesondere von 10 bis 25   Gew. -0/0   enthalten. Für diese Vorgemische kann man als Trägerstoffe z. B. Getreidekörner, Nebenprodukte der Müllereiindustrie, gemahlene Ölkuchen, Destillationsrückstände der Gärungsindustrie, fein zerteilte mineralische Materialien, gemahlene Austernschalen und Siliciumdioxyd verwenden. Auch Fette, Öle, Antioxydantien und oberflächenaktive Stoffe können zur Herstellung dieser Vorgemische verwendet werden. 



   Die Wirkstoffe I und II können auch zusammen mit andern veterinärmedizinisch aktiven Präparaten Futtermitteln und Mischfutter zugesetzt werden. 



   Beispiel: Gruppen von je 10 gewogenen, zwei Wochen alten Küken wurden mit einem auf 1 kg 
 EMI2.1 
 tert. 72 h nach Beginn der Verfütterung des die Wirksubstanzen enthaltenden Futters wurde jedes Küken mit   100 000   sporulierten Oocysten von Eimeria tenella per os infiziert. 



   Vergleichsgruppen von je 10 gewogenen zweiwöchigen Küken wurden mit dem gleichen Mischfutter, dem jedoch keine Wirksubstanzen zugesetzt worden waren, gefüttert und ebenfalls mit je   100 000   sporulierten Oocysten per os infiziert. Nach 8tägiger Versuchsdauer wurden die überlebenden Tiere sowohl der mit wirksubstanzhaltigem Futter ernährten Gruppen als auch der mit wirksubstanzfreiem Futter ernährten Gruppen getötet, gewogen und auf pathologische Veränderungen untersucht.

   Die Resultate sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> WirksubstanzKombination <SEP> im <SEP> Mortalität <SEP> Gewichtszu-Caecale <SEP> 
<tb> Futter <SEP> in <SEP> % <SEP> in <SEP> % <SEP> nahme <SEP> in <SEP> % <SEP> Schäden
<tb> Null <SEP> 60 <SEP> 25 <SEP> starke
<tb> 0, <SEP> 006 <SEP> 0 <SEP> 70 <SEP> sehr
<tb> leichte
<tb> 0, <SEP> 0125080-90keine
<tb> 
 
 EMI2.3 


AT601765A 1964-08-21 1965-07-02 Geflügelfutter AT255881B (de)

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