AT2527U2 - Verfahren zur behandlung von cellulosischen formkörpern - Google Patents

Verfahren zur behandlung von cellulosischen formkörpern Download PDF

Info

Publication number
AT2527U2
AT2527U2 AT0060598U AT60598U AT2527U2 AT 2527 U2 AT2527 U2 AT 2527U2 AT 0060598 U AT0060598 U AT 0060598U AT 60598 U AT60598 U AT 60598U AT 2527 U2 AT2527 U2 AT 2527U2
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
fibers
compound
formula
cellulosic
Prior art date
Application number
AT0060598U
Other languages
English (en)
Other versions
AT2527U3 (de
Original Assignee
Chemiefaser Lenzing Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemiefaser Lenzing Ag filed Critical Chemiefaser Lenzing Ag
Priority to AT0060598U priority Critical patent/AT2527U3/de
Publication of AT2527U2 publication Critical patent/AT2527U2/de
Publication of AT2527U3 publication Critical patent/AT2527U3/de

Links

Landscapes

  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von cellulosischen Formkörpern, welche aus einer Lösung von Cellulose in einem wäßrigen tertiären Aminoxid geformt werden, insbesondere Fasern, wobei die Formkörper mit einem Textilhilfsmittel, das zumindest zwei reaktive Gruppen trägt, in alkalischem Milieu in Kontakt gebracht werden. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß als Textilhilfsmittel eine Verbindung der FormelA - B - A`1 (I)eingesetzt wird, wobeiA=Ia, Ib oder Ic,B=Id, Y=NH- oder Z, Z=Ie,worin A`1 =A oder ein anderes Molekül der für A angegebenen Gruppe, X=Cl, F; n=1 oder 2; R=jeweils H, Alkali oder N(R`5 )`4; R`1, R`2, R`3, R`4 und R`5 jeweils H oder C`1 - C`4; und Z`1 ein Brückenglied mit 1-3 Kettenatomen, ausgewählt aus der Gruppe C, N, O, S, bedeuten. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung von Verbindungen der Formel (I) zur Verringerung der Fibrillationstendenz von lösungsmittelgesponnenen cellulosischen Fasern.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von cellulosischen   Formkörper   gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. 



  In den letzten Jahrzehnten wurden bedingt durch die Umweltproblematik des bekannten Viskoseverfahrens zur Herstellung cellulosischer Fasern intensive Anstrengungen unternommen, alternative, umweltfreundlichere Verfahren zur Verfügung zu stellen. Als eine besonders interessante Möglichkeit hat sich dabei in den letzten Jahren herauskristallisiert, Cellulose ohne Ausbildung eines Derivates in einem organischen Lösungsmittel aufzulösen und aus dieser Lösung Formkörper zu extrudieren. Fasern, welche aus solchen Lösungen ersponnen werden, erhielten von der BISFA (The International Bureau for the Standardization of man made fibers) den Gattungsnamen Lyocell zugeteilt, wobei unter einem organischen Lösungsmittel ein Gemisch aus einer organischen Chemikalie und Wasser verstanden wird.

   Weiters sind solche Fasern auch unter dem   Begriff "lösungsmittelgesponnene Fasern"   bekannt. 



  Es hat sich herausgestellt, dass sich als organisches Lösungsmittel insbesondere ein Gemisch aus einem tertiären Aminoxid und Wasser hervorragend zur Herstellung von Lyocell-Fasem bzw. anderen   Formkörpern,   wie z. B. Folien bzw. Membranen eignet. Als Aminoxid wird dabei vorwiegend N-Methyl-morpholin-N-oxid (NMMO) verwendet. Andere geeignete Aminoxide sind in der EP-A   0553   070 geoffenbart. Verfahren zur Herstellung cellulosischer Formkörper aus einer Lösung der Cellulose in einem Gemisch aus NMMO und Wasser sind   z. B.   in der US-PS 4, 246, 221 oder in der PCT-WO 93/19230 geoffenbart. Dabei wird die Celluloselösung aus einer Spinndüse extrudiert, in einem Luftspalt verstreckt und aus der Lösung in einem wässrigen Fällbad ausgefällt. Dieses Verfahren wird im folgenden als 
 EMI1.1 
 können.

   Nach dem Aminoxidverfahren hergestellte Fasern zeichnen sich durch eine hohe Faserfestigkeit im konditionierten sowie im nassen Zustand, einen hohen Nassmodul und eine hohe Schlingenfestigkeit aus. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Eine spezielle Eigenschaft dieser Fasern ist ihre hohe Neigung zur Fibrillation, insbesondere unter Beanspruchung im nassen Zustand, wie z. B. während eines Waschvorganges. Während diese Eigenschaft für bestimmte Anwendungen der Fasern durchaus erwünscht ist und interessante Effekte ergibt, wird hingegen die Brauchbarkeit für andere Zwecke, wie z. B. 



  Textilien, die Waschbeständigkeit aufweisen sollen, vermindert. 



  Es hat daher nicht an Anstrengungen gefehlt, mit bestimmten Massnahmen das Fibrillationsverhalten zu reduzieren. 



  Zahlreiche Veröffentlichungen beschäftigen sich insbesondere mit der Möglichkeit, die Fibrillationstendenz der Fasern durch die Behandlung mit Substanzen, welche eine vernetzende Wirkung für Cellulose besitzen, herabzusetzen. 



  Gemäss der EP-A-0 538 977 werden die Fasern, welche frisch versponnen oder bereits getrocknet sein können, in alkalischem Milieu mit einem wässrigen System behandelt, welches ein chemisches Reagenz mit 2 bis 6 funktionellen Gruppen, die mit Cellulose reagieren können, enthält. In der EP-A-0 538 977 werden als geeignete Substanzen auch Derivate des Cyanurchlorides, insbesondere substituierte Dichlortriazine genannt. Unter anderem werden auch Additionsprodukte von Cyanurchlorid mit   a, o-Diamino-Polyethylenglycol   und Polyethylenglycol eingesetzt. 



  Weitere zur Behandlung lösungsmittelgesponnener Fasern geeignete Verbindungen werden 
 EMI2.1 
 Fibrillationstendenz von Lyocellfasem besteht darin, dass die Fasern im frisch ersponnenen, niemals getrockneten Zustand noch während des kontinuierlichen Herstellungsprozesses mit dem cellulosereaktiven Textilhilfsmittel behandelt werden. 



  An für solche Verfahren geeignete Textilhilfsmittel werden besondere Anforderungen gestellt, wie z. B. hohe Wasserlöslichkeit, hohe Reaktivität und hohe Stabilität gegenüber den üblichen textilen Veredelungsverfahren. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Die vorliegende Erfindung stellt sich zur Aufgabe, ein Verfahren der eingangs erwähnten Art zur Verfügung zu stellen, mit welchem in effizienter Weise. die Fibrillationstendenz insbesondere niemals getrockneter cellulosischer Fasern herabgesetzt werden kann. 



  Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Behandlung von cellulosischen   Fonnkörpem,   welche aus einer Lösung von Cellulose in einem wässrigen tertiären Aminoxid geformt werden, insbesondere Fasern, wobei die Formkörper mit einem Textilhilfsmittel, das zumindest zwei reaktive Gruppen trägt, in alkalischem Milieu in Kontakt gebracht werden, gelöst, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass als Textilhilfsmittel eine Verbindung der Formel   A-B-A, (I)    eingesetzt wird, wobei 
 EMI3.1 
 worin AI=A oder ein anderes Molekül der für A angegebenen Gruppe, X=CI,   F ; n=l   oder   2 ;   R=jeweils H, Alkali oder   N (RS) 4 ;

   RI.   R2, R3, R4 und R5 jeweils H oder   CI-C4 ;   und   21   ein Brückenglied mit 1-3 Kettenatomen, ausgewählt aus der Gruppe C, N, 0, S, bedeuten. 



  Es zeigt sich überraschenderweise, dass Verbindungen der Formel (I) sich hervorragend zur Verringerung der Fibrillationstendenz lösungsmittelgesponnener Fasern eignen. 



  Dies ist insbesondere überraschend, da die an sich bekannten Verbindungen der Formel (I) in dem für die Reaktion mit der Cellulose notwendigen alkalischen Milieu als hydrolyseanfällig gelten, was für eine Verwendung im Verfahren des Oberbegriffes des Anspruches 1 ungünstig 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 ist. Bei einer Verwendung der Verbindungen der Formel (I) zur Behandlung insbesondere niemals getrockneter Fasern werden jedoch im Rahmen der jeweiligen Behandlungsdauer keine wesentlichen Hydrolyseeffekte beobachtet. 



  Eine weitere vorteilhafte Eigenschaft der Verbindungen der Formel (I) ist ihre gute Wasserlöslichkeit, wodurch sie sich insbesondere zur Behandlung von niemals getrockneten lösungsmittelgesponnenen Fasern eignen. Aufgrund der jeweils zwei Halogengruppen an den Gruppen A bzw. AI weisen die Verbindungen der Formel (I) weiters insgesamt zumindest vier cellulosereaktive Gruppen auf. 



  Besonders geeignet hat sich der Einsatz einer Verbindung aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln 
 EMI4.1 
 oder 
 EMI4.2 
 erwiesen. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 Weiters bevorzugt ist der Einsatz einer Verbindung der Formel 
 EMI5.1 
 Die bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die cellulosischen Formkörper niemals getrocknete Fasern sind. 



  Die Verbindungen der Formel (I) eignen sich aber auch hervorragend zur Behandlung von bereits getrockneten lösungsmittelgesponnenen cellulosischen Fasern. 



  Bevorzugt wird die Verbindung der Formel (I) zur Behandlung der cellulosischen Formkörper in einer wässrigen Lösung eingesetzt. 



  Dabei liegt der pH-Wert der wässrigen Lösung der Verbindung beim In-Kontakt-Bringen mit den   Formkörpern   bevorzugt in einem Bereich von 8 bis 12. Der pH-Wert kann somit im Vergleich zu anderen für die Behandlung von lösungsmittelgesponnenen Fasern vorgeschlagenen Verbindungen niedriger gehalten werden. 



  Es ist auch möglich, Verbindungen der Formel (I) in Form einer Suspension auf die Fasern aufzubringen. 



  Die Lösung oder Suspension kann auf die Fasern in an sich bekannter Weise,   z. B.   durch Besprühen, oder Berieseln aufgebracht werden. Nach dem Aufbringen der Lösung bzw. 



  Suspension werden die Fasern üblicherweise abgepresst und gewaschen. 



  Bevorzugt werden die Formkörper während oder nach dem In-Kontakt-Bringen mit der wässrigen Lösung des Textilhilfsmittels einer Hitzebehandlung ausgesetzt. Dabei sind insbesondere Behandlungen mit Dampf oder elektromagnetischen Wellen,   z. B.   eine Behandlung mit Mikrowellen bevorzugt. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 Im Vergleich zu anderen für die Behandlung von lösungsmittelgesponnenen Fasern vorgeschlagenen schwerlöslichen Textilhilfsmitteln eignen sich die Verbindungen der Formel (I) aber auch besser für eine Behandlung der Fasern im Kaltverweilverfahren. 



  Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird auch durch die Verwendung einer Verbindung der Formel   A-B-A, (I),   wobei 
 EMI6.1 
 
 EMI6.2 
 ; n=lR=jeweils H, Alkali oder   N (Rs) 4 ; Ri, Rz,   R3, R4 und   R$   jeweils H oder   CI-C4 ;   und   Z,   ein Brückenglied mit 1-3 Kettenatomen, ausgewählt aus der Gruppe C, N, 0, S, bedeuten, zur Verringerung der Fibrillationstendenz von lösungsmittelgesponnenen cellulosischen Fasern   gelöst.   



  Die Verbindungen der Formel (I) werden in dem Fachmann bekannter Weise durch Addition der Komponente B zur Komponente A hergestellt. 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 



  Beispiele : Analysenmethoden : Bestimmung des   Fibrillationsgrades :   Die Reibung der Fasern aneinander bei Waschvorgängen bzw. bei Ausrüstevorgängen im nassen Zustand wird durch folgenden Test simuliert : 8 Fasern werden mit 4 ml Wasser in ein 20 ml Probenfläschchen gegeben und während 3 Stunden in einem Laborschüttelgerät der Type RO-10 der Fa. Gerhardt, Bonn (BRD) auf Stufe 12 geschüttelt. Das Fibrillationsverhalten der Fasern wird danach unter dem Mikroskop mittels Auszählen der 
 EMI7.1 
 Zwanzig 40 mm lange Fasern mit einem Einzeltiter von 1, 3 dtex werden über eine 1 cm dicke Metallwalze gelegt und mit einem Vorspanngewicht von 50 mg beschwert. Die Walze ist mit einem Viskosefilamentgamstrumpf überzogen und wird kontinuierlich befeuchtet.

   Während der Messung wird die Walze gedreht und gleichzeitig quer zur Faserachse hin und zurück bewegt, wobei eine Pendelbewegung von ca. 1 cm ausgeführt wird. 



  Gemessen wird die Anzahl der Umdrehungen, bis die Fasern durchgescheuert sind. Als Messwert wird der Mittelwert der Scheuerzyklen der 20 Fasern genommen. Je höher die Zahl der Umdrehungen ist, bis die Fasern durchgescheuert sind, umso besser ist das Fibrillations verhalten der Fasern. 



  Beispiel 1 : Niemals getrocknete lösungsmittelgesponnene Fasern werden mit einer Lösung, welche 2 bis 10   g/l   einer Verbindung der Formel (II) und 20   g/l   Soda enthält, eine Minute imprägniert, auf 130% Restfeuchte abgepresst und zur Fixierung 10 Minuten bei   120 C   im Trockenschrank aufbewahrt. 



  Von den behandelten Fasern wurden gemäss obiger Messmethodik die Anzahl der Fibrillen sowie die Scheuerwerte ermittelt. Die Ergebnisse sind nachfolgend tabellarisch dargestellt : 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 
 EMI8.1 
 
<tb> 
<tb> Konzentration <SEP> der <SEP> Verbin- <SEP> Fibrillenantahl <SEP> Scheuerwert <SEP> (U/dtex)
<tb> dung <SEP> (II) <SEP> in <SEP> der <SEP> Lösung <SEP> (g/l)
<tb> 0 <SEP> (Vergleichsbeispiel) <SEP> 37 <SEP> 38 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 25 <SEP> 125 <SEP> 
<tb> 5 <SEP> 15 <SEP> 405 <SEP> 
<tb> 10 <SEP> 5 <SEP> 559 <SEP> 
<tb> 15 <SEP> 1 <SEP> 952 <SEP> 
<tb> 
 Beispiel 2 :

   Niemals getrocknete lösungsmittelgesponnene Fasern wurden mit Lösungen, die jeweils (je nach Wasserlöslichkeit) 5 bis 20   gll   der Verbindung (II), (III) oder (IV) und 20g/1 Soda enthielten, für eine Zeitdauer von 0, 25 bis 3 Minuten imprägniert, auf 130 % Restfeuchte abgepresst, mit Mikrowellen 4 Minuten bei 650 W behandelt und anschliessend ausgewaschen. 



  In der folgenden Tabelle sind die in Abhängigkeit von Flottenkonzentration und Imprägnierdauer erzielten Scheuerwerte der behandelten Fasern dargestellt : 
 EMI8.2 
 
<tb> 
<tb> Imprägnier-Verbindung <SEP> (II) <SEP> Verbindung <SEP> (IV) <SEP> Verbindung <SEP> (III)
<tb> dauer <SEP> (min)
<tb> 5g/l <SEP> 10g/l <SEP> 15g/l <SEP> 20g/l <SEP> 5g/l <SEP> 10g/l <SEP> 15g/l <SEP> 5g/l
<tb> 0, <SEP> 25 <SEP> 488 <SEP> 1019 <SEP> 1227 <SEP> 3828 <SEP> 58 <SEP> 94 <SEP> 137 <SEP> 783 <SEP> 
<tb> 1 <SEP> 794 <SEP> 1215 <SEP> 2217 <SEP> 5754 <SEP> 50 <SEP> 107 <SEP> 144 <SEP> 794 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 410 <SEP> 1539 <SEP> 2612 <SEP> 5221 <SEP> 74 <SEP> 153 <SEP> 144 <SEP> 1461 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 600 <SEP> 1209 <SEP> 1338 <SEP> 2443 <SEP> 60 <SEP> 117 <SEP> 143 <SEP> 1010 <SEP> 
<tb> 
 Aus der Tabelle geht hervor,

   dass die Fibrillationseigenschaften niemals getrockneter lösungsmittelgesponnener Fasern durch die Wahl der eingesetzten Verbindung, die Flottenkonzentration sowie die Dauer der Imprägnierdauer über weite Bereiche gezielt gesteuert werden können. 

 <Desc/Clms Page number 9> 

 



  Beispiel 3   (Kaltverweilverfahren) :   Niemals getrocknete lösungsmittelgesponnene cellulosische Fasern wurden im Kaltverweilverfahren in einem Flottenverhältnis von 1 : 5 mit einer Lösung der Verbindung gemäss Formel (II) mit jeweils unterschiedlichen Konzentrationen der Verbindung (II), verschiedener Alkalikonzentration und bei unterschiedlicher Verweildauer behandelt.

   Die Ergebnisse der Versuche sind in den folgenden Tabellen zusammengefasst : 
 EMI9.1 
 
<tb> 
<tb> Konzentration <SEP> Verbindung <SEP> (11) <SEP> : <SEP> 5 <SEP> gIl <SEP> 
<tb> Verweilzeit <SEP> (h)
<tb> Alkali <SEP> (g/l) <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 6 <SEP> 8
<tb> 2 <SEP> 63 <SEP> 69 <SEP> 60 <SEP> 97 <SEP> 67 <SEP> 70 <SEP> 72 <SEP> 
<tb> 5 <SEP> 105 <SEP> 103 <SEP> 155 <SEP> 164 <SEP> 123 <SEP> 136 <SEP> 138
<tb> 10 <SEP> 110 <SEP> 103 <SEP> 83 <SEP> 163 <SEP> 125 <SEP> 130 <SEP> 162
<tb> 20 <SEP> 162 <SEP> 177 <SEP> 137 <SEP> 479 <SEP> 163 <SEP> 206 <SEP> 250
<tb> 
 
 EMI9.2 
 
<tb> 
<tb> Konzentration <SEP> Verbindung <SEP> (II) <SEP> :

   <SEP> 10 <SEP> g/t
<tb> Verweilzeit <SEP> (h)
<tb> Alkali <SEP> (g/l) <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 6 <SEP> 8
<tb> 2 <SEP> 72 <SEP> 86 <SEP> 79 <SEP> 144 <SEP> 86 <SEP> 88 <SEP> 78 <SEP> 
<tb> 5 <SEP> 105 <SEP> 181 <SEP> 145 <SEP> 200 <SEP> 152 <SEP> 177 <SEP> 226
<tb> 10 <SEP> 170 <SEP> 214 <SEP> 230 <SEP> 234 <SEP> 301 <SEP> 275 <SEP> 213
<tb> 20 <SEP> 267 <SEP> 490 <SEP> 334 <SEP> 328 <SEP> 320 <SEP> 388 <SEP> 483
<tb> 
 Aus den Tabellen ist zu entnehmen, dass sich die Verbindung der Formel (II) auch hervorragend zur Behandlung von lösungsmittelgesponnenen cellulosischen Fasern im Kaltverweilverfahren eignet. Auch hier sind durch Variation der Parameter die Fibrillationseigenschaften der Fasern über einen weiten Bereich steuerbar. 



  Beispiel 4 : Ein Gestrick aus lösungsmittelgesponnenen cellulosischen Fasern wurde mit Lösungen, welche jeweils unterschiedliche Mengen der Verbindung der Formel (II) und 20 g/l Soda enthielten, für 3-5 Sekunden bei Raumtemperatur   imprägniert.   Anschliessend wurde das Gestrick auf 100% Restfeuchte abgepresst und zur Fixierung für 2 Minuten bei   100 C   mit Dampf behandelt. 

 <Desc/Clms Page number 10> 

 Aus der folgenden Tabelle gehen die für die jeweiligen Einsatzmengen der Verbindung der Formel (II) erreichten Scheuerwerte hervor :

   
 EMI10.1 
 
<tb> 
<tb> Konzentration <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> (II) <SEP> Scheuerwert <SEP> (U/min)
<tb> 0 <SEP> (Vergleich) <SEP> 37
<tb> 20g/l <SEP> 113 <SEP> 
<tb> 40 <SEP> ! <SEP> 258
<tb> 60 <SEP> g/l <SEP> 228
<tb> 
 Aus der Tabelle geht hervor, dass sich die Verbindung der Formel   (II)   auch hervorragend zur Behandlung von bereits getrockneten lösungsmittelgesponnenen cellulosischen Fasern,   z. B.   in Form eines Garnes, Gewebes oder Gestrickes eignet.

Claims (7)

  1. Ansprüche : 1. Verfahren zur Behandlung von cellulosischen Formkörpern, welche aus einer Lösung von Cellulose in einem wässrigen tertiären Aminoxid geformt werden, insbesondere Fasern, wobei die Formkörper mit einem Textilhilfsmittel, das zumindest zwei reaktive Gruppen trägt, in alkalischem Milieu in Kontakt gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass als Textilhilfsmittel eine Verbindung der Formel A-B-At (I) eingesetzt wird, wobei EMI11.1 worin Ai=A oder ein anderes Molekül der für A angegebenen Gruppe, X=C1, F ; n=l oder 2; R=jeweils H, Alkali oder N (Rs) 4 ; R\, R2, R3, R4 und R5 jeweils H oder C1-C4; und Z, ein Brückenglied mit 1-3 Kettenatomen, ausgewählt aus der Gruppe C, N, 0, S, bedeuten.
  2. 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln EMI11.2 <Desc/Clms Page number 12> oder EMI12.1 eingesetzt wird.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die cellulosischen Formkörper niemals getrocknete Fasern sind.
  4. 4) Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenzeichnet, dass die Verbindung in einer wässrigen Lösung eingesetzt wird.
  5. 5) Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der wässrigen Lösung der Verbindung beim In-Kontakt-Bringen mit den Formkörpem 8 bis 12 beträgt.
  6. 6) Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formkörper während oder nach dem In-Kontakt-Bringen mit der wässrigen Lösung des Textilhilfsmittels einer Hitzebehandlung ausgesetzt werden.
  7. 7) Verwendung einer Verbindung der Formel A - B - AI (I), wobei EMI12.2 <Desc/Clms Page number 13> EMI13.1 EMI13.2 (S03R) n2; jeweils H, Alkali oder N (RS) 4 ; R), R2, R3, R4 und Rs jeweils H oder Cl-C4 ; und Z) ein Brückenglied mit 1-3 Kettenatomen, ausgewählt aus der Gruppe C, N, 0, S, bedeuten, zur Verringerung der Fibrillationstendenz von lösungsmittelgesponnenen cellulosischen Fasern.
AT0060598U 1998-09-15 1998-09-15 Verfahren zur behandlung von cellulosischen formkörpern AT2527U3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0060598U AT2527U3 (de) 1998-09-15 1998-09-15 Verfahren zur behandlung von cellulosischen formkörpern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0060598U AT2527U3 (de) 1998-09-15 1998-09-15 Verfahren zur behandlung von cellulosischen formkörpern

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT2527U2 true AT2527U2 (de) 1998-12-28
AT2527U3 AT2527U3 (de) 1999-03-25

Family

ID=3495022

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0060598U AT2527U3 (de) 1998-09-15 1998-09-15 Verfahren zur behandlung von cellulosischen formkörpern

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT2527U3 (de)

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
SE460360B (sv) * 1984-03-19 1989-10-02 Polycell Kompositer Kompositmaterial bestaaende av ett harts och ett foerstaerkningsmedel i form av modifierad cellulosa
GB9122318D0 (en) * 1991-10-21 1991-12-04 Courtaulds Plc Treatment of elongate members

Also Published As

Publication number Publication date
AT2527U3 (de) 1999-03-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0943027B1 (de) Verfahren zur behandlung von cellulosischen formkörpern
DE69223305T2 (de) Behandlung von cellulosischen Fasern zur Verringerung ihrer Fibrillierneigung
DE69322170T2 (de) Faserbehandlung
DE69931553T2 (de) Antimikrobielles Formteil und Verfahren zu seiner Herstellung
EP0828869B1 (de) Sulfonierung von regeneratcellulose mit sulfonierten polymeren und verwendung der modifizierten fasern
EP2329074B1 (de) Verfahren zur behandlung cellulosischer formkörper
EP2235253B1 (de) Verfahren zur behandlung cellulosischer formkörper
DE10155066A1 (de) Verfahren zur Flammschutzausrüstung von Cellulosefasern
DE69712175T2 (de) Verfahren zur Behandlung von Textilien aus Cellulosefasern mit Harzen
WO1997049856A1 (de) Verfahren zur behandlung von cellulosefasern und von gebilden aus diesen fasern
DE4308075A1 (de) Verfahren zur Behandlung von Fasermaterialien mittels Triazinderivaten
DE1141973B (de) Verfahren zur Verminderung des Quellwertes und zur Erhoehung der Scheuerfestigkeit von Gebilden, wie Fasern, Faeden oder Geweben, aus nativer oder regenerierter Cellulose
AT413988B (de) Verfahren zur behandlung von cellulosischen formkörpern
AT2527U2 (de) Verfahren zur behandlung von cellulosischen formkörpern
DE1518383A1 (de) Fuer die Behandlung von Cellulosematerialien bestimmte Produkte und chemische Praeparate,Verfahren zur Herstellung und Anwendung derselben und mit ihren behandelte Artikel
DE102007014272A1 (de) Verfahren zur Flammschutzausrüstung von Baumwolle
AT413824B (de) Verfahren zur behandlung von lösungsmittelgesponnenen cellulosischen fasern
EP0783602B1 (de) Cellulosefaser
WO2019170754A1 (de) ZELLSTOFF UND LYOCELL FASER MIT EINSTELLBAREM WEIßGRAD
WO2000066820A1 (de) Verfahren zur verringerung der fibrillierneigung von aus lösungsmitteln gesponnenen cellulosefasern
DE874897C (de) Verfahren zum Stabilisieren von hauptsaechlich aus regenerierter Cellulose bestehenden Textilstoffen gegen Einlaufen
DE10048681B4 (de) Verfahren zur Modifizierung der Anfärbbarkeit und der Erhöhung des Naßmoduls von Celluloseformkörpern
DE849092C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Celluloseverbindungen
DE899637C (de) Verfahren zum Stabilisieren von Textilmaterial
DE1619069A1 (de) Verfahren zum Ausruesten von Stoffen und danach behandelte textile Werkstoffe

Legal Events

Date Code Title Description
MM9K Lapse due to non-payment of renewal fee