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Verfahren zur Erzeugung von Acetylen und Äthylen enthaltenden
Gasgemischen
EMI1.1
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erzielt werden.
In den Zeichnungen wurden Ausführungsbeispiele für jede dieser beiden Steuerungsarten dargestellt.
Hiebei stellt Fig. 1 einen schematischen Schnitt einer Apparatur dar, bei der die Bewegung der beweglichen Elektroden durch ein Pendel erzielt wird, während Fig. 2 eine analoge Ansicht einer Apparatur darstellt, bei der die Bewegung der beweglichen Elektroden mit Hilfe eines Exzentermechanismus erzielt wird.
Bei der Ausführungsart nach Fig. 1 besteht die Apparatur aus einer mit dem zu behandelnden Kohlenwasserstoff gefüllten Reaktionswanne 1. In 2 und 2'sind zwei symmetrisch angeordnete, feststehende Elektroden dargestellt, welche in schräger Richtung in die Wanne 1 durch geeignete, in den einander gegenüber befindlichen Seitenwandungen angeordnete Dichtungen geführt sind ; die Stellung dieser Elektroden kann in Längsrichtung geregelt werden, beispielsweise durch einen Mechanismus mit Ritzel und Zahnstange 21 - 22.
Zwischen den feststehenden Elektroden 2 und 2'ist ein Gerät angeordnet, das zwei bewegliche Elektroden 3, 3'aufweist, die am unteren Ende eines Pendels 23 aufgehängt sind, dessen im Kohlenwasserstoff eingetauchte Drehachse 24 mit Hilfe einer Stopfbuchse 4 durch die Wandung der Wanne l geführt ist. Ein ausserhalb des Gefässes angeordneter Exzentermecha- nismus 25, der durch eine Treibstange 26 mit dem oberen Ende des Pendels 23 verbunden ist, bewirkt und unterhält die Schwingung des letzteren mit einer bestimmten Schwingungsweite, die konstant ist und periodisch und abwechselnd jede der beweglichen Elektroden 3, 3'in Berührung mit der entsprechenden feststehenden Elektrode 2 oder 2'bringt.
Die Arbeitsweise der auf diese Weise gebildeten Apparatur lässt sich bequem regeln, um die im Stammpatent beschriebenen, wesentlichen Bedingungen zu verwirklichen. Wird der Apparat mit Wechselstrom gespeist, so stimmt die Frequenz der Pendelschläge mit der des verwendeten Stromes überein.
Erfolgt die Speisung mit Gleichstrom, so wird diese Frequenz in Abhängigkeit von der gewünschten Bogendauer eingestellt. Im einen wie im andern Falle wird die Schwingungsweite der Schläge so geregelt, dass die mit der an den Klemmen verfügbaren Spannung vereinbarte, maximale Bogenlänge erzielt wird und im Augenblick der Berührung der Elektroden eine genügende Erschütterung erfolgt, um ihre Reinigung zu bewirken.
Wie bereits erwähnt, bietet die auf solche Weise erzielte Pendelbewegung im Vergleich zu der geradlinigen Bewegung gemäss der Beschreibung im Stammpatent den Vorteil, dass sie bei der Verwendung der beiden Polaritäten des Wechselstroms eine beachtliche Vereinfachung der Apparatur gestattet, wobei diese Verwendung gemäss der in Fig. l dargestellten Ausführungsart so erfolgen kann, dass das Pendel mit symmetrischen Elektroden ausgerüstet wird, die mit ebenfalls symmetrischen, feststehenden Elektroden zusammenwirken. Um das gleiche Ergebnis zu erzielen, würde die geradlinige Bewegung der durch einen klassischen Mechanismus mit Stange und Kurbel gesteuerten, beweglichen Elektroden die Verwendung einer Kurbelwelle mit zwei gegenläufigen Treibstangen erforderlich machen.
Ausserdem bietet die gleiche Pendelbewegung eine Vereinfachung der Stopfbuchsen an der Stelle, anweicher der dieBewegung derbeweglichenElektroden steuernde Mechanismus aus dem Gefäss l austritt. Im Falle einer geradlinigen Bewegung ist der Weg der die beweglichen Elektroden tragenden Stange nämlich gleich der Verschiebung dieser Elektroden und die Stopfbuchse muss die Dichtheit während dieses ganzen Weges gewährleisten. Hingegen sind bei der Pendelbewegung die Stopfbuchsen 4 nur noch einer rotierenden Bewegung unterworfen, deren Schwingungsweite auf ein Mindestmass reduziert werden kann, wenn man den die beweglichen Elektroden tragenden Pendelarm genügend verlängert.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsart, bei der die gleichen Elemente durch die gleichen Be- zugsziffern bezeichnet wurden wie inFig. l, sind die feststehenden Elektroden 2 und 2', deren Stellung wie im vorhergehenden Fall mit Hilfe eines Mechanismus wie 21 - 22 geregelt werden kann, symmetrisch und koaxial beiderseits des Reaktionsgefässes 1 angeordnet und durch deren einander gegen- überstehende Seitenwandungen geführt. Zwischen den feststehenden Elektroden ist im Inneren des Gefässes ein bewegliches Gerät angeordnet, das hier aus einer horizontalen Stange 27 besteht, die an ihren Enden die Elektroden 3 und 3'trägt. Dieses Gerät ist durch Achsen 29, 29'mit zweiExzentern 28, 28'verbunden.
Einer dieser Exzenter wird durch einen (nicht dargestellten) ausserhalb des Gefässes angeordneten Motor angetrieben, der seine Achse treibt, während der andere Exzenter frei montiert ist und die Aufgabe hat, das bewegliche Gerät 27 stets parallel zur gemeinsamen Achse der feststehenden Elektroden 2 und 2'zu halten.
Auch in diesem Falle lässt sich die Arbeitsweise der Apparatur bequem regeln, um die im Stammpatent beschriebenen, wesentlichen Bedingungen zu verwirklichen. Wird der Apparat mit Wechselstrom gespeist, so ist die Drehgeschwindigkeit des treibenden Exzenters auf die Frequenz des Stroms abge-
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stimmt ; erfolgt die Speisung mit Gleichstrom, so wird die Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der gewünschten Bogendauer festgelegt. In beiden Fällen wird die Länge des Bogens bestimmt durch dieExzen- trierung der Achsen 29 und 29', wobei sich hier das vorteilhafte, besondere Merkmal ergibt, dass auf Grund der Tatsache, dass der Bogen einen Halbkreis beschreibt, seine Länge rascher zunimmt als die der Exzentrierung.
Schliesslich kann die Intensität der Erschütterung, die zur Reinigung der Elektroden nötig ist und in dem Augenblick erfolgt, in welchem jede der beweglichen Elektroden mit der entsprechenden feststehenden Elektrode in Berührung tritt, leicht mit Hilfe der zur Regelung der feststehenden Elektroden dienenden Mechanismen 21 - 22 eingestellt werden.
Die Vorteile dieser Exzentervorrichtung sind die gleichen wie die des im obigen beschriebenen Pendelsystems, nämlich : Vereinfachung der Apparatur bei Verwendung der beiden Polaritäten des Wechselstroms und Vereinfachung des Problems der Dichtheit an der Stelle, an welcher sich der die Bewegung der beweglichen Elektroden steuernde Mechanismus befindet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von Acetylen und Äthylen enthaltenden Gasgemischen, ausgehend von einem flüssigen Kohlenwasserstoff, in welchem zwischen zwei Elektroden in einem bestimmten Takt ein Lichtbogen gezündet und unterbrochen wird, wobei mindestens einer der Elektroden eine wechselnde Bewegung erteilt wird, die beide Elektroden zum Zünden des Lichtbogens miteinander in Berührung bringt und sie zum Löschen des Bogens voneinander entfernt, wobei das die Unterbrechung und den Durchfluss des Lichtbogens erfassende Arbeitsspiel eine Maximaldauer von 1 sec hat und die Elektroden so eingestellt sind, dass bei deren Berührung zum Zünden des Lichtbogens ein Stoss stattfindet, der deren Reinigung gewährleistet, gemäss Patent Nr. 235255, dadurch gekennzeichnet, dass die abwechselnde Bewegung der beweglichen Elektroden eine Kreis- oder Pendelbewegung ist.