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Vorrichtung zur Verhinderung des Eindringens von Fremdkörpern in das Gehäuse des Messerkopfes von Motormähern
Die aufeinandergleitenden Teile des Messerkopfes von Motormähern sind in ein Gehäuse eingebaut, das entgegen der Arbeitsrichtung offen ist, um den Treibzapfen des Messerschienenantriebes in Eingriff mit dem Messerkopf bringen zu können. Bei der Mäharbeit dringen daher Fremdkörper (Sand, Erde, Erntegutteilchen u. dgl.) in das Messerkopfgehäuse ein und verursachen nach verhältnismässig kurzer Arbeitszeit bereits erhebliche Abnutzungen der aufeinandergleitenden Teile des Messerkopfes. Durch diese Abnutzung entsteht unzulässig grosses Spiel, das wegen der hohen Arbeitsfrequenz starke Geräusche und harte Schläge verursacht. Die Messerkopfteile verschleissen rasch und müssen ersetzt werden.
Bei Motorrnähern mit Schwinghebelantrieb der Messerschiene, wobei die Schwinghebel durch ein Schutzblech abgedeckt sind, das mit einem Schwenklager am Triebwerkblock und einem Einstellager am zylindrischen Ende des vorderen Schwinghebels gelagert ist, wird das Eindringen von Fremdkörpern in das Gehäuse des Messerkopfes gemäss der Erfindung dadurch verhindert, dass mittels eines Faltenbalges, der mit seinem hinteren Ende das Einstellager und mit seinem vorderen Ende einen vorzugsweise zylindrischen Ansatz des Messerkopfgehäuses konzentrisch umschliesst, ein gegen das Eindringen von Fremdkörpern dichter Hohlraum zwischen Einstellager und Messerkopf hergestellt wird.
Nachdem das Einstellager auf dem zylindrischen Ende des vorderen Schwinghebels wenig Spiel aufweist, müssten Fremdkörper, um in das Messerkopfgehäuse eindringen zu können, zunächst das Einstelllager passieren, was wegen des vorhandenen geringen Spiels fast unmöglich ist.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung ergibt sich, wenn das Einstellager als Ringlager mit zwei elastischen Ringen ausgebildet ist und der Faltenbalg mit seinem hinteren Ende die Ringflächenschale des Ringlagers konzentrisch umschliesst. Die beiden elastischen Ringe liegen sowohl am zylindrischen Ende des vorderen Schwinghebels als auch in der Ringflächenschale unter Spannung an, wodurch auf lange Betriebsdauer kein Spiel, weder zwischen den Ringen und dem zylindrischen Ende des vorderen Schwinghebels, noch zwischen den Ringen und der Ringflächenschale, entstehen kann. Es ist daher unmöglich, dass Fremdkörper in den Hohlraum zwischen Ringlager und Messerkopf gelangen können.
Das Messerkopfgehäuse bleibt demnach frei von Fremdkörpern und kann einwandfrei geschmiert werden, wodurch sich eine lange Lebensdauer für die arbeitenden Messerkopfteile ergibt.
Nachdem die Funktion der Vorrichtung von der Haltbarkeit des Faltenbalges abhängt, besteht ein weiteres Merkmal der Erfindung darin, dass der Faltenbalg aus abriebfestem, elastischem Werkstoff hergestellt ist. Sollte der Faltenbalg einmal ausgewechselt werden müssen, ist dies leicht möglich, weil er das Einstellager sowie den zylindrischen Ansatz des Messerkopfgehäuses selbstspannend konzentrisch umschliesst.
Bei der hohen Arbeitsfrequenz des Messerschienenantriebes kann es weiter vorteilhaft sein, zur vollständigen Sicherung der selbstspannenden, konzentrischen Umschliessung Spannringe aus elastischem Werkstoff oder Schlauchklemmen bekannter Art vorzusehen, die den Faltenbalg am Einstellager und am zylindrischen Ansatz des Messerkopfgehäuses unverrückbar festhalten.
Der Anwendungsbereich der erfindungsgemässen Vorrichtung ist nicht auf Motormäher mit Schwing-
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hebelalltrieb der Messerschiene beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf Motormäher mit Messerschienenantrieb durch eine rotierende Welle. Der Faltenbalg umschliesst dann mit seinem hinteren Ende die Austrittsstelle der rotierenden Welle.
Die Anordnung von Faltenbälgen zur Verhinderung des Eindringens von Fremdkörpern in das Gehäuse
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einen Messerkopf, bei dem die beiden freien Enden eines Kolbens mit je einem Faltenbalg abgedeckt sind. Wie jedoch die bekannte Ausbildung erkennen lässt, hat diese keinerlei konstruktive Gemeinsamkeit mit der erfindungsgemässen Messerkopfausbildung.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise und vereinfacht dargestellt ; Fig. 1 zeigt die Vorrichtung im Vertikalschnitt durch die Längsachse des vorderen Schwinghebels und Fig. 2 die dazugehörige Draufsicht.
Das Schutzblech 1 ist mit einem Schwenklager am Triebwerkblock und einem Einstellager 2 am zylindrischen Ende 3 des vorderen Schwinghebels 4 gelagert. Das Einstellager 2 ist als Ringlager mit zwei elastischen Ringen 5 und einer Ringflächenschale 6, die mittels eines Ansatzes 7 mit dem Schutzblech 1 fest verbunden ist, ausgebildet. Im vorderen Schwinghebel 4 ist ein Treibzapfen 7a eingesetzt, der in den Messerkopf 8 hineinragt, welcher auf der Messerschiene 9 befestigt ist. Das Messerkopfgehäuse 10 hat einen zylindrischen Ansatz 11. Der Faltenbalg 12 umschliesst mit seinem hinteren Ende 13 das Einstellager 2 bzw. die Ringflächenschale 6 und mit seinem vorderen Ende 14 den zylindrischen Ansatz 11 des Messerkopfgehäuses 10.
Die selbstspannende, konzentrische Umschliessung des Faltenbalges am Einstellager 2 bzw. am zylindrischen Ansatz 11 kann durch Spannringe 15 aus elastischem Werkstoff oder durch Schlauchklemmen 16 gesichert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Verhinderung des Eindringens von Fremdkörpern in das Gehäuse des Messerkopfes von Motormähern, insbesondere mit Schwinghebelantrieb der Messerschiene, wobei die Schwinghebel durch ein Schutzblech abgedeckt sind, das mit einem Schwenklager am Triebwerliblock ind einem Einstellager am zylindrischen Ende des vorderen Schwinghebels gelagert ist, dadurch gekennzeich- net, dass ein Faltenbalg (12) mit seinem hinteren Ende das Einstellager (2) und mit seinem vorderen Ende einen vorzugsweise zylindrischen Ansatz (11) des Messerkopfgehäuses (10) konzentrisch umschliesst, so dass ein gegen das Eindringen von Fremdkörpern dichter Hohlraum zwischen Einstellager und Messerkopf hergestellt ist.