AT251795B - Schaumglas - Google Patents
SchaumglasInfo
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Description
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Schaumglas
Schaumglas stellt ein Material von geringem Raumgewicht dar, welches infolge der Materialeigenschaften des Glases gegen äussere Einflüsse, wie beispielsweise Witterungseinflüsse, beständig ist. Das bekannte Schaumglas lässt sich nur mit grossen Schwierigkeiten spanabhebend bearbeiten. Wenn man versucht, bekannte Schaumglaskörper durch Bohren oder Sägen zu bearbeiten, so bricht der Schaumglaskörper aus und es entsteht auch ein verhältnismässig starker Verschleiss der Bearbeitungswerkzeuge.
Das erfindungsgemässe Schaumglas weist Poren von verschiedener Grössenordnung auf, welche als Makroporen und Mikroporen bezeichnet werden sollen, und es ist für das erfindungsgemässe Schaumglas wesentlich, dass in die Lamellenwände, welche die die Schaumstruktur bildenden Makroporen voneinander trennen, Mikroporen eingeschlossen sind. Wenn in dem zu verschäumenden Glasmaterial in bekannter Weise körnige Stoffe enthalten sind, so scheinen diese dann in den Lamellenwänden des Glasschaumes als allseits vom Glas umschlossene Einschlüsse auf. Diese Einschlüsse sind aber eher geeignet, die Bearbeitbarkeit des Glasschaumes zu verschlechtern als zu verbessern. Gemäss der Erfindung sind nun diese allseits vom Glas umschlossenen Einschlüsse in den Lamellenwänden von den Mikroporen gebildet.
Das bekannte Schaumglas weist Poren auf, welche durch verhältnismässig dünne Zellwände gegeneinander abgeschlossen sind. Diese Poren bewirken die gute Isolierfähigkeit gegen Temperatur und auch Schall und das Raumgewicht dieses Schaumglases ist durch das Gewicht der in dem betreffenden Volumen enthaltenen dünnen Zellwände bestimmt, welche selbst aus vollem Material bestehen. Diesen Poren, welche die Schaumstruktur des bekannten Schaumglases ergeben, entsprechen die Makroporen des erfindungsgemässen isolierenden Materials.
Dadurch, dass bei dem erfindungsgemässen Material die Lamellenwände, welche diese Makroporen voneinander trennen, selbst von Mikroporen durchsetzt sind, werden wesentliche Vorteile erreicht. Glas bzw. glasartiges Material ist hart und spröde. Das bekannte Schaumglas, bei welchem die Poren durch volle Zellwände gegeneinander abgeschlossen waren, konnte daher nur schwer spanabhebend bearbeitet werden und das auch nur bei relativ dünnen Zellwänden zwischen den Poren, wodurch nur eine geringe Druckfestigkeit gegeben war. Es musste daher im allgemeinen in Formen hergestellt werden, welche der gewünschten Form des Schaumglaskörpers entsprachen. Dies setzte naturgemäss die Anfertigung und Lagerhaltung einer grossen Anzahl von kostspieligen Formen voraus.
Bei dem erfindungsgemässen Material stellen nun die die Zellwände durchsetzenden Mikroporen sozusagen Sollbruchstellen der Zellwände dar.
Es hat sich gezeigt, dass durch diese Mikroporen in den Zellwänden eine sehr gute spanabhebende Bearbeitbarkeit durch Sägen, Bohren, Fräsen u. dgl. erreicht wird. Es können somit die gewünschten Schaumglas- od. dgl. -Formkörper aus Blöcken geschnitten bzw. gesägt oder gefräst werden und es kann die Lagerhaltung der Formen für die verschiedenen Formkörper erspart werden.
Trotzdem wird, verglichen mit einem bekannten Schaumglaskörper von gleichem Raumgewicht, die Druckfestigkeit des Schaum- glas-od. dgl.-körpers nicht herabgesetzt sondern sogar vergrössert, da die gesamte Materialstärke der Zellwände zwischen den Makroporen gleich bleibt, jedoch die Zellwände durch die Mikroporen eine im Querschnitt fachwerkartige Struktur erhalten. Überdies wird die Schalldämmung dadurch verbessert, dass der dynamische Elastizitätsmodul durch die durch die Mikroporen erfolgte Unterteilung des Materialquerschnittes der Zellwände in kleinere Materialquerschnitte verkleinert wird. Auch die Isolierfähigkeit des Materials gegen Wärme wird durch die Durchsetzung der Zellwände
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mit Mikroporen verbessert.
Ein wesentlicher Vorteil ist auch darin zu erblicken, dass durch die Durchsetzung der Zellwände mit Mikroporen das Schaumglas od. dgl. gegen Temperaturschwankungen weniger empfindlich wird und auch das AbkUhlen aus der Frittungstemperatur daher weniger vorsichtig erfolgen muss.
Das erfindungsgemässe Schaumglas kann beispielsweise wie folgt hergestellt werden :
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schnell abgekühlt und auf unter 0,5 mm gemahlen. Man erhält ein dunkelgraues Pulver, bei welchem alle Glaskörner mit schaumartiger Kruste bedeckt sind.
Dieses graue bis schwarze Schaumgranulat wird in einer offenen Eisenform in einen auf zirka 7000C erhitzten Ofen eingesetzt, auf 7300C erhitzt und 1 h auf dieser Temperatur gehalten. Nach langsamem AbkUhlen von zirka 18 h Dauer wird bei etwa 50 C aus dem Ofen entnommen und ausgeformt.
Man bekommt einendunkelgrauenbis schwarzen Glasschaumkörper, welcher beim Zersägen keinen Geruch entwickelt, unter dem Mikroskop ein sehr gleichmässiges Gefüge mit zahlreichen Mikroporen in den Lamellenwänden aufweist.
Beispiel 2 : 10 kg Glasmehl werden mit einer Mischung von 0, 9 kg Wasserglas und 0,3 kg konzentriertem Glyzerin gemischt und durch direktes Erhitzen auf 7300C zu Schaumglas umgewandelt. Man erhält besonders dunkle Körper mit vielen Mikroporen in den Lamellenwänden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Schaumglas, das in den Lamellenwänden, welche die die Schaumstruktur bildenden Poren voneinander trennen, allseits vom Glas umschlossene Einschlüsse aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschlüsse in den Lamellenwänden von Mikroporen gebildet sind.
Priority Applications (1)
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| AT738065A AT251795B (de) | 1962-10-01 | 1962-10-01 | Schaumglas |
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| AT251795B true AT251795B (de) | 1967-01-25 |
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| AT (1) | AT251795B (de) |
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1962
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