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Verfahren zur Herstellung von N-Methyl-D-Glucosamin-Verbindungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-Methyl-D-Glucosamin-Verbindungen.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf die Herstellung von Verbindungen, die durch Salzbildung des N-methylierten D-Glucosamins entstehen.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren geht man von ganz reinen, vollkommen wasserfreien, bei 110 C schmelzenden D-Glucosamin-Basen in Form von weissen, glänzenden Kristallen aus, die durch Kristallisation von Methanol-Chloroform erhalten werden und man behandelt diese Base in einem absolut wasserfreien Medium mit einem Alkylsulfat, wobei man stark hygroskopische Präparate erhält, deren Abtrennung nicht unbedeutende Schwierigkeiten mit sich bringt. Die Überwindung dieser Schwierigkeiten stellt eine der besonderen Eigentümlichkeiten der Erfindung dar.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf die Herstellung des Schwefelmethylats des N-Methyl- - Glucosamin.
In der folgenden Beschreibung und Beispiel wird auf diese Verbindung Bezug genommen, obwohl die Erfindung auch die Herstellung ähnlicher Verbindungen betrifft und einschliesst. In diesem besonderen Beispielsfall sind die Reaktion und Formel der erhaltenen Verbindung durch die folgende Gleichung gegeben :
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Diese Synthese weist bedeutende Schwierigkeiten, hauptsächlich hinsichtlich der Isolierung des
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Präparates im mikrokristallinischem Zustand auf.
Gemäss derErfindung wird in einem absolut wasserfreien Medium gearbeitet, da das Schwefelmethylat des N-Methyl-D-Glucosamins stark hygroskopisch ist : an der Luft wird es sofort teigig und klumpig, verliert somit die eigene Struktur und nimmt eine plastische Form bräunlicher Färbung an.
Lässt man es für etwa 36 h unter Vakuum bei einer Temperatur von 350C in Gegenwart von Dehydratisierungsmitteln, wie z. B. Phosphorsäureanhydrid, dann fängt es von neuem zu kristallisieren an und nimmt die Form eines mikrokristallinischen Pulvers von hellbrauner Farbe an. Diese starke Neigung zur Flüssigkeitsaufnahme verhindert die genaue Berechnung des Schmelzpunktes ; ausserdem ergeben die
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kom-men, aber sie liefern nie genau wiederholbare analytische Werte. Der PH-Wert, der für die Ausgangsglucosaminbase 9 ist, geht für das Endprodukt auf 5, 7 - 6 über, welcher Wert in wässeriger Lösung selbst bei längerer Erhitzung auf 1000C keine Veränderung erfährt.
Die im Gange befindlichen Studien über die magnetische Kernresonanz liefern Ergebnisse, durch welche die vorausgesehene und oben wiedergegebene chemische Struktur bestätigt wird, die auch angesichts der angewandten Vorkehrungen und der Zustände des Mediums, in welchem die Synthese vorgenommen wird, als zuverlässig anzusehen ist. Die Erfindung wird durch folgendes Beispiel besser veranschaulicht, welches jedoch selbstverständlich nicht einschränkend ist.
Beispiel : In einen Dreihalskolben, welcher mit einem Rührer, einem Quecksilberventil, einem Thermometer und mit einem Tropftrichter versehen ist, und dessen Innenraum völlig wasserfrei ist, da die Verschlüsse mit Phosphorsäureanhydrid-Ventilen versehen sind, wurden 24gD-Glucosamin-Basein Form von Kristallen eingebracht, deren Schmelzpunkt bei 1100C liegt, und unter ständigem Rühren wurden langsam 200 cm absolut wasserfreier Methylalkohol eingetropft. Das Schütteln wurde ungefähr 1 h lang bei einer Temperatur von 25 bis 260C fortgesetzt bis eine vollkommene Suspension des Glucosamins in Methylalkohol erhalten wurde, nachdem das Glucosamin in wasserfreiem Methylalkohol nur sehr wenig löslich ist.
Anschliessend liess man aus dem Tropftrichter ganz langsam und tropfenweise in einer Zeitspanne von ungefähr 30 min 17, 3 g Methylsulfat abtropfen, welches in 30 cm3 absolutem Methylalkohol gelöst war.
Während dieser Zeitspanne stieg die Innentemperatur der Masse allmählich und spontan bis zu 380C an, das Präparat ist zur Gänze in alkoholische Lösung übergegangen und die Farbe der Lösung ging nach und nach von hellgelb auf hellbraun über : der PH-Wert wurde in Methylalkohol streng auf 6, 35 gehalten.
Das Erhitzen wurde dann 15 min fortgesetzt, bis zu einer höchsten Innentemperatur von 50 C, wonach das Abkühlen mit einem umlaufenden Wasserbad begonnen wurde.
Sobald die Innentemperatur auf etwa 150C gefallen war, wurde schnell absolut wasserfreier Äther beigefügt : sofort erhielt man einen Niederschlag von hellbraunem Sulfomethylat des N-Methyl-D-Glucosamins in Form eines leichten und flockigen Pulvers.
Nachdem man das Ganze 1 h ruhen liess, wurde die Ätherschicht abgeklärt und es wurden 2 - 3 Volumen absolut wasserfreies Aceton hinzugefügt. Nach einstündigem Rühren wurde das Aceton abgeklärt und der Vorgang wurde weitere zweimal durchgeführt. Danach wurde das erhaltene Präparat mittels einer Vakuumpumpe über einen speziellen Buchner schnell filtriert, wiederholt mit wasserfreiem Aceton gewaschen und unter Vakuum bis zum Erreichen des konstanten Gewichtes getrocknet.
Auf diese Weise wurde ein pulveriges Präparat hellbrauner Farbe, mit einer 590/eigen Ausbeute erhalten.
Setzt man das Präparat einfach der Luft aus, dann nimmt es Feuchtigkeit auf und löst sich fast sofort.
Bei Hinzufügung von Bariumchlorid in wässeriger Lösung liefert das Präparat ferner einen Niederschlag von Barium-Schwefelmethylat, welcher in Überschuss von Wasser und Methanol löslich ist. Das beschriebene und die ähnlichen Präparate, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhalten werden, dienen als Heilmittel mit arthrotrophischer Wirksamkeit.
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