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Einäugige Spiegelreflexkamera mit eingebauter
Belichtungsmessvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine einäugige Spiegelreflexkamera mit eingebauter Belichtungsmessvorrich- tung, deren photoelektrische Zelle im bildseitigen Strahlengang angeordnet ist, und mit auswechselbarem Objektiv, dessen Blendeneinsteller mit der Belichtungsmessvorrichtung durch ein objektivsseitiges Übertragungsgetriebe kuppelbar ist.
Es sind in photographischen Kameras eingebaute Belichtungsmessvorrichtungen mit im bildseitigen Strahlengang angeordneten photoelektrischen Zellen bekannt. Dabei ergibt sich der Vorteil deshelligkeits- gerechten Erfassens des für die photographische Aufnahme gewählten Bildausschnittes. Das objektivseitig eingestellte Öffnungsverhältnis wird selbständig miterfasst, weil die Belichtungsmessung bei dem jeweils eingestelltenBlendenwerterfolgt. Bei einäugigen Spiegelreflexkamers ist jedoch zur Betrachtung des Sucherbildes die Blende voll geöffnet, so dass die Belichtungsmessung stets den grössten der am Objektiv ein- stellbaren Blendenwerte berücksichügt.
Bei der Verwendung von Wechselobjektiven unterschiedlicher Stär- kenergebensichMesswertänderungen, die durch die Auswahl unterschiedlicher Indexmarken für den Messwerkzeiger ausgeglichen werden können.
Das erfordert für den Bedienenden besondere Aufmerksamkeit und gibt bei weniger Geübten zu Fehlaufnahmen Anlass.
Ferner ist es auf Grund der österr. Patentschrift Nr. 216340 bereits bekannt, bei photographischen Ka- meras mit Auswechselobjektiven die Belichtungsmessvorrichtung für ein grösseres als durch den objektivsei- tigen Blendeneinsteller einstellbares Öffnungsverhältnis auszulegen und am Wechselobjektiv zum Ausgleich der Ausschlagdifferenz zwischen dem die Belichtungsmessvorrichtung charakterisierenden Öffnungsverhältnis und der grösstmöglichen Öffnung des Wechselobjektives einen Anschlag vorzusehen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Korrekturvorrichtung zum selbsttätigen Angleich von Wechselobjektiven unterschiedlicher Lichtstärken an die kameraseitige Belichtungsmessvorrichtung.
Erfindungsgemäss wird das dadurch erreicht, dass die Belichtungsmessvorrichtung in an sich bekannter Weise für ein grösseres als durch den objektivseitigen Blendeneinsteller einstellbares Öffnungsverhältnis ausgelegt unddass am Wechselobjektivein als Bolzen ausgebildeter an sich bekannter Anschlag vorgesehen ist, der die Ausschlagdifferenz zwischen dem die Belichtungsmessvorrichtung charakterisierenden und dem objektivseitig einstellbaren Grössenöffnungsverhältnis durch Verstellen von Einstellern der Belichtungsmess- vorrichtung ausgleicht. Der Bolzen kann an der Fassung des Wechselobjektives angeordnet sein.
Zweckmässig ist der Bolzen als Verlängerung eines objektivseitigen mit dem Blendeneinsteller linearisiert ge- trieblich verbundenen Übertragungsstössels ausgebildet, wobei die Länge des Bolzens der Hubdifferenz zwischen dem die Belichtungsmessvorrichtung charakterisierenden und dem objektivseitig einstellbaren grössten Öffnungsverhältnis entspricht. Die Anpassung der Belichtungsmessvorrichtung geschieht vorzugsweise dadurch, dass der Bolzen die Indexmarke, das feste Ende der Rückstellfeder, dasGehäuse des Messwerkes oder einen im Messstromk sisliegenden Widerstand verstellt.
Einem bevorzugten Merkmal der Erfindung zufolge weist im Falle der Anordnung einer zusätzlichen kameraseitigen, beispielsweise im Sucher sichtbaren
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Blendenanzeigevorrichtung der Übertragungsstössel einen von der Länge des Bolzens unabhängigen Ansatz zum Steuern dieser kameraseitigen Blendenanzeigevorrichtung auf. Die Einzelheiten der Erfindung sind aus den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen zu ersehen.
Es zeigen : Fig. 1 ein Wechselobjektiv mit separatem Bolzen, Fig. 2 ein Summengetriebe zur Korrektur des Index, Fig. 3 die Korrektur durch Verstellen des gesamten Messwerkes, Fig. 4 die Korrektur durch DrehendesfestenEndesderRückstellfeder, Fig. 5 die Korrektur durch Verändern eines Widerstandes, Fig. 6 ein Wechselobjektiv mit einem den Bolzen als Verlängerung aufweisenden Übertragungsstössel, Fig. 7 die Korrektur durch Verdrehen des gesamten Messwerkes, Fig. 8 die Korrektur durch Drehen des festen Endes der Rückstellfeder, Fig. 9 die Korrektur durch Verändern eines Widerstandes, Fig. 10 die Korrektur durch Ver-
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besitzt einen Blendeneinsteller 2, dessen Index 3 nach Massgabe einer Blendenskala 4 einstellbar ist.
Mit diesem Blendeneinsteller 2 ist der als Stössel 5 ausgebildete Übertrager derart gekuppelt, dass eine Drehung des Blendeneinstellers 2 eine axiale Verschiebung des Stössels 5 zur Folge hat. Das Wechselobjektiv 1 kann als grösstes Öffnungsverhältnis den Blendenwert"4"liefern, während im Aus- führungsbeispiel die kameraseitige Belichtungsmessvorrichtung für den Blendenwert"2"ausgelegt ist. Deshalb ist fest am Objektiv 1 der Bolzen 6 angeordnet. Seine Länge entspricht dem vom Stössel 5 nicht realisierbaren Hub von zwei Blendenwerten, nämlich "2, 8" und "2".
Die Wirkungsweise ist die, dass der Stössel 5 die Blendenwerte auf den als Nachführzeiger ausgebildeten Index 7 (vgl. Fig. 3, 4 und 5) leitet, während der Bolzen 6 entweder das gesamte Messwerk 8 (vgl. Fig. 3), die Rückstellfeder 9 (vgl. Fig. 4) oder den Widerstand 10 (vgl. Fig. 5) verstellt.
Dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 zufolge wird sowohl vom Stössel 5 als auch vom Bolzen 6 ein doppelarmiger Hebel 11 verstellt, der an einem geradgeführten Steg 12 drehbar gelagert ist. Auf diese Weise wird die Belichtungsmessvorrichtung selbsttätig der jeweiligen Lichtstärke des angesetzten Wechselobjektives angepasst.
Einem weiteren A usführungsbeispiel (vgl. Fig. 6' zufolge weist das Wechselobjektiv 13 einen Blendensteller 14 auf, der mit dem Übertragungsstössel 15 getrieblich verbunden ist. Das Wechselobjektiv 13 kann als grösstes Öffnungsverhältnis den Blendenwert"2, 8"liefern, während im Ausführungbeispiel die kameraseitige Belichtungsmessvorrichtung für den Blendenwert"2"ausgelegt ist. Deshalb ist der Übertragungsstössel 15 mit einer als Bolzen 15a ausgebildeten Verlängerung versehen, deren Länge dem vom Übertragungsstössel 15 nicht realisierbaren Hub entspricht. Der Bolzen 15a unterscheidet sich vom Übertragungsstössel 15 durch einen Ansatz 17, welcher zur Steuerung einer zusätzlichen kameraseitigenBlendenanzeigevorrichtung 17, 18 dient (vgl.
Fig. ll). Über den Bolzen 15a verstellt der Übertragungsstössel 15 das gesamte Messwerk (vgl. Fig. 7), die Rückstellfeder 9 (vgl.
Fig. 8), den Widerstand 10 (vgl. Fig. 9) oder den Index 7 (vgl. Fig. 10).
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einäugige Spiegelreflexkamera mit eingebauter Belichtungsmessvorrichtung, deren photoelektrische Zelle im bildseitigen Strahlengang angeordnet ist, und mit auswechselbarem Objektiv, dessen Blendeneinsteller mit der Belichtungsmessvorrichtung durch ein objektivseitiges Übertragungsgetriebe kuppel- bar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Belichtungsmessvorrichtung in an sich bekannter Wei- se für ein grösseres als durch den objektivseitigen Blendeneinsteller (2,14) einstellbares Öffnungsverhältnis ausgelegt ist und dass am Wechselobjektiv (1, 13) ein als Bolzen (5,15a) ausgebildeter, an sich bekannter Anschlag vorgesehen ist,
der die Ausschlagdifferenz zwischen dem die Belichtungsmessvorrichtung charakterisierenden und dem objektivseitig einstellbaren grössten Öffnungsverhältnis durch Verstellen von
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zen (15a) als Verlängerung eines objektivseitigen mit dem Blendeneinsteller linearisiert getrieblich verbundenen Übertragungsstössels (15) ausgebildet ist, wobei die Länge des Bolzens (15a) der Hubdifferenz zwischen dem die Belichtungsmessvorrichtung charakterisierenden und dem objektivseitig einstellbaren grössten Öffnungsverhältnis entspricht.
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